Kreuzfahrten & mehr

MS Spitsbergen – mit HX Expeditions weit über das Übliche hinaus

Die MS Spitsbergen ist mit ihren rund 100,5 Metern Länge und nur 7.344 BRZ ein vergleichsweise kleines Expeditionsschiff und wurde ursprünglich 2009 in Portugal gebaut. Nach einem umfangreichen Umbau wurde das Schiff 2016 zunächst in die Expeditionsflotte von Hurtigruten aufgenommen. Der Umbau machte aus dem ursprünglichen Schiff ein speziell auf Expeditionsreisen zugeschnittenes Kreuzfahrtschiff. Je nach Fahrtgebiet reisen an Bord maximal 150-200 Gäste an Bord mit. Die Eisklasse des Schiffes ist mit 1C vergleichsweise gering.

Besuch an Bord der Spitsbergen zum Ende der Sommersaison

Ein Hinweis gleich zu Beginn: Die MS Spitsbergen befand sich während meines Besuchs an Bord bereits am Ende ihrer Sommersaison und hat Hamburg anschließend ohne Gäste in Richtung einer Werft verlassen. Entsprechend sind nicht alle Bereiche im „Gästemodus“ zu sehen. So war beispielsweise das Restaurant nicht eingedeckt und auch das Sonnendeck nicht für Gäste hergerichtet. Das folgende Schiffsportrait und die Fotos von Bord sollen daher vor allem einen Eindruck von diesem ganz besonderen, kleinen Expeditionsschiff vermitteln – von seiner Atmosphäre, seinen öffentlichen Bereichen und seinem maritimen Charakter.

Foto: MS Spitsbergen vor der Elbphilharmonie in Hamburg

HX Expeditions – was steckt hinter der Marke?

Die MS Spitsbergen gehört heute zur Expeditionsflotte von HX Expeditions, dem aus Hurtigruten Expeditions hervorgegangenen Spezialisten für weltweite Expeditionsreisen. HX als eigenständige Marke ist noch relativ jung. Aus Hurtigruten Expeditions wurde HX Expeditions. Im Zuge der organisatorischen Trennung der beiden Geschäftsbereiche wurde Ende 2024 damit begonnen, Hurtigruten und HX als zwei klar voneinander getrennte Unternehmen und Marken zu positionieren. Hurtigruten konzentriert sich seither auf die norwegische Küste, während HX für die weltweiten Expeditionsreisen steht. Der Name HX ist dabei durchaus bewusst gewählt: Er nimmt Bezug auf die historische Hurtigruten-Route entlang der norwegischen Küste und soll gleichzeitig die Verbindung zur langen Geschichte als Pionier der Expeditionsreisen herstellen. Heute versteht sich HX als Spezialist für Reisen, bei denen Wissenschaft, Naturerlebnis, Abenteuer und Komfort miteinander verbunden werden.

Reisen werden zum Forschungsobjekt

Eine Expeditionsreise auf der MS Spitsbergen ist nicht nur eine Reise zu besonderen Landschaften, sondern auch eine Gelegenheit, mehr über die Natur und die Regionen entlang der Route zu erfahren. Professionelle Lektoren sowie Mitglieder des Expeditionsteams begleiten die Reisen mit Vorträgen und persönlichen Erläuterungen. Dabei geht es um Geografie, Tierwelt, Geschichte, Klima und die Besonderheiten der jeweiligen Expeditionsgebiete.

Keine Reise gleicht der anderen. Das liegt nicht nur an Wetter, Eis und den jeweiligen Anlandemöglichkeiten, sondern auch daran, dass die Natur unmittelbar zum Forschungsobjekt wird. Gäste können beispielsweise live miterleben, wie Wasserproben genommen und ausgewertet oder Flechten und Algen bestimmt werden. Im wissenschaftlich ausgestatteten Bereich an Bord, dem Science Centre, stehen zudem Mikroskope zur Verfügung, mit denen unter fachkundiger Anleitung eigene Beobachtungen und Analysen möglich sind.

So wird aus einer Reise mehr als eine klassische Kreuzfahrt. Man ist nicht nur Beobachter, sondern kann, im Rahmen der Möglichkeiten, selbst entdecken, untersuchen und verstehen, was sich unmittelbar vor den Augen abspielt.

Foto: Treppenhaus und Fahrstuhl Beispiel Deck 6

Mit Leidenschaft bei der Sache

Schon bei der Schiffsbesichtigung wurde deutlich, mit wie viel Leidenschaft und persönlichem Engagement das Expertenteam seine Arbeit ausübt. Die Mitglieder des Teams haben nicht einfach nur über ihre Aufgaben und die Reisen berichtet, man hatte vielmehr den Eindruck, dass sie für die Expeditionsreisen und ihre Themen regelrecht brennen. Diese Begeisterung war in nahezu jedem Satz spürbar.

