Kreuzfahrten & mehr

MS VistaStar von 1AVista Reisen ein neuer Stern am Flusskreuzfahrt-Himmel

Autor: Gastautor: A. Barzantny am 03.08.2018

MS VistaStar von 1a Vista Reisen vor Köln Panorama


MS VistaStar: Innovation und moderne auf dem Fluss

Die MS VistaStar ist das neueste Flusskreuzfahrtschiff der Reederei Königstein Rivercruises GmbH welches nun für den Reiseveranstalter 1AVista Reisen aus Köln auf dem Rhein unterwegs ist.

Das Schiff, welches ursprünglich für einen amerikanischen Veranstalter konzipiert wurde, bietet auf 135 Meter Länge, 4 Passagierdecks und 99 Kabinen für max. 196 Passagiere mit modernstem Komfort. Selbstverständlich ist auf an Bord der VistaStar die beliebte 1A Vista ALL-INCLUSIVE-Verpflegung an Bord inkludiert.

MS VistaStar von 1a Vista Reisen Crew Foto zur Taufe

Foto: M. Barzantny 

Kabinen MS VistaStar

Alle Kabinen sind mit 16m² gleich groß und geschmackvoll und modern eingerichtet. Die meisten verfügen über einen französischen Balkon und liegen auf Deck 2 und 3. Es sind aber auch einige wenige Außen Kabinen auf Deck 1 nur mit Fenster verfügbar. Bei der Einrichtung dominieren helle Holztöne und warme Farben. Schrank und-Ablageflächen sind ausreichend vorhanden. Zur Ausstattung gehören selbstverständlich eine manuell regulierbare Klimaanlage, ein Safe und eine Mini-Bar, deren Getränke Bestandteil des All-Incl. (alle offene Getränke sowie Kaffee und Tee von 08:00 – 24:00 Uhr) Angebots sind. Zusätzlich gibt es noch eine Nespresso-Kaffeemaschine und 4 gratis Kapseln. Es sind ausreichend Steckdosen vorhanden. Auf zeitgemäße USB Anschlüsse hat man lt. Veranstalter bewusst verzichtet. Ein großer Flat Screen TV rundet das moderne Ambiente ab. Auffällig in den Kabinen sind die diversen Möglichkeiten der indirekten Beleuchtung, die ein wohnliches Ambiente schaffen ohne störend zu wirken.

MS VistaStar von 1a Vista Reisen Kabine 231

Foto: M. Barzantny 

Das Bad wird durch eine platzsparende Schiebetür vom Rest der Kabine getrennt. Es verfügt über eine sehr geräumige Dusche. Auch hier überwiegt die helle Holzoptik.

Einzige Kritikpunkte: In der Praxis hat sich gezeigt, dass die sehr großzügige Ablagefläche über dem Waschbecken (Aufsatzwaschbecken) im Bad eine Kopfstoß-Gefahr birgt. Außerdem ist der Handtuchhalter im Bad über der Toilette angebracht ist und damit leider für große Passagiere auch mitunter störend. Es wäre zu überlegen noch zusätzliche Möglichkeiten zum Aufhängen von großen Handtüchern anzubringen, was mangels Platz nur an der Glasabtrennung mit Saugnäpfen möglich wäre.

MS VistaStar von 1a Vista Reisen Kabine 231 mit Bad

Foto: M. Barzantny

öffentliche Bereiche MS Vista Star

Das Restaurant, welches auf Deck 2 zusammen mit der Lobby (Rezeption und Ausflugsbüro) liegt, verfügt über große Panoramafenster und ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Frühstück wird hier als Buffet angeboten. Mittag-und Abendessen werden als Menü gereicht. Zusätzlich gibt es noch ein Nachmittagskuchenbuffet und einen Mitternachtssnack. Jeweils 1x pro Tour gibt es ein festliches Kapitänsdinner. Verantwortlich fürs Catering ist die Fa. River Advice, die auch die knapp 50 Personen Crew stellt.

MS VistaStar Restaurant

Foto: M. Barzantny 

Zu den öffentlichen Bereichen gehört außerdem eine Lounge mit Bar (auf Deck 3), welche sehr hell und freundlich gestaltet ist. Hier finden diverse Unterhaltungsprogramme statt. Von dort kommt man vorne auf die überdachte Lounge Terrasse, die zum Verweilen einlädt und mit Sicherheit ein Lieblingsplatz werden kann. Auf dem gleichen Deck, befindet sich noch eine kleine Bibliothek und ein Shop-Bereich.

VistaStar Panoramalounge

Foto: M. Barzantny 

Das Highlight ist sicher der SPA-Bereich am Heck auf Deck 2. Dort gibt eine kleine Sauna und, sicherlich ungewöhnlich auf einem Flussschiff eines deutschen Anbieters, einen kleinen Infinity-Pool mit Gegenstromanlage. Der Boden des Pools kann bei Bedarf innerhalb von 10 Minuten angehoben werden und so entsteht eine weitere Räumlichkeit für diverse Veranstaltungen.

Infinitypool an Bord der VistaStar von 1A Vista Reisen

Foto: M. Barzantny 

Auf Deck 1 befinden sich dann noch der Fitnessraum (2 Liegefahrräder) und Räumlichkeiten für Anwendungen wie z.B. Massagen.

Fitnessraum VistaStar

Foto: M. Barzantny 

Das Sonnendeck ist sehr großzügig und verfügt neben überdachten Sitzmöglichkeiten auch über die Möglichkeit Shuffleboard, Putting Green und ein Großschach. Die modernen Sitzmöbel laden zum verweilen ein.

Sonnendeck VistaStar

Foto: M. Barzantny 

Fazit MS Vista Star

Fazit: Die MS VistaStar ist ein klassisch, elegantes Schiff, welches modern ausgestattet wurde. Der erste Neubau für 1AVsitaReisen ist mit Sicherheit ein Quantensprung und kann von uns wärmstes empfohlen werden. Herzstück ist vor allem die Crew, die sich liebevoll um die Passagiere kümmert. Da der Altersdurchschnitt der Passagiere lt. Veranstalter bei 65 Jahren liegt, ist es besonders angenehm, dass man an einen Lift gedacht hat und auch das Konzept der durchgängigen Decks (ohne Zwischendecks) verfolgt hat.

Nachbesserungsmöglichkeiten gibt es evtl. im Bereich der modernen Kommunikationsmedien. Das WLAN an Bord war sehr langsam. Auch das bewusste Verzichten auf USB Anschlüsse in den Kabinen ist vielleicht nicht ganz zeitgemäß, da auch reifere Passagiere mittlerweile sehr firm mit den neuen Technologien sind.

Die MSVistaStar fährt in jeweils 8-tägigen Reisen auf dem Rhein ab/bis Köln entweder Richtung Holland/Belgien oder bis Basel. Diese Touren lassen sich auch wunderbar miteinander kombinieren.

  • Weitere Eindrücke der Taufe und Innenfotos der Vista Star: <<Link>>

Buchung & Beratung bei uns, Ihrem Team von Kreuzfahrten & Mehr unter Telefon 04893/4288535, per Mail an Kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder bei uns im Büro.

Routen & Preise der VistaStar finden Sie hier!

 Wir bedanken uns bei unserer Gastautorin A. Barzantny für die Eindrücke von Bord!

Kreuzfahrtklassiker MS Ocean Majesty zeigt sich mit interessanten Neuerungen

Autor: Oliver Asmussen am 02.07.2018

Auch in der Saison 2018 gibt es wieder einige Neuerungen an Bord der Ocean Majesty zu entdecken, die im Sommer bereits in der sechsten Saison für das Stuttgarter Familienunternehmen Hansa Touristik Kreuzfahrten unternimmt.

Ein kleines Boutique-Kreuzfahrtschiff

Rein äußerlich fällt das 136m lange und 10.417 BRZ große Kreuzfahrtschiff neben all den Neubauten der letzten Jahre, in erster Linie durch eine klassische Linienführung auf. Die Form erinnert an die schönen Oceanliner vergangener Tage. Wer nun der Meinung ist, das kleine Kreuzfahrtschiff hat die besten Zeiten hinter sich, der wird bereits in den ersten Minuten an Bord sehr positiv überrascht sein. Die kleine Ocean Majesty erinnert nach vielen kontinuierlichen Renovierungen inzwischen an ein Boutique-Kreuzfahrtschiff und es ist sicherlich nicht überzogen zu sagen: „Dieses Schiff ist ein kleines Schmuckstück.“ Das Team von Hansa Touristik sowie die Eigner der Reederei Majestic Cruises lassen sich, während der alljährlichen Werftzeit im Winter, immer wieder Änderungen einfallen, damit auch die vielen Stammgäste „ihr Schiff“ stets neu entdecken können.

Ocean Majesty auf der Kieler Förde

Foto: Ocean Majesty auf der Kieler Förde

Neuerungen nach Werftaufenthalt im Winter

Nicht direkt sichtbar sind die umfangreichen Wartungen der Maschinenanlage sowie der Einbau neuester Satellitentechnik. Für die meist deutschsprachigen Kreuzfahrtgäste ist der Empfang „ihrer“ Fernsehsender wichtig. Nahezu alle bekannten Kanäle sind an Bord der Ocean Majesty zu empfangen (je nach Reiseregion kann es zu Störungen kommen). Das WLAN-Netz ist ebenfalls optimiert worden und nun merkbar schneller. Der Wandel der Zeit macht auch vor einem Kreuzfahrtklassiker nicht Halt.

Neue Positionierung der Buffetstationen im Lido Garden

Schon in den vergangenen Jahren wurde der Außenbereich des Lido Garden immer wieder optimiert und umgestaltet, damit eine lange Schlangenbildung zu Stoßzeiten am Buffet vermieden wird. Das hat aus baulichen Gründen bisher nicht immer funktioniert. Nun wurde eine „Radikallösung“ umgesetzt und die robusten Edelstahltheken getrennt. Kommt man aus dem Innenbereich, fällt sofort die neue Positionierung der ersten Buffetstation ins Auge. Es ist ab sofort möglich, um diese herum zu laufen. So wie es bei Kreuzfahrtschiffen der neuen Generation auch teilweise möglich ist. Dadurch sind die auf dieser Station platzierten Speisen (meist Salate) von allen Seiten aus zugänglich. Die Salatstation gibt es neben der Kaffeestation in doppelter Ausführung, was größere Menschenansammlungen an der ersten Theke reduziert.

Marmoroptik raus, Ziegelsteinoptik rein

Darüber hinaus kommen die Wände im Außenbereich nun nicht mehr in einer hellen Marmorierung daher, sondern in einer Ziegelsteinoptik. Auch wenn da aus meiner Sicht nicht zwingend Verbesserungsbedarf bestand, sieht die neue Optik deutlich moderner und ansprechender aus.

Lido Buffet MS Ocean Majesty neue Buffetstationen

Foto: Lido Buffet MS Ocean Majesty neue Buffetstationen

Die „blinden“ Scheiben im Lido-Außenbereich wurden ja bereits im Rahmen vergangener Werftaufenthalte ausgewechselt. Jetzt hat man auch die Stahlreling im Bereich der Loungemöbel abmontiert. Der Hintergrund ist simpel, denn nun stößt man sich nicht mehr daran.

Kein Gaffen mehr auf die Balkone

Auf Deck 09, dem großen Sonnendeck, geschah genau das Gegenteil. Hier lehnten die Reisegäste mit den Armen meist auf der bequemen Holzreling und schauten – ob gewollt oder ungewollt sei jetzt mal dahingestellt – häufig auf die darunterliegenden Balkone der Kategorie 12-Kabinen. Entsprechend wenig begeistert über diese „Gaffer“ waren die Bewohner der besten Kabinenkategorie an Bord. Das Problem wurde erkannt, ernst genommen und gelöst. Nun sorgt eine Art „Abstandhalter“ in Form einer zusätzlichen Reling dafür, dass sich niemand mehr auf die Holzreling aufstützen kann. Prinzipiell wäre die nun wegfallende Möglichkeit, sich aufstützen zu können, ein neuer Kritikpunkt. Die erhöhte Privatsphäre der Reisenden in den Balkonkabinen steht aber klar im Vordergrund. Es gibt genügend andere „Anlehnmöglichkeiten“ auf der Ocean Majesty.

Zusätzliche Reling als Abstandhalter für Balkonkabinen Ocean Majesty

Foto:  Zusätzliche Reling als Abstandhalter für Balkonkabinen Ocean Majesty

Exklusives Sonnendeck

Ganz nebenbei wurde das obere Sonnendeck 09 mit neuen, komfortableren Sonnenliegen ausgestattet. Das ist aber nicht alles. Die Gäste der Kabinenkategorien 11 und 12 äußerten öfter den Wunsch nach einer kleinen Privatoase bzw. einem Rückzugsort. Zugleich hatten sie natürlich Verständnis dafür, dass eine Umsetzung auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff schwierig ist. Im Hause Hansa Touristik setzte man sich zusammen und führte auch in diesem Bereich eine Änderung im Sinne des Gastes ein. Deck 9 ist nun eine Privatoase für die Gäste der Kategorien 11 und 12. Aus unserer Sicht ist die Lösung perfekt und nimmt allen anderen Gästen keine Decksfläche weg, da es mehr als ausreichend andere Freidecks gibt.

Neues Mobiliar und Sonnenliegen auf Sonnendeck Ocean Majesty

Foto: Neues Mobiliar und Sonnenliegen auf Sonnendeck Ocean Majesty

Balkonkabinen nun mit Durchblick

Die Bewohner der Balkonkabinen dürfen sich künftig nicht nur über mehr Privatsphäre auf dem Balkon freuen, sondern auch um einen Meerblick direkt vom Bett aus. Dies wurde erreicht, indem die Stahlwand zur Außenseite des Schiffes durch Glaselemente ersetzt wurde. Die Balkone sehen jetzt deutlich ansprechender und zeitgemäßer aus. Einziger Nachteil: Nun ist in den Häfen der Blick von Landseite auf die Balkone möglich.

Noch ein kleiner Schritt zur Perfektion

Wir würden uns als i-Tüpfelchen jetzt noch eine Holzreling entlang der Balkonkabinen wünschen, denn die derzeit montierte, runde Stahlvariante schmerzt nach kurzer Zeit in den Armen, wenn man sich entspannt darauf abstützt. Aus unserer Sicht wäre dies noch ein kleiner Schritt zur Perfektion, zumal es auch ansprechende Kunststoffvarianten gibt. Das anderswo auf dem Schiff verwendete dicke Teakholz dürfte in der Qualität nur noch in Form einer teuren Spezialanfertigung zu bekommen sein.

