Kreuzfahrten & mehr

EXPLORA III – Luxus auf dem nächsten Level

Mehr Raum, mehr Privatsphäre, mehr „Ocean State of Mind“

Wenn man die EXPLORA III zum ersten Mal näher betrachtet, wird schnell deutlich: Hier handelt es sich nicht einfach um ein weiteres Schiff von Explora Journeys. Als drittes Schiff der noch jungen Flotte baut sie konsequent auf den Erfahrungen mit EXPLORA I und EXPLORA II auf – und entwickelt das Konzept an vielen Stellen weiter. Dabei bleibt die für Explora Journeys charakteristische Kombination aus großzügigem Raumgefühl, eleganter Gestaltung und persönlichem Service erhalten.

Foto: Explora III beim Auslaufen aus Hamburg am 07.09.2026

Mit 72.810 BRZ, einer gegenüber den Schwesterschiffen um 19,2 Meter verlängerten Gesamtlänge und 463 Suiten, Penthouses und Residences ist die EXPLORA III das bislang geräumigste Schiff der Flotte. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Gäste auf einem vergleichbaren Niveau. Für mich ist genau das einer ihrer entscheidenden Vorzüge. Es gibt mehr Raum pro Gast und damit noch mehr Möglichkeiten, an Bord Ruhe und Privatsphäre zu genießen.

Technisch setzt die EXPLORA III ebenfalls einen neuen Akzent. Sie ist das erste LNG-fähige beziehungsweise LNG-betriebene Schiff von Explora Journeys und verfügt über moderne Dual-Fuel-Motoren sowie einen Landstromanschluss. Damit wird sie nicht nur zum dritten Mitglied der Flotte, sondern gleichzeitig zu einem wichtigen Schritt in Richtung einer moderneren und emissionsärmeren Kreuzfahrt. Aufgrund des Einbaus der LNG-Tanks war die moderate Schiffsverlängerung notwendig.

Foto: Explora III wird mit Wasserfontänen aus Hamburg verabschiedet

Bewährtes Konzept, gezielt weiterentwickelt

Was mir besonders auffällt, ist die behutsame Weiterentwicklung des erfolgreichen Grundkonzepts. Die EXPLORA III bietet unter anderem sieben kulinarische Erlebnisse, 13 Bars und Lounges, fünf beheizte Pools sowie erweiterte Wellnessbereiche. Hinzu kommen eine neu zusammengestellte Suite-Auswahl, großzügigere öffentliche Bereiche und erstmals eine zweite Owner’s Residence. Damit verbindet sie die vertraute DNA der ersten beiden Schiffe mit einigen sehr interessanten Neuerungen.

Die EXPLORA III ist aus meiner Sicht weniger eine Revolution als vielmehr die konsequente nächste Entwicklungsstufe. Genau darin liegt ihre besondere Stärke.

Mehr Schiff – aber nicht mehr Gäste

Was mich bei der EXPLORA III besonders beeindruckt, ist eine Entscheidung, die auf den ersten Blick fast unspektakulär wirkt, für das Reiseerlebnis aber von großer Bedeutung ist. Obwohl das Schiff mit 268 Metern rund 19,2 Meter länger ist als seine Schwesterschiffe EXPLORA I und EXPLORA II, wurde die Zahl der Suiten praktisch unverändert gelassen. Statt 461 sind es nun 463 Suiten – bei einer vergleichbaren Gästekapazität von 922 Passagieren (bei Doppelbelegung).

Für mich ist das ein klares Statement zugunsten von Raum und persönlicher Freiheit statt maximaler Auslastung. Die zusätzlichen Meter kommen damit nicht in erster Linie weiteren Passagieren zugute, sondern dem Erlebnis an Bord. Die EXPLORA III bietet mehr öffentliche Bereiche, mehr Freiraum auf den Außendecks und einen höheren Anteil großzügiger Ocean Penthouses und Ocean Residences. Explora Journeys beziffert die öffentliche Fläche inzwischen auf 19,5 Quadratmeter pro Gast – gegenüber 18,7 Quadratmetern bei EXPLORA I und II.