Und genau das macht den Unterschied: Die Leidenschaft des Teams wirkt ansteckend. Wer mit so viel Enthusiasmus von Landschaften, Tierwelt, Wissenschaft und den besonderen Momenten einer Expedition erzählt, weckt auch bei den Gästen die Neugier und die Lust, selbst genauer hinzuschauen. Die Begeisterung für das Expeditionsreisen wird so nicht nur vermittelt, sondern unmittelbar weitergegeben.

Im direkten Vergleich, zum Beispiel zu Hapag-Lloyd Expeditions, legt HX Expeditions einen noch stärkeren Schwerpunkt auf das eigentliche Expeditionserlebnis, Wissenschaft und Naturbeobachtung. Der Luxus steht hier weniger im Fokus wie bei Hapag-Lloyd Expeditions.

Expedition und Komfort in ausgewogenem Verhältnis

Auch wenn die MS Spitsbergen in erster Linie für Expeditionen und Fahrten in entlegene Regionen konzipiert ist, kommt der Komfort an Bord keineswegs zu kurz. Besonders die gemütlich und geschmackvoll eingerichteten Kabinen sind mir besonders positiv aufgefallen und vermitteln trotz des Expeditionscharakters eine sehr angenehme und gemütliche Atmosphäre.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es allerdings bei den Badezimmern. In den meisten Kabinen und auch in einigen Suiten kommen noch Duschvorhänge zum Einsatz. Gerade bei Seegang können diese durchaus als störend empfunden werden. Erst in den hochwertigsten und größten Suiten finden sich feste Glastüren an den Duschen.

Ansonsten präsentierte sich das Schiff trotz des unmittelbar bevorstehenden, turnusmäßigen Werftaufenthalts optisch in einem tadellosen Zustand. Die Hardware an Bord machte einen sehr gepflegten und bestens gewarteten Eindruck. Ein durchaus bemerkenswerter Aspekt für ein Expeditionsschiff, das regelmäßig in anspruchsvollen Fahrtgebieten unterwegs ist.

Foto: Rezeption MS Spitsbergen

Science Centre – das wissenschaftliche Herz der MS Spitsbergen

Das Science Centre gehört zu den besonderen Einrichtungen an Bord der MS Spitsbergen und wird von HX selbst als „Herzstück des Erlebnisses an Bord“ bezeichnet. Es ist weit mehr als ein klassischer Vortragsraum. Hier treffen Gäste und Expeditionsteam zusammen, um die während der Reise beobachtete Natur näher zu verstehen. Zur Ausstattung gehören moderne wissenschaftliche Geräte, Touchscreens, eine kleine Bibliothek sowie Bereiche für Workshops, unter anderem zu Biologie und Fotografie.

Besonders interessant ist die Möglichkeit, selbst wissenschaftlich tätig zu werden. Mit hochwertigen Stereo- und Durchlichtmikroskopen können beispielsweise Gesteine, Algen, Meerwasser, Plankton oder andere biologische Proben untersucht werden. Das Besondere daran: Die Proben können zuvor bei Exkursionen und Anlandungen selbst gesammelt worden sein und anschließend im Science Centre näher betrachtet werden. Das Expeditionsteam steht dabei mit fachkundiger Anleitung zur Seite.

Foto: Science Centre mit Mikroskopen MS Spitsbergen

Auch für Citizen-Science-Projekte bietet das Science Centre die entsprechende Infrastruktur. HX beteiligt seine Gäste unter anderem an Projekten zur Algen-Biodiversität und zu Phytoplankton-Gemeinschaften. Darüber hinaus kommen Geräte wie Planktonnetze, CTD-Sonden zur Messung von Wassertiefe, Salzgehalt und Temperatur sowie Unterwasserdrohnen zum Einsatz. Damit können Gäste nicht nur etwas über die bereisten Regionen lernen, sondern teilweise selbst Daten sammeln, die in längerfristige Forschungsprojekte einfließen.

Was während eines Landgangs oder einer Zodiac-Fahrt entdeckt wird, kann an Bord unmittelbar weiter erforscht werden. Eine Wasserprobe, ein Stück Alge oder eine Gesteinsprobe bleibt damit nicht einfach eine interessante Beobachtung. Unter dem Mikroskop lässt sich plötzlich erkennen, was tatsächlich darin steckt. Unterstützt vom Expeditionsteam wird der Gast dabei vom Zuschauer ein Stück weit selbst zum Entdecker und Forscher. Genau diese Verbindung aus Erlebnis, Wissen und eigener Beteiligung macht das Science Centre zu einer der interessantesten Einrichtungen an Bord.

