Kreuzfahrten & mehr

Premium-Kreuzfahrten in Alaska mit Celebrity Solstice, Celebrity Century und Celebrity Millennium 2014-2015

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 12.03.2013

Premium-Kreuzfahrten in Alaska: Ein Schwerpunkt der neuen Celebrity´s World Tour 2014-15

Auf der neuen Celebrity’s World Tour 2014-15 führt Celebrity Cruises ihre Gäste rund um den Globus. Drei Schiffe der Premium-Kreuzfahrtmarke werden dabei Alaska und Kanada bereisen. Die Fjorde und Gletscher an der amerikanischen Westküste bilden somit einen Schwerpunkt des neuen Programms. Landausflüge beispielsweise mit einem Wasserflugzeug, die sogenannten Celebrity Exclusives, bringen den Gästen die Naturschönheiten noch näher.

Im Rahmen der Celebrity’s World Tour 2014-15 wird Celebrity Cruises ihre Gäste erneut mit drei Kreuzfahrtschiffen in die atemberaubende Natur Alaskas führen: 

  • Die Celebrity Solstice startet ihre 7-Nächte-Rundreisen ab Seattle, Washington, mit einer Fahrt durch die Inside Passage, nach Ketchikan, durch den Tracy Arm Fjord und Sawyer-Gletscher, nach Juneau und Skagway. Ebenfalls auf der Reiseroute zu finden: Victoria in British Columbia. Die Alaska-Saison beginnt am 08. Mai 2014 mit einer 8-Nächte-Kreuzfahrt von Vancouver nach Seattle, den Abschluss bildet eine 11-Nächte-Kreuzfahrt von Seattle nach Vancouver ab dem 12. September 2014.

Celebrity Solstice 

  • 7-Nächte-Kreuzfahrten ab Vancouver und Seward bietet die Celebrity Millennium. Ihre Reise führt durch die  Inside Passage mit mehreren Stunden am eisblauen Hubbard Gletscher und beinhaltet Ausflüge nach Juneau, Skagway, Icy Strait Point und Ketchikan.

 Celebrity Millennium

  • Die Celebrity Century startet 7-Nächte Kreuzfahrten ab Vancouver, ebenfalls mit Fahrten durch die Inside Passage, entlang des Hubbard Gletschers, mit Ausflügen nach Juneau, Icy Strait Point und Ketchikan. Auch bietet sie 11-Nächte-Kreuzfahrten von Vancouver nach San Francisco, mit Ausflügen zu fünf Zielen in Alaska und Victoria in British Columbia, und eine 12-Nächte-Rundreise ab San Francisco zu sechs Destinationen in Alaska und nach Victoria in British Columbia.

 Celebrity Century

Neu sind die Landausflüge Celebrity Exclusives, individuell oder in Gruppen bis zu 15 Personen. In Alaska bietet Celebrity Cruises folgende Ausflüge an:

  • Ein Trip ab Juneau zur berühmten Taku Glacier Lodge, die nur per Wasserflugzeug zu erreichen ist. Auf dem Flug haben die Gäste Blick auf fünf tiefblaue Gletscher, die dem Juneau Icefield entspringen, schneebedeckte Berge und den üppigen Tongass National Forest. Abgerundet wird der Ausflug von einem authentischen Festmahl mit Alaska King Salmon und Blick auf einen Gletscher, gefolgt von einer Walbeobachtung an Bord eines Expeditions-Katamarans.
  • Modern Luxury trifft Wildnis: Der Ausflug beginnt mit der Fahrt in einer SUV-Limousine von der Anlegestelle zu einem Wasserflugzeug. Dieses fliegt über den zerklüfteten Tongass National Forest, eisblaue Gletscher und das Naturschutzgebiet Misty Fjords National Monument. Während des Fluges können sich die Gäste über Headsets mit dem Piloten verständigen. Üppige Fichtenwälder, Hemlock-Tannen und Zedern auf schneebedeckten Bergen, Wände aus Granit, die 900 Meter in die Fjorde abfallen und Weißkopfseeadler sind ebenfalls zu bestaunen. Es folgt ein Picknick an der frischen Bergluft.

