Die Legend of the Seas ist wohl das spektakulärste, innovativste und beeindruckendste, was der internationale Kreuzfahrtmarkt derzeit zu bieten hat. Eine Schiffsdimension dieser Größenordnung sieht sich allerdings auch mit einigen Vorurteilen konfrontiert – allen voran dem Stichwort „Massentourismus“ im Vergleich zu kleineren Kreuzfahrtschiffen. Auf dieses Thema werde ich im weiteren Verlauf detaillierter eingehen und am Ende des Schiffsportraits gibt es ein Update, nach meinem zweiten Besuch im regulären Gästebetrieb.

Foto: Die Legend of the Seas während der Überführungsfahrt ins Mittelmeer
Ich habe darüber nachgedacht, ob ich an meine traditionellen Schiffsporträts anknüpfen oder für die Legend of the Seas einen neuen Ansatz wählen soll. Das Schiff ist so groß und bietet so viele Besonderheiten, dass sich problemlos ein zwei- oder sogar dreiteiliges Schiffsporträt schreiben ließe – ähnlich, wie ich es bereits bei der kleineren Oasis Class umgesetzt habe.
Eine kurzfristige Umfrage unter den Kreuzfahrten-mehr-Kunden hat jedoch gezeigt, dass der Wunsch besteht, den Schwerpunkt etwas anders zu setzen und nicht jede einzelne Location an Bord bis ins Detail zu beschreiben. Diesem Wunsch bin ich gerne nachgekommen. Schließlich richten sich meine Schiffsporträts in erster Linie an den potenziellen Kreuzfahrtgast und nicht an die Reederei, die naturgemäß ein Interesse daran hat, möglichst viele Details ihrer Schiffe in den Mittelpunkt zu stellen. Details, die für Endkunden oftmals weniger relevant sind.

Foto: Blick auf das Heck der Legend of the Seas
Mit der Legend of the Seas erweitert Royal Caribbean International im Jahr 2026 die beeindruckende Icon Class um ihr drittes Schiff. Mit einer Vermessung von 248.663 BRZ, einer Länge von 364 Metern und Platz für bis zu 7.600 Gäste ist sie aktuell das größte und zugleich innovativste Kreuzfahrtschiff der Welt. Auf 20 Decks erwarten die Gäste acht Themenbereiche, darunter der größte Wasserpark auf See, zahlreiche spektakuläre Unterhaltungsmöglichkeiten sowie mehr als 40 Restaurants, Bars und Lounges.
Ein besonderes Highlight ist „The Pearl“, die weltweit größte bewegliche Kunstskulptur. Sie bildet das Herzstück der Royal Promenade und zählt zu den markantesten Merkmalen der Icon Class.

Foto: Legend of the Seas auf Reede vor La Spezia
Zunächst einige Daten und Fakten zur neuen Legend the Seas von Royal Caribbean International:
Technische Daten Legend of the Seas:
In über 40 Restaurants, Bars und Lounges werden Gäste kulinarisch verwöhnt; allein 28 verschiedene Dining-Konzepte stehen zur Auswahl.
The Pearl in der Royal Promenade ist die größte kinetische Kunstskulptur der Welt – ein aus Tausenden beweglichen Elementen bestehendes Kunstwerk, das Licht, Bewegung und Architektur zu einem einzigartigen Erlebnis verbindet. Aber damit nicht genug.
The Pearl ist nicht nur ein Kunstwerk, sondern ein tragendes Bauteil des Schiffes. Royal Caribbean hat die Skulptur bewusst als Teil der Schiffskonstruktion entwickelt.
Konkret bedeutet das:
Damit habe ich schon eines der Highlights an Bord vorweggenommen. Die Pearl ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal der Legend of the Seas, sondern der Icon-Class – der gesamten Schiffsklasse.

Foto: Blick in The Pearl Legend of the Seas
Und nun würde ich an dieser Stelle normalerweise meinen traditionellen Rundgang über alle Decks beginnen. Diesmal jedoch nicht. Der Fokus liegt auf den „Neighborhoods“, also den unterschiedlichen Schiffsbereichen, einem kulinarischen Überblick, den Kabinen sowie dem Entertainment. Natürlich kommt auch ein Blick auf den Umweltschutz nicht zu kurz.
Ein außergewöhnliches Kreuzfahrtschiff verdient ein außergewöhnliches Schiffsporträt. Und außergewöhnlich ist die Legend of the Seas in jedem Fall. In den vergangenen Wochen habe ich häufig die Meinungen unterschiedlichster Kreuzfahrtgäste (anderer Reedereien) gehört, die zum Großteil sicherlich eher auf vorgefassten Ansichten als auf eigenen Erfahrungen beruhen. „Was für ein schreckliches Schiff“, „Massentourismus in Vollendung“, „Katastrophenschiff“ – um nur einige dieser Aussagen zu zitieren. Einen Tiefpunkt der Diskussion markierte schließlich die Bemerkung, das Schiff verdiene den Namen „Brechreiz of the Seas“. Auf welchen Schiffen auch immer diese Menschen urlauben, ich kann darauf verzichten.
Nun ja, mehr als 5.600 Passagiere bei Doppelbelegung beziehungsweise maximal 7.600 Reisegäste an Bord sind zweifellos eine beachtliche Anzahl. Die Medien berichten dagegen gerne von 10.000 Menschen an Bord, was sich natürlich noch reißerischer anhört. Dabei werden die 2.350 Crewmitglieder einfach mitgezählt. Viele von ihnen bekommt man jedoch nie zu Gesicht, und ein Großteil hält sich ohnehin nicht in den Gästebereichen auf. Selbst die maximale Auslastung von 7.600 Personen bei vollständiger Belegung aller Betten dürfte im regulären Betrieb kaum erreicht werden.
Doch was sagt die maximale Passagierzahl, die ich gerne als Grundlage für eine kleine Einordnung heranziehe, tatsächlich über das Raumgefühl an Bord eines Kreuzfahrtschiffes aus? Rein gar nichts. Ich habe mich bereits mehrfach an Bord mittelgroßer Kreuzfahrtschiffe namhafter Reedereien deutlich beengter gefühlt, weil deutschsprachige Reisegäste in der Regel einen sehr ähnlichen Tagesablauf verfolgen.