Auch die Zahlen zur Größe unterstreichen diese Philosophie. Mit 72.810 BRZ ist die EXPLORA III rund 14 Prozent größer als EXPLORA I und II, während die Zahl der Suiten lediglich um zwei steigt. Bei rechnerischer Doppelbelegung ergibt sich dadurch eine PSR von rund 78,6 BRZ pro Passagier. Bei EXPLORA I und II sind es rund 69,3 BRZ. Für mich ist das ein bemerkenswert hoher Wert und ein gutes Indiz dafür, dass Explora Journeys das zusätzliche Volumen tatsächlich in mehr Großzügigkeit und nicht einfach in mehr Kapazität investiert.

Großzügigkeit als Prinzip

Bei den Suiten der EXPLORA III zeigt sich besonders deutlich, welchen Stellenwert Explora Journeys dem persönlichen Raum an Bord einräumt. Bereits die kleinsten Suiten beginnen bei großzügigen 35 m² und verfügen über raumhohe Fenster, eine private Terrasse und Meerblick. Am anderen Ende der Skala steht die beeindruckende Owner’s Residence mit insgesamt 280 m² – davon 155 m² Wohnfläche und eine 125 m² große private Terrasse.

Foto: Blick in die Ocean Grand Terrace Suite 7032

Damit spielt die EXPLORA III in einer ganz eigenen Liga. Zum Vergleich: Die größte Suite der Silver Ray, die Otium Suite, kommt auf 123 m² inklusive 40 m² Veranda. Auf der EUROPA 2 misst die Owner Suite 99 m² Wohnfläche plus 15 m² Veranda; je nach Darstellung wird sie inklusive Veranda mit 114 m² angegeben. Die Owner’s Residence der EXPLORA III bietet damit mehr als doppelt so viel Gesamtfläche wie die größte Suite der Silver Ray und ist fast doppelt so groß wie die Wohnfläche der Owner Suite auf der EUROPA 2, die natürlich langsam auch in die Jahre kommt.

Was mir bei der EXPLORA III allerdings mindestens genauso gut gefällt wie die beeindruckenden Quadratmeterzahlen, sind die vielen kleinen Details, die den Aufenthalt angenehmer machen. In jeder Suite steht den Gästen ein Fernglas zur Verfügung, das während der Reise genutzt werden kann. Gerade solche scheinbar kleinen Aufmerksamkeiten machen aus meiner Sicht den Unterschied: Wenn man sich einem Hafen nähert, ein Leuchtturm am Horizont auftaucht oder Delfine das Schiff begleiten, muss man nicht erst überlegen, wo man ein Fernglas bekommt – es liegt bereits bereit.

Diese Liebe zum Detail zieht sich durch das gesamte Suiten-Konzept der EXPLORA III. Von der individuell bestückten Minibar über die Espressomaschine und die persönlichen Pflegeprodukte bis hin zur Fußbodenheizung im Badezimmer und der privaten Außenfläche ist vieles darauf ausgerichtet, dass sich die Suite nicht wie eine klassische Schiffskabine, sondern wie ein persönlicher Rückzugsort auf See anfühlt.

Foto: Blick in die Owners Residence 7114 mit Butler-Service

Kulinarische Vielfalt – von mediterraner Leichtigkeit bis zur Fine Dining Experience

Was mir an der EXPLORA III besonders gefällt, ist die Freiheit, jeden Tag aufs Neue zu entscheiden, wie und wo ich essen möchte. Die sechs bekannten Restaurants Anthology, Sakura, Med Yacht Club, Fil Rouge, Marble & Co. Grill und Emporium Marketplace wurden übernommen, gestalterisch weiterentwickelt und durch neue Konzepte ergänzt. Mit dem Shore Club on 11 kommt erstmals ein ausgesprochen lässiges, vom Beach-Club-Lebensgefühl inspiriertes Restaurant hinzu.

Med Yacht Club – mediterranes Lebensgefühl

Im Med Yacht Club steht für mich das mediterrane Lebensgefühl im Mittelpunkt. Die Küche verbindet Einflüsse aus Italien, Spanien, Griechenland und Frankreich und erinnert atmosphärisch an ein elegantes Restaurant an der Küste. Frische Zutaten, mediterrane Aromen und eine entspannte Atmosphäre machen das Restaurant zu einem Ort, an dem ich mir gut vorstellen kann, den Abend ganz ungezwungen bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen.