Auf der Celebrity’s World Tour 2014-15 stehen den Gästen erstmals sogenannte Destination Concierges mit fundierten Kenntnissen zur Seite, die sie sowohl während der Celebrity Exclusives, als auch auf individuellen Ausflügen begleiten.


Weitere Routen und Details zur Celebrity’s World Tour 2014-15 werden zum Buchungsstart in den kommenden Wochen bekanntgegeben.

Vergleich Celebrity Reflection und Celebrity Solstice

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 17.12.2012

Die Celebrity Solstice im Vergleich zur Celebrity Reflection

Die Celebrity Solstice ist das Typschiff einer aus 5 Neubauten bestehenden Serie von Kreuzfahrtschiffen die von der Meyer Werft in Papenburg an die US-Reederei Celebrity Cruises geliefert wurden. Die Celebrity Solstice wurde im Jahr 2008 abgeliefert – die Celebrity Reflection vor wenigen Wochen. Kurz vor dieser Reise mit der Celebrity Solstice hatten wir die Möglichkeit, die Celebrity Reflection zu erkunden. Unsere Eindrücke schilderten wir ausführlich in einem Bericht beim Schiffsjournal.

Bei dieser Gelegenheit haben wir es nicht versäumt, die Neuerungen mit kritischen Augen zu betrachten. Nun ist es so, dass wir die Celebrity Solstice als einziges Schiff noch gar nicht kannten und offen gesagt die Unterschiede zum neuesten Spross der Flotte beachtlich finden. Einige Dinge fallen selbstverständlich fast gar nicht ins Auge, so ist der Aufgang zum Solstice Deck anders gestaltet und das Deck selbst ebenfalls – abgesehen von der fehlenden Heckaussicht auf der Reflection. Allerdings ist auch die Anzahl der Liegen und Ruhemöglichkeiten deutlich reduziert. Der Kinderbereich fällt geringfügig kleiner aus, der Spa-Bereich ebenfalls. In der Sky Observation Lounge macht sich Großzügigkeit in Form von ganz viel Freiraum zwischen den Tischen bemerkbar. Vor der Sky Observation Lounge der Celebrity Solstice gibt es noch eine gemütliche Sitzecke hinter einer Abtrennung.

Im Poolbereich ist deutlich mehr Platz zwischen den Liegen – auch stehen diese in weniger Reihen. Das Cellar Masters schaut komplett anders aus, der Michael´s Club schließt sich an. Im Zugangsbereich zu den Spezialitätenrestaurants stehen auf der Celebrity Solstice Trennwände sowie Kunstskulpturen, die Molecular Bar ist deutlich kleiner und gemütlicher, die Anzahl der Bars ist insgesamt geringer, die Restaurants vermitteln einen großzügigeren Eindruck, die Abstände zwischen den Tischen sind merkbar größer, die Tischgröße in diversen Bars ist geringer – damit auch die Anzahl der Stühle. Auf der Celebrity Solstice gibt es deutlich mehr echte Grünpflanzen, einige Designelemente und Lichter fehlen auf der Celebrity Reflection ebenfalls.

In einem Satz gesagt, fällt die geringere Passagierzahl der Celebrity Solstice ganz deutlich ins Auge und man spürt sie zudem. Das Fazit ist daher eindeutig: die Celebrity Solstice mag älter sein und einige Annehmlichkeiten weniger aufweisen (Bars, Alcovens, Restaurants) wie die Celebrity Reflection, aber dafür punktet sie ganz klar mit erheblich mehr „freiem“ Platz und somit Großzügigkeit! Vielleicht mag sich dieses Urteil nun sehr hart anhören für das jüngste Schiff der Flotte – wir schildern jedoch lediglich unsere persönlichen Eindrücke bzw. unser Empfinden in Bezug auf die Hardware und sind uns sicher, dass jedes Schiff eine Klasse für sich ist. Auch wir sind Liebhaber der (kostenpflichtigen) Alcovens im Lawn Club der Celebrity Silhouette und der Celebrity Reflection, wissen aber auch die freien Rasenflächen der ersten drei Schwestern zu schätzen. Etwas vermissen wir auf der Celebrity Solstice jedoch sehr – den Lawn Club Grill an Stelle der Hot Glass Show!