Ocean Majesty mit neuen Glaselementen an Balkonkabinen 2018

Foto: Ocean Majesty mit neuen Glaselementen an Balkonkabinen 2018

Internetterminals sind Loungemöbeln gewichen

Die Kombination aus Internet-Corner und Bibliothek war in der Vergangenheit sicher ideal, doch auch hier ist die Zeit nicht stehengeblieben und heute haben die meisten Reisenden ein mobiles Gerät dabei, mit dem sie zu ihren Familien daheim Kontakt aufnehmen. Entsprechend ist im Hause Hansa Touristik, nach Auswertung des Nutzerverhaltens an Bord, aus der kombinierten Internet-Bibliothek nun eine reine Bibliothek geworden. Dort wo bisher die Computertische ihren Platz hatten, steht ab sofort eine große Couch mit gemütlichen Kissen. Die Regale vor den Fenstern wurden entfernt, damit ein besseres Raumgefühl entsteht.

Bücherei mit Kunst von Pierpaolo Parretta Mr. Savethewall auf MS Ocean Majesty

Foto:  Bücherei mit Kunst von Pierpaolo Parretta Mr. Savethewall auf MS Ocean Majesty

Street-Art im dritten Jahr auf Kreuzfahrt

Eine weitere Besonderheit an Bord der MS Ocean Majesty sind die Werke des italienischen Künstlers Pierpaolo Parretta (Mr. Savethewall), welche an den Wänden der öffentlichen Räume – quasi als Dauerkunstausstellung - zu bestaunen sind. Die lebendigen und zum Teil emotionsreichen Kunstwerke verleihen dem klassischen Ambiente der MS Ocean Majesty eine ganz besondere Note und können natürlich auch erworben werden. Die bewusst auffälligen Werke des Künstlers unterstreichen den Charakter eines Boutique-Kreuzfahrtschiffes. Kunst auf Kreuzfahrtschiffen ist nicht neu. Aber an Bord der klassischen MS Ocean Majesty findet man nun die junge Gattung der Street-Art, die ihren Ursprung in Graffiti und politisch motivierten Murals hat. Murals sind die größte und auffälligste Ausdrucksform der Street Art. Mr. Savethewall signierte exklusiv für uns einige seiner Werke direkt an Bord. Bereits im zweiten Jahr schmücken die außergewöhnlichen Kunstwerke das Kreuzfahrtschiff und gehen somit für eine weitere Saison auf Kreuzfahrt.

Pierpaolo Parretta Mr. Savethewall an Bord  der MS Ocean Majesty

Foto: Pierpaolo Parretta Mr. Savethewall an Bord der MS Ocean Majesty

Wir finden die vielen Veränderungen für die Saison 2018 sehr gelungen. Sie läßt die Liebe der Besitzer sowie von Hansa Touristik zu diesem ganz besonderen Kreuzfahrtschiff erkennen. Der massive Stahlrumpf pflügt immerhin seit 51 Jahren durch die Meere – zu Beginn der Schiffslaufbahn noch als Fähre zwischen dem spanischen Festland und den Balearen.

  • „Wichtig ist uns auf dem gesamten Schiff eine Atmosphäre zum Wohlfühlen in harmonischen Farben, kombiniert mit einem aufmerksamen, persönlichen Service zu schaffen“, sagte Birgit Kilian, Manager of Operations von Hansa Touristik, zu Beginn der diesjährigen Sommersaison. „Dem Wandel der Zeit passen wir uns auch mit einem klassischen Kreuzfahrtschiff an“, ergänzt sie.

Im Sommer 2018 nimmt die MS Ocean Majesty von Kiel, Hamburg und Bremerhaven aus Kurs auf abwechslungsreiche Destinationen in Grönland, in der Ostsee, rund um England und in Norwegen. Zu den Highlights zählten in diesem Jahr zweifelsfrei auch die im Rahmen einer Kreuzfahrt „Rund um Dänemark“ angelaufenen Häfen Göteborg, Arendal, Aalborg und Fredericia. Hier gibt es einige Eindrücke von dieser schönen Kreuzfahrt. Eine ähnliche „Entdeckerreise“ mit ungewöhnlichem Routenverlauf findet vom 23.05.-30.05.2019 statt.

Polarlichter vor Island

Besonders zu empfehlen ist eine Island-Umrundung mit der Ocean Majesty, die auch in diesem Jahr wieder durchgeführt wird und die bislang nur wenige Anbieter im Programm haben. Reisedatum: 2018: 19.08.-01.09. / Reisedatum 2019: 01.09.-14.09. Hier gibt es einige Eindrücke dieser Kreuzfahrt zu sehen.

Frischer Wind an Bord der MS Ocean Majesty

Seit Saisonbeginn ist der erfahrene Seebär Peter Jurgilewitsch als Kreuzfahrtdirektor an Bord tätig. Er ist vielen Gästen noch von der MS Deutschland bekannt (weitere Infos). Die Position des Hoteldirektors liegt weiterhin fest in den Händen von Anke Ulisch, die in selbiger Position bereits auf dem Luxussegler Sea Cloud II tätig war. Das Kommando führt unverändert der erfahrene Kapitän Giannis Papangelis.

Cruise Director Peter Jurgilewitsch Ocean Majesty

Foto: Cruise Director Peter Jurgilewitsch Ocean Majesty

Und zum Schluss

Eine Veränderung habe ich doch tatsächlich fast vergessen. Im Innenbereich vom Lido Garden wurde die Wandfarbe leicht variiert. Zuvor erstrahlte sie in selbigem Orange-Farbton wie die Kissen. Nun bildet der leichte Rot-Ton einen harmonischen Kontrast zu Kissen, Polstern, Holzstühlen und dem neuen Bodenbelag.

Ocean Majesty Lido Garden Juni 2018

Foto: Ocean Majesty Lido Garden Juni 2018

Die letzte Reise in der diesjährigen Hansa Touristik Sommersaison beginnt am 08.10. und endet am 22.10.2018. Diese Kreuzfahrt führt zu Orten die Geschichte schrieben: Von Genua aus geht es in Richtung Ägypten, Israel und Zypern bis nach Venedig. Reiseinfos hier <<Link>>

  • Bildergalerie der öffentlichen Räume mit allen Neuerungen in 2018 >>Link<<

Alle Kreuzfahrten mit der „Ocean Majesty“ können bei uns gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilen wir Ihnen gerne auf Anfrage mit. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.

Die MSC Seaview von MSC Kreuzfahrten im Schiffsportrait

Autor: Oliver Asmussen am 29.06.2018

Die MSC Seaview ist das zweite Kreuzfahrtschiff der Seaside-Klasse von MSC Kreuzfahrten und punktet mit einem einzigartigen Design sowie außergewöhnlichen Aussichtsmöglichkeiten

Das 153.516 BRZ große und 323m lange Kreuzfahrtschiff MSC Seaview bietet den Gästen, genau wie das 2017 fertiggestellte Schwesterschiff MSC Seaside, eine Vielzahl besonderer Annehmlichkeiten. Dazu zählen 16 Bars, 8 Restaurants, eine 30m lange Glasbrücke, eine 120m lange Zip Line und 43.500m² öffentliche Deckflächen.  

Mit der MSC Seaview, die in der Premierensaison von MSC Kreuzfahrten auf einer bekannten Metropolenroute im Mittelmeer eingesetzt wird, hat die Reederei ein internationales Publikum im Visier, wenngleich während der Jungfernfahrt meist europäische Reisegäste an Bord waren. In den 2.066 Kabinen finden bei Doppelbelegung 5.331 Gäste Platz. Die Public Area Ratio liegt bei 10,5m² pro Passagier.

Ich habe mich während der Jungfernfahrt im Mittelmeer mit einem - wie immer kritischen Blick - an Bord umgeschaut und sowohl interessante Neuerungen als auch Bekanntes an Bord entdeckt.  

MSC  Seaview im Hafen von Valletta

Foto: MSC Seaview im Hafen von Valletta

Neues Design, neue Raumaufteilung und neue Ausblicke

Rein äußerlich fällt die MSC Seaview sofort ins Auge und unterscheidet sich deutlich von den Kreuzfahrtschiffen der Mitbewerber. Mit einer Länge von 323m und einer Größe von etwas mehr als 153.000 BRZ werden weder international betrachtet noch innerhalb der Flotte von MSC Kreuzfahrten neue Rekorde gebrochen. Die MSC Seaview verfügt über eine riesige Außenpromenade, die allerdings nicht komplett umlaufend ist. Am Heck befindet sich eine riesige Plattform. Auf der stehen zwei, durch eine Brücke verbundene, Hoteltürme und ragen spektakulär in den Himmel. Durch den mittig angeordneten Schornstein, die zum Heck hinabfallende Anzahl an Decks und nicht zuletzt durch den relativ kurzen Bug, wirkt die Silhouette nicht so schnittig wie beispielsweise die Kreuzfahrtschiffe der MSC Fantasia-Klasse. Geschickt angebrachte Designmerkmale kaschieren immerhin die optischen Problemzonen und abgesehen davon, kommt es letztendlich auf die „inneren Werte“ des Schiffes an.

Die MSC Seaview im Detail – Rundgang über alle Decks

Die Kabine – geschickte Raumaufteilung aber kleine Schwachstellen

Es ist eine Fantastica Balkonkabine auf Deck 14, die mit 16m² im Vergleich zu den Balkonkabinen der Mitbewerber im Mittelfeld liegt. Die Kabine wirkt durch eine optimale Aufteilung und einen durchdachten Schnitt größer, als sie ist. Beide Bettseiten sind problemlos zugänglich und zwischen Bett und Wand verbleibt genügend Platz, damit man nicht umständlich, seitlich laufend das Nadelöhr passieren muss. Die Beschilderung der einzelnen Decks an den Fahrstühlen erweist sich ebenfalls als gut durchdacht, was zum Teil auf den Kreuzfahrtschiffen anderer Reedereien nicht immer der Fall ist. Geradezu perfekt finde ich die Angabe jeder einzelnen Kabinennummer auf den jeweiligen Deckplänen. Hier muss man kein Profi sein, um die Orientierung zu behalten.

Balkonkabine 14098 Fantastica MSC Seaview

Foto: Balkonkabine 14098 Fantastica MSC Seaview

Toilettendeckel ohne Absenkautomatik

Das Bad überzeugt in seiner Größe und Ausstattung mit einem großen Waschbereich sowie einer großen Duschkabine in Komplettverglasung. Ein Schminkspiegel ist vorhanden, die Ablageflächen sind für Kreuzfahrten länger als 7 Tage zu gering. Der Toilettendeckel schließt leider nicht selbst, sondern fällt ungebremst auf die Toilettenschüssel. Es gibt keine Absenkautomatik. Das muss auf Kreuzfahrtschiffen neuester Generation nicht mehr sein, finde ich. Die Duscharmaturen sind hochwertig, die Tür der Dusche schließt leider nicht vollständig, so dass beim Duschen Wasser in das Bad läuft.   

Der Stauraum in der Kabine und die vorhandenen Bügel im Schrank sind in großzügiger Anzahl vorhanden. Immerhin stehen 30 Bügel zur Verfügung, was für eine 7-tägige Kreuzfahrt nicht zu knapp bemessen sein sollte. Nutzt man alle Ablageflächen in der Kabine, so reicht der Stauraum insgesamt aus.  

Ausreichend USB-Anschlüsse

Jeweils ein USB-Stecker an den Nachttischlampen zum Laden der Mobiltelefone entspricht  dem aktuellen Standard. Insgesamt sind 4 Steckdosen (2x mit US-Stecker, 2x mit Euro-Stecker) sowie zwei weitere USB-Steckplätze am Schreibtisch vorhanden.

Sauberkeit in Kabine und Bad knapp an einem „sehr gut“ vorbei

Die Sauberkeit von Kabine und Bad erhalten die Note „gut“. Ein „sehr gut“ gibt es nicht, denn im Bad waren im Bereich der undichten Duschtüre bereits deutlich Wasserflecken zu erkennen. Das sollte bei der Kabinenreinigung definitiv ins Auge fallen und darf auf einem Neubau schon gar nicht vorkommen. In der Kabine störten Teppichfransen im Türbereich. Auf einem Neubau ebenfalls ein unnötiger Makel. Den Kabinensteward mit der Beseitigung dieser Auffälligkeiten zu behelligen, halte ich am Ende für überzogen. Sie beeinträchtigen meine Kreuzfahrt schließlich nicht in besonderem Maße. Minibar, Safe, Fön und Flachbildschirm gehören zum Standard.

Akkus laden nur bei Anwesenheit möglich

Ausgedient haben auf fast allen Neubauten die Papierschildchen mit den Hinweisen „Bitte nicht stören“ bzw. „Bitte die Kabine reinigen“. Moderne LED-Lämpchen zeigen an, ob man nicht gestört werden möchte oder eine Kabinenreinigung wünscht.  In der Kabine hat der Gast die Möglichkeit, entsprechende Schalter zu betätigen. Da man in der Kabine für die Aktivierung des Lichts, der Steckdosen und des Fernsehers die Kabinenkarte in den dafür vorgesehenen Schlitz schieben muss, ist  jederzeit von außen erkennbar, ob sich jemand in der Kabine befindet. Leider funktionieren, wie auch auf den Neubauten anderer Reedereien, die Steckdosen nur bei eingeschobener Kabinenkarte. Das Laden von Akkus ist also nur möglich, wenn sich jemand auf der Kabine befindet. Der "Trick", eine andere, beliebige Karte in das Lesegerät zu stecken, um auch nach dem Verlassen der Kabine den Stromkreislauf in Betrieb zu halten, funktioniert nicht! Die Kabinenkarten sind mit einem RFID-Chip versehen und werden entsprechend ausgelesen. Die ebenfalls mit einem RFID-Chip versehenen Karten anderer Kreuzfahrtschiffe funktionieren ebenfalls nicht.

  • Deck 05 MSC Seaview

Auf Deck 05 im Heckbereich befindet sich eines der beiden Hauptrestaurants, das Golden Sand Restaurant mit einer Grundfläche von 1.670m² und 922 Sitzplätzen. Die Speisekarte in den beiden Hauptrestaurants Golden Sand und Silver Dolphin beinhaltet eine umfangreiche Auswahl mediterraner und internationaler Köstlichkeiten. Gespeist wird in stilvollem und modernem Ambiente.