Foto: Idyllische Ruhe an Bord der Legend of the Seas
Hier eine kurze PSR-Aufstellung zur Verdeutlichung.
Rang 1: Legend of the Seas – PSR 44,3
Rang 2: Celebrity XCel – PSR 43,4
Rang 3: Mein Schiff Relax / Flow – PSR 39,6
Rang 4: Costa Smeralda / AIDAnova – PSR 35,4
Rang 5: AIDAbella – PSR 33,8
Rang 6: Carnival Destiny (Neubau) – PSR 28,8
Die PSR (Passenger Space Ratio) errechnet sich aus der BRZ und der Passagierzahl, in diesem Fall bei Doppelbelegung. Sie gibt an, wieviel Platz das Schiff pro Passagier bietet. Ob die neue Carnival Destiny tatsächlich so schlecht abschneidet, bleibt abzuwarten. Zwar gibt Carnival Cruise Line selbst eine Passagierzahl von 8.000 bei Doppelbelegung an, diese erscheint mir im Vergleich zu Schiffen ähnlicher Größe jedoch sehr hoch. Die genannten Schiffe dienen lediglich als Beispiele, da sie häufig zum Vergleich herangezogen und hinsichtlich ihres Raumgefühls von den Stammgästen als angenehmer beschrieben werden. Die Zahlen sprechen allerdings eine andere Sprache. Und wer bereits mit einem Schiff der Icon Class gereist ist, wird diesen Eindruck in der Regel bestätigen. Es ist daher davon auszugehen, dass die Mehrzahl der Icon-Class-Kritiker nie selbst an Bord war. Am Ende haben alle Schiffe ihren Fankreis.
Die vergleichsweise hohe PSR erreicht Royal Caribbean durch das „Neighborhood“-Konzept. Insgesamt gibt es acht dieser Bereiche an Bord, die jeweils über großzügig gestaltete, offene Flächen verfügen und ein außergewöhnlich hohes Platzangebot bieten. In Ferienzeiten kann dieser PSR-Wert natürlich deutlich sinken, was allerdings auf nahezu alle Kreuzfahrtschiffe zutrifft.

Foto: Blick auf den Sonnenuntergang von Bord der Legend of the Seas
Das „Neighborhood“-Konzept ist zwar nicht neu und hat sich bereits auf der kleineren Oasis Class bewährt, mit der Einführung der Icon Class wurde es jedoch noch einmal konsequent weiterentwickelt und perfektioniert.
Anstatt ein riesiges Schiff mit langen, gleichförmigen Decks zu bauen, hat Royal Caribbean die Legend of the Seas in acht eigenständige Erlebniswelten („Neighborhoods“) unterteilt. Jede verfügt über ihre eigene Atmosphäre, Architektur, Gastronomie und spricht unterschiedliche Zielgruppen an. Dadurch fühlt sich das Schiff eher wie eine moderne Kleinstadt als wie ein klassisches Kreuzfahrtschiff an.
Im Zusammenhang mit der Kritik an der Schiffsgröße hört man immer wieder die Aussage, die Legend of the Seas – ebenso wie ihre Schwesterschiffe – sei kein Kreuzfahrtschiff mehr. Letztlich stellt sich jedoch die Frage, welche Erwartungen man an eine Kreuzfahrt hat. Sicherlich ist diese Schiffsklasse nichts für „Weltentdecker“ oder Reisen in entlegene Regionen. Das gilt aus meiner Sicht allerdings ebenso für viele der zuvor genannten Kreuzfahrtschiffe. Ich habe selbst erlebt, wie es sich auf einer kleinen Insel anfühlt, wenn mehr als 2.000 Reisegäste gleichzeitig über diese herfallen.
Die Legend of the Seas sucht ihre Gäste daher nicht ausschließlich auf dem klassischen Kreuzfahrtmarkt, sondern spricht ebenso anspruchsvolle Resort-Urlauber an. In diesem Zusammenhang wurde mir an Bord beispielsweise auch Disney als Wettbewerber genannt.

Foto: The Grove Suite Sun Deck Legend of the Seas
Zurück zu den Neighborhoods: Das Konzept ist durchdacht und funktioniert hervorragend. Das wesentliche Ziel ist es, die Passagierströme zu entzerren. Auf einem klassischen Kreuzfahrtschiff begegnet man denselben Menschen im Laufe des Tages immer wieder – auf der Legend of the Seas ist das deutlich seltener der Fall. Familien, Ruhesuchende, Action-Fans oder Suiten-Gäste finden jeweils ihren eigenen Lieblingsbereich an Bord. Jede Neighborhood verfügt nicht nur über ihre ganz eigene Atmosphäre, sondern auch über ein eigenes gastronomisches Angebot. Dadurch muss man seine bevorzugte Neighborhood im Grunde gar nicht oder nur selten verlassen.
Auch die Orientierung an Bord fällt dadurch deutlich leichter. Schließlich merkt man sich eher „Wir treffen uns im Central Park“ als „Deck 10, Steuerbord, im vorderen Treppenhaus“.
1.: Royal Promenade – das Stadtzentrum
Die Royal Promenade war bereits auf den älteren Schiffen von Royal Caribbean das Herzstück und der zentrale Treffpunkt für die unterschiedlichsten Anlässe. Auch heute ist sie gleichermaßen ein Ort der Ruhe, ein beliebter Treffpunkt für einen gemütlichen Cafébesuch oder einer der Mittelpunkte des abendlichen Bordlebens. Hier befinden sich Restaurants, Bars, Cafés, Einkaufsmöglichkeiten, Musik-Locations sowie die „Pearl“.
Tagsüber trifft man sich beispielsweise im Pearl Café, genießt einen köstlichen Kaffee, einen kleinen Snack und das entspannte Beisammensein. Das Pearl Café ist rund um die Uhr geöffnet, sodass auch nachts jederzeit etwas für den kleinen Hunger bereitsteht. Am Morgen beginnt der Tag hier mit warmen Croissants, frischem Obst, Joghurtspezialitäten und weiteren Köstlichkeiten.

Foto: The Pearl Cafe Legend of the Seas
Abends wird die Royal Promenade zur Flanier- und Partymeile, je nach Anlass.
2. Der Central Park – Ruheoase mitten auf dem Ozean
Der Central Park gehört zu den beliebtesten Bereichen an Bord. Er ist noch eleganter gestaltet als auf den älteren Schiffen der Oasis Class. Für die passende Parkatmosphäre sorgen rund 30.000 echte Pflanzen, Bäume, kleine Sitzbereiche, beschauliche Wege und gehobene Restaurants. Die Illusion ist nahezu perfekt – lediglich das Vogelgezwitscher kommt vom Band.
Im Central Park befinden sich unter anderem das Chops Grille, das IZUMI Restaurant, das Park Café, die Trellis Bar, Lou’s sowie ein hochwertiges Uhrengeschäft.

Foto: Central Park Legend of the Seas
3. : Der AquaDome – Unterhaltung unter einer Glaskuppel
Der AquaDome fällt sofort ins Auge – insbesondere beim Blick auf das imposante Schiff von außen. Dieser Bereich befindet sich unter der riesigen Glaskuppel im vorderen Teil des Schiffes. Hier ist auch das AquaTheater untergebracht, in dem regelmäßig atemberaubende Shows aufgeführt werden.

Foto: Bug mit AquaDome und The Overlook Legend of the Seas
The Overlook
Ein absolutes Highlight ist der offene Aussichtsbereich ganz vorne im Schiff, direkt oberhalb der Kommandobrücke. Mit einer klassischen Aussichtslounge an Bord eines Kreuzfahrtschiffes hat The Overlook allerdings nur wenig gemeinsam. Dieser Bereich ist weit mehr als das. Die 160-Grad-Aussicht ist mindestens so beeindruckend wie das außergewöhnliche Design.