Nach einigen Seetagen haben wir das Angebot für Kinder im Alter von Marc – also für die „Shipmates & Cadets“ bereits genutzt und können festhalten, dass das geschulte Personal der „Fun Factory“ ein umfangreiches Programm bereithält um die kleinen Kreuzfahrer bei Laune zu halten. Dazu zählen Malkurse, spezielle Kochstunden, Bastelstunden, Fitnessübungen, abendliche Essen… letztendlich sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Wer mit seinem Kind an den Essenssitzungen teilnimmt, bekommt eine zusätzliche Kinderspeisekarte gereicht, falls die Kleinen keinen Lachs oder Steaks mögen.

Was es auf der Celebrity Solstice und auch auf den Schwesterschiffen nicht gibt, sind besondere Spiel- und Spaßlandschaften mit Wasserrutschen und solchen Dingen. Derartige Bespaßung vermisst aber auch niemand – schließlich steht das ja schon vor der Buchung einer Reise mit Celebrity Cruises fest. Wer Daueranimation und Wasserparks sucht, fährt eben mit einem anderen Schiff. Unser 3-jähriger Sohn hat nach einigen Tagen die Rasenflächen des Lawn Club für sich und seine Autos entdeckt und wir müssen wie auch schon auf vorangegangenen Reisen mit den Schwesterschiffen feststellen, dass die Rasenflächen auch zu unseren Lieblingsplätzen geworden sind. Wo sonst kann man sich tagsüber einfach mal auf eine echte Rasenfläche auf dem Meer setzen oder abends noch einen Cocktail auf dem Rasen trinken und dabei den Sternenhimmel beobachten?! Das geht nur bei Celebrity Cruises!

Auf die einzelnen Restaurants und Mahlzeiten möchten wir eigentlich auch bewusst nicht eingehen, denn das Empfinden, die Ansprüche und die Geschmäcker der Menschen sind sehr unterschiedlich. Celebrity Cruises wird seinem Ruf als Reederei im gehobenen Segment gerecht und erfüllt entsprechende Ansprüche. Wer ohne die Deutsche Küche im Urlaub nicht leben kann, der hat ja die Möglichkeit auf Mitbewerber auszuweichen.

Wir haben bereits das Oceanview Café (Buffet) sowie das Grand Épernay Restaurant (Hauptrestaurant) nochmalig getestet und auch die Kochkünste im Tuscan Grille genießen dürfen. Für die anderen Spezialitätenrestaurants (Silk Harvest und Murano) haben wir uns ebenfalls noch angemeldet. Alle kennen wir auch von vorangegangenen Kreuzfahrten und sind im Tuscan Grille wieder einmal voll auf unsere Kosten gekommen! Service, Ambiente und die Qualität der Speisen sind nochmals erheblich besser wie in den „normalen“ Restaurants der Celebrity Solstice. Der Service ist exzellent und es wäre zu umfangreich jede einzelne Vor- Haupt- und Nachspeise zu beschreiben oder zu bebildern. Der Tuscan Grille liefert für uns immer noch das beste Steak auf See – aber auch das ist natürlich wieder reine Geschmacksache und liegt sicherlich daran, dass wir Liebhaber der Steaks aus den USA sind. ;-) Die einzelnen Gänge werden in unterschiedlichen, kleinen Schälchen serviert und man kann beliebig kombinieren oder auch einzelne Gänge unbegrenzt nachbestellen. Aufgrund der Tatsache, dass nicht alle Zutaten auf einem Teller serviert werden, lässt sich dieses Geschmackserlebnis auch nur sehr schwer in Bildern festhalten. Wir vergeben in jedem Fall die Gesamtnote 1! Jeder Dollar der kostenpflichtigen Restaurants ist mehr als gut angelegt.