Golden Sand Restaurant MSC Seaview

Foto: Golden Sand Restaurant MSC Seaview

Im offenen und äußerst modern gestalteten Atrium bildet die Seaside Bar das Herzstück und stellt zugleich einen der zentralen Treffpunkte an Bord dar. Die Seaside Bar bietet insgesamt 77 Plätze und ist während der gesamten Kreuzfahrt gut besucht.

An der Rezeption stehen die Mitarbeiter rund um die Uhr für die Beantwortung der Gästefragen zur Verfügung. Das Team macht durchweg einen sehr freundlichen und kompetenten Eindruck.

Wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen auch, so dürfen eine Art Gallery sowie die Photo Gallery, die sich an Bord der MSC Seaview Emotions Immersive Gallery nennt, nicht fehlen.

Seaside Bar MSC  Seaview

Foto: Seaside Bar MSC Seaview

  • Deck 06 MSC Seaview

Auf Deck 06 liegt am Heck das zweite Hauptrestaurant Silver Dolphin, welches sich in erster Linie durch andere Designmerkmale und eine etwas geringere Größe vom Golden Sand Restaurant unterscheidet. Die Speisekarten sind identisch. Es finden bis zu 806 Personen im 1.475m² großen Silver Dolphin Restaurant Platz.

Silver Dolphin Restaurant MSC Seaview

Foto: Silver Dolphin Restaurant MSC Seaview

Rund um das extravagant gestaltete Atrium sind eine Menge Sitzmöglichkeiten sowie die Shine Bar zu finden.

Verführerische Tradition seit 1878

Ein besonderes, kulinarisches Highlight an Bord der MSC Seaview stellt die 1878 Venchi Cioccogelateria & Coffee Bar dar, die es gleich doppelt an Bord gibt. Einmal hier auf Deck 6 im Zentrum der MSC Seaview und darüber hinaus am Heck am Sunset Beach Pool. Wobei die Bezeichnung „kulinarisches Highlight“ natürlich etwas provokant gewählt ist, denn hier darf man weder ausgefallene, mehrgängige Menüs noch eine preisgekrönte Sterneküche erwarten. Das Highlight sind die verführerischen Schokoladen- und Pralinenkreationen. Sie werden von Meister-Chocolatiers direkt vor Ort hergestellt. Darüber hinaus ist die Auswahl an hervorragendem Speiseeis enorm. Die Leidenschaft für Schokolade geht bei Venchi auf das Jahr 1878 zurück, als Silvano Venchi in Turin seine erste Chocolaterie eröffnete.

1878 Venchi Chocolate Bar MSC Seaview

Foto: 1878 Venchi Chocolate Bar MSC Seaview

Rund um die Chocolaterie reihen sich einige Shops sowie die Piazza Grande, auf der täglich mehrfach stimmungsvolle Live-Musik dargeboten wird.

Das Odeon Theater im vorderen Schiffsbereich ist ein klassisches Schiffstheater neuester Generation. Das 934 Personen fassende Odeon Theater ist der perfekte Ort, um sich allabendlich von großartigen Shows im Broadway-Stil und weiteren Entertainment-Programmen unterhalten zu lassen.

  • Deck 07 MSC Seaview

Auf einem internationalen Kreuzfahrtschiff darf ein Casino nicht fehlen. Das Platinum Casino bietet alle Varianten zeitgemäßer Spielautomaten sowie eine Bar mit 35 Plätzen.

Die Champagne Bar passt optisch perfekt zum modernen, italienischen Design im Bereich des großen Atriums der MSC Seaview.  Auf der Karte stehen nicht nur eine große Auswahl an Champagner und Sekt, sondern auch diverse Kreationen und Varianten aus Meeresfrüchten.

Champagne Bar MSC Seaview

Foto: Champagne Bar MSC Seaview

In der Haven Lounge überzeugt die Barkarte mit außergewöhnlichen Signatur-Cocktails, bekannten Klassikern und den passenden Zutaten für eigene Cocktail-Kreationen. Live-Musik sorgt für die perfekte Stimmung und einen garantiert abwechslungsreichen Abend. Das postmoderne und außergewöhnlich stylische Ambiente, welches den Gast von der ersten Minute an empfängt, zieht sich wie ein roter Faden konsequent durch das Schiff und ist auch in der Haven Lounge zu finden. Insgesamt finden 187 Personen in der Haven Lounge einen Platz.

MSC Seaview Haven Lounge

Foto: MSC Seaview Haven Lounge

Direkt nebenan befinden sich auf der Steuerbordseite ein Billard Room und auf der Backbordseite ein Formel 1 Simulator sowie zwei Bowlingbahnen in Originallänge. Den Abschluss auf Deck 7 bilden der Garage Club, die Venchi 1878 Gelato & Creperie sowie die Sunset Beach Bar am großen Sunset Beach Pool auf dem weitläufigen Außendeck der MSC Seaview. Blickfang im Garage Club ist ein Original US-Oldtimer, der abends zum DJ-Pult wird. Das Design ist angelehnt an ein chilliges American Diner im 1930er Jahre-Stil, in dem bis weit in die Nacht hineingetanzt und gefeiert wird. Abends ist dieser Deckbereich stets sehr gut besucht, das Konzept und die Kombination aus Bars, Eis- und Crêperie finde ich durchaus gelungen.

Garage Club MSC Seaview

Foto: Garage Club MSC Seaview

Der Sunset Beach Pool befindet sich unmittelbar am Heck der MSC Seaview, ist dennoch aber kein Infinity-Pool, was sicher das i-Tüpfelchen gewesen wäre. Bei einem Infinity-Pool erweckt eine Seite den Eindruck, als würde sie mit dem Horizont verschmelzen. Der Wasserspiegel endet meist an einer Glaswand. Vermutlich ließ sich das technisch nicht realisieren oder man hat bewusst darauf verzichtet. Wie dem auch sei, einen offenen Heckbereich in dieser Form gibt es bisher nirgendwo und die Idee ist wirklich gut.

  • Deck 08 MSC Seaview

Ebenfalls gut ist die Anordnung des Marketplace Restaurant, denn auch dieses befindet sich unmittelbar am Heck und bietet zwei relativ große, durch die Panoramaaufzüge voneinander getrennte, Außendecks. Die insgesamt 1.000 Plätze im Restaurant sind zu Stoßzeiten schnell belegt. Interessant sind auf den Tischen im Innenbereich die „Pieper“, über die sich der Getränkeservice ordern lässt. Ein interessantes System. Es ist natürlich bedeutend einfacher, einen Servicemitarbeiter damit herbeizurufen, als zur Bar zu laufen, die sich im Restaurant befindet. Ich gehe letztendlich davon aus, dass man hier nicht nur an das Wohl des Gastes gedacht hat, sondern auch den Getränkeumsatz steigern möchte. Solange aber beide Seiten davon profitieren, ist das aus meiner Sicht völlig legitim. Und es funktioniert wunderbar. Die Wartezeit beträgt durchschnittlich nicht länger als 1-2 Minuten, bis die Bestellung aufgenommen wird. Das Ambiente im Marketplace Restaurant gefällt mir, wenn der Geräuschpegel zeitweise auch etwas hoch ist. Die Buffetstationen sind gut platziert und immer doppelt vorhanden (Backbord- und Steuerbordseite). Als etwas ungünstig empfinde ich die Unterbringung der Besteckstationen, denn diese sind unübersichtlich gekennzeichnet und es gibt zu wenig davon.

Marketplace Restaurant MSC Seaview

Foto:  Marketplace Restaurant MSC Seaview

Inspiration durch Mitbewerber

Klasse ist der Waterfront Boardwalk, der das Marketplace Restaurant auf beiden Seiten einrahmt und jeweils von der Infinity Bridge unterbrochen wird. Diese führt in einem großen Bogen um das Atrium herum und ermöglicht aufgrund des Glasbodens einen interessanten Blick in die Tiefe. Nun, eine Waterfront kenne ich bereits von der Norwegian Cruise Line - auf der Breakaway-Klasse und der Breakaway-Plus-Klasse gibt es eine solche seit dem Jahr 2013. Auch AIDA Cruises hat die Idee einer Waterfront bereits auf der AIDAprima und der AIDAperla umgesetzt. Den „Brückenbogen“, der um ein Atrium herumführt, gibt es in der Kreuzfahrtbranche bereits seit dem Jahr 1999, als er auf der Voyager of the Seas von Royal Caribbean International Premiere feierte. Das alles ist also nicht neu. Stellt sich nun die Frage, ob das Konzept bei MSC Kreuzfahrten besser umgesetzt wurde? Ein Vorteil bei MSC gegenüber NCL wäre die Tatsache, dass die Davids der Rettungsboote nicht in Sichtweise montiert sind, dafür „stört“ aber eine deutlich höhere Glasreling sowie der dafür nötige Stahlrahmen. Der Gast blickt nun entlang der Waterfront nicht auf das Meer, sondern auf einen Stahlrahmen. Bückt er sich, schaut er durch getöntes Glas. Erst wenn er sich auf Zehenspitzen stellt, ist ein freier Blick über den Stahlrahmen hinweg auf das Meer gegeben. Und was ist mit dem Glasboden auf der Infinity Bridge? Nun ja, einen Glasboden in gestalterischer Perfektion gibt es zum Beispiel auf der Royal Princess von Princess Cruises seit dem Jahr 2012 in Form des Seawalk®. Der ist sogar erheblich höher, länger, breiter und komplett über die Schiffswand hinausragend. Sind die Waterfront und die Infinity Bridge auf der MSC Seaview deshalb schlechter? Nein! All das sind tolle Features, nur eben keine neu erfundenen. Und wer die anderen Kreuzfahrtschiffe nicht kennt, für den sind es gewiss einzigartige Highlights.

MSC Seaview Infinity Bridge

Foto: MSC Seaview Infinity Bridge

Für den Hunger zwischendurch empfiehlt sich das aufpreispflichtige Atelier Bistrot im Bereich vom Atrium. In französischem Ambiente sind hier nicht nur ein französisches Frühstück, sondern auch Spezialitäten wie Weinbergschnecken, Gänseleberpastete, Blauschimmelkäse oder französische Desserts zu bekommen.

L´Atelier Bistrot MSC Seaview

Foto: L´ Atelier Bistrot MSC Seaview

Auf Höhe der Piazza reihen sich einige Angebotsvitrinen aneinander. Für das Design auf der Piazza gibt es auf jeden Fall einen „Sonderpreis“, denn betritt man sie zum ersten Mal, so fällt es dem Betrachter schwer, zwischen Decke und Fußboden zu unterscheiden. Spiegel an allen Seiten liefern eine perfekte Illusion. Da haben die Innenarchitekten und Designer ganze Arbeit geleistet. Ob das nun schön ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich finde es interessant, da es vom gängigen Standarddesign abweicht.

MSC Seaview The Piazza

Foto: MSC Seaview The Piazza

Die Seaside Lounge (97 Plätze) bietet den stilvollen Rahmen für einen unterhaltsamen und gemütlichen Abend. In der Sports Bar (155 Plätze) - direkt gegenüber - lassen sich Sportereignisse Live verfolgen. Dazu stehen jede Menge internationale Biersorten und Cocktails auf der Barkarte. Pfiffig sind die Sitzsäcke in Form eines Fußballs. Sowohl die Seaside Lounge als auch die Sports Bar gefallen mir persönlich gut.

Seaside Lounge MSC Seaview

Foto: Seaside Lounge MSC Seaview

Im gesamten vorderen Schiffsbereich ist das MSC Aurea Spa untergebracht. Das Angebot ist vielfältig. So werden zum Beispiel 20 verschiedene Massagen, darunter balinesische, Sport- und Thai-Massagen, Massagen mit heißen Steinen, Kopf- und Fussmassagen, Aromatherapie-Anwendungen, ein türkisches Bad, Saunen, Teenager-Behandlungen, Maniküre, Pediküre und ein Eisraum angeboten. Natürlich gehört ein voll ausgestattetes Fitness Center ebenfalls zum Angebot. Die Behandlungen sind nicht im Reisepreis enthalten. Der Spa-Bereich ist insgesamt 2.410m² groß. Die Sauna-, Spa- und Wellnesspreise orientieren sich am gebuchten Preismodell, wie zum Beispiel „Wellness“ oder „Aurea“, bei denen viele Serviceleistungen bereits inkludiert sind.

MSC Seaview Aurea Spa

Foto: MSC Seaview Aurea Spa

Ein Zwischenfazit

Damit schließt sich der Rundgang über die unteren Decks bereits. Mein Zwischenfazit fällt positiv aus. Auch wenn gewiss nicht alles neu erfunden wurde, so sind die vorhandenen Features und Einrichtungsmerkmale von Deck 05 bis Deck 08 durchweg sehr ansprechend. Das Innendesign hat mich zum Teil beeindruckt und lässt mich darüber hinweg schauen, dass ich bisher keine gravierenden Branchenneuheiten entdeckt habe. Mal abwarten, ob der angenehme Eindruck bis zum Ende Bestand hat.

  • Deck 16 MSC Seaview

Der exklusive Yacht Club

Im vorderen Bereich von Deck 16 befindet sich der MSC Yacht Club. Dieser exklusive Bereich ist für die Bewohner der Yacht Club Suiten reserviert. Die Top Sail Lounge oberhalb der Kommandobrücke ist nur vom Yacht Club aus zugänglich und verfügt über einen großen Innen- als auch über einen Außenbereich. Der Ausblick ist schön, aber nicht spektakulär. Ich hätte mir im Außenbereich eine freie Sicht in Fahrtrichtung gewünscht, ohne durch eine Komplettverglasung schauen zu müssen. Mir fällt in diesem Zusammenhang der sensationelle Ausblick vom King oft he World „Balkon“ bei Royal Caribbean International ein. Und dieser ist zumindest im Moment noch für alle Gäste frei begehbar, nicht nur für die Suiten-Bewohner. Eine Andere Lösung wäre ein erhöhter Ausguck, so wie man ihn bei AIDA findet. Aber das „Schiff-in-Schiff“ Konzept erhält ja leider in der Kreuzfahrtbranche mehr und mehr Einzug und offenbar sind solche Details den Gästen auch egal.

Top Sail Lounge MSC Seaview Yacht Club

Foto: Top Sail Lounge MSC Seaview Yacht Club

Im Herzen der Spezialitätenrestaurants befindet sich die Bar Wine & Cocktails. Diese empfiehlt sich für einen klassischen Aperitif und ein gutes Glas Wein. Wie der Name vermuten lässt, zaubert der Barkeeper auch einen leckeren Cocktail, ganz nach den Wünschen des Gastes. Das Ambiente ist stilvoll und elegant.