Foto: MED Yacht Club Restaurant Explora III

Fil Rouge – internationale Küche mit französischer Note

Das Fil Rouge schlägt eine Brücke zwischen den Küchen der Welt und französischer Kochtradition. Hier stehen internationale Gerichte mit französischem Einfluss im Mittelpunkt. Der Name ist dabei durchaus Programm: Das Restaurant zieht sich als kulinarischer roter Faden durch unterschiedliche Geschmackswelten und bietet eine schöne Alternative, wenn einem der Sinn nach etwas Internationalem steht.

Foto: FIL ROUGE Restaurant Explora III

Sakura – Pan-asiatische Aromen

Das Sakura ist die Adresse für Liebhaber der asiatischen Küche. Japanische, thailändische, vietnamesische und malaysische Einflüsse werden miteinander verbunden. Dazu kommen ein markantes, von Japan inspiriertes Design und eine umfangreiche Auswahl asiatisch geprägter Getränke. Besonders stimmungsvoll finde ich die Möglichkeit, Speisen auch im Außenbereich rund um den Astern Pool zu genießen.

Foto: Sakura Restaurant Explora III

Marble & Co. Grill – das Steakhouse an Bord

Wer gutes Fleisch schätzt, dürfte sich im Marble & Co. Grill besonders wohlfühlen. Das europäisch interpretierte Steakhouse setzt auf ausgewählte Fleischqualitäten und eine entsprechende Weinbegleitung. Ein eigener Dry Ager und der Weinkeller unterstreichen den Anspruch. Für mich ist es der klassische Ort für einen besonderen Abend, an dem das Produkt selbst im Mittelpunkt steht.

Emporium Marketplace – Vielfalt ohne feste Dramaturgie

Das Emporium Marketplace ist die wahrscheinlich unkomplizierteste Dining-Variante an Bord. Statt eines klassischen Restaurantkonzepts erwartet den Gast ein ganztägig geöffnetes Dining-Erlebnis mit unterschiedlichen kulinarischen Stationen. Die Küche reicht von internationalen Spezialitäten bis zu Sushi, Meeresfrüchten und verschiedenen Fleischgerichten. Gerade wenn ich mich nicht auf ein bestimmtes Menü festlegen möchte, ist das Emporium Marketplace eine hervorragende Wahl. Es gibt auch wechselnde, frische Salate, hochwertige Burger sowie eine große Dessertstation.

Foto: Emporium Marketplace Restaurant Explora III

Anthology – das besondere kulinarische Erlebnis

Das Anthology nimmt innerhalb des Restaurantangebots eine Sonderstellung ein. Hier geht es weniger um ein klassisches Restaurant als um eine kulinarische Reise durch Italien. Die Menüs von Head of Culinary Franck Garanger greifen die regionalen Besonderheiten Italiens auf und verbinden hochwertige Zutaten mit moderner Interpretation. Das Restaurant ist am Abend geöffnet und gehört nicht zu den inkludierten Dining-Erlebnissen; für das Degustationsmenü fällt eine zusätzliche Gebühr an.

Shore Club on 11 – neu auf der EXPLORA III

Besonders interessant ist der Shore Club on 11 at The Conservatory, denn dieses Konzept ist eine der Neuerungen der EXPLORA III. Direkt am Conservatory Pool gelegen, verbindet es ein entspanntes Pool-Ambiente mit gehobenem All-Day Dining. Die Küche orientiert sich an sonnenverwöhnten Küstenregionen und serviert frisch zubereitete Lieblingsgerichte und kleinere Häppchen.

Foto: Shore Club on 11 Explora III

Für mich verkörpert der Shore Club vielleicht am besten die neue, etwas lässigere Seite der EXPLORA III.

Chef’s Table – mehr als nur ein Abendessen

Eine weitere Neuerung ist der Chef’s Table by Explora Journeys. Hier steht nicht ein klassisches Restaurantkonzept im Vordergrund, sondern ein exklusives, intimes Dinner-Erlebnis. Live-Zubereitung, Geschichten rund um die Gerichte und eine multisensorische Inszenierung machen den Chef’s Table zu einem besonderen kulinarischen Abend.