Neu unter die Lupe genommen wurde von uns erstmalig nun der (Damen-)Frisör! Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen und ist den Preis absolut wert. Sicherlich liegen diese etwas über denen an Land aber wer einen Hotelfrisör besucht ist auch bereit einen Euro mehr zu zahlen. Abgesehen davon kann man hier auch kein Pauschalurteil treffen, denn im Hause Walz liegen die Preise natürlich über denen des „Discount-Frisörs“ nebenan – was man nachher jedoch eindeutig am Ergebnis sieht. Für schulterlanges Haar wird sich hier inkl. Strähnchen (die man hinterher auch sieht!!!) ca. 3 Stunden Zeit genommen. Es gibt eine ausführliche Beratung und auch ein Kaffee wird gereicht.

Allgemeine Randnotizen:

 

Der „Check-in“ in Singapur verlief hervorragend – so schnell sind wir bisher nur in wenigen Ausnahmen an Bord eines Schiffes gewesen.

Wir haben lange überlegt, ob wir insbesondere die nachfolgenden Dinge überhaupt erwähnen sollten, sind aber der Meinung ihnen zumindest eine gewisse Aufmerksamkeit aus unserer Sicht zu schenken. Sicherlich wird es in Frankfurt deshalb nach der Reise wieder einen großen Beschwerdeansturm geben – die Deutschen müssen ihrem Ruf als Meckerer ja treu bleiben. Zu den Fakten: Das Tendern in Benoa/Bali verlief mit kleinen Hindernissen. Morgens gab es mehr als eine Stunde Verzögerung trotz „Priority Tickets“ für die ganze Gruppe. Es hakte bei der internen Kommunikation, welche der beiden Tenderpforten nun wer nutzen darf…

Beim Rücktendern am Abend wurde vielen Passagieren eine größere Geduld abverlangt. Die Wartezeit vor dem Hafen in Benoa betrug über eine Stunde. Leider war das Hafengebäude nicht klimatisiert und die Temperaturen lagen bei deutlich über 30 Grad. Mit dem nächsten eintreffenden Tenderboot wurden dann kalte Tücher und Getränke vom Schiff mitgebracht, die den Wartenden gereicht wurden.

Aus unserer Sicht war der Tendervorgang in der Tat der wohl schlechteste, den wir erlebt haben. Die Ursachen für diese extremen Verzögerungen sind jedoch nicht bei der Schiffsleitung zu suchen, sondern bei den Verantwortlichen für  die zur Verfügung gestellte Schnellfähre (Katamaran) aus dem Hafen von Benoa. Wir haben ihn auf beiden Tenderfahrten auch genutzt und schon zu diesem Zeitpunkt festgestellt, dass sie viel zu groß war für diesen Zweck. Einerseits ist es ein Vorteil, dass gut die dreifache Anzahl an Passagieren im Vergleich zu den Tenderbooten der Celebrity Solstice befördert werden können, andererseits ist genau dies aber auch der große Nachteil gewesen. Das Boarding in Benoa hat gut 30 Minuten gedauert und genau so lange auch das Ausschiffen auf der Celebrity Solstice. Diese Zeit über war eine der beiden Tenderpforten praktisch dauerbelegt, so dass sich die bordeigenen Tenderboote eine Pforte teilen mussten. So entstanden diese erheblichen Wartezeiten.

Keine schöne Situation aber man kann letztendlich auch alles wieder dramatisieren, in der Hoffnung noch den einen oder anderen Euro am Ende einklagen zu können.

Der Kapitän entschuldigte sich am darauffolgenden Seetag bei seinen Gästen für die langen Wartezeiten.

Zum Service:

 

Der Service ist durchweg gut mit der Möglichkeit von Detailverbesserungen. Im Hauptrestaurant werden hin und wieder mal die Gerichte zwischen den Gästen vertauscht oder Bestellungen ganz vergessen. Im Oceanview Cafe steht das gebrauchte Geschirr gerne mal etwas länger an den Tischen, so dass sie nach dem Verlassen der Gäste unnötig lange „belegt“ bleiben. Allerdings zeigen sich diese Auffälligkeiten auch nicht den ganzen Tag lang sondern stets phasenweise. Und wir kennen Reedereien, bei denen dieser Zustand zur Normalität gehört, von daher besteht in diesen Ausnahmefällen im Prinzip gar kein Grund zur Klage.