Das Asian Market Kitchen by Roy Yamaguchi ist die erste Adresse für alle Liebhaber der Panasiatischen Küche. Der in Tokyo geborene Yamaguchi hat sich insbesondere in den USA durch eine größere Anzahl eigener Restaurants und diverse Kochbücher einen Namen gemacht sowie mehrere Auszeichnungen erhalten. Die Rezepte und Gerichte sind hawaiianisch inspiriert.

Asian Market Kitchen by Roy Yamaguchi MSC Seaview

Foto: Asian Market Kitchen by Roy Yamaguchi MSC Seaview

Das Ocean Cay Restaurant lässt die Herzen aller Fisch- und Seafood-Liebhaber höher schlagen. Auf der Speisekarte stehen exzellente Gerichte, die allabendlich aus frischen Zutaten für die Gäste zubereitet werden. Für ein noch exklusiveres Erlebnis werden begleitende Weine angeboten. Das Ambiente ist maritim, liebevolle Details runden den harmonischen Eindruck ab.

Ocean Cay Restaurant by Ramon Freixa MSC Seaview

Foto: Ocean Cay Restaurant by Ramon Freixa MSC Seaview

Im Butcher´s Cut servieren die serviceorientierten Mitarbeiter vorzügliche, internationale Fleischspezialitäten, frisch vom Grill. Passend dazu stehen hochwertige Weine, Biere und Cocktails auf der Karte.

Butcher´s Cut Steak Restaurant MSC Seaview

Foto:  Butchers Cut Steak Restaurant MSC Seaview

Beeindruckend ist das sehr großzügig dimensionierte Panorama-Freideck samt Panorama Pool und Panorama Bar. Auf dem großen, hinteren Deckbereich finden abends Poolpartys, Events und Showdarbietungen statt. Am Tage lädt es zum Relaxen und Entspannen ein. Ein kleiner Wehmutstropfen sind die hohen, getönten Glasscheiben. Diese halten zwar den Wind mehr oder weniger ab, nehmen aber auch den „Seaview“.

MSC Seaview Panoramablick auf Panorama Pool und Sonnendeck

Foto: MSC Seaview Panoramablick auf Panorama Pool und Sonnendeck

Bisher einmalig in der Branche – spektakulärer geht es kaum.

Ganz am Heck befindet sich ein Turm mit dem Ausgang der Zip Line sowie der Zugang zur Bridge of Sighs und zu einem spektakulären Aussichtspunkt oberhalb der Bridge of Sighs. Prinzipiell befinden sich hier gleich mehrere Innovationen und Highlights nebeneinander. Bei der Bridge of Sighs handelt es sich um eine Brücke mit Glasboden, welche die zwei Außendeckbereiche oberhalb der zwei „Hoteltürme“ verbindet. Vom darüber gelegenen Aussichtspunkt, welcher ebenfalls in Brückenform die Deckbereiche auf der Steuerbord- und Backbordseite verbindet, hat der Kreuzfahrtgast einen in der Branche bisher einmaligen Blick in die Tiefe sowie auf das Fahrwasser der MSC Seaview. Ganze 11 Decks liegen zwischen dem Sunset Beach Pool und dem Aussichtsdeck! Spektakulärer geht es kaum. Die Bridge of Sighs an sich ist nicht neu, doch die Lage sowie die Anordnung weiterer Aussichtsmöglichkeiten schaffen einen völlig neuen Schiffsbereich.

Blick auf Bridge of Sighs und Sunset Beach Pool MSC Seaview

Foto: Blick auf Bridge of Sighs und Sunset Beach Pool MSC Seaview

Zip Line statt „Seaview“

Einen Kritikpunkt habe ich aber. Es ginge nämlich noch spektakulärer, wenn der obere Bereich des Turmes nicht für den Auslauf der Zip Line und den dazugehörigen Ausgang genutzt worden wäre. Dementsprechend ist die obere Plattform nicht öffentlich bzw. frei zugänglich. Der Ausblick ist unbezahlbar und erstreckt sich in einem 360° Blickwinkel über den gesamten Heckbereich der MSC Seaview sowie das Meer. Hier oben stehen und dann in einen Hafen einlaufen, das wäre für mich ein perfektes Kreuzfahrterlebnis. Die 105m lange Zip Line ist zwar die längste auf See, belegt aus meiner Sicht aber nur unnötig Platz und wurde während der Jungfernfahrt auch nur sporadisch von Gästen genutzt.

Panoramablick MSC Seaview Sonnendeck und Panorama Pool von Deck 20

Foto: Panoramablick MSC Seaview Sonnendeck und Panorama Pool von Deck 20

  • Deck 18 MSC Seaview

Einen sehr schönen Platz haben die Kinderbereiche auf der MSC Seaview bekommen. Diese liegen direkt neben dem großen Forest Aquaventure Park sowie dem - mit einem Magrodome versehenen - Jungle Pool. MSC hat schon immer viel für die „Kreuzfahrer der Zukunft“ getan, das setzt sich auf der MSC Seaview fort. An vielen Terminen reisen bis zu zwei Kinder in der Elternkabine frei.

Neu ist der Babycare-Service, der bei MSC kostenfrei nach Verfügbarkeit und mit Vorabreservierung angeboten wird. An Seetagen können die kleinsten Reisegäste im Alter zwischen einem und drei Jahren für jeweils eine Stunde (13:00 – 14:00 Uhr und 18:00 – 19:00 Uhr) zur Betreuung abgegeben werden. Vielleicht sollte man diesen Service gegen Gebühr noch ausweiten.

Ebenfalls neu ist ein Baby Wäschereiservice. Hier waschen nicht etwa Babys die Wäsche der Gäste, sondern MSC Kreuzfahrten bietet einen Wäschereiservice eigens für die Kleidung der Kinder zwischen 0-6 Jahren an. Im Doremiland finden die Kinder und Jugendlichen aller Altersklassen ein speziell zugeschnittenes Bordprogramm. Der Baby-Club richtet sich an alle Kinder bis zu einem Alter von drei Jahren. Danach sorgt der Mini-Club Lego für leuchtende Kinderaugen bis zum vollendeten, sechsten Lebensjahr. Der Junior Club richtet sich an die kleinen Kreuzfahrtpiraten zwischen sieben und elf Jahren. Für die Teenager und Jugendlichen öffnen sich die Türen dann in den getrennten Young und Teen Clubs. Für alle Kinder bis drei Jahren steht ein getrennter Bade-Außenbereich zur Verfügung.

Young Club 12-14 MSC Seaview

Foto: Young Club 12-14 MSC Seaview

Sehr schön angelegt sind der mit einem auffahrbaren Glasdach (Magrodome) versehene Jungle Pool sowie die Jungle Beach Bar. Unabhängig vom Wetter steht einem ausgelassenen Badevergnügen nichts im Wege. Die Sonnenliegen sind verteilt zwischen (künstlichen) Grünpflanzen in einem kleinen Dschungel. Skulpturen runden das Bild ab. Neu ist die Idee allerdings nicht, denn Royal Caribbean hat vor 18 Jahren auf der beliebten Radiance of the Seas bereits einen sehr ähnlichen Pool eröffnet.

Jungle Pool und Bar MSC Seaview

Foto: Jungle Pool und Bar MSC Seaview

Im Bugbereich von Deck 18 ist das exklusive MSC Yacht Club Restaurant untergebracht. Der Zugang ist nur über den MSC Yacht Club für die Bewohner der Yacht Club Suiten möglich.

MSC  Seaview Yacht Club Restaurant

Foto: MSC Seaview Yacht Club Restaurant

  • Deck 19 MSC Seaview

Das 19. Deck der MSC Seaview erstreckt sich nicht über die gesamte Schiffslänge, sondern beginnt nach einer Abstufung auf Höhe der Panorama Bar, die sich wie beschrieben zwei Decks darunter auf Deck 16 befindet. Entsprechend ergibt sich eine klasse Aussicht von Deck 19 über das große Panorama Sonnendeck der MSC Seaview. Kehrt man in der Miramar Bar ein, so lässt sich dieser Weitblick besonders intensiv genießen. Deck 17 gibt es übrigens auf der MSC Seaview und auch auf den anderen Kreuzfahrtschiffen von MSC nicht, da die 17 in Italien als Unglückszahl gilt.

MSC Seaview Miramar Bar

Foto: MSC Seaview Miramar Bar

Der Forest Aquaventure und Adventure Park bietet Kindern und Jugendlichen gleichermaßen ein Bade- und Klettererlebnis der ganz besonderen Art. Es stehen insgesamt 5 Wasserrutschen bereit, die ein Rutschvergnügen in unterschiedlichen Schnelligkeitsvarianten bieten. Eine davon ist mit so genannten Slideboards ausgerüstet, auf denen man mit einer hohen Geschwindigkeit, gleitend auf dem Wasserfilm der Rutsche, in die Tiefe rauscht. Innerhalb der Rutsche überraschen wechselnde Lichteffekte und Musikeinspielungen den rutschenden Besucher. Auf einem Abenteuerpfad läuft man über den großen Kinderpool, die künstlichen Palmen und Wasserkanonen hinweg und fühlt sich wie in den Baumkronen eines Dschungels.

MSC Seaview zwei der vier Wasserrutschen

Foto: MSC Seaview zwei der vier Wasserrutschen

Viele Bereiche auf Deck 19 nicht für alle Gäste nutzbar

Es schließt sich ein weitläufiges Sonnendeck an, welches jedoch nur auf der Steuerbordseite für alle Kreuzfahrtgäste zugänglich ist. Und das auch nicht komplett. Das vordere Drittel ist nämlich den Gästen des MSC Yacht Club vorbehalten und auf der Backbordseite befindet sich darüber hinaus der Aurea-Exklusivbereich für welchen man sich entsprechende Tickets kaufen kann. Nach entsprechender Sichtung des Top 19 Aurea-Bereiche sehe ich persönlich nur in der integrierten Aurea-Bar einen Mehrwert. Ansonsten gibt es, abgesehen von einem eigenen Whirlpool, keine gravierenden Unterschiede zu den allgemein zugänglichen Sonnendeckbereichen. Auf den MSC-Schiffen der Fantasia-Klasse liegt das Top 19 Deck oberhalb der anderen Deckflächen, das gefällt mir besser.

MSC TOP 19 Aurea-Exklusiv-Sonnendeck MSC Seaview

Foto: MSC Top 19 Aurea-Exklusiv-Sonnendeck MSC Seaview

Rundumsicht nur durch getönte Scheiben

Das MSC Yacht Club Sonnendeck ist dagegen mit einem separaten Pool, zwei Whirlpools, Relaxliegen und hochwertigen Sonneninseln ausgestattet. Wie ich bereits zu Beginn festgestellt habe, fehlen mir persönlich freie Aussichtsmöglichkeiten in Fahrtrichtung, die es auf anderen Kreuzfahrtschiffen durchaus gibt. Eine Rundumsicht ist nur durch getönte, sehr hohe Glasscheiben möglich. Wer beim Einlaufen in einen Hafen mal ein Foto machen möchte, hat dazu hier keine Möglichkeit. Das finde ich persönlich sehr schade, bedenkt man doch wie exklusiv dieser Bereich ist.

MSC Seaview Yacht Club Pool

Foto: MSC Seaview Yacht Club Pool

Der MSC Yacht Club

MSC Kreuzfahrten bietet mit dem Yacht Club ein exklusives „Schiff im Schiff“ - Konzept und verbindet, eigenen Aussagen nach, das Gefühl einer eigenen Privatyacht mit dem umfangreichen Angebot eines Kreuzfahrtschiffes. Luxuriöse Suiten und exklusive Serviceleistungen gehören zu den Privilegien der MSC Yacht Club Gäste. An der Concierge-Rezeption, die rund um die Uhr geöffnet hat, werden die Wünsche der Gäste umgehend erfüllt. Ein Butler-Service steht ebenfalls Tag und Nacht bereit. Als Gast des MSC Yacht Clubs erhält man freien Zutritt ins Spa, wo ein eigener MSC Yacht Club Massage- und Behandlungsraum wartet. Um nur einige der Privilegien zu nennen.

Das nachfolgende Foto zeigt einen der schönsten Ausblicke auf der MSC Seaview, wenn man vom hinteren Schiffsbereich absieht. Der Blick ist allerdings nur für die Besucher des Aurea-Sonnendecks bzw. die Yacht Club Gäste, welche dort ebenfalls Zutritt haben, zu genießen. Sofern diese auf einer Sonnenliege stehend, einen langen Hals machen.

MSC Seaview Aurea Spa Top 19 Ausblick

Foto: MSC Seaview Aurea Spa Top 19 Ausblick

Das Gefühl von Freiheit

Meine offene Kritik einer Komplettverglasung hat schon das eine oder andere Kreuzfahrtschiff „getroffen“. Für mich zählt ein freier Meerblick aber maßgeblich zu einer Kreuzfahrt dazu. Sich den Wind um die Nase wehen lassen und dabei auf das Meer schauen oder beim Einlaufen in einen Hafen dem Treiben an Land zuzusehen, vermittelt mir ein gewisses Gefühl von Freiheit und Urlaub. Ich mag nicht hinter einer Vollverglasung „eingesperrt“ sein.

  • Deck 20 MSC Seaview

Auf dem obersten Deck der MSC Seaview liegen die Sports Arena und der Adventure Trail sowie der „Auslauf“ der Zip Line.

Mein Fazit – ein gutes Konzept mit Potential zur Perfektionierung

Sicherlich könnte man noch weitere Details des neuen Schiffes von MSC Kreuzfahrten aufführen, aber letztendlich ist es wie immer - die Meinungen, Geschmäcker und Erwartungen sind unterschiedlich, so dass jeder dieses Schiff einmal selbst auf einer Kreuzfahrt erleben sollte.

MSC Seaview Yacht Club Sonnendeck am Abend

Foto: MSC Seaview Yacht Club Sonnendeck am Abend

Mir gefällt die MSC Seaview insgesamt gut. Besonders das moderne, italienische Innendesign sticht aus der Masse hervor. Die Features an Bord sind toll, wenn auch nicht immer neu oder einzigartig. Aus meiner Sicht muss aber nicht laufend ein neuer Superlativ her, damit ein Kreuzfahrtschiff interessant ist. Für eine 7-Tägige Mittelmeerkreuzfahrt ist die MSC Seaview durchaus eine interessante Alternative zu anderen Kreuzfahrtschiffen.