Foto: The Overlook early morning view Legend of the Seas
Eine weitere Besonderheit innerhalb von The Overlook sind die Overlook Pods – halboffene Sitznischen mit gemütlichen Sofas, hohen Seitenwänden für mehr Privatsphäre, direktem Meerblick und Platz für zwei bis sechs Personen.
Insgesamt verfügt The Overlook über 164 komfortable Sitzplätze, davon 52 in den Pods. Alle Sitzgelegenheiten sind mit kleinen Beistelltischen für Getränke ausgestattet. Der Abstand zwischen den einzelnen Sitzbereichen ist ausgesprochen großzügig bemessen, wodurch tatsächlich das Gefühl entsteht, sich auf einem deutlich kleineren Schiff zu befinden. Einen vergleichbaren Bereich habe ich bislang auf keinem anderen Kreuzfahrtschiff gesehen.
Bemerkenswert ist außerdem, dass es der leistungsstarken Klimatisierung selbst an heißen Tagen gelingt, die Temperatur hinter der gigantischen Glaskuppel konstant angenehm zu halten – und das ganz ohne Jalousien oder Vorhänge, die den Ausblick beeinträchtigen würden.

Foto: The Overlook am Abend Legend of the Seas
An der Bar, deren Design einer Seeanemone nachempfunden ist, werden unter anderem klassische Cocktails wie Martini, Negroni, Old Fashioned oder Margarita serviert. Darüber hinaus stehen hauseigene Signature Cocktails, beispielsweise der Overlook Spritz, Wein, Champagner, Spirituosen und Longdrinks, Bier, alkoholfreie Cocktails, Softdrinks sowie Kaffee- und Teespezialitäten auf der Getränkekarte.
Die Show „Shockwave“, die im AquaTheater des AquaDome aufgeführt wird, übertrifft aus meiner Sicht noch einmal die ohnehin spektakulären Darbietungen, die bereits aus den früheren AquaTheatern bekannt sind.
Der wichtigste gastronomische Anlaufpunkt in diesem Bereich ist der AquaDome Market. Das Konzept erinnert an eine moderne Food Hall mit mehreren Ausgabestationen. Je nach Tageszeit werden Frühstücksgerichte, Bowls, Salate, asiatisch inspirierte Speisen, mediterrane Gerichte, Sandwiches und Desserts angeboten.

Foto: Aquadome Market Legend of the Seas
Viele Gäste holen sich hier ihre Speisen und nehmen anschließend mit ihrem Tablett in The Overlook Platz, um dabei den beeindruckenden Ausblick zu genießen. Der AquaDome Market ist morgens, mittags und bis in die Abendstunden geöffnet. Die angrenzende Crêpes-Station hat sogar bis Mitternacht geöffnet.
Wer etwas gehobener speisen möchte, findet direkt nebenan mit dem Hooked Seafood Restaurant eine interessante Adresse. Der Restaurantbesuch ist allerdings aufpreispflichtig.

Foto: Hooked Seafood Legend of the Seas
Ebenfalls gegen Aufpreis erhältlich sind die Getränke bei Rye & Bean, das sich direkt in The Overlook befindet. Hier werden Spezialitätenkaffee, Espresso, Cappuccino, Tee, frisches Gebäck, kleine Snacks, Wein, Cocktails und am Abend auch hochwertige Spirituosen angeboten. Tagsüber herrscht eine entspannte Café-Atmosphäre, während sich Rye & Bean am Abend in eine stilvolle Bar verwandelt.

Foto: Rye and Bean Bar The Overlook Legend of the Seas
Durch das durchdachte Zusammenspiel aus Shows und gastronomischem Angebot wird dieser Bereich praktisch zu keiner Tageszeit wirklich leer. Damit vermeidet Royal Caribbean ein Problem, das auf vielen anderen Kreuzfahrtschiffen durchaus zu beobachten ist: große, aber oftmals nahezu verwaiste Aussichtslounges. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass man die klassische Schiffslounge hier neu interpretiert und konsequent an die heutigen Erwartungen der Gäste angepasst hat.

Foto: Chillige Plätze im The Overlook Legend of the Seas
4.: Thrill Island – Action pur
Hier schlägt das Herz aller Adrenalin-Fans. Während Chill Island das Gefühl eines Strandresorts vermittelt und Surfside auf Familien mit kleinen Kindern ausgerichtet ist, richtet sich Thrill Island an alle, die Action, Bewegung und den besonderen Adrenalinkick suchen. Nahezu alle Outdoor-Aktivitäten sind hier an einem Ort gebündelt. Zur Auswahl stehen der Category 6 Waterpark mit seinen sechs Wasserrutschen, der Surfsimulator „FlowRider“, eine Kletterwand, eine Minigolfanlage, ein Sportplatz sowie der Adrenaline Peak.

Foto: Category 6 Waterslides Thrill Island Legend of the Seas
Das Herzstück von Thrill Island ist der Category 6 Waterpark. Mit einer Fläche von 1.580 Quadratmetern ist er derzeit der größte Wasserpark auf einem Kreuzfahrtschiff. Die sechs Wasserrutschen sprechen unterschiedliche Altersgruppen und Mutstufen an. Dazu gehören die Doppel-Mattenrutsche Storm Chasers, die Familien-Floßrutsche Hurricane Hunter, die Floßrutsche Storm Surge, die Freifallrutsche Pressure Drop, Frightening Bolt – mit 14 Metern die höchste Wasserrutsche auf See – sowie die familienfreundliche Wave Whisperer, die auch für jüngere Gäste geeignet ist. Für den Besuch des Wasserparks fällt eine zusätzliche Gebühr an.

Foto: Zugang zu drei Wasserrutschen Legend of the Seas
Die spektakulärste Attraktion ist Crown’s Edge – ein Skywalk mit verschiedenen Kletterelementen, der auch einen freien „Fall“ beinhaltet. Während man sich entlang der Schiffskante bewegt, klappt plötzlich ein Bodenelement unter den Füßen weg. Für einen kurzen Moment hängt man rund 47 Meter über dem Meer und gleitet ein Stück über den Ozean, bevor man wieder festen Boden unter den Füßen hat.

Foto: Crowns Edge Legend of the Seas
Mit dem Adrenaline Peak bietet die Legend of the Seas zudem die höchste Kletterwand (13m) der gesamten Flotte.
Das gastronomische Zentrum von Thrill Island bildet Basecamp. Niemand muss diesen Bereich verlassen, wenn sich der Hunger meldet. Auf der Speisekarte stehen unter anderem Smash Burger, Chicken Sandwiches, Hot Dogs, Pommes frites, Mozzarella Sticks, Salate und Wraps. Direkt daneben befindet sich die Basecamp Bar mit Bier, Cocktails, Wasser, Kaffee, Softdrinks und Frozen Drinks.