Foto: The Chefs Kitchen Explora III

The Cellar – für Weinliebhaber

Und auch The Cellar gehört zu den neuen kulinarischen beziehungsweise vinophilen Konzepten der EXPLORA III. Hier dreht sich alles um Wein – von besonderen Jahrgängen bis hin zu regionalen und weniger bekannten Rebsorten. Mit fachkundiger Begleitung wird der Besuch eher zu einer kleinen Weinreise als zu einem klassischen Restaurantbesuch.

Foto: The Cellar Explora III

Mein Fazit zur Kulinarik

Die EXPLORA III macht beim Dining genau das richtig, was der Gast von einem modernen Luxusschiff erwarten darf. Sie schreibt nicht vor, wie und wo der Gast sein Essen zu genießen hat. Vom schnellen Kaffee im Crema Café über das ungezwungene Emporium Marketplace und den mediterranen Med Yacht Club bis zum Steakhouse, dem Sakura oder dem exklusiven Anthology kann man jeden Abend eine andere Atmosphäre wählen. Und mit dem Shore Club on 11, dem Chef’s Table und The Cellar wird das Angebot gegenüber EXPLORA I und II nochmals erweitert.

Damit wird Kulinarik auf der EXPLORA III nicht zum Pflichtprogramm, sondern zu einem weiteren Bestandteil der individuellen Reisegestaltung. Genau das passt meiner Meinung nach sehr gut zum Grundgedanken von Explora Journeys: Ich entscheide selbst, wie mein Tag und mein Abend an Bord aussehen.

Foto: Malt Whisky Bar Explora III

Eine Lobby wie in einem Grand Hotel

Schon beim Betreten der EXPLORA III vermittelt die Lobby einen Eindruck, den ich eher mit dem Foyer eines exklusiven Luxushotels als mit einer klassischen Schiffslobby verbinde. Der Raum ist großzügig, elegant und zugleich erstaunlich wohnlich. Statt der häufig anzutreffenden maritimen Dekoration setzt Explora Journeys auf eine moderne, zurückhaltende Designsprache mit hochwertigen Materialien, skulpturalen Formen und viel Liebe zum Detail.

Besonders eindrucksvoll ist der doppelgeschossige Lobbybereich, dessen Architektur von geschwungenen Linien geprägt wird. Im Mittelpunkt steht eine skulptural gestaltete, asymmetrische Treppe aus Perlato-di-Sicilia- und Sahara-Noir-Marmor, die sich elegant durch den Raum zur kreisförmig angelegten Lobby Bar bewegt. Die Kombination aus hellem Naturstein, dunklen Marmorakzenten und den weichen Rundungen verleiht dem Raum eine fast organische Wirkung.

Foto: Lobby und Lobby Bar Blick auf Treppe Explora III

Über dieser Inszenierung schweben die eigentlichen Blickfänger: kaskadenförmig angeordnete Venini-Kronleuchter, deren Formen mich an aufspritzende Gischt erinnern. Offiziell greifen sie florale Motive auf, inspiriert von der Form und Leichtigkeit von Blütenblättern. Aber hier bleibt dem Betrachter natürlich ein gewisser Interpretationsspielraum.

Die Leuchten wurden speziell für die EXPLORA III angefertigt und in Murano aus mundgeblasenem Glas gefertigt.  Eine Reminiszenz an die jahrhundertealte venezianische Glaskunst. Besonders interessant finde ich, dass Venini insgesamt vier maßgefertigte Kronleuchter für die Lobby geschaffen hat. Einer davon wurde mit der traditionellen Balloton-Technik gefertigt, bei der das Glas durch ein spezielles Reliefmuster seine charakteristische Struktur erhält.

Foto: Lobby und Lobby Bar Blick auf Kronleuchter Explora III

Damit werden die Leuchten selbst zu kleinen Kunstwerken und unterstreichen den Anspruch, den Explora Journeys an die Gestaltung des gesamten Schiffes stellt. Auch die übrige Einrichtung folgt diesem Gedanken: Möbel von Paolo Castelli und Molteni, zeitgenössische Kunst, ein Kamin und ein Steinway-Flügel schaffen eher die Atmosphäre einer privaten Hotel-Lounge als eines öffentlichen Schiffsbereichs.