Preis-/Leistung hervorragend

Was das Essen in den Hauptrestaurants und am Buffet betrifft, so stimmt hier das Preis-/Leistungsverhältnis absolut. Wenn ich einen 3-Sterne-Preis bezahle, dann darf ich kein 5-Sterne-Essen erwarten. Aus dieser Sicht betrachtet, gibt es keinerlei Kritik hinsichtlich Auswahl, Variationen und Qualität.

Die Schiffsdaten der MSC Seaview in der Zusammenfassung: 153.516 BRZ, 20 Decks, 5.331 Passagiere (Doppelbelegung), 323 m Länge, 41 m Breite, 1.413 Besatzungsmitglieder

  • Die gesamte Bildergalerie der MSC Seaview finden Sie >>hier<<:
  • Alle Kabinenfotos der MSC Seaview finden Sie >>hier<<

Alle Kreuzfahrten mit der MSC Seaview können bei uns gebucht werden. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Anfrage per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.

Das neue Kreuzfahrtschiff Symphony of the Seas im Schiffsportrait Teil 2

Autor: Oliver Asmussen am 05.05.2018

Im zweiten Teil des Schiffsportraits der Symphony of the Seas stelle ich die Decks 8-18 vor.

Noch größer, noch eleganter und auch ein Stück innovativer, so präsentiert sich das neue, größte Kreuzfahrtschiff  der Welt, die Symphony of the Seas.

  • Deck 8 Symphony of the Seas

Bewährtes bleibt unverändert – der Central Park

Abgesehen von der Music & Dancing Lounge Dazzles geht es auf Deck 8 eher ruhig und beschaulich zu. Hier liegt der große Central Park mit einer Vielzahl an Shopping- und Speisemöglichkeiten, die natürlich aufpreispflichtig sind. In erster Linie sind im großen Central Park, dem vierten Park auf hoher See (nach der Oasis of the Seas, Allure of the Seas und Harmony oft he  Seas), mit 12.000 echten Bäumen und Pflanzen eine Vielzahl an Spezialitäten-Restaurants zu finden. Die Veränderungen im Bereich des Central Park gegenüber der Harmony of the Seas sind kaum nennenswert. Optisch wurde hier und da die Dekoration variiert, was ja innerhalb einer Schiffsserie ohnehin Standard ist, ansonsten hat man diese Ruheoase so perfekt gelassen wie sie schon auf der Oasis of the Seas gewesen ist. Eine Neuerung gibt es aber doch. Und die ist klasse.

Vergrößertes Platzangebot im Park Café

Das Platzangebot im beliebten Park Café wurde erweitert, in dem das Shopping-Angebot um einen der Läden reduziert wurde. Eine sehr gute Entscheidung, wie ich finde. Das nicht aufpreispflichtige Park Café befindet sich unmittelbar gegenüber vom Chops Grille und hält eine umfangreiche Salatbar sowie Sandwiches, Crêpes und Gebäck für den kleinen Hunger zwischendurch bereit. Das Park Café ist bis spät in die Nacht hinein und zu allen Mahlzeiten geöffnet.

Der Central Park bleibt ein beliebter Treffpunkt für besinnliche Momente, einen stilvollen Restaurantbesuch oder das Glas Champagner unter einer Baumallee, untermalt von Vogelgezwitscher. Letzteres kommt natürlich vom Band aber wen interessiert das in dieser perfekten Märchenwelt schon. 

Central Park am Abend Symphony of the Seas

Foto: Central Park am Abend Symphony of the Seas

Das sicherlich exklusivste Restaurant auf der Symphony of the Seas dürfte, neben dem Costal Kitchen, das 150 Central Park Restaurant sein. Die Gäste speisen in einem äußerst eleganten und stilvollen Ambiente, sitzen in gemütlichen Loungestühlen und lauschen dabei klassischer Musik vom Band. Live Musik von einem klassischen Flügel würde die Wohlfühlatmosphäre sicher noch unterstreichen.

150 Central Park Restaurant Symphony of the Seas

Foto: 150 Central Park Restaurant Symphony of the Seas

Im italienischen Restaurant Jamie´s Italian präsentiert der britische Starkoch Jamie Oliver seine Menükreationen. Hier gibt es übrigens deutlich hochwertigere und schmackhaftere Burger als im Johnny Rockets auf dem Boardwalk.

Jamies Italian Restaurant Symphony of the Seas

Foto: Jamies Italian Restaurant Symphony of the Seas

Mittig beider Restaurants pendelt übrigens die Rising Tide Bar zwischen diesem und zwei weiteren, darunterliegenden Decks auf uns ab.

Der Chops Grille ist das beliebte Steakhouse in dem neben erstklassigen Steaks vom Grill auf Wunsch auch Meeresfrüchte und sündhaft leckere Desserts serviert werden. Sowohl der Chops Grille als auch das 150 Central Park Gourmet-Restaurant sind ausschließlich zum Dinner geöffnet.

Chops Grille Symphony of the Seas

Foto: Chops Grille Symphony of the Seas

Etwas schade ist aus meiner Sicht die Tatsache, dass von keinem der Restaurants entlang des Central Parks ein Meerblick möglich ist. Das Gefühl, sich auf einem Kreuzfahrtschiff zu befinden, geht somit etwas verloren. Aber dafür gibt es natürlich einen herrlichen Parkblick. Ob das nun positiv oder negativ ist, muss jeder Gast für sich selbst entscheiden.

Die perfekte Illusion auf See

Einzigartig und völlig surreal ist das Erlebnis bei Dunkelheit und Wind, ja, vielleicht noch bei einem Regenschauer, wenn der Wind durch die Blätter und Baumkronen pfeift, die Gäste mit dem Regenschirm am Restaurantfenster vorbeilaufen und echte Vögel vom Wind angetrieben durch die Lüfte fliegen. Diese Szenerie habe ich in dieser Form zuletzt auf der Allure of the Seas erlebt. Während der aktuellen Kurzreise ist das Wetter nicht viel besser. Im Bereich des Central Park werden vor jedem Restaurant und an den Eingängen zu den Deckbereichen jeweils kostenfreie Regenschirme angeboten. Damit wird sichergestellt, dass jeder Gast auch ohne Zwangsdusche von oben sein Restaurant erreicht bzw. dieses wieder verlassen kann. Schnell kommt schon mal die Frage auf, ob man sich noch auf einem Kreuzfahrtschiff oder vielleicht im echten Central Park in New York befindet. Dort gibt es allerdings keine solch wunderbaren Restaurants in unmittelbarer Nähe. Wie auch immer, Schluss der Träumerei. Ich gehe weiter.

Central Park bei Nacht Symphony of the Seas

Foto: Central Park bei Nacht Symphony of the Seas

Bleibt zuletzt noch die Weinbar Vintages. Neben edlen Weinen aus vielen weltweiten Anbaugebieten bekommt der Gast ausgewählte Leckereinen und Käsesorten gereicht.

  • Deck 9 Symphony of the Seas

Dieses Deck ist, bis auf die obere Etage der Music & Dancing Lounge Dazzles, ausschließlich mit Kabinen belegt.

  • Deck 10 Symphony of the Seas

Dieses Deck ist ausschließlich mit Kabinen belegt

  • Deck 11 Symphony of the Seas

Auch auf diesem Deck befinden sich in erster Linie die Passagierkabinen. Mit einer Ausnahme.

Wonderland Restaurant: „Folgen Sie dem weißen Kaninchen in eine fantastische Welt voller zauberhafter Genüsse. Traumhafte Arrangements, magische und surreale Kreationen wie Getrüffeltes Ei in der Schale, Flüssiger Hummer oder Arktische Equator Schokolade werden Sie in die Welt der Träume entführen.“ So beschreibt die Reederei das zauberhaft und verspielt eingerichtete Restaurant an Bord der Symphony of the Seas. Bisher war es exklusiv auf den Kreuzfahrtschiffen der Quantum-Klasse zu finden. Der Aufpreis für dieses einzigartige Restaurant liegt aktuell bei 45,- US-Dollar pro Person.

Wonderland Restaurant Symphony of the Seas

Foto: Wonderland Restaurant Symphony of the Seas

  • Deck 12 Symphony of the Seas

Hier befindet sich die obere Etage und auch der Eingang vom Wonderland Restaurant. Ansonsten sind auf diesem Deck Passagierkabinen untergebracht.

  • Deck 14 Symphony of the Seas

Kinderparadies Adventure Ocean

Das auf diesem Deck, neben weiteren Passagierkabinen, befindliche Kartenspielzimmer ist weniger spannend. Wir richten unser Augenmerk auf dem wohl größten Kinderkomplex auf den Ozeanen – die mehr als 2.700 qm große Youth Zone, die sich über zwei Decks erstreckt. Auf Deck 14 ist der Adventure Ocean Kinderbereich zu finden, der sich an den Nachwuchs von 0-11 Jahren richtet.

Betritt man den Komplex vom Treppenhaus auf Deck 14 aus, so befindet man sich unmittelbar in der Kid´s Avenue. Mittig zwischen allen Räumlichkeiten liegt der Spielraum Play für alle Altersgruppen.Der große Spielbereich trennt das Adventure Ocean, er ist beidseitig auf einem Weg zu umrunden, von dem aus die verschiedenen Räume zu erreichen sind.

Adventure Ocean Symphony of the Seas

Foto: Adventure Ocean Symphony of the Seas

Laufend wechselnde Workshops, Mal- und Bastelkurse finden im gegenüberliegenden Bereich, dem „The Puzzle Break“ Bereich statt. Das Angebot ist nicht nur an die Kinder, sondern auch an die Eltern gerichtet.

Ich laufe im Uhrzeigersinn den Weg entlang. Das knuffige Adventure Ocean Theater mit seinen 55 Sitzplätzen ist ein eigenes Theater für Kinder, welches mit seinen roten Sesseln und dem dicken Vorhang an ein großes Schiffstheater erinnert. Neben Karaoke- und Talent-Shows werden hier auch eigens produzierte Theaterstücke bzw. Musicals aufgeführt.

Kindertheater Adventure Ocean Symphony of the Seas

Foto: Kindertheater Adventure Ocean Symphony of the Seas

Mit dem Adventure Science Lab wird den Kids & Teens ein waschechtes Labor geboten, in dem entsprechend Labortische, Schaukästen, Waschbecken und unterschiedliches Labormaterial zu entdecken ist. Mit diesem Labor wird das bestehende Angebot bei Royal Caribbean in Hinblick auf kindgerechte, wissenschaftliche Versuche noch ausgeweitet.

Alle Räume sind nach Altersklassen unterteilt und entsprechend ausgestattet. Im Voyagers spielen die Kinder von 9 bis 11 Jahren, im Explorers von 6 bis 8 Jahren und im Aquanauts von 3 bis 5 Jahren. 

Im Adventure Ocean Symphony of the Seas

Foto: Im Adventure Ocean Symphony of the Seas

Wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen auch, gibt es bei Royal Caribbean einen eigenen Nursery Bereich, in dem die kleinsten Reisegäste zwischen 6 Monaten und 3 Jahren qualifiziert betreut werden. Die Royal Babies & Tots Nursery ist im Gegensatz zu den anderen Einrichtungen für die Kinder nicht kostenfrei. Die Kinder (6-36 Monate) können dort tagsüber und abends abgegeben werden, pro Stunde werden 8,- US$ berechnet.

Auf Deck 14 befindet sich auch die King of the World Plattform, die auf der Allure oft he Seas nur über den Kabinengang auf Deck 14 erreichbar ist und bereits auf der Harmony oft he Seas in das Solarium integriert wurde. Der einstige Außenbereich ist auch auf der Symphony of the Seas überdacht, offen geblieben sind zwei Bereiche unmittelbar über der jeweiligen Brückennock. Die Aussicht von dort ist sensationell und auf der Backbordseite von der vorstehenden Plattform, welche den Namen King of the World trägt, noch spektakulärer.

Die Plattform verfügt über einen Glasboden und ragt über die eigentliche Aussichtsplattform hinaus.

Aussicht von der King of the World Plattform am Bug Symphony of the Seas

Foto: Aussicht von der King of the World Plattform am Bug Symphony of the Seas

  • Deck 15 Symphony of the Seas

Die Teenager an Bord der Allure of the Seas finden auf Deck 15 in der Youth Zone ihr ganz eigenes Vergnügungszentrum. In der Video Arcade stehen kostenpflichtige Spielautomaten bereit, welche regelrecht dazu verführen, sein Geld auszugeben.

Der Living Room ist ein Raum zum Chillen mit Bodenkissen, Sitzsäcken und diversen weiteren Annehmlichkeiten für Jugendliche.

Fuel Teen Disco Symphony of the Seas

Foto: Fuel Teen Disco Symphony of the Seas

Die mit alkoholfreier Bar ausgestattete, Fuel Teen Disco bietet neben lauter Musikbeschallung nette Rückzugsmöglichkeiten für die Jugendlichen.

Im Außenbereich The Back Deck befinden sich Tischtennisplatten in völlig verglasten Bereichen. Das sichert zwar das abdriften des Balles, sorgt bei mir allerdings für ein leicht „eingesperrtes“ Glashausgefühl. Jugendliche dürfte das weniger kritisch sehen.

Der 9-Loch-Minigolf-Platz beeindruckt durch seine Größe und die spielerische Gestaltung.  

Symphony of the Seas Mini Golf

Foto: Symphony of the Seas Mini Golf

Der Sports Court ist ein, wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen auch, eingezäunter Basketball- und Tennisplatz, welcher auch für andere Ballspiele genutzt werden kann.

Neues Restaurant bzw. Bistro El Loco Fresh

An Stelle des Mini Bites Café (wie auf der Harmony oft he Seas) hinter dem Sports Court liegt nun das mexikanische El Loco Fresh Café oder Bistro, in dem leckere Tacos und Buritos frisch zubereitet und im Fast-Food-Prinzip angeboten werden. Im Grunde ersetzt das El Loco Fresh die fehlende Sabor Taqueria auf Deck 06. Das Ambiente im El Loco Fresh ist ansprechend und geschmackvoll, dieses Restaurant eignet sich wunderbar für den kleinen Hunger zwischendurch. Auch zum Frühstück hat das El Loco Fresh geöffnet. An kühlen Tagen ist es hier leider etwas zugig, da die meisten Sitzplätze auf einem ungünstigen Deckbereich liegen. Die Anzahl der Sitzplätze wurde gegenüber dem Mini Bites deutlich erhöht, die Tischtennisplatte auf der Steuerbordseite ist daher auch verschwunden. Wer seine Tacos oder Buritos geschmacklich variieren möchte, dem stehen zwei große Wagen mit diversen Saucen zur Verfügung.