Foto: Basecamp and Bar Legend of the Seas
Wer es lieber süß mag, findet bei Desserted klassische Milkshakes, Eisdesserts und Premium-Milkshakes.
5.: Chill Island
Hier befinden sich die größten Pools an Bord, weitläufige Liegeflächen, mehrere Cocktailbars und mit dem Windjammer Marketplace ein großes Buffetrestaurant in unmittelbarer Nähe. Chill Island umfasst den lebhaften Hauptpool Royal Bay Pool, den ruhigeren Infinity-Pool Cove Pool, einen Adults-only-Bereich sowie zahlreiche Sonnen- und Loungeliegen. Der Royal Bay Pool bildet das Herzstück dieses Bereiches. Er ist so großzügig dimensioniert, dass viele Gäste gleichzeitig schwimmen können, ohne dass der Pool sofort überfüllt wirkt. Flache Einstiegsbereiche, breite Sonnendecks und mehrere angrenzende Whirlpools sorgen für ein angenehmes Resort-Gefühl. Der Pool eignet sich zudem hervorragend für Familien mit älteren Kindern.

Foto: Royal Bay Pool Legend of the Seas
Der Cove Pool ist die ruhigere Alternative. Hier kann man entspannt lesen, die Seele baumeln lassen, längere Gespräche führen oder einfach den Meerblick genießen.
Cloud 17 ist der Adults-only-Bereich und ergänzt Chill Island um einen exklusiven Rückzugsort für Erwachsene. Die Atmosphäre ist ausgesprochen entspannt. Man genießt die Ruhe auf komfortablen Sonnenliegen oder nimmt bewusst etwas Abstand von den lebhafteren Bereichen des Schiffes.

Foto: Cloud 17 Pool Legend of the Seas
Die perfekt platzierten Bars – The Lime & Coconut sowie die Swim & Tonic Bar – sind von allen Bereichen aus bequem erreichbar. An der Lime & Coconut Bar werden unter anderem klassische Cocktails, Margaritas, Rum-Spezialitäten, Bier, Wein, Frozen Cocktails, Softdrinks sowie kleinere Snacks angeboten.
6.: Surfside – der Familienbereich
Surfside wurde speziell für Familien mit kleinen Kindern entwickelt. Hier gibt es zahlreiche flache Wasserbereiche, Springbrunnen, Wasserspiele, ein großes Karussell sowie ein Familienrestaurant. Der Bereich wurde nicht einfach als klassischer Kinderbereich konzipiert, wie man ihn von vielen anderen Kreuzfahrtschiffen kennt, sondern als vollständiges Familienquartier, in dem Eltern und Kinder einen Großteil des Tages gemeinsam verbringen können.

Foto: Surfside Legend of the. Seas
Während die Kinder spielen, sitzen die Eltern oft nur wenige Meter entfernt im Café oder Restaurant. Durch dieses durchdachte Konzept und die räumliche Trennung von den übrigen Schiffsbereichen müssen Familien nicht ständig quer über das Schiff laufen, um zu den Kinderangeboten zu gelangen.
In der Surfside Eatery erwartet die Gäste ganztägig ein Buffet, das speziell auf Familien zugeschnitten ist. Surfside Bites bietet dagegen schnelle Snacks für zwischendurch oder den kleinen Hunger.

Foto: Surfside Eatery Legend of the Seas
Besonders beliebt ist Pier 7, das gemütliche, aufpreispflichtige Familienrestaurant, dessen Atmosphäre an einen entspannten Strandclub erinnert. Die kalifornisch inspirierte Küche setzt auf frische Zutaten und familienfreundliche Gerichte. Auf der Speisekarte stehen unter anderem Baja Fish Tacos, Mango-Limetten-Garnelen-Tostadas, Smoked Salmon Benedict, Buttermilk Pancakes sowie verschiedene Bowls.
Direkt gegenüber befindet sich The Lemon Post, die Familienbar. Hier erhalten Erwachsene auch alkoholische Getränke.

Foto: Pier 7 Surfside Legend of the Seas
Im Sprinkles gibt es schließlich für die ganze Familie klassisches Softeis.
Das kulinarische Surfside-Angebot für alle Anlässe:
7.: The Hideaway – Adults Only
Dieser Bereich am Heck des Schiffes ist ausschließlich Erwachsenen ab 18 Jahren vorbehalten. Zu den Highlights gehören ein spektakulärer Infinity-Pool, der aufgrund seines Designs an die Pools moderner Rooftop-Hotels erinnert, eine stilvolle Bar, ein DJ, großzügige Sonnenliegen sowie ruhige Rückzugsbereiche. Das Konzept orientiert sich bewusst an angesagten Beach Clubs auf Ibiza, Mykonos und anderen internationalen Hotspots.
Der beeindruckende Infinity-Pool befindet sich rund 41 Meter über dem Meeresspiegel und bietet einen freien 180-Grad-Blick auf den Ozean. Er wurde nicht als klassisches Schwimmbecken, sondern als Lounge- und Relaxpool konzipiert. Ein Großteil der Wasserfläche ist bewusst flach gestaltet, sodass Gäste im Wasser stehen oder auf integrierten Sitz- und Liegeflächen entspannen können. Rund um den Pool befinden sich zahlreiche Sonnenliegen sowie reservierbare Daybeds, die den exklusiven Beach-Club-Charakter zusätzlich unterstreichen.

Foto: Blick auf Headaway Infinity-Pool Legend of the Seas
Der besondere Reiz des Hideaway-Pools liegt jedoch weniger in seiner eigentlichen Größe als vielmehr in seiner außergewöhnlichen Lage. Da sich der Pool am äußersten Heck scheinbar über dem Meer befindet, verschmilzt seine Wasserkante optisch mit dem Horizont. Zusammen mit der erhöhten Position und dem freien 180-Grad-Panoramablick entsteht ein Effekt, den man auf klassischen Kreuzfahrtschiffen kaum erlebt – eher vergleichbar mit den Infinity-Pools moderner Rooftop-Hotels oder exklusiver Beach Clubs.
Abgerundet wird das Angebot im Hideaway-Bereich durch mehrere Whirlpools auf unterschiedlichen Ebenen.
8.: Suite Neighborhood – exklusiv für Suitengäste
Dieser Bereich ist ausschließlich Gästen bestimmter Suitenkategorien vorbehalten. Zur Suite Neighborhood gehören ein großzügiges Sonnendeck im vorderen Schiffsbereich, ein eigener Pool, das Restaurant Coastal Kitchen, ein persönlicher Concierge sowie The Grove, eine exklusive Taverne mit gehobenem gastronomischem Angebot.

Foto: The Grove Restaurant Suite Sun Deck Legend of the Seas
Die Lage im vorderen Teil des Schiffes ist zweifellos attraktiv. Dennoch belegt dieser Suitenbereich nicht die aus meiner Sicht schönsten Bereiche des Schiffes, wie es auf vielen anderen Kreuzfahrtschiffen häufig der Fall ist. Gerade die spektakulärsten Bereiche der Legend of the Seas sind bewusst für alle Gäste zugänglich und nicht ausschließlich den Suitengästen vorbehalten. Dazu zählt für mich selbstverständlich auch The Overlook.