Foto: Science Centre MS Spitsbergen

16 Kabinenkategorien für unterschiedliche Ansprüche

Bei den Kabinen bietet die MS Spitsbergen eine erstaunliche Vielfalt. Insgesamt gibt es vier übergeordnete Kabinenkategorien, die sich wiederum in 16 Unterkategorien aufteilen. Zur Auswahl stehen unter anderem die Polar Innenkabinen, Polar Außenkabinen, Arktis Superior Kabinen und Expedition Suiten. Unterschiede gibt es dabei vor allem bei Ausstattung, Größe und Lage an Bord.

Foto: Kabine 714 Kat. U2 Arctic Superior

Die Bandbreite reicht von gerade einmal 9 m² bei den kleinsten Innenkabinen bis zu 33 m² bei den großzügigen Eigner-Suiten. Je nach Kategorie können die Kabinen mit zwei bis vier Personen belegt werden. Die meisten Unterkünfte verfügen über ein klassisches Doppelbett. In einigen wenigen Kabinen kommen dagegen noch Stock- beziehungsweise Klappbetten zum Einsatz, beispielsweise in der Kategorie J3.

Foto: Kabine 617 Kat. QJ Arctic Superior max 4 Personen

Damit bietet die MS Spitsbergen sowohl zweckmäßige und kompakte Kabinen für Expeditionsreisende als auch deutlich großzügiger ausgestattete Suiten für diejenigen, die auch auf einer Reise in entlegene Regionen Wert auf zusätzlichen Raum und Komfort legen.

Foto: Blick in Owners Suite 632 Kat. MX

Fitnessraum

Achtern befindet sich ein kleiner, modern ausgestatteter Fitnessraum, der trotz seiner überschaubaren Größe verschiedene Möglichkeiten für das Training bietet. Zur Ausstattung gehören unter anderem Laufbänder, Heimtrainer, eine Rudermaschine, freie Gewichte und eine Tischtennisplatte. Über die hintere Tür gelangt man direkt hinaus auf das Pooldeck.

Foto: Fitnessraum MS Spitsbergen

Whirlpools

Für Entspannung nach einem erlebnisreichen Expeditionstag stehen auf dem Expeditionsdeck zwei Whirlpools zur Verfügung. Jeder der beiden Whirlpools bietet Platz für bis zu fünf Personen und lädt dazu ein, die besondere Atmosphäre an Bord in aller Ruhe zu genießen. Gerade nach einem Tag voller Eindrücke bieten sie eine angenehme Möglichkeit, zu entspannen und die Reise Revue passieren zu lassen.

An Bord gibt es auch eine Sauna, in der man wieder Energie tanken und sich entspannen kann.

Der Deckbelag auf den Außendecks ist nicht unbedingt ein optischer Hingucker aber sehr rutschfest und strapazierfähig. Übrigens ein weiterer Unterschied zu Hapag-Lloyd Expeditions. Auf den drei Schwesterschiffen läuft man teilweise über Teakholzdecks.

Foto: Blick vom Observation Deck 8 auf abgedeckte Whirlpools

Restaurant Aune

Das Restaurant Aune ist das Hauptrestaurant der MS Spitsbergen und versorgt die Gäste mit Frühstück, Mittag- und Abendessen. Benannt ist es nach der traditionsreichen Familie Aune aus Tromsø, die als Schiffsausrüster bereits bekannte Polar- und Expeditionsteilnehmer mit Ausrüstung für ihre Reisen in die Wildnis versorgte.

Auch kulinarisch steht bei HX Expeditions die Verbindung zur norwegischen Küste im Mittelpunkt. Regionale Zutaten und die Geschichten hinter den Produkten spielen dabei eine wichtige Rolle. Anlässlich des 130-jährigen Jubiläums von HX Expeditions wird zudem ein besonderes Jubiläumsmenü angeboten, das die lange Geschichte und die kulinarischen Traditionen der Reederei aufgreift. Die Jubiläumsangebote gehören damit ebenfalls zum Erlebnis rund um die historische Verbindung von HX Expeditions und den norwegischen Küstenreisen.

Ein Hinweis am Rande: Das Unternehmen HX Expeditions ist natürlich keine 130 Jahre alt. Das 130-jährige Jubiläum bezieht sich auf die Expeditionsgeschichte des Unternehmens bzw. seiner Vorgängerorganisation.