El Loco Fresh Symphony of the Seas

Foto: El Loco Fresh Symphony of the Seas

Die groß angelegte Splashaway Bay und richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche. Aber auch den einen oder anderen Erwachsenen haben wir dort gesichtet. Große, bunte Figuren sowie Wasserkanonen und andere Spielelemente laden quasi jede Altersklasse dazu ein, sich hier zu vergnügen. Eine Besonderheit innerhalb der Splashaway Bay ist ein riesiger Eimer, der sich langsam mit Wasser füllt und dieses dann in einer bombastischen Kaskade über einen Großteil der Splashaway Bay ergießt.

Splashaway Bay Pool am Abend Symphony of the Seas

Foto: Splashaway Bay pool am Abend Symphony of the Seas

Neuer Infinity-Pool, viele Umgestaltungen und The Big Wonder

Ein echtes Highlight auf der Symphony of the Seas ist das den Erwachsenen vorbehaltene und in seiner Größe nochmals gewachsene Solarium, hoch oben im Bugbereich auf Deck 14, 15 und 16. Für das leibliche Wohl der Kreuzfahrtgäste sorgen das attraktiv gestaltete Solarium Bistro auf Deck 15 bzw. das neue Hooked Seafood Restaurant (auf der Harmony of the Seas die Solarium Bar) auf Deck 16.

Hooked Seafood Restaurant Symphony of the Seas

Foto: Hooked Seafood Restaurant Symphony of the Seas

Die Treppenauf- und Abgänge wurden leicht versetzt, ein riesiger, bisher mittig platzierter Whirlpool ist einem noch größeren Infinity-Pool gewichen. Auf der Steuerbordseite führt eine große Treppe hinunter auf Deck 14. Die Solarium Bar hat einen neuen Platz gefunden und wird von der auffälligen Kunstskulptur The Big Wonder überspannt. Je nach Lichteinfall reflektieren die beschichteten Kunststoffelemente in einem herrlichen Kaleidoskop an Farben. Bei Dunkelheit wird The Big Wonder von innen heraus mit LED Lichtern beleuchtet. Ich war der Meinung, dass auf der Harmony of the Seas sozusagen das Ende der gestalterischen Fahnenstange erreicht ist. Aber deshalb bin ich wohl auch kein Architekt, denn es ist wirklich faszinierend, wie gravierend die Veränderungen auf der Symphony of the Seas im Vergleich zu allen Schwesterschiffen noch einmal geworden sind. Für mich absolut das schönste Solarium aller Schiffe!

Solarium, Infinity Pool und The Big Wonder Kunstwerk Symphony of the Seas

Foto: Solarium, Infinity Pool und The Big Wonder Kunstwerk Symphony of the Seas

Immer wieder ist die offene Dachkonstruktion verändert worden. Auf der Harmony of the Seas kamen erstmals Kunststoffgewebe und Kunststofffolie statt Glaselemente zum Einsatz. Auf der Symphony of the Seas sind es nun wieder Glasscheiben. Für meinen Geschmack die deutlich bessere Wahl, denn die Kunststofffolie hat den blauen Himmel milchig erscheinen lassen und wirkte auf mich optisch minderwertig.

Weiterhin grandios sind die auf der Back- und Steuerbordseite, über die Bordwand hinausragenden, Whirlpools. Obwohl es sie bereits seit Einführung der Freedom-Klasse gibt, sind sie immer noch ein echtes Highlight. 

Bordwand der Symphony of the Seas überragender Whirlpool

Foto: Bordwand der Symphony of the Seas überragender Whirlpool

Geht man nun in Richtung Heck der Symphony of the Seas, dann liegen nicht etwa in der Mitte des Schiffes die Pools und Wasserlandschaften, wie man es von vielen anderen Kreuzfahrtschiffen kennt, sondern ein riesiger Innenhofbereich. Dieser gibt den Blick bis hinunter zum Central Park auf Deck 8 frei. Sehr beeindruckend und ein typisches Merkmal für die Kreuzfahrtschiffe der Oasis Class.

Blick auf Central Park am Abend Symphony of the Seas

Foto: Blick auf Central Park am Abend Symphony of the Seas

Zwei große Hauptpools befinden sich getrennt voneinander auf der Backbord- bzw. Steuerbordseite. Beide Pools sind groß genug um darin auch zu schwimmen, was lobenswert ist, bei einem Schiff dieser Größe aber auch Standard sein sollte. Auf der Seite des Main Pools (Backbord) befinden sich zusätzlich zwei überdachte Whirlpools.

Dafür, dass kein Kreuzfahrtgast trockene Kehlen bekommt, sorgen zwei Bars, die Pool Bar und die Sand Bar, die mittels einer Brücke verbunden sind. 

Neben dem Main Pool und Beach Pool sowie den zwei überdachten Whirlpools auf der Backbordseite am Main Pool steht sportlich ambitionierten Gästen noch der Sports Pool mit einem weiteren, nicht mit einem Dach versehenen Whirlpool zur Verfügung.

Die Freiflächen für Liegestühle und Sonnenliegen sind insgesamt sehr üppig bemessen, so dass auch hier grundsätzlich nicht das Gefühl von Enge aufkommen kann.

Blick auf Pools, Sonnendecks und Central Park Symphony of the Seas

Foto: Blick auf Pools, Sonnendecks und Central Park Symphony of the Seas

Die von der Harmony of the Seas bekannten Wasserrutschen Typhoon, Cyclone und Supercell, die zusammen den Perfect Storm ergeben, sind auch auf der Symphony of the Seas zu finden.

  • Deck 16 Symphony of the Seas

Es bietet sich an, am Heck von Deck 15 auf das darüberliegende Deck 16 zu laufen. Sowohl an der Backbord- als auch an der Steuerbordseite ist jeweils einer der beliebten Flowrider Surfsimulatoren zu finden. Mittig angeordnet hat die Wipe Out Bar ihren Platz behalten. Ebenso die Zip Line, welche den Boardwalk überspannt.

Flowrider und Eingang Ultimate Abyss Rutsche Symphony of the Seas

Foto: Flowrider und Eingang Ultimate Abyss Rutsche Symphony of the Seas

Das spektakulärste Highlight auf der Symphony of the Seas ist die große Doppelrutsche The Ultimate Abyss! Die 47m über dem Meeresspiegel auf Deck 16 startende Doppelrutsche ist die längste Rutsche auf See, feierte auf der Harmony of the Seas Premiere. Sie wurde gebaut, um den Gästen ein ganz besonderes Erlebnis bzw. einen bisher unerreichten Nervenkitzel auf See zu bieten. Das Ende der Rutsche befindet sich 30m tiefer auf dem Bordwalk. Beide Edelstahl-Röhren, auf denen man sogar gegeneinander antreten kann, sind jeweils 66m lang und haben einen Durchmesser von 80 Zentimetern. Man durchrutscht die Röhren auf einer speziell angefertigten Matte mit einer Geschwindigkeit von etwa vier Metern pro Sekunde.  Um den Nervenkitzel noch zu erhöhen, werden in beiden Rutschen Audio-Effekte eingespielt. Der Eingangsbereich der Rutschen ist in Form eines riesigen Fischmauls mit spitzen Zähnen gestaltet.

Eingang Ultimate Abyss Rutsche am Morgen Symphony of the Seas

Foto: Eingang Ultimate Abyss Rutsche am Morgen Symphony of the Seas

Das auch von anderen Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen bekannte Windjammer Marketplace Buffet-Restaurant erstreckt sich über die gesamte Schiffsbreite auf Deck 16 und bietet neben einer wunderbaren Aussicht das übliche Buffetangebot. Die Auswahl ist recht üppig, die Speisen werden ansprechend präsentiert. Zwar sind die Qualitätsunterschiede zu den Spezialitäten-Restaurants deutlich erkennbar aber das ist natürlich durchaus gewollt.

Windjammer Marketplace Restaurant Symphony of the Seas

Foto: Windjammer Marketplace Restaurant Symphony of the Seas

Aufgrund der deutlichen Trennung der vier Poolbereiche entsteht selbst an sonnigen und warmen Seetagen nicht das Gefühl von übermäßiger Überfüllung und großer Enge. Die einzelnen Poolbereiche sind nämlich kaum größer als auf mittelgroßen Kreuzfahrtschiffen üblich. Nur, dass auf der Symphony of the Seas eben vier solcher Bereiche existieren, die man jedoch nicht in Kombination wahrnimmt. Die oftmals in den Raum gestellte Behauptung, es sei ständig überfüllt am Pooldeck, ist daher widerlegt.

Von Deck 16 aus bietet sich nicht nur ein toller Blick über den gesamten Bereich des Solariums sondern auch diverse Möglichkeiten eine Sonnenliege bzw. einen Liegestuhl mit Seeblick zu ergattern.

  • Deck 17 Symphony of the Seas

Der Rundgang ist nun beinahe komplett. Zuvor schaue ich mir noch jenen Ort an, an dem sich bisher auf den meisten Royal Caribbean Schiffen die bekannte Viking Crown Lounge befand. Diese traditionelle, hoch über dem Meer gelegene und allen Passagieren zugängliche Lounge, wurde bereits auf der Harmony oft he Seas durch einen Exklusivbereich für die Gäste ab der Kategorie „Grand Suite“ sowie für Pinnacle Club Mitglieder der Crown & Anchor Society ersetzt.

Auf der Backbordseite befindet sich das exklusive Spezialitätenrestaurant Coastal Kitchen. Im Coastal Kitchen genießen Suiten-Gästen und Pinnacle-Club-Mitgliedern die abwechslungsreiche und leichte Küche Kaliforniens.

Coastal Kitchen Symphony of the Seas

Foto: Coastal Kitchen Symphony of the Seas

Auf der Steuerbordseite, dem Spezialitätenrestaurant Coastal Kitchen gegenüber, genießen die erlesenen Gäste eine phantastische und einzigartige Aussicht von der Suite Lounge aus durch die Panoramascheiben hindurch auf das Pooldeck und den Ozean.

Suite Lounge Symphony of the Seas

Foto: Suite Lounge Symphony of the Seas

Im Wandel der Zeit

Dieser bisher vielleicht schönste Bereich auf älteren Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen ist, wie schon auf der Allure of the Seas und der Harmony of the Seas, nicht mehr öffentlich zugänglich und ausschließlich jenen Reisegästen vorbehalten, welche den höchsten Reisepreis bezahlen. Das ist sehr schade. Ich habe auf anderen Schiffen der Royal Caribbean Flotte sehr viele Stunden in der Viking Crown Lounge verbracht und verbinde entsprechend viele Erinnerungen an diese. Eine vergleichbare Alternative gibt es an Bord leider nicht. Offenbar geht die Ära einer Lounge zu Ende, welche über Jahrzehnte das Alleinstellungs- und Erkennungsmerkmal am Schornstein aller Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffe gewesen ist. Die Zeiten ändern sich.

Ebenso versperrt bleibt dem „normalen“ Kreuzfahrtgast der gesamte vordere Bereich von Deck 17. Hier liegt das so genannte Suite Sundeck samt eigener Bar und Lounge Bereich. Man muss nun aber sagen, dass dieser Bereich im Vergleich zu jenen Exklusivbereichen mancher Mitbewerber deutlich kleiner ausfällt und es durchaus noch andere, attraktive Deckflächen auf der Symphony of the Seas gibt.

Symphony of the Seas Panoramablick über Central Park und Poolbereich

Foto: Symphony of the Seas Panoramablick über Central Park und Poolbereich

  • Deck 18 Symphony of the Seas

Auf Deck 18 liegt ausschließlich der Eingangsbereich zu den Wasserrutschen The Perfect Storm, welcher über eine Wendeltreppe von Deck 15 aus zugänglich ist.

Eingang zu den Perfect Storm Wasserrutschen der Symphony of the Seas

Foto: Eingang zu den Perfect Storm Wasserrutschen der Symphony of the Seas

Das Schiff als Ziel

Mein Fazit: Die Symphony of the Seas ist ideal für alle Gäste, die im Urlaub Wert auf ein vielfältiges Freizeitangebot sowie ein überdurchschnittliches Angebot an kulinarischen Auswahlmöglichkeiten legen. Die Symphony of the Seas kann als alleiniges Urlaubsziel betrachtet werden, Anlaufhäfen werden zur Nebensache. Anders ist das gigantische Bordangebot auch kaum nutzbar.  

Mehr geht nicht – von Mitbewerbern gerne kopiert

Die Symphony of the Seas bietet in allen Bereichen aktuell das größte Angebot auf See! Definitiv widerlegen lässt sich die oftmals verbreitete Meinung, dass an Bord permanent ein großes Gedränge herrscht und man von Menschenmassen überrannt wird. Die meist mehr als 5.000 Passagiere verlaufen sich auf dem Schiff in der Regel problemlos. Auch die Einschiffung wurde inzwischen so optimiert und beschleunigt, dass der Reisegast in den meisten Fällen keine 15 Minuten mehr vom Betreten des Terminalgebäudes bis in seine Kabine benötigt.

Die Symphony of the Seas ist so groß, das Angebot so vielfältig, dass auch Ruhe suchende Kreuzfahrtgäste auf ihre Kosten kommen. Es stehen diverse unterschiedliche Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung. Mit einem „klassischen“ Kreuzfahrtschiff, bei dem interessante und ausgefallene Häfen angelaufen werden, Lektorenvorträge gehalten und Landausflüge in kleinen Gruppen im Vordergrund stehen, hat die Symphony of the Seas natürlich gar nichts gemeinsam. 

Die Symphony of the Seas ist als perfektes Ferienresort zu betrachten. Der Reisende taucht ein in eine faszinierende Welt voller Illusionen, Abenteuer und Attraktionen.  

Die Angebote auf den Kreuzfahrtschiffen von Royal Caribbean sind so beliebt und innovativ, dass sie von so manchem Mitbewerber in Europa inzwischen auf deren Neubauten kopiert werden.