Foto: The Grove Suite Sun Deck Legend of the Seas
Damit sind die acht Neighborhoods und ihre unterschiedlichen Konzepte vorgestellt. Ich denke, es wird deutlich, dass sich die Passagierströme durch diese klare Aufteilung sehr gut über das gesamte Schiff verteilen.
Hinzu kommt, dass internationale Gäste oftmals einen ganz anderen Tagesablauf haben als deutschsprachige Kreuzfahrtgäste. Während auf einem überwiegend deutschsprachigen Schiff viele Gäste zu nahezu denselben Zeiten frühstücken, zu Mittag essen oder zu Abend essen, verteilt sich dies auf einem international geprägten Schiff deutlich stärker über den gesamten Tag. Das Angebot an Bord ist so vielfältig, dass man vielen Mitreisenden während der gesamten Kreuzfahrt kaum oder sogar überhaupt nicht begegnet. Tatsächlich sieht man einen Großteil der Gäste häufig nur bei der Ein- und Ausschiffung.
Die Legend of the Seas verfügt über das bislang umfangreichste Unterhaltungsprogramm, das Royal Caribbean auf einem Schiff angeboten hat. Anders als bei vielen anderen Schiffen setzt die Reederei nicht nur auf eine Broadway-Produktion und eine Eisshow, sondern kombiniert vier große Headliner-Shows mit Paraden, Live-Musik und zahlreichen kleineren Veranstaltungen.
1.: Charlie and the Chocolate Factory – The Musical
Veranstaltungsort: Royal Theater
Dies ist die große Broadway-Produktion der Legend of the Seas. Nach Produktionen wie Grease, Mamma Mia! oder Hairspray bringt Royal Caribbean erstmals Roald Dahls “Charlie and the Chocolate Factory” auf ein Kreuzfahrtschiff.
Die Geschichte folgt der bekannten Handlung:
Royal Caribbean hat die Inszenierung speziell für das Theater der Icon-Klasse angepasst und setzt auf moderne LED-Bühnenbilder, Projektionen und bewegliche Kulissen. Geeignet ist das Musical für Familien, Erwachsene, Kinder und Musical-Fans.

Foto: Wonka Charlie and the Chocolate Factory
2.: America’s Got Talent LIVE on Legend
Veranstaltungsort: Royal Theater
Diese Show ist eine Weltpremiere. Zum ersten Mal wurde das bekannte TV-Format “America’s Got Talent” für ein Kreuzfahrtschiff adaptiert. Anstelle einer durchgehenden Handlung erleben die Zuschauer eine abwechslungsreiche Gala mit Künstlern aus dem “Got Talent”-Universum:
Das Programm ähnelt einer Live-Fernsehshow und wechselt je nach Besetzung, sodass Wiederholungsgäste durchaus unterschiedliche Künstler erleben können. Royal Caribbean arbeitet hierfür offiziell mit dem TV-Franchise zusammen – ein Novum für die Reederei.
3.: Shockwave – A Battle for the Beat
Die Show im AquaTheater ersetzt die bisherigen Wassershows früherer Schiffe und kombiniert Hochspringer, Synchronschwimmer, Slackliner, Luftakrobaten, Tänzer und spektakuläre Wassereffekte. Im Mittelpunkt steht ein musikalischer Wettstreit zweier Gruppen, deren “Battle” durch Choreografie, Stunts und Spezialeffekte erzählt wird.
Besonders eindrucksvoll ist dabei der etwa 16 Meter hohe Wasserfall, der zeitweise die Bühne dominiert und gleichzeitig als Projektionsfläche dient.

Foto: Shockwave water show
Warum diese Show besonders ist:
Das AquaTheater der Icon-Klasse zählt zu den technisch aufwendigsten Veranstaltungsorten auf See. So gibt es neben Wasserbecken bewegliche Bühnen, Roboter, Springplattformen, Fontänen, modernste Lichttechnik, Wasserfälle und Luftartistik.

Foto: Shockwave atemberaubende Akrobatik
4.: Fusion
Sie wird in Absolute Zero, der größten Eisarena auf See, aufgeführt.
Royal Caribbean beschreibt sie als eine Reise durch die Kräfte der Natur. Die Show verbindet Weltklasse-Eiskunstlauf, Akrobatik, Lichtinszenierungen und Musik kombiniert mit Projektionen auf dem Eis und an den Wänden.
Das Thema ist weniger eine klassische Handlung als vielmehr die Darstellung von Naturgewalten und Harmonie auf dem Eis.

Foto: FUSION Ice Show Legend of the Seas
Weitere große Unterhaltung an Bord
Neben den vier Hauptproduktionen bietet die Legend of the Seas ein abwechslungsreiches und einzigartiges Abendprogramm.
Voyage to Adventure Parade
In der Royal Promenade findet regelmäßig eine große Parade statt.
Schwerpunkte der Parade:
Die Parade nutzt die volle Länge der Promenade und bindet das markante Kunstobjekt The Pearl in die Inszenierung ein.

Foto: Royal Promenade Parade Legend of the Seas
Weiteres Entertainment an Bord
Die Legend of the Seas ist ein einziges, großes Entertainment-Resort und übertrifft sicherlich die Angebote nahezu aller Beach-Resorts an Land.
Bemerkenswert ist darüber hinaus, dass an Bord die Musik nahezu immer live performt wird und nicht „vom Band“ abgespielt wird. Rund 50 Musiker gehören zum Entertainment-Team an Bord der Legend of the Seas. Dazu zählt natürlich auch der beiden Reisenden beliebte Stowaway Pianospieler, der immer mal wieder an unterschiedlichen Orten spielt. Auch in den Fahrstühlen taucht er immer wieder auf und sorgt für gute Stimmung während der Fahrt.
Die Legend of the Seas ist das kulinarisch vielfältigste Schiff der Royal-Caribbean-Flotte. Insgesamt gibt es 28 gastronomische Angebote, darunter 13 im Reisepreis enthaltene Restaurants und Cafés, mehrere Spezialitätenrestaurants sowie exklusive Restaurants für Suitengäste.
Kostenfreie Restaurants
1.: Main Dining Room
Das dreistöckige Hauptrestaurant ist das klassische Abendrestaurant der Reederei von Deck 3-5
Angebot:
Ideal für: klassisches Dinner mit Service am Tisch.

Foto: Dining Room Legend of the Seas
2.: Windjammer Marketplace - Das größte Buffetrestaurant an Bord (Deck 15)
Angebot:

Foto: Windjammer Marketplace Legend of the Seas
3.: AquaDome Market – neues Foodkonzept am AquaDome (Deck 15)
Eine moderne Food Hall mit fünf Themenständen.
Auf der Legend of the Seas wurden die Menüs gegenüber den ersten beiden Icon-Schiffen komplett überarbeitet.
Beispiele:
Ein ideales Restaurant für ein schnelles, hochwertiges Mittag- oder Abendessen.

Foto: AquaDome Market mit Crepes Theke Legend of the Seas
4.: Surfside Eatery – Das Familienbuffet auf Deck 7
Schwerpunkte:
Perfekt für Familien mit kleinen Kindern.

Foto: Surfside Eatery Restaurantbereich Legend of the Seas
5.: Surfside Bites - Snackstation direkt am Familienpool auf Deck 7
Angebot:

Foto: Surfside Bites Legend of the Seas
6.: Basecamp - Snackrestaurant mitten im Wasserpark auf Deck 16 (Thrill Island)
Typische Gerichte:
Ideal zwischen zwei Wasserrutschen oder nach einigen Runden auf dem FlowRider.