Bzgl. Der Sauberkeit auf dem Schiff gibt es keinerlei Verbesserungsmöglichkeiten, die wir feststellen können.

Wir hören immer wieder gerne, dass Gäste sich über fehlende Windeleimer auf den Kabinen und fehlende Wickeltische in den öffentlichen Toiletten beklagen.

Wir fragen uns hier ob die Eltern wirklich nicht in der Lage sind mit dem Kabinenpersonal darüber zu sprechen, dass gebrauchte Windeln direkt entsorgt werden oder man eben eine entsprechende Aufbewahrungsmöglichkeit auf der Kabine erhält? Und Wickeltische in den öffentlichen Toiletten? Ist es wirklich zu viel verlangt, die Kabine aufzusuchen? Selbst auf den größten Schiffen bedarf es keiner nennenswerten Anreisezeit um in die Kabinen zu gelangen!

Unser beliebtester Ort auf der Celebrity Solstice? Wie auch schon auf den Schwesterschiffen ganz klar – der Lawn Club!  Dieses Örtchen der Geselligkeit aber auch der Erholung ist nicht nur für Erwachsene ein echter Tipp – die Kinder können auf dem echten Rasen spielen und sich dort auf unterschiedliche Weise vergnügen. Auf den beiden letzten Neubauten (Silhouette und Reflection) wird es hier jedoch zu Problemen kommen, da man vor den Alcovens nicht so einfach „frei“ liegen und spielen kann. Klarer Vorteil also für die drei ersten Einheiten.

Link zur Bildergalerie der Celebrity Solstice bei Oceanliner Pictures.

Kreuzfahrt Celebrity Solstice Singapur-Sydney Zusammenfassung

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 17.12.2012

Celebrity Solstice – Zusammenfassung einer Asien/Australien Kreuzfahrt

Heute ist nun unser letzter Seetag unserer langen Kreuzfahrt von Singapur nach Sydney und wieder einmal fragt man sich, wo die Zeit geblieben ist. Zwar liegen noch einige Tage in Sydney vor uns, aber wenn wir nach 23 Tagen wieder in der Heimat landen, dann haben wir nach Zahlen gerechnet die längste Reise am Stück hinter uns und auf jeden Fall auch die Reise mit den meisten Sonnenstunden und außergewöhnlichsten Eindrücken.

Die Idee unseres Reisetagebuchs wurde spontan geboren und ist einigen, besonderen Menschen gewidmet. Allerdings haben wir uns entschlossen auch die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen und hoffen, die Eindrücke haben gefallen. Die Schwierigkeit bestand sicherlich darin, den Menschen die uns nicht begleitet haben, unsere Erlebnisse so authentisch wie möglich zu übermitteln. Das haben wir auf unsere persönliche Weise versucht.

Einige Bilder sind in unseren Berichten bereits veröffentlicht worden, eine komplette Bildergalerie wird nach der Reise noch folgen.

Zu den angelaufenen Häfen:

Klar, am Ende hat man immer seine Favoriten und die Städte, die einem weniger gefallen haben. Im Prinzip sind alle Anlaufhäfen der CELEBRITY SOLSTICE attraktiv gewesen. Singapur als Ausgangshafen steht hoch oben auf unserer „Hitliste“ und Darwin ganz weit unten. In Cairns und Brisbane wäre ein „Overnight“ sicherlich das i-Tüpfelchen gewesen aber letztendlich steht fest, dass alles beeindruckend war, Australien derart viel zu bieten hat, dass man mehrere Wochen bleiben muss. Benoa ist zweifelsfrei der exotischste Hafen gewesen und Bali eine Insel für Individualisten. Über Sydney können wir noch nicht urteilen, der Hafen liegt als Endziel und Ausschiffungshafen noch vor uns. Da Sydney offiziell eine der schönsten Hafenstädte der Welt sein soll, sind wir natürlich gespannt auf das, was uns dort erwarten wird. Über Sydney wird dann der letzte Teil unserer Reisetagebuch-Serie folgen.