Foto: Aune Restaurant MS Spitsbergen

Brygga Bistro

Das Brygga Bistro ergänzt das gastronomische Angebot an Bord als ungezwungene Alternative zum Hauptrestaurant. Das im Zuge der Modernisierung 2025 neu gestaltete Bistro auf Deck 5 setzt auf ein entspanntes Brasserie-Konzept und bietet eine Auswahl an kleinen Gerichten, Snacks und leichten Mahlzeiten. Auf der Speisekarte finden sich unter anderem frische Salate, Wraps, Sandwiches und getoastete Snacks, aber auch warme Gerichte.

Das Konzept ist besonders praktisch für Gäste, die zwischen zwei Programmpunkten, nach einer Anlandung oder außerhalb der klassischen Restaurantzeiten etwas essen möchten. Damit bietet das Brygga eine flexible Ergänzung zum Hauptrestaurant Aune und passt mit seinem unkomplizierten Charakter gut zum Expeditionskonzept der MS Spitsbergen.

Der Name „Brygga“ bedeutet im Norwegischen „Pier“ beziehungsweise „Kai“ – passend zu einem Ort, an dem es unkompliziert und ohne großen Zeitaufwand etwas zu essen gibt.

Foto: Brygga Bistro MS Spitsbergen

Regionale Küche als Teil des Expeditionserlebnisses

Auch kulinarisch bleibt die MS Spitsbergen eng mit den Regionen verbunden, die sie bereist. Statt einer beliebigen internationalen Kreuzfahrtküche steht die lokale und regionale Küche im Mittelpunkt. Die Küchenchefs lassen sich von den Landschaften, Kulturen und kulinarischen Traditionen der jeweiligen Fahrtgebiete inspirieren und bringen diese Einflüsse auf die Teller.

Dabei spielen regionale Zutaten und Produkte eine wichtige Rolle. Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, Gemüse und andere Erzeugnisse aus den bereisten Regionen werden, soweit verfügbar, in die Küche integriert. So wird das Essen selbst zu einem Bestandteil der Expedition. Die Reise lässt sich nicht nur sehen und erleben, sondern auch schmecken. Ich hatte die Gelegenheit, das Jubiläumsmenü im Rahmen meines Aufenthalts an Bord zu probieren – hervorragend!

Gerade auf einem kleinen Expeditionsschiff wie der MS Spitsbergen passt dieses Konzept besonders gut. Die Küche soll nicht losgelöst vom Reiseerlebnis stehen, sondern einen weiteren Zugang zu den Orten schaffen, die während der Reise besucht werden. Was draußen vor den Fenstern und bei den Landgängen erlebt wird, findet sich vielfach auch auf dem Teller wieder.

Foto: Treppenhaus und Fahrstuhl Beispiel Deck 6 Heck

Was HX Expeditions besonders macht

HX Expeditions steht für eine Form des Reisens, bei der die Entdeckung des Zielgebietes klar im Mittelpunkt steht. Statt möglichst viele Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit abzuhaken, geht es darum, Landschaften, Tierwelt, Menschen und Natur intensiv zu erleben. Die vergleichsweise kleinen Expeditionsschiffe können dabei auch Regionen und Häfen anlaufen, die größeren Kreuzfahrtschiffen verschlossen bleiben. Bei den Ausflügen kommen zudem Expeditionsboote (Zodiacs) zum Einsatz, die Anlandungen an abgelegenen Küsten ermöglichen.

Eine besondere Rolle spielt das Expeditionsteam. Die Teams setzen sich aus Fachleuten ganz unterschiedlicher Bereiche zusammen – darunter Biologen, Ozeanografen, Ornithologen, Historiker, Archäologen oder Gletscherforscher. Sie begleiten die Gäste bei Landgängen und Aktivitäten, halten Vorträge und stehen auch für persönliche Gespräche zur Verfügung. Gerade diese unmittelbare Vermittlung von Wissen macht den Unterschied zu einer klassischen Kreuzfahrt aus.

Hinzu kommt ein ausgeprägter wissenschaftlicher Anspruch. In den Science Centern an Bord können Gäste selbst aktiv werden und sich beispielsweise an Citizen-Science-Projekten beteiligen. Dabei werden Beobachtungen und Daten gesammelt, die in laufende Forschungsprojekte einfließen können. HX ermöglicht nach eigenen Angaben auf jeder Reise die Teilnahme an mindestens zwei wissenschaftlichen Programmen. Wissenschaftliche Vorkenntnisse sind dafür ausdrücklich nicht erforderlich.