Foto: Lobby und Lobby Bar Blick auf Bar Explora III

Pools mit viel Raum zum Entspannen

Beim Thema Pool geht die EXPLORA III einen angenehm anderen Weg. Statt eines großen, zentralen Pooldecks mit möglichst vielen Liegestühlen verteilen sich die Wasserflächen über mehrere Decks und schaffen dadurch ganz unterschiedliche Rückzugsorte. Aus meiner Sicht passt das hervorragend zum Grundgedanken des Schiffes: Man soll sich an Bord nicht wie an einem überfüllten Pool fühlen, sondern wie in einem privaten Resort auf See bzw. an Land.

Besonders angenehm fallen mir dabei die großen, ausgesprochen komfortablen Sonnenliegen auf. Sie wirken deutlich großzügiger und hochwertiger als die klassischen schmalen Liegestühle, die man von vielen Kreuzfahrtschiffen kennt. Zusammen mit den großzügigen Abständen entsteht ein sehr entspanntes Ambiente. Auch die Liegebereiche selbst sind Teil des Designs und wirken eher wie eine elegante Hotelterrasse als wie ein klassisches Pooldeck.

Foto: The Conservatory Pool und Sonnenliegen Explora III

Astern Pool – Beach-Club-Atmosphäre am Heck

Der Astern Pool & Bar auf Deck 5 liegt am Heck und verbindet den Pool mit einer großzügigen Lounge-Atmosphäre. Die Nähe zum Sakura Restaurant macht diesen Bereich zusätzlich interessant: Speisen können dort auch ganz ungezwungen draußen und sogar auf Lounge-Sofas oder Sonnenliegen genossen werden. Explora Journeys beschreibt den Bereich ausdrücklich mit einer Beach-Club-Anmutung.

Der Pool eignet ich aus meiner Sicht hervorragend für einen längeren Aufenthalt am Nachmittag. Vielleicht genießt man hier ein gutes Buch und dazu einen kühlen Drink bzw. eine Kleinigkeit aus der asiatischen Küche des Sakura nebenan. Abgerundet wird das Erlebnis durch einen Blick auf das scheinbar endlose Kielwasser der Explora III.  

Foto: Blick auf den Astern Pool der Explora III

Atoll Pool – Ruhe mit Weitblick

Der Atoll Pool auf Deck 10 ist deutlich ruhiger angelegt. Hier steht weniger die gesellschaftliche Atmosphäre als vielmehr das entspannte Baden und Sonnen im Vordergrund. Die Lage auf dem oberen Außendeck vermittelt ein schönes Gefühl von Weite, während die komfortablen Liegeflächen rund um den Pool ausreichend Raum für einen entspannten Tag bieten. Der Pool ist vollständig im Freien angelegt.

Foto: Blick auf den Atoll Pool und das elegante Sonnendeck der Explora III

The Conservatory Pool – Poolvergnügen bei jedem Wetter

Besonders gelungen finde ich den Conservatory Pool auf Deck 11. Der Pool liegt unter einem einziehbaren Glasdach (Magrodome) und kann damit unabhängig vom Wetter genutzt werden. Ist das Dach geöffnet, entsteht ein klassisches Open-Air-Gefühl; bei schlechterem Wetter verwandelt sich der Bereich dagegen in eine großzügige, lichtdurchflutete Pool-Lounge.

Die Gestaltung wirkt großzügig und ruhig, mit runden Formen und natürlichen Farbtönen. Direkt daneben befindet sich der Shore Club on 11 at The Conservatory, sodass sich Baden, Entspannen und ein unkompliziertes Essen hervorragend miteinander verbinden lassen. Im Vergleich zu den beiden ersten Schiffen hat man hier einige Optimierungen und Ergänzungen vorgenommen, nicht zuletzt durch das erweiterte, kulinarische Angebot.

Foto: Blick auf The Conservatory Pool Explora III

Helios Pool – exklusiv für Erwachsene

Mein persönlicher Favorit dürfte der Helios Pool & Bar auf Deck 12 sein. Dieser Bereich ist ausschließlich Erwachsenen vorbehalten und liegt ganz oben auf dem Schiff. Schon die erhöhte Position sorgt für einen besonders schönen Blick über das Meer. Rund um den Pool befinden sich großzügige Liegeflächen und Sitzmöglichkeiten. Auch hier wird viel Wert auf Komfort und Abstand (Privatsphäre) gelegt.