Foto: Basecamp Snackrestaurant und Bar Legend of the Seas
7.: El Loco Fresh - Mexikanisches Selbstbedienungsrestaurant auf Deck 15
Hier gibt es:

Foto: El Loco Fresh Legend of the Seas
8.: Park Café - Central Park
Beliebt für:
Ein schöner Ort für eine ruhige Pause

Foto: Park Cafe legend of the Seas
9.: Pearl Café – auf der Royal Promenade
Das Café hat 24 Stunden geöffnet.
Angeboten werden:
Ideal für den kleinen Hunger zwischendurch.

Foto: The Pearl Cafe und The Pearl Legend of the Seas
10.: Sorrento’s Pizza - Royal Caribbeans Klassiker.
Hier gibt es frisch gebackene Pizza bis spät in die Nacht. Besonders beliebt nach den Shows und als Mitternachtssnack
11.: Sprinkles - Die kostenlose Softeis-Station.
Ein Dauerbrenner an warmen Seetagen.
Chops Grille - Das klassische Steakhouse.
Bekannt für:

Foto: Chops Grille outside area Legend of the Seas
Giovanni’s Italian Kitchen & Wine Bar - Modernes italienisches Restaurant.
Highlights:

Foto: Giovannis Italian Kitchen Legend of the Seas
Izumi Hibachi & Sushi - Japanische Küche.
Zwei Konzepte:

Foto: Izumi Hibachi and Sushi Legend of the Seas
Izumi in the Park - Ein kleiner Take-away-Stand im Central Park.
Ideal für:
Die Speisen werden à la carte berechnet.

Foto: Izumi in the Park Legend of the Seas
Hooked Seafood - Direkt im AquaDome.
Schwerpunkt: Hummer, Austern, Muscheln, Fisch, Seafood-Platten

Foto: Hooked Seafood Restaurant und Bar Legend of the Seas
Hollywoodland Supper Club - Eine Neuheit der Legend of the Seas.
Hier verbindet Royal Caribbean Fine Dining, Live-Jazz und Old-Hollywood-Ambiente. Es gibt ein mehrgängiges Gourmetmenü in diesem Erlebnisrestaurant.

Foto: Hollywoodland Supper Club Legend of the Seas
Royal Railway – Legend Station - Das spektakulärste Restaurant an Bord.
Die Gäste sitzen in einem luxuriösen Eisenbahnwaggon. Während eines Fünf-Gänge-Menüs simulieren Projektionen und Spezialeffekte eine Zugreise entlang der historischen Seidenstraße mit kulinarischen Stationen in Asien, dem Nahen Osten und Europa. Es zählt zu den exklusivsten und teuersten Restauranterlebnissen an Bord.

Foto: Royal Railway Legend Station
Celebration Table - Privater Dining Room
Gedacht für Familienfeiern, Geburtstage, kleine Gruppen. Mit eigenem Menü und persönlichem Service.
Desserted - Eine Dessert-Bar
Hier gibt es:
Pier 7
Obwohl Pier 7 in Surfside liegt, wird es auf der Legend als À-la-carte-Restaurant geführt. Besonders beliebt sind der ganztägige Brunch, Fisch-Tacos, Bowls und Pancakes.

Foto: Pier 7 Aussenansicht Surfside Legend of the Seas
Coastal Kitchen - Das bekannteste Restaurant für Suitengäste.
Küche:
Es ist Gästen der Sky- und Star-Class vorbehalten; Sea-Class-Gäste erhalten je nach Verfügbarkeit Zugang zum Abendessen.

Foto: Coastal Kitchen Legend of the Seas
The Grove - Das Restaurant auf dem Sonnendeck der Suite Neighborhood.
Atmosphäre:
Ideal für ein entspanntes Mittagessen am Suite-Pool.
Die Legend of the Seas verfolgt ein anderes Gastronomiekonzept als viele frühere Kreuzfahrtschiffe von Royal Caribbean. Statt sich vor allem auf Spezialitätenrestaurants zu konzentrieren, hat Royal Caribbean das kostenfreie Angebot deutlich ausgebaut. Mit dem AquaDome Market, Basecamp, Surfside Eatery, Surfside Bites, El Loco Fresh, Park Café, Pearl Café und dem Windjammer stehen zahlreiche abwechslungsreiche Optionen ohne Aufpreis zur Verfügung.
Auf einem Schiff von der Größe der Legend of the Seas legen die Gäste täglich tausende Fahrten mit den Aufzügen zurück. Damit es gerade zu Stoßzeiten – etwa nach einer Show oder beim Frühstück – nicht zu langen Wartezeiten kommt, setzt Royal Caribbean auf ein zielgesteuertes Aufzugssystem (Destination Dispatch).
Im Gegensatz zu herkömmlichen Aufzügen drückt man nicht einfach den Pfeil nach oben oder unten. Stattdessen gibt man bereits vor dem Einsteigen auf einem Touchscreen das gewünschte Deck ein.
Das System weist anschließend einen bestimmten Aufzug zu, der auf dem Bildschirm mit einem Buchstaben angezeigt wird. Erst dann begibt man sich zu diesem Aufzug.
Wie funktioniert das?
Der Ablauf ist denkbar einfach:
Am Terminal vor den Aufzügen wird das gewünschte Deck ausgewählt, das System berechnet, welcher Aufzug diese Anfrage am effizientesten übernehmen kann, auf dem Display erscheint beispielsweise: „Aufzug C“; man geht direkt zu diesem Aufzug und steigt ein. Der Aufzug fährt ohne unnötige Zwischenstopps zu den eingegebenen Zielen. Auch das Drücken der Decknummer im Fahrstuhl entfällt.
Da das System Fahrgäste mit ähnlichen Zielen zusammenfasst, müssen die Aufzüge deutlich seltener auf jedem einzelnen Deck halten. Ich persönlich finde dieses System absolut klasse. Natürlich hat man im Urlaub genügend Zeit, doch kann man diese sinnvoller nutzen als wartend vor oder in einem Fahrstuhl.
Schon beim Betreten der Legend of the Seas fällt auf, dass das Schiff einem ganz besonderen Designprinzip folgt: Gerade Linien und scharfe Ecken sucht man fast vergeblich. Stattdessen prägen geschwungene Formen, fließende Übergänge und organische Linien das gesamte Erscheinungsbild.
Ob in der Royal Promenade, im spektakulären AquaDome oder in den zahlreichen Lounges – Wände, Decken, Treppen und Geländer gehen harmonisch ineinander über. Runde Formen, sanft geschwungene Decken und weiche Übergänge verleihen den öffentlichen Bereichen eine moderne, fast futuristische Ausstrahlung. Selbst Möbel, Leuchten und Bodenmuster greifen diese Formensprache auf und schaffen ein stimmiges Gesamtbild.
Das Design orientiert sich dabei erkennbar an der Natur: Wellen, Wasser und Wind dienen als Inspiration für viele architektonische Details. Dadurch wirken die Räume trotz ihrer Größe überraschend leicht und offen. Lange, gerade Flure, wie sie auf älteren Kreuzfahrtschiffen häufig zu finden sind, wurden weitgehend vermieden. Stattdessen führen sanfte Kurven den Blick durch die verschiedenen Neighborhoods und lassen das Schiff überschaubar und einladend erscheinen.
Diese Gestaltung erfüllt nicht nur einen ästhetischen Zweck. Die fließenden Linien erleichtern auch die Orientierung und tragen dazu bei, dass sich die weitläufigen öffentlichen Bereiche weniger wie die Decks eines Kreuzfahrtschiffes und mehr wie die elegante Lobby eines modernen Resorts oder Luxushotels anfühlen.
Die Legend of the Seas zeigt damit eindrucksvoll, dass modernes Schiffsdesign weit mehr ist als schöne Materialien – es schafft eine Atmosphäre. Die konsequent organische Formensprache vermittelt Ruhe, Großzügigkeit und Eleganz und trägt wesentlich dazu bei, dass sich das Schiff trotz seiner beeindruckenden Größe überraschend harmonisch und großzügig anfühlt. Klasse finde ich außerdem, dass es überall kleine Treppen und Aufgänge gibt, welche die Neighborhoods verbinden. Man muss nicht zwangsläufig die Haupttreppenhäuser nutzen. Auch das entzerrt die Passagierströme an Bord.
Komfortable Kabinen mit durchdachten Details
Die Kabinen an Bord der Legend of the Seas verbinden modernes Design mit einer durchdachten Ausstattung. Helle Farben, geschwungene Formen und viele praktische Details sorgen dafür, dass sich die Kabinen trotz der kompakten Maße großzügig und wohnlich anfühlen. Royal Caribbean hat dabei viele Anregungen von Gästen aufgegriffen und den Komfort gegenüber älteren Schiffen weiter verbessert.