Foto: Die kleine Spitsbergen vor den Museumsschiffen, Michel und Hamburg Skyline

Ebenso wichtig ist das Thema Nachhaltigkeit. HX verzichtet bereits seit 2008 auf Schweröl und hat mit der MS Roald Amundsen und der MS Fridtjof Nansen zwei hybrid-elektrisch angetriebene Expeditionsschiffe in der Flotte. Auch die MS Spitsbergen verfügt inzwischen über einen Landstromanschluss. Darüber hinaus unterstützt die HX Foundation Umwelt-, Naturschutz- und Gemeindeprojekte in den bereisten Regionen.

Vielleicht ist es aber gerade die Kombination aus Wissen, Abenteuer und persönlicher Atmosphäre, die HX so interessant macht. Man reist nicht einfach nur an einen besonderen Ort, sondern bekommt die Möglichkeit, ihn mit den Augen von Menschen zu betrachten, die sich intensiv mit seiner Natur, Geschichte und Kultur beschäftigen. Und weil bei einer echten Expedition die Natur das Programm bestimmt, kann sich eine Reise jederzeit anders entwickeln als geplant. Genau diese Unvorhersehbarkeit gehört bei HX ausdrücklich zum Erlebnis.

Foto: Sitzgelegenheiten zwischen Aune Restaurant und Brygga

Bei meinem Besuch an Bord wurde besonders deutlich, dass das Konzept von HX Expeditions nicht nur auf dem Papier existiert. Die Begeisterung des Expeditionsteams für seine Arbeit war tatsächlich spürbar.

Mein Fazit: Expedition mit persönlicher Note und ohne High-End-Luxus

Die MS Spitsbergen ist kein Schiff für klassische Kreuzfahrer, die vor allem Unterhaltung, große Shows und möglichst viele Einrichtungen erwarten. Ihre Stärke liegt ganz eindeutig woanders: Sie ist ein kleines, persönliches Expeditionsschiff, das seine Gäste nah an außergewöhnliche Landschaften, Natur und entlegene Regionen bringt.

Besonders positiv fällt die Atmosphäre an Bord auf. Die überschaubare Größe schafft kurze Wege und eine angenehm persönliche Umgebung. Gleichzeitig bietet das Schiff ausreichend Komfort, gemütliche Kabinen, verschiedene gastronomische Möglichkeiten und Rückzugsorte, an denen man die Eindrücke des Tages in Ruhe Revue passieren lassen kann. Auch der trotz des bevorstehenden Werftaufenthalts hervorragende Zustand der Hardware hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

Das eigentliche Herzstück ist jedoch das Expeditionserlebnis. Das engagierte Expertenteam vermittelt Wissen nicht trocken, sondern mit spürbarer Begeisterung. Vorträge, Gespräche, Beobachtungen und wissenschaftliche Aktivitäten machen die Reise zu weit mehr als einer Fahrt von einem Hafen zum nächsten. Besonders reizvoll ist die Möglichkeit, selbst einen kleinen Einblick in wissenschaftliche Arbeit zu bekommen, etwa bei der Untersuchung von Wasserproben oder der Bestimmung von Algen und Flechten.

Hinzu kommt die kulinarische Seite, die mit regionalen Produkten und Einflüssen die bereisten Regionen auch auf dem Teller erlebbar macht. Und natürlich bleibt bei einer Expedition immer ein Element der Unvorhersehbarkeit: Wetter, Eis, Tierbeobachtungen und die Bedingungen vor Ort bestimmen letztlich, was tatsächlich erlebt werden kann. Keine Reise gleicht deshalb vollständig der anderen.

Mein Gesamteindruck fällt entsprechend sehr positiv aus: Die MS Spitsbergen verbindet Abenteuer, Naturerlebnis, Wissenschaft und Komfort auf eine ausgesprochen stimmige Weise. Wer sich auf das Expeditionskonzept einlässt und nicht den Maßstab eines großen Kreuzfahrtschiffes anlegt, findet hier ein Schiff, bei dem nicht das Schiff selbst, sondern das Erlebnis draußen und die Menschen an Bord im Mittelpunkt stehen. Genau diese Kombination macht den besonderen Reiz der MS Spitsbergen aus.

Ganz ohne High-End-Luxus.

Foto: MS Spitsbergen verlässt Hamburg zum Ende der Sommersaison 2026

Zielgebiete der MS Spitsbergen: Norwegen, Lofoten, Shetland, Orkney, Hebriden, Spitzbergen, Svalbard-Archipel, Ostgrönland, Schottland, Färöer, Island, Jan Meyen und andere mehr.

  • Die gesamte Bildergalerie der MS Spitsbergen finden Sie <<hier>>:

Wo kann ich die Reisen buchen? Alle Kreuzfahrten von HX Expeditions können bei uns gebucht werden. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Anfrage per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.