Hier zeigt sich besonders deutlich, dass Explora Journeys nicht auf Animation und Trubel setzt. Der Helios Pool ist vielmehr ein Ort, an dem ich mich zurückziehen, lesen, schwimmen oder einfach nur auf einer der großen Liegen den Blick über den Horizont schweifen lassen kann.

Foto: Helios Pool und Sonnendeck adults only Explora III

Die Infinity-Whirlpools – Baden mit dem Gefühl, über dem Meer zu schweben

Ein besonders schönes Detail befindet sich ebenfalls auf Deck 12 - zwei Infinity-Whirlpools, die seitlich in die Außenbereiche integriert sind. Die Positionierung am Schiffsrand erzeugt den Eindruck, dass das Wasser direkt in den Horizont übergeht.

Für mich gehören diese beiden Whirlpools zu den schönsten Rückzugsorten an Bord. Gerade wenn das Schiff unterwegs ist und rundherum nur Meer zu sehen ist, entsteht ein außergewöhnliches Gefühl von Weite. Ich sitze im warmen Wasser, vor mir der Horizont – und gleichzeitig bewegt sich das Schiff ruhig durch die Landschaft. Genauso stelle ich mir das Erlebnis vor. Perfekt!

Foto: Explora III Infinity Whirlpool deck 12 und Jogging Track

Das Konzept wird übrigens auf Deck 14 noch einmal aufgegriffen: Dort befindet sich ein weiterer Außen-Whirlpool im Bereich der Sky Bar. Insgesamt gibt es auf der EXPLORA III drei Außen-Whirlpools auf den Decks 12 und 14 sowie zwei beheizte Innen-Whirlpools auf Deck 11.

Mein Eindruck zu den Poolbereichen

Was mir an den Poolbereichen der EXPLORA III besonders gefällt, ist das nicht Vorhandensein einer klassischen „Pooldeck-Atmosphäre“. Keine dicht an dicht stehenden Liegen, kein Kampf um den besten Platz und kein Gefühl, dass der Pool der Mittelpunkt eines lauten Unterhaltungsprogramms sein muss.

Stattdessen finde ich große, komfortable Liegen, viel persönlichen Raum, mehrere unterschiedliche Pools und kleine Rückzugsorte. Alles wirkt für mich eher wie ein sehr gutes Resort und genau diesen Eindruck verfolgt Explora Journeys mit dem Konzept der Schiffe. Man spricht definitiv auch – oder gerade – Kunden an, die noch keine Kreuzfahrterfahrung haben und sonst eher an Land Urlaub machen.

Foto: Astern Pool am Heck der  Explora III

Entertainment mit Stil statt großer Showbühne

Auch beim Entertainment geht die EXPLORA III einen etwas anderen Weg als viele klassische Kreuzfahrtschiffe. Hier steht nicht die große Showproduktion im Mittelpunkt, sondern ein kuratiertes, abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, das sich ganz selbstverständlich in den Tages- und Abendablauf integriert. In der Journeys Lounge finden regelmäßig Live-Auftritte statt – vom hauseigenen Ensemble und Musikern bis hin zu Gastkünstlern, darunter Sänger, internationale Künstler und auch Talente aus dem West End.

Foto: Journeys Lounge Explora III

Besonders gefällt mir, dass sich die Unterhaltung über verschiedene Bereiche des Schiffes verteilt. In der Explora Lounge wird die Atmosphäre am Abend zur Piano- und Jazz-Lounge, während die Astern Lounge mit Livemusik und DJ-Sessions eher den geselligen Charakter pflegt. Auch an der Astern Pool & Bar sorgen Akustik-Musiker und DJs rund um den Sonnenuntergang für musikalische Begleitung.

In der Sky Bar on 14 geht es am Abend etwas lebhafter zu, während das Conservatory nachts sogar zum Kino unter dem Sternenhimmel werden kann. Ergänzt wird das Programm durch kulturelle Veranstaltungen, Gastkünstler, Vorträge und verschiedene interaktive Aktivitäten.

Foto: Sky Bar on 14 Explora III

Auch Familien sind willkommen

Auch wenn der Schwerpunkt der EXPLORA III eindeutig auf erwachsenen Reisenden und einem entspannten Luxus-Erlebnis liegt, sind Familien mit Kindern und Jugendlichen ausdrücklich willkommen. Mit dem Nautilus Club gibt es einen eigenen Rückzugs- und Erlebnisbereich für junge Gäste, in dem altersgerechte Aktivitäten, Spiele und kreative Angebote auf sie warten. Kinder und Jugendliche gehören selbstverständlich zum Gästekonzept, ohne dass das Schiff deshalb seinen ruhigen und exklusiven Charakter verliert. Der Nautilus Club auf der Explora III wurde im Vergleich zur Explora I und Explora II sogar erweitert.