Foto: Royal Loft 17022 Kat. RL
Zur Standardausstattung gehören:
Steckdosen und USB-Anschlüsse
Je nach Kabinenkategorie stehen in der Regel mehrere Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung:
Dadurch können Smartphones, Tablets, Kameras und andere Geräte gleichzeitig geladen werden – ganz ohne Mehrfachstecker.

Foto: Spacious Interior 14743 Kat. R3
Komfortgewinn: Steckdosen bleiben auch beim Verlassen der Kabine aktiv
Anders als auf vielen Kreuzfahrtschiffen gibt es an Bord der Legend of the Seas keinen Kartenhalter, in den die Kabinenkarte gesteckt werden muss, um die Stromversorgung der Kabine zu aktivieren. Stattdessen wird die Beleuchtung über einen Hauptschalter im Eingangsbereich gesteuert.
Der Vorteil: Die Steckdosen bleiben auch dann mit Strom versorgt, wenn die Kabine verlassen wird. So können elektrische Geräte während eines Landgangs oder Ausflugs problemlos weitergeladen werden.
Das bedeutet:
Für viele Gäste ist das eine kleine, aber praktische Verbesserung im Alltag. Es ist keine zweite Bordkarte oder ein anderer „Trick“ erforderlich, um die Steckdosen aktiv zu halten. Die Stromversorgung bleibt unabhängig davon erhalten, ob sich jemand in der Kabine aufhält oder nicht. Ein weiterer Vorteil: Auf vielen anderen Kreuzfahrtschiffen kommt es regelmäßig vor, dass Gäste ihre Bordkarte beim Verlassen der Kabine im Kartenhalter vergessen und sich an der Rezeption eine Ersatzkarte ausstellen lassen müssen.
Dass die Steckdosen auf der Legend of the Seas auch während der Abwesenheit der Gäste aktiv bleiben, wirft mitunter die Frage nach der Sicherheit auf. Grundsätzlich gilt: Moderne Smartphones, Tablets, Kameras oder Laptops verfügen über umfangreiche Schutzmechanismen gegen Überladen, Überhitzung und Kurzschlüsse. Defekte von Lithium-Ionen-Akkus während des Ladevorgangs sind deshalb äußerst selten. Das belegen wohl auch interne Zahlen, die man ausgewertet hat, wie ich vor Ort erfahre. Ein Restrisiko lässt sich – wie überall dort, wo elektrische Geräte betrieben werden – zwar nie vollständig ausschließen. Es ist bei ordnungsgemäß funktionierenden Geräten und hochwertigen Ladegeräten jedoch sehr gering. Aus diesem Grund überwiegt für die meisten Gäste der praktische Vorteil, dass Smartphones, Kameras oder Laptops auch während der Abwesenheit weiter aufgeladen werden können.
Wichtig: Die Mitnahme und Nutzung von Mehrfachsteckdosen ist an Bord nicht gestattet. Sämtliches aufgegebenes Gepäck wird vor dem Verladen auf das Schiff durchleuchtet, sodass Mehrfachsteckdosen bei der Sicherheitskontrolle in der Regel entdeckt werden. Sie werden anschließend aus Sicherheitsgründen aus dem Gepäck entnommen. Im Koffer hinterlässt die Crew einen entsprechenden Hinweis. Nach der Ausschiffung können die einbehaltenen Mehrfachsteckdosen im Terminal wieder abgeholt werden.

Foto: Oceanview 4170 Kat N5
Die Legend of the Seas ist in jeder Hinsicht ein beeindruckendes Kreuzfahrtschiff. Ja, sie ist nach wie vor ein Kreuzfahrtschiff – wenn auch kein klassisches, wie bereits eingangs beschrieben. Sie richtet sich an alle Gäste, die im Urlaub großen Wert auf ein vielfältiges Freizeitangebot und eine außergewöhnlich große kulinarische Auswahl legen.
Dabei kann die Legend of the Seas durchaus als eigenständiges Urlaubsziel betrachtet werden. Die angelaufenen Häfen rücken fast in den Hintergrund, denn das enorme Angebot an Bord lässt sich während einer einzigen Reise ohnehin kaum vollständig erleben.
Für mich ist die Legend of the Seas das faszinierendste und beeindruckendste Kreuzfahrtschiff, das ich in den vergangenen Jahren persönlich kennenlernen durfte. Dabei überzeugt sie nicht allein durch ihre imposante Größe oder das außergewöhnliche Unterhaltungsangebot. Vor allem das bis ins Detail durchdachte Gesamtkonzept macht dieses Schiff so besonders.
Die Legend of the Seas ist längst nicht nur ein ideales Schiff für Familien mit Kindern. Ebenso finden Paare sowie Reisende, die bewusst Ruhe und Erholung statt Trubel suchen, zahlreiche Rückzugsorte und Angebote, die ihren Urlaub zu einem besonderen Erlebnis machen.
Mehr geht kaum – ein Konzept, das Maßstäbe setzt
Die Legend of the Seas bietet derzeit eines der umfangreichsten Freizeit-, Unterhaltungs- und Gastronomieangebote auf See. Gleichzeitig widerlegt sie eindrucksvoll die häufig geäußerte Meinung, dass auf einem Schiff dieser Größe zwangsläufig Gedränge und überfüllte Bereiche zum Alltag gehören. Dank der durchdachten Aufteilung der öffentlichen Bereiche sowie der optimierten Abläufe an Bord verteilen sich die Gäste überraschend gut.
Auch die Einschiffung wurde in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt. In den meisten Fällen vergehen heute vom Betreten des Terminalgebäudes bis zum Erreichen der Kabine nicht einmal 15 Minuten.
Die Legend of the Seas gleicht einem modernen Ferienresort auf dem Meer. Gäste tauchen in eine faszinierende Erlebniswelt voller Attraktionen, Unterhaltung und unvergesslicher Urlaubsmomente ein.
Dass Royal Caribbean mit seinen innovativen Konzepten Maßstäbe setzt, zeigt sich auch daran, dass zahlreiche Angebote und Attraktionen inzwischen von europäischen Reedereien aufgegriffen und in ähnlicher oder abgewandelter Form auf deren Neubauten umgesetzt werden.