Panoramablick über Wasserrutschen und Pools der Symphony of the Seas

Foto: Panoramablick über Wasserrutschen und Pools der Symphony of the Seas

Schneller geht nicht

VOOM – das schnellste Internet auf See! Dank entsprechender Satellitentechnik ist das Internet nun mindestens so schnell wie die bekannten Breitband-Verbindungen an Land. Diese Technik ist zwar nicht neu auf der Symphony of the Seas, sondern wurde auf der Quantum-Class bereits eingeführt, begeistert aber immer noch wie am ersten Tag durch eine atemberaubend schnelle Datenübertragung. Die Zeiten, in denen man stundenlang seine Mails abrufen oder Urlaubserlebnisse in elend langsamer Zeitverzögerung den Lieben daheim mitteilen konnte, sind vorbei.  Hier geht wirklich die Post ab, das ist kein leeres Werbeversprechen! Die Tarife für das schnelle Internet richten sich nach dem gebuchten Paket und beinhalten unterschiedliche Datenvolumen. Die Preise für die so genannten „Voom-Flatrates“ beginnen bei 15,99 Dollar für ein Gerät pro Tag und reichen bis zu 19,99 Dollar pro Gerät und Tag. Meldet man mehr Geräte an oder bucht bereits vor der Kreuzfahrt, so gibt es gestaffelte Rabatte. Außerdem gibt es Unterschiedlich schnelle Zugänge, einen ausschließlich zum „Surfen“ und einen anderen um auch große Datenmengen (z.B. bei YouTube) uploaden zu können.

Mein persönliches Fazit zu VOOM: Es ist (den schnellsten Zugang vorausgesetzt) atemberaubend schnell. Bisher hat mich kein WiFi auf See derart begeistert.

Ein noch umweltfreundlicheres Schiff!

Auch in Sachen Umweltschutz hat sich wieder etwas getan, denn die Symphony of the Seas ist nicht nur mit Scrubbern ausgerüstet, welche den Schwefelgehalt der Abgase drastisch senken, sondern darüber hinaus auch rund 25% effizienter als das erste Schiff dieser Serie, die Oasis oft he Seas, so verkündet es die Reederei.

  • komplette Bildergalerie zur Symphony of the Seas >>Link<<

Weitere Informationen zur „Symphony of the Seas“ und allen Kreuzfahrten erhalten Sie beim Team von Kreuzfahrten-mehr.de unter 04893-4288535 oder per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de

Das neue Kreuzfahrtschiff Symphony of the Seas im Schiffsportrait Teil 1

Autor: Oliver Asmussen am 05.05.2018

Im ersten Teil des Schiffsportraits vom Kreuzfahrtschiff Symphony of the Seas stelle ich die Decks 3-7 vor.

Etwas größer, noch eleganter und ein Stück innovativer, so präsentiert sich die Symphony of the Seas als das neue, größte Kreuzfahrtschiff der Welt

Erstmals gibt es von mir ein Schiffsportrait in zwei Teilen! Die Länge der Schiffsportraits der Oasis Schiffsklasse hat mit 18 Seiten den Rahmen gesprengt, so dass die Entscheidung gefallen ist, das Schiffsportrait der Symphony of  the Seas zu teilen.

Krone weitergereicht

Die Symphony of the Seas von Royal Caribbean International hat die Harmony of the Seas als größtes Kreuzfahrtschiff der Welt abgelöst, damit wird die Krone im eigenen Unternehmen weitergereicht. Der Größenzuwachs hält sich mit 1.118 BRZ aber in Grenzen. Die Länge und Breite haben sich im Vergleich mit der Harmony oft he Seas nicht verändert. Ich war während einer Einführungsfahrt und der Jungfernreise im Mittelmeer an Bord. Alle Eindrücke sind im nachfolgenden Schiffsportrait zusammengestellt

Symphony of the Seas in La Spezia

Foto: Symphony of the Seas in La Spezia

Zunächst einige Daten und Fakten zur neuen Symphony the Seas von Royal Caribbean International:

Technische Daten Symphony of the Seas:

  • Baujahr: 2018
  • Passagiere: 5.518 bei Doppelbelegung, 6.780 maximal
  • Größe: 228.081 BRZ
  • Tiefgang: 9,3 Meter
  • Breite: 65,68 Meter
  • Länge 362,1 Meter
  • 18 Decks (16 öffentlich)
  • 24 Fahrstühle
  • 2.759 Kabinen, davon 599 Innen, 170 Außen, 1.801 Balkon, 85 mit virtuellem Balkon, 46 für Rollstuhlfahrer geeignet
  • In den 20 Restaurants stehen mehr als 300 Menüoptionen bereit
  • Ein einziger Bugstrahler der Symphony hat mehr Kraft als 7 Formel 1 Ferraris
  • In den 23 Pools der Harmony befindet sich mehr Wasser als der berühmte Old Faithful Geysir im Yellowstone bei einem Ausbruch in die Luft schleudert.

Mein Rundgang beginnt auf Deck 03 dieses beeindruckenden Kreuzfahrtriesen, der in seiner ersten Sommer-Saison zunächst Kreuzfahrten ab/bis Barcelona im Mittelmeer unternimmt. Mit einem klassischen Kreuzfahrtschiff, mit dem der Reisende zu entlegenen Zielen in der Welt schippert, hat die Symphony oft he Seas nichts gemeinsam. Das ist natürlich gewollt. Wie auch ihre drei Schwesterschiffe (Oasis, Allure, Harmony) bietet die Symphony derart viele Attraktionen an Bord, dass sie zum eigentlichen Urlaubsziel wird.  Die Reederei hält zwar gerne an der Aussage fest, dass die angelaufenen Häfen immer noch eine wichtige Rolle für die Gäste spielen, aus meiner Sicht ist das aber anders. Wer Urlaub auf diesem Megaliner bucht, der möchte nicht die Welt entdecken, sondern in erster Linie das Schiff erleben.  

  • Deck 3 Symphony of the Seas

Im Bug erstreckt sich über drei Decks das große Royal Theater, in dem allabendlich atemberaubende Shows und Broadway-Musicals wie „Hairspray“ einem begeisterten Publikum dargeboten werden. Der Eingangsbereich des Theaters ist so groß und glamourös, als gehöre er zu einem der weltbekannten Theatersäle in Mailand, Rom oder New York. Wahrlich ein perfekter Rahmen für die hier aufgeführten Broadway-Shows.

Hairspray Musical an Bord  der Symphony of the Seas

Foto: Hairspray Musical an Bord der Symphony of the Seas

Conference Center

Das große Konferenzzentrum der Symphony of the Seas verfügt neben modernster Technik über eine Vielzahl an variablen Konferenzräumen, die für private Bildvorträge, Meetings und andere Anlässe ein breites Nutzungsspektrum haben.

Studio B mit Neuerung

Eislaufen auf hoher See? Kein Problem im Studio B der Symphony of the Seas. Das Studio ist multifunktional nutzbar zum Rollerskaten, als Eislaufbahn und darüber hinaus als großer Saal für Kochvorführungen. Ein Highlight auf jeder Kreuzfahrt mit der Symphony of the Seas sind die aufwendig inszenierten Eis-Shows, wie zum Beispiel aktuell die „1977 – Eis-Show“. Das Studio B gibt es bei Royal Caribbean seit Einführung der Voyager Class.

Laser Tag Battle for Planet Z

Das Studio B verwandelt sich auf der Symphony of  the Seas erstmals in eine „Laser-Tag-Arena“, in der spielerisch zwei Gegner einer weit entfernten Galaxie aufeinander treffen. Im abgedunkelten Studio B entwickelt sich das Aufeinandertreffen mit den Laserpistolen zu einem spannenden Familien-Strategiespiel. Vor einer jeden Battle erhalten die Spieler eine ausführliche Einweisung in Form einer persönlichen Aufklärung durch Mitarbeiter sowie durch einen kurzen Infofilm unmittelbar vor Spielbeginn. Eine Battle dauert in der Regel ca. 10 Minuten.

Laser Tag Battle Studio B Symphony of the Seas Foto: Laser Tag Battle Studio B Symphony of the Seas

Wieder ein Main Dining Room statt American Icon Grill, The Grande und Silk

Der Main Dining Room erstreckt sich insgesamt über drei Decks. Er beeindruckt seit Einführung der Voyager Class nicht nur durch seine Größe sondern überzeugt auch in Puncto Eleganz und Atmosphäre. Mit Inbetriebnahme der Quantum Class ist Royal Caribbean kurzzeitig dazu übergegangen, ein dort eingeführtes, neues Restaurantkonzept auch auf die Schiffe der Oasis-Class zu übertragen. So sieht der Hauptspeisesaal an Bord der Harmony of the Seas auf allen drei Decks unterschiedlich aus, nämlich so wie der American Icon Grill, das The Grande und das Silk Restaurant auf der Quantum-Class. Trotz der optischen Abweichungen, die während der Bauphase nicht mehr geändert werden konnten, sind die Speisekarten identisch. Auf der Symphony of the Seas erstrahlt der Main Dining Room nun auf allen drei Decks auch optisch wieder in einheitlichem Glanz.

Unberührt von diesen optischen Änderungen bleibt das Dynamic Dining Konzept davon unberührt. Weiterhin kann natürlich das „My Time Dining“ gebucht werden. Dabei kann der Gast jeden Abend frei wählen, wann und wo bzw. mit wem er in einem bestimmten Bereich des Main Dining Room speisen möchte. Es gibt bei dieser Speisevariante keine festen Tischzeiten mehr, die Tische und auch die Kellner können jeden Abend andere sein.

Main Dining Room Symphony of the Seas Foto: Main Dining Room Symphony of the Seas

  • Deck 4 Symphony of the Seas

Royal Theater

Auf Deck 4 liegt mittlere Etage des großen Haupttheaters der Symphony of the Seas, in dem jeden Abend faszinierende Shows dargeboten werden.

Direkt vor dem Theater befindet sich ein großer, offener Bereich, der Entertainment Place. Wie es der Name vermuten lässt, erwartet den Kreuzfahrtgast hier ein riesiges Angebot an Unterhaltungsmöglichkeiten.

Im The Attic  wird den erwachsenen Reisenden ein hochkarätiges Late-Night-Comedy geboten. Das Ambiente ist elegant, zeitgemäß und unaufdringlich zugleich. Besonders pfiffig: Von einigen Sitzplätzen aus schaut man durch aufgehängte Bilderrahmen hindurch auf das Showprogramm. Die Shows sind natürlich auf das englischsprachige Publikum abgestimmt und richten sich inhaltlich an selbige Zielgruppe.

The Attic Comedy Club Symphony of the Seas

Foto: The Attic Comedy Club Symphony of the Seas

Jazz on 4

Exklusiv auf der Oasis-Class genießen Kreuzfahrtgäste in diesem stilvollen Raum ein phantastisches, musikalisches Angebot. Abend für Abend lauscht der der begeisterte Jazz-Fan sanften Klängen in einem glamourösen Ambiente.

Jazz on 4 Symphony of the Seas

Foto: Jazz on 4 Symphony of the Seas

Gleich nebenan befindet sich der Diamond Club für die treuen Crown & Anchor Stammfahrer entsprechender Clubstufen (Diamond, Diamond plus, Pinnacle). Im Diamond Club steht nicht nur ein eigener Concierge Service bereit, sondern jeden Morgen auch ein kontinentales Frühstück sowie abends ausgewählte Drinks.

Diamond Club Lounge Symphony of the Seas

Foto: Diamond Club Lounge Symphony of the Seas

Studio B

Die obere Etage der großen Multifunktions-Arena, welche sowohl zum Rollerskaten als auch zum Eislaufen, als Veranstaltungssaal und Laser-Tag-Arena genutzt wird. 

Casino Royale

Las Vegas auf der Symphony of the Seas! Entsprechend der Schiffsgröße überrascht es wenig, dass dieses Casino das größte auf den Weltmeeren ist. In diesem Spielpalast findet der Reisende mehr als 450 digitale und elektronische Spielautomaten, Blackjack, Craps, Roulette, Video-Poker und viele weitere Dinge, mit denen sich in erster Linie US-Kreuzfahrtgäste auf einer Kreuzfahrt beschäftigen und ihr Glück herausfordern. Zusätzlich zum eigentlichen Casinobereich sind ein Poker-Raum und ein Spieler Club vorhanden.

Casino Royale Symphony of the Seas

Foto: Casino Royale Symphony of the Seas

Ein herrliches Show-Dinner im Izumi Restaurant

Wie schon auf der Allure of the Seas und der Harmony of the Seas befindet sich neben dem zweiten Hauptrestaurant The Grande, das Izumi Restaurant. Auf der Speisekarte stehen fernöstliche Spezialitäten wie Sushi Rolls, Rice Dishes und Noodle Bowls.  Das Izumi Restaurant ist sowohl für Sushi-Fans als auch für alle Liebhaber der asiatischen Küche die erste Adresse. Alle Speisevarianten werden vor den Augen der Gäste frisch zubereitet und vom Koch in Form einer amüsanten Show-Darbietung präsentiert.

Izumi Restaurant Symphony of the Seas Foto: Izumi Restaurant Symphony of the Seas

  • Deck 5 Symphony of the Seas

Aquatheater

Das beeindruckende, am Heck der Symphony of the Seas in Form eines Amphitheaters angelegte Theater, ist Showplatz für spektakuläre Wassershows, die es nur auf den derzeit vier Schiffen der Oasis Class gibt. Eigens für diese Kreuzfahrtschiffe wurden großartige Akrobatik-Shows wie die OceanAria Show, die The Fine Line Aqua Show oder AquaNation produziert. An Bord der Symphony of the Seas schweben die Akrobaten während der Shows scheinbar über die Zuschauer, springen in beeindruckenden Formationen in das tiefe Wasserbecken des Theaters und harmonieren perfekt mit einer beeindruckenden Hintergrundbeleuchtung. Nebelschwaden, künstlicher Regen und Wasserfälle schaffen den visuellen Höhepunkt. Die Shows werden natürlich stark vom Wetter beeinflusst und können bei stärkerem Wind und kälteren Temperaturen durchaus zeitlich verlegt oder abgesagt werden. In der Karibik ist das entsprechend unwahrscheinlicher als im Mittelmeer.