Die Liegezeiten sind durchweg sehr lang gewesen – von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang wurde die Zeit voll ausgenutzt.

Es hat uns in jedem Fall Freude gemacht, die CELEBRITY SOLSTICE auf ihrer ersten Reise zu all diesen Häfen zu begleiten. All die bekannten „Rennstrecken“ in der Karibik, dem Mittelmeer und anderswo sind immer wieder eine Reise wert aber neue Routen machen schon mehr Freude.

Die Sauberkeit in Singapur und Australien ist auch unter unseren Kunden immer wieder ein Gesprächsthema gewesen. Wir haben es ebenfalls bereits öfter gesagt, dass wir fasziniert sind von einer solchen Disziplin, Ordnung und Konsequenz unter den Einheimischen ihre Städte sauber zu halten. Europäische Städte sind dagegen vergleichsweise dreckig und verkommen und über das in einigen Ländern so hoch gelobte Deutschland möchten wir uns gar nicht erst äußern… apropos… eine weitere Frage die während dieser Reise immer wieder aufgeworfen wurde (wie auf vielen anderen Reisen in andere Länder auch schon): Warum ist es in Deutschland nicht möglich, eine Schuluniform einzuführen? Da wird sich über steigende Kriminalität an Schulen, Neid und verschiedene „Schichten“ beklagt und die Lösung wäre so einfach. In einer Schuluniform sieht jedes Kind gleich aus. Überall funktioniert das bestens, nur im ach so vorbildlichen Deutschland offenbar nicht!?

Und wo wir gerade beim Thema Sauberkeit sind, möchten wir die CELEBRITY SOLSTICE noch einmal abschließend in diesem Punkt bewerten. Auch aus Sicht unserer Reisegruppe gab es zu keinem Zeitpunkt Kritik oder erkennbare Schwachstellen in dieser Richtung. Und als lästig empfinden das regelmäßige Hände desinfizieren vor  den Restaurants sicherlich auch nur diejenigen, die sich  die Hände nicht waschen wenn Sie von der Toilette kommen. Alle anderen haben für diese konsequente Maßnahme Verständnis.

Der Service auf der CELEBRITY SOLSTICE weist am Ende keine nennenswerten Schwachstellen mehr auf. Die kleinen Aufmerksamkeits-Patzer im Grand Épernay Dining Room (Hauptrestaurant) der ersten Tage wurden behoben und auch die Schwachstellen im Ocean View Cafe wurden beseitigt. Das gebrauchte Geschirr steht nun keine 30 Minuten mehr in rekordverdächtig hohen Türmen auf den Tischen. Selbst in Stoßzeiten sind die Teller nach durchschnittlich 10 Sekunden abgeräumt worden! So kennen wir es. :-)

Nach Rücksprache mit unseren Kunden können wir auch mit ruhigem Gewissen mitteilen, dass Frühstücksbestellungen auf die Kabine tadellos funktionieren und alles so geliefert wurde wie bestellt. Wir haben diesen Service persönlich nicht genutzt, da wir es vorgezogen haben selbst vom leckeren Buffet zu wählen.

Wie bereits in unserem Schiffsbericht erwähnt, ist das Programm für Kinder sehr umfangreich und durchdacht.

Den Frisör an Bord können wir persönlich empfehlen, auch darüber haben wir bereits geschrieben.

Ach so, der Butler… entsprechend der Kabinenkategorie stand uns auch ein eigener Butlerservice 24 Stunden lang am Tag zur Verfügung. Der gute Mann jedoch war bei uns praktisch arbeitslos. Denn auch wenn wir eine wirklich riesige Kabine/Suite hatten, so hätten wir es für überheblich empfunden, den guten Mann für jeden Kleinkram zu beauftragen. Insbesondere für ältere Gäste, welche die langen Wege auf den Schiffen scheuen oder gehbehinderte Reisende ein hervorragender und aufmerksamer Service. So lange unsere Füße uns jedoch tragen, schaden auch kleine Spaziergänge über das Schiff nicht.