Foto: Kunst-Detail auf der Royal Promenade
Schneller geht nicht
VOOM – das schnellste Internet auf See! Dank entsprechender Satellitentechnik ist das Internet mindestens so schnell wie die bekannten Breitband-Verbindungen an Land. Diese Technik ist zwar nicht neu auf der Legend of the Seas, sondern wurde auf der Quantum-Class bereits eingeführt, begeistert aber immer noch wie am ersten Tag durch eine atemberaubend schnelle Datenübertragung. Die Zeiten, in denen man stundenlang seine Mails abrufen oder Urlaubserlebnisse in elend langsamer Zeitverzögerung den Lieben daheim mitteilen konnte, sind längst vorbei. Hier geht wirklich die Post ab, das ist kein leeres Werbeversprechen! Die Tarife für das schnelle Internet richten sich nach dem gebuchten Paket und beinhalten unterschiedliche Datenvolumen.
Die Legend of the Seas zählt derzeit zu den technisch modernsten Kreuzfahrtschiffen der Welt, wenn es um Umwelttechnik geht. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie ein “klimaneutrales” Schiff ist. Vielmehr setzt Royal Caribbean auf eine Kombination aus effizienteren Antrieben, moderner Abgas- und Abwassertechnik sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung.
Das wichtigste Merkmal ist der Antrieb mit Flüssigerdgas (LNG – Liquefied Natural Gas). Die Legend of the Seas ist das vierte LNG-Schiff von Royal Caribbean nach der Icon of the Seas, Utopia of the Seas und Star of the Seas. An Bord arbeiten sechs moderne Wärtsilä-Dual-Fuel-Motoren, die sowohl mit LNG als auch mit Marinegasöl betrieben werden können. Im Normalbetrieb wird LNG verwendet.
Ein großer Teil der Energie eines Schiffsmotors geht normalerweise als Wärme verloren. Die Legend of the Seas nutzt diese Abwärme zur Stromerzeugung, zur Warmwasserbereitung und für die Heiz- und Klimasysteme. Dadurch muss weniger zusätzlicher Treibstoff verbrannt werden.
Die Legend of the Seas verfügt außerdem über einen Landstromanschluss. Dieser kann natürlich nur in Häfen mit entsprechender Infrastruktur genutzt werden.
Prinzipiell ist die Legend of the Seas auch für die Nutzung von Brennstoffzellentechnik ausgestattet. Diese befindet sich jedoch seit einiger Zeit in der Erprobung und ist noch nicht zuverlässig nutzbar.
Alle Abwässer an Bord werden aufbereitet. Dazu gehören Schwarzwasser (Toiletten), Grauwasser (Duschen, Waschbecken) und Küchenabwässer.
Neben den Abwässern wird auch das Ballastwasser gefiltert und aufbereitet, damit keine Meerestiere oder Pflanzen von einer Region in eine andere transportiert werden.
KI unterstützt sowohl die Klimaanlagen- als auch die Lichtsteuerung an Bord.
Ein Großteil des Frischwassers an Bord kann das Schiff selbst erzeugen. Meerwasser wird durch Umkehrosmose entsalzt. Das System ist so effizient, dass in den Häfen nur sehr selten bis gar kein Frischwasser übernommen werden muss, was die Ressourcen vor Ort schont.
Zusätzlich kommt das Programm “Win on Waste” zum Einsatz, das mithilfe von Datenauswertung Lebensmittelverluste reduzieren soll.
Und ein interessanter Aspekt zum Schluss. Vielen Reisenden ist bereits aufgefallen, dass die Legend oft he Seas keine Abgasfahne erzeugt und auch nicht „flockt“, also keine Flocken aus dem Schornstein auswirft. Dies wurde bei einigen Schiffen der Oasis Class oftmals kritisiert, sogar gleich nach Indienststellung. Da die Legend of the Seas im Normalbetrieb mit LNG betrieben wird, erzeugt sie keine Abgasfahne, welche durch den Einsatz von Scrubbern (Filtern) bei der Nutzung von Marinediesel entsteht. Diese gereinigte Abgaswolke wird bei anderen Schiffen teilweise noch verstärkt, wenn die Luftfeuchtigkeit besonders hoch oder die Außenluft kühl ist.
Nach der Vor-Premierenreise bin ich nun, rund einen Monat später, erneut an Bord – diesmal im regulären Gästebetrieb. Mein Fazit: Das bereits veröffentlichte Schiffsporträt hat inhaltlich weiterhin Bestand. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass während der Sommerferien sehr viele Kinder an Bord sind und sich der Lautstärkepegel – abhängig von der jeweiligen Gästestruktur und dem Fahrtgebiet im Mittelmeer – zusätzlich erhöhen kann. Selbst in ausgewiesenen Ruhebereichen wie dem „Overlook“ kommt es dann schon einmal vor, dass über längere Zeit lautstark telefoniert wird oder Kinder schreiend umherlaufen.
Auch das vielerorts bekannte Reservieren von Sonnenliegen ist an Seetagen durchaus zu beobachten, allerdings bei weitem nicht in dem Ausmaß, wie man es beispielsweise von großen deutschsprachigen Schiffen kennt. Weniger erfreulich war für mich an manchen Stellen der Umgang einzelner Gäste mit der Crew. Die fehlende Höflichkeit und Wertschätzung schien im Verlauf der Reise teilweise auch Spuren bei den Crewmitgliedern zu hinterlassen. Gegen Ende war die sonst so ausgeprägte Grundfröhlichkeit bei einigen Mitarbeitern merklich weniger präsent – was angesichts mancher Erlebnisse aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar ist.
Am grundsätzlichen Eindruck des Schiffes und seines Konzepts ändert dies für mich allerdings nichts. Persönlich würde ich künftig vermutlich dennoch eher davon absehen, ein Schiff mit einem vergleichbaren Konzept während der Sommerferien zu besuchen. Eine Woche zuvor habe ich die Celebrity XCel erkundet – dort waren vergleichbare „Auffälligkeiten“ im Verhalten der Gäste interessanterweise für mich nicht festzustellen.
Weitere Informationen zur „Legend of the Seas“ und allen Kreuzfahrten erhalten Sie ganz unkompliziert beim Team von Kreuzfahrten-mehr.de unter 04893-4288535 oder per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de