Aqua Nation Show Symphony of the Seas

Foto: Aqua Nation Show Symphony of the Seas

Dem Royal Theater vorgelagert befindet sich auf Deck 5 genau im Bugbereich der große Vitality SPA & Fitness Bereich. Wie alles an Bord der Symphony of the Seas ist der gesamte Komplex natürlich deutlich größer als auf anderen Kreuzfahrtschiffen. Das Angebot ist vielfältig und bietet die komplette Bandbreite eines modernen Spa-Bereichs. Dazu zählen Massagebehandlungen, Gesichtsbehandlungen, Botoxbehandlungen, Schlammpackungen, Peelings, Bleaching (Zahnaufhellung) und vieles mehr. Teenager kommen in den Genuss spezieller Gesichtsbehandlungen, ebenso die männlichen Kreuzfahrtgäste. Darüber hinaus gibt es einen Frisör und ein Nagelstudio. Die Rezeption bzw. der Haupteingang befinden sich auf Deck 6.

Vitality at Sea Spa and Fitness Center Symphony of the Seas

Foto: Vitality at Sea Spa and Fitness Center Symphony of the Seas

Ich gehe nun weiter in Richtung Royal Promenade. Sofort fallen das ultramoderne Design, das schicke LED-Leuchtkonzept sowie einige, andere Änderungen und Optimierungen ins Auge. In ihren Abmaßen ist die Royal Promenade nicht gewachsen, wenngleich genau dieser optische Eindruck entsteht. Zwischen der Latin-Beat-Bar Boleros und der Karaoke Bar On Air Club sind ein Shore Excursions desk sowie Promenade Shops untergebracht. Insgesamt sind die Änderungen im Vergleich zur Harmony nur marginal.  

Symphony of the Seas Royal Promenade

Foto: Symphony of the Seas Royal Promenade

Es reihen sich einige Ladenlokale bekannter Labels und Logo-Shops aneinander. Dem einkaufswilligen Kreuzfahrer sind kaum Grenzen gesetzt.  

Der Copper & Kettle Pub ist einem typisch englischen Pub nachempfunden und am Abend einer der Haupttreffpunkte auf der Royal Promenade.

Die Sorrento´s Pizzeria bietet zwischen 11:00 Uhr und 03:00 Uhr stets eine Auswahl unterschiedlicher Pizzen und im Next Cruise Büro lässt sich gleich die nächste Kreuzfahrt buchen.

Neben dem Next Cruise Büro befindet sich eine Wendeltreppe, die zur Focus Photo Gallery hinaufführt.

Das Café Promenade ist ein großartiges Café in dem köstlichen Kaffeespezialitäten wie der Seattle Best Coffee ® erhältlich sind. Abgerundet wird das Angebot durch viele, kleine Snacks für den kleinen Hunger zwischen den Mahlzeiten. Aus meiner Sicht ist das Café Promenade die bessere Wahl im Vergleich zum Starbucks, da man hier mehr Inhalt für sein Geld in den Tassen bekommt und die Qualität wirklich gut ist.

Die wohl auffälligste „Neuerung“ auf der Royal Promenade ist wohl das rote Auto. Zwar stehen Autos auch bereits auf anderen Schiffspromenaden von Royal Caribbean aber dieses wurde vom indonesischen Künstler Ichwan Noor in Form einer Kugel geformt und nennt sich Beetle Sphere. Dabei handelt es sich um die Nachbildung eines 1953er VW Beetle.

Royal Promenade und das rote VW Beetle Car Symphony of the Seas

Foto: Royal Promenade und das rote VW Beetle Car Symphony of the Seas

Dem Latin-Beat folgen bei einem Mojito oder Caipirinha – kein Problem im Latin Dance Club – dem Boleros.

Das Herz der Symphony of the Seas ist die Royal Promenade mit ihren Shops. Nach Lust und Laune einen Cocktail trinken oder die Geschäfte mit ihrem umfangreichen Sortiment durchschlendern und danach ein Stück Pizza in Sorrento´s Pizzaria essen, einen Landausflug buchen? All das und noch viel mehr geht auf der Royal Promenade. Auffallend ist dabei, dass nicht mehr nur Luxusmarken angeboten, so wie es auf der Harmony oft he Seas der Fall war. Es gibt wieder mehr Souvenir-Shops und klassische T-Shirt-Läden.

Ich schnappe mir ein Mikrofon und singe in der Karaoke-Bar On Air Club – nein, das lasse ich dann doch besser und schaue mir lieber die faszinierende Rising Tide Bar an, in der man praktisch über drei Decks auf und ab schwebt. Eine pfiffige Idee, wenn auch bereits von den Schwesterschiffen bekannt.     

On Air Club Symphony of the Seas

Foto: On Air Club Symphony of the Seas

Ein Ort für gesellige Stunden ist die Bionic Bar, an der teure Roboter die Bargetränke der Gäste mixen. Eine digitale Tatel zeigt die Wartezeit für die jeweilige Getränkebestellung und abends laufen Statistiken über einen Infoscreen, welche Art von Getränken von den Gästen am Meisten geordert wurden und von welcher Altersklasse. Diese Statistiken werden sicher an allen Bars erstellt aber hier sind sie für den Gast mal transparent sichtbar.

Top Service im Guest Service Bereich

Direkt gegenüber der Bionic Bar befindet sich, wie auch auf den Schwesterschiffen der Guest Services Bereich. Die Rezeption ist als solche kaum erkennbar, denn es gibt keinen durchgehenden Beratungstresen sondern einzelne Beratungscounter, wie sie auf der Quantum-Class eingeführt wurden. Diese Counter bringen einen optischen Größenzuwachs mit sich. Absolut herausragend ist der Service, denn geschulte Mitarbeiter „filtern“ innerhalb der mitunter langen Warteschlangen bereits die Gäste und deren Anliegen, haben eine Art „Supervisor-Status“ und sorgen bereits für eine Klärung bevor der Gast überhaupt an der Rezeption steht.

Guest Services und Rezeption Symphony of the Seas

Foto: Guest Services und Rezeption Symphony of the Seas

Für meinen Geschmack ist die Royal Promenade neben jener auf der Harmony of the Seas die optisch ansprechendste aller Schiffspromenaden bei Royal Caribbean International. Das Farb- und Lichtkonzept ist hervorragend, wenn auch manchmal eher spacig als maritim.

Starbucks weiterhin nicht mein Favorit

Wieder zurück auf die Royal Promenade gekehrt ist das Starbucks Café. Auf der Harmony of the Seas hatte man es auf dem Boardwalk untergebracht.

Viel Schaum, wenig Inhalt

Hier im Starbucks ist die gleicht Angebotsvielfalt zu finden wir in den Filialen an Land. Dazu zählt der reguläre Kaffee, Caramel Macchiato, erfrischendes Frappuccino, Schokoladengetränke und diverse Gebäckvarianten. Leider wurde hier die Starbucks-Philosophie „Viel Schaum, wenig Inhalt“ übernommen und somit besteht ein „Large Cappuccino“ – genau wie in den Filialen an Land – zu gefühlten 70% aus Milchschaum und nicht aus der eigentlichen Kaffeespezialität. Das Café Promenade auf der Royal Promenade bietet hier an Bord aus meiner Sicht ein deutlich besseres Preis-/ Leistungsverhältnis. Die Amerikaner hingegen lieben ihren Starbucks.

All diese Angebote sind natürlich wunderbar, neben all den Spezialitäten-Restaurants und Snack-Points während einer 7-tägigen Kreuzfahrt allerdings kaum nutzbar. Zumindest dann nicht, wenn in den Häfen Landausflüge geplant werden oder man nebenbei die Kalorien im Auge behält – die heimische Waage wird es einem ganz sicher danken. Ok, man könnte natürlich regelmäßig das Fitness Center an Bord besuchen.

Ideal wären permanente Transatlantik-Kreuzfahrten mit der Symphony of the Seas auf denen das Angebot an Bord voll ausgenutzt werden kann. 

Ganz am Heck liegt die mittlere Etage vom Main Dining Room.

Deck 5 wird umrundet von einer 670m langen Joggingbahn, auf der sogar kleinere Höhenunterschiede zu bewältigen sind. Die Joggingbahn liegt zwar, anders als bei den meisten Kreuzfahrtschiffen, nicht im Bereich des Pooldecks und somit für die Läufer in ungestörter Lage, aber die Aussicht hier unten ist gewöhnungsbedürftig.

  • Deck 6 Symphony of the Seas

Einen atemberaubenden Meerblick genieße ich ein Deck höher vom mehr als 600 Personen Platz bietenden Aqua Theater, welches ich auf Deck 5 bereits beschrieben habe. Tagsüber ist das Theater ein Ort der Muße und Entspannung, am Abend wird es zur spektakulären Theaterbühne auf der die phantastischen Wassershows dargeboten werden. Die Gäste auf der Premierenreise dürfen erstmals die Aqua Nation Show in voller Länge bestaunen.

Rock Climbing Wall, Ultimate Abyss und Aqua Theater Blick Symphony of the Seas

Foto: Rock Climbing Wall, Ultimate Abyss und Aqua Theater Blick Symphony of the Seas

Burger in doppelter Ausführung statt Mexikaner

Liebhaber der mexikanischen Küche werden an Bord der Symphony of the Seas auf dem Boardwalk nicht mehr fündig. Die Sabor Taqueria ist der Playmakers Sports Bar & Arcade gewichen. In der Playmakers Arcade sind Auto-Rennsimulatoren und andere Spielautomaten zu finden. Der Arcade schließt sich die Playmakers Sports Bar an. In dieser werden wichtige Sportveranstaltungen auf den rund 30 in der Bar verteilten Bildschirmen gezeigt. Auf der Speisekarte stehen Sandwiches, Nachos und Burger, die nicht im Reisepreis enthalten sind. 

Playmakers Sports Bar Symphony of the Seas

Fettige Burger bei Johnny Rockets

Direkt gegenüber der Playmakers Sportsbar befindet sich weiterhin das beliebte Burger-Restaurant Johnny Rockets. Das verwundert etwas, denn die besseren Burger gibt es nun definitiv in der Sportsbar und nicht bei Johnny Rockets. Die Konkurrenz liegt also direkt vor  der eigenen Haustür. Das Johnny Rockets zählte auf den Schiffen der Voyager-Class in seinem typischen 50er Jahre Diner-Stil, der Jukebox, den frischen Burgern und leckeren Milchshakes zu meiner persönlichen Lieblingsadresse. Schon auf der Harmony of the Seas hat die Qualität der Burger meiner Ansicht nach nachgelassen. Die Burger sind einfach zu fettig. Dieses tropft beim Essen aus dem Burger und weicht ihn regelrecht auf. Das ist nicht appetitlich und geht weniger Meter gegenüber oder im Jamie´s Italian Restaurant deutlich besser. Die Servicebereitschaft und Freundlichkeit der Mitarbeiter im Johnny Rockets ist weiterhin top.

Johnny Rockets Mitarbeiter Symphony of the Seas

Foto: Johnny Rockets Mitarbeiter Symphony of the Seas

Das kulinarische Angebot setzt sich weiter fort. Es ist praktisch unmöglich, sich den ganzen Leckereien und Verlockungen zu entziehen. Ein typisch amerikanisches Jahrmarkt Karussell sorgt inklusive Jahrmarktmusik für die perfekte Illusion und zieht die Besucher in seinen Bann. Aber nicht nur das Karussell dreht sich. Schaut man sich auf dem Boardwalk um, dann dreht sich im wahrsten Sinne des Wortes alles um das pure Vergnügen der Reisegäste. Vom Boardwalk zurück auf die Royal Promenade (wie auf der Oasis und Allure of the Seas) gezogen ist das Starbucks Café. Auf der Symphony oft he Seas musste es der Playmakers Arcade weichen. Ebenfalls zurückgekehrt sind die Holzpferde im Eingangsbereich des Boradwalk. Die gibt es auf der Allure of the Seas an selbiger Stelle.

Carousel Boardwalk Symphony of the Seas

Foto: Carousel Boardwalk Symphony of the Seas

Neben dem Dog-House, in dem es – wie der Name schon sagt – auch auf der Symphony of the Seas Hot Dogs gibt, liegt nun Sugar Beach. Sugar Beach ist eine Kombination aus dem bisher bekannten Candy-Shop und der Eisdiele Cups and Scoops.

Die Kinder-Kletterwand Luckey Climber neben dem Johnny Rockets ist geblieben.

Ich verlasse den Boardwalk in Richtung Schooner Bar auf der Royal Promenade

Die auf allen Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen bewährte und beliebte Schooner Bar darf auch im Zeitalter neumodischer Cyber-Bars an Bord nicht fehlen. In der sehr maritimen Schooner Bar habe ich schon auf den Ur-Schiffen der Royal Caribbean Flotte gesessen, zu Zeiten als solche Einrichtungen noch als große Innovationen gefeiert wurden. Heute darf es dann schon eher ein Autoscooter sein, um der anspruchsvollen Spaßgesellschaft ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Die Zeiten ändern sich. Allerdings hat Royal Caribbean es geschafft, der Bar ein zeitgemäßes, neues Gesicht zu verleihen, ohne dabei den maritimen Charakter aus den Augen zu verlieren. Es ist wirklich ein sehr guter Wandel gelungen.  

Schooner Bar Symphony of the Seas

Foto: Schooner Bar Symphony of the Seas

Photo Gallery deutlich kleiner

Gegenüber der Schooner Bar lag bisher der große Focus – Photo Gallery. Diese musste den neuen Shore Excursions Schaltern weichen und ist in das Picture This Portrait Studio integriert worden, welches sich in direkter Nähe befindet. Alle Fotos können dort mittels Bordkarte an den Fototerminals abgerufen und bestellt werden.

Shore Excursions Symphony of the Seas

Foto: Shore Excursions Symphony of the Seas

Zu guter Letzt füllt das Vitality at Sea Spa and Fitness Center den gesamten Bug auf Deck 6 aus. Der riesige Wellnesskomplex bietet einen Schönheitssalon, traditionelle Spa-Behandlungen, Aromatherapien, Massagen, Maniküre, Pediküre, Algenpackungen und ein umfangreiches Saunaerlebnis. Im neuen Vitality Café am Eingang werden frisch gepresste Säfte, Eiweiskost und jede Menge Obst angeboten.

Vitality at Sea Spa and Fitness Center Symphony of the Seas

Foto: Vitality at Sea Spa und Fitness Center Symphony of the Seas

  • Deck 7 Symphony of the Seas

Dieses Deck ist überwiegend mit Kabinen belegt. Nicht neu aber beliebt sind Kletterwände, die an Bord der Symphony of the Seas an bewährter Stelle am Heck von Deck 7 in doppelter Ausführung finden stehen. Die Höhe jeder Rock Climbing Wall beträgt jeweils rund 13 Meter.

=>> Fortsetzung in Teil 2 Schiffsportrait Symphony of the Seas Deck 8-18