Den Wäschereiservice dagegen haben wir genutzt, denn für eine Reise dieser Länge macht es Sinn, einen Teil an Wäsche daheim zu lassen und die Schmutzwäsche einmal waschen zu lassen. Das Ergebnis war zufriedenstellend und auch größere Flecken aus der Kleidung unseres 3-jährigen Sohnes waren verschwunden.

Falls sich der aufmerksame Leser wundert, dass wir Abstand davon nehmen, Preise zu veröffentlichen – das hat seinen guten Grund. Wir sind keine „Schiffstester“ und wollen dies auch nicht sein. Wir wollen nicht mit Mitbewerbern vergleichen, was ohnehin problematisch ist und informieren potentielle Kreuzfahrer gerne persönlich aus unseren Preislisten, die wir zur Verfügung gestellt bekommen haben und im Büro verwahren.

Unser persönlicher Lieblingsort auf der CELEBRITY SOLSTICE ist zweifelsfrei der Lawn Club gewesen. Hier haben wir viele Stunden auf dem Rasen verbracht und auch unserem Sohn hat es dort hervorragend gefallen.

Was wir aufgrund der faszinierenden Stadt Singapur völlig vergessen haben zu erwähnen – wir haben am ersten Seetag nach dem Auslaufen in Singapur auch den Äquator überquert, was in einer großen Zeremonie an Deck gefeiert wurde. Natürlich haben alle Gäste an Bord ein Zertifikat für die Überquerung des Äquators erhalten.

Die Seestärke ist den gesamten Reiseverlauf über praktisch zu vernachlässigen gewesen. Teilweise ist das Wasser mehrere Tage lang spiegelglatt gewesen. Selbst auf offener See war es größtenteils völlig windstill. Nur heute, am letzten Seetag, gibt es Schaumkronen auf dem Meer.

Wenn die CELEBRITY SOLSTICE morgen in Sydney einläuft, dann liegen 4.609 Seemeilen oder 8.536 km hinter uns seit wir den Hafen von Singapur verlassen haben. Insgesamt haben wir dann eine Reisedistanz von 19.536 km seit Abfahrt vor der Haustür zurückgelegt. Der Rückflug wird die Zahl nochmals deutlich in  die Höhe schrauben.

Das Wetter auf dieser Reise:

Es hätte besser nicht sein können! Durchweg über 30 Grad und von kleinen Wolken abgesehen auch fast täglich die volle Sonnenstundenzahl. Ein neuer Rekord, wenn man auch die Länge der Reise berücksichtigt.

Letztendlich eine komplett gelungene Reise die uns völlig neue Eindrücke bescherte.

Eine Kleinigkeit möchten wir noch erwähnen. Irgendwo haben wir mal die „Reklamation“ gehört, die Kabinentüren sollten gegen „das Abhauen“ von Kindern doch ein zusätzliches Schloss erhalten. Wir können wirklich alle Eltern beruhigen, denn in der Regel verlässt ein Kind nicht mitten in der Nacht oder auch tagsüber einfach so die Kabine. Wir haben uns auch mit anderen Eltern unterhalten und kennen dieses Problem auch überhaupt nicht. Sicherlich kann man Kinder nicht vergleichen aber eine solche Situation ist schon wirklich sonderbar. Die Balkone sind ja auch nicht mit einem Gitter gegen das hinunter springen von Kindern gesichert. Eltern sollten einfach, wie generell im Leben, Sorgfalt walten lassen. Dann steht einer unbeschwerten und sicheren Kreuzfahrt nichts mehr im Wege und alle Familienmitglieder kehren wohlbehalten von der Reise zurück. :-)

Link zur Bildergalerie der Celebrity Solstice bei Oceaenliner Pictures.

Kreuzfahrt Celebrity Solstice Singapur-Sydney Teil 6 Sydney /1

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 17.12.2012

Kreuzfahrt mit der Celebrity Solstice von Singapur nach Sydney / Teil 6

Sydney Tag 1

Schon um 04:30 Uhr näherte sich die CELEBRITY SOLSTICE der