Foto: Nautilus Club Juniors und Teens Explora III

Ich denke, Explora Journeys hat hier eine gute Balance gefunden. Die EXPLORA III ist kein klassisches Familienschiff – aber Familien müssen auf den Luxus einer Reise mit Explora Journeys dennoch nicht verzichten.

Dresscode: Eleganz ohne Zwang

Auch beim Thema Kleidung geht die EXPLORA III ihren eigenen Weg. Formelle Abende, Smoking und Abendkleid sucht man an Bord vergeblich und genau das empfinde ich als angenehm zeitgemäß. Tagsüber ist entspannte, komfortable Kleidung angesagt. Am Pool darf es selbstverständlich leger sein, während Badebekleidung, Bademäntel und Sportkleidung in den Restaurants und Innenbars nicht vorgesehen sind.

Mit dem Sonnenuntergang verändert sich auch die Atmosphäre an Bord ein wenig. Ab 18 Uhr wünscht sich Explora Journeys einen gehobenen Resort-Casual-Stil. Das bedeutet: Gepflegte, hochwertige Freizeitkleidung, Leinen, Chinos, elegante Hemden, Poloshirts oder ein schönes Kleid. Man findet eher den Kleidungsstil eines exklusiven Resorts an der Côte d’Azur oder auf Mallorca vor, als die klassische Abendgarderobe eines Kreuzfahrtschiffes. Baseballcaps, Sportbekleidung, ärmellose T-Shirts und sehr legeres Strandschuhwerk bleiben am Abend besser in der Suite. Maßgeschneiderte Shorts sind grundsätzlich erlaubt, lediglich beim Dinner im Anthology sind sie unerwünscht und unpassend.

Mein Fazit: „Ocean State of Mind“ überzeugend umgesetzt

Nach meinem Besuch an Bord der EXPLORA III bleibt bei mir vor allem ein Eindruck zurück: Das Konzept von Explora Journeys geht auf. Ocean State of Mind ist hier nicht nur ein Marketingversprechen, sondern zieht sich erstaunlich konsequent durch die Gestaltung des Schiffes. Von der eleganten, fast schon an ein Grand Hotel erinnernden Lobby über die großzügigen Suiten und die verschiedenen Rückzugsorte bis hin zu den Restaurants und Poolbereichen entsteht ein Gesamterlebnis, das sich wohltuend von der klassischen Vorstellung einer Kreuzfahrt unterscheidet.

Besonders überzeugend finde ich dabei die Entscheidung, das Schiff größer zu machen, ohne die Zahl der Gäste nennenswert zu erhöhen. Mehr Raum, mehr Privatsphäre und großzügig dimensionierte öffentliche Bereiche sind aus meiner Sicht genau die richtige Antwort auf die Frage, wie moderne Luxus-Kreuzfahrt aussehen kann. Die EXPLORA III möchte nicht möglichst viele Menschen auf möglichst wenig Raum unterbringen, sie möchte Raum schaffen, in dem sich die Gäste wohlfühlen können. Das gelingt sehr gut.

Auch gestalterisch hinterlässt das Schiff bei mir einen sehr positiven Eindruck. Die moderne, zurückhaltende Designsprache, die geschwungenen Linien, hochwertige Materialien, Kunstobjekte und viele liebevoll ausgewählte Details vermitteln eine Atmosphäre, die eher an ein außergewöhnliches Luxusresort als an ein Kreuzfahrtschiff erinnert. Die EXPLORA III wirkt nicht wie ein Schiff, das mit Luxus protzen möchte, sondern wie eines, das Luxus selbstverständlich macht. Ein entscheidender, wichtiger Unterschied.

Foto: Galleria D-Arte Explora III

Aber: Luxus definiert sich auch über die kleinen Dinge

Und ja, es gibt ein „Aber“. Bei aller Begeisterung möchte ich allerdings eine kleine Einschränkung machen. Mein Aufenthalt an Bord war lediglich ein Tagesbesuch von wenigen Stunden, sodass ich das Produkt und insbesondere den Service selbstverständlich nicht abschließend beurteilen kann. Für eine belastbare Bewertung müsste man mehrere Tage an Bord verbringen und unterschiedliche Situationen und Servicebereiche erleben.

Dennoch sind mir zwei Kleinigkeiten aufgefallen, die ich gerade bei einem Produkt in diesem gehobenen Segment erwähnen möchte. Im Emporium Marketplace musste ein Getränk dreimal bestellt werden: Bei den ersten beiden Versuchen wurde es jeweils an einen anderen Tisch gebracht, weil offenbar nicht eindeutig war, wer es bestellt hatte. Beim dritten Versuch kam es schließlich an – allerdings mit reichlich Eis, obwohl ausdrücklich darum gebeten worden war, darauf zu verzichten. Und statt einen Austausch anzubieten wurde sich lediglich für die späte Lieferung und die Verwirrungen entschuldigt. Das sind Kleinigkeiten, sicherlich. Aber Luxus definiert sich eben auch über die Kleinigkeiten. Und manch anspruchsvoller Gast sieht möglicherweise nicht darüber hinweg.

Foto: Beispiel Treppenhaus Explora III

Ähnliches gilt für die Aufmerksamkeit bei der Vorbereitung. Wenn bekannt ist, dass eine Medien- und Expedientengruppe das Schiff besucht und sich an einem bestimmten Ort trifft, würde ich gerade dort noch einmal mit besonders kritischem Blick hinschauen. In der betreffenden Lounge, in der sich zu Beginn versammelt wurde, waren neben den Tischen noch vereinzelt Krümel von Crackern und Teppichflusen zu sehen. Letztere natürlich auch deshalb, weil die Teppiche noch sehr neu sind.

Das ist ausdrücklich Kritik auf hohem Niveau. Gerade deshalb möchte ich sie nicht unerwähnt lassen. Denn Explora Journeys positioniert die EXPLORA III nicht im Massenmarkt, sondern im Luxussegment. Und in diesem Segment sind es oftmals nicht die großen Dinge, die den Unterschied machen, sondern die letzten fünf Prozent Aufmerksamkeit: das Getränk, das beim richtigen Gast ankommt, der Wunsch nach „ohne Eis“, der makellose Tisch und der Raum, der auch beim zweiten Hinsehen perfekt aussieht. Hier haben aus meiner Sicht die Europa und Europa 2 weiterhin die Nase vorn.

Foto: Treppen am FIL ROUGE Restaurant Explora III

Eine sehr überzeugende neue Generation

Trotz dieser kleinen Beobachtungen fällt mein Gesamturteil ausgesprochen positiv aus. Die EXPLORA III ist für mich eine konsequente Weiterentwicklung eines ohnehin sehr gelungenen Konzepts. Sie verbindet die Intimität und den persönlichen Raum einer kleinen Luxusyacht mit den Möglichkeiten eines deutlich größeren Schiffes.

„Ocean State of Mind“ – dieser Gedanke funktioniert. Die EXPLORA III schafft Räume, in denen man sich zurückziehen kann, Orte, an denen man genießen kann, und dabei immer wieder den Blick auf das Meer hat. Und vielleicht ist genau das die größte Stärke dieses Schiffes: Es hat nicht den Anspruch der Dauerunterhaltung. Die EXPLORA III gibt vielmehr den Raum, seine eigene Zeit auf See zu genießen.

Wenn es Explora Journeys gelingt, bei der Servicequalität und bei der Liebe zum Detail noch die letzten kleinen Ecken und Kanten zu glätten, sehe ich in der EXPLORA III ein außergewöhnlich stimmiges Luxusprodukt, das sich deutlich vom klassischen Kreuzfahrtmarkt absetzt.

Foto: Explora III verlässt Hamburg in der Abenddämmerung Hamburg am 07.09.2026

Denn am Ende geht es bei „Ocean State of Mind“ nicht darum, möglichst viel an Bord anzubieten, sondern darum, wie sich die Zeit an Bord anfühlt. Und genau das gelingt mit der EXPLORA III sehr überzeugend.

  • Die gesamte Bildergalerie der EXPLORA III finden Sie >>hier<<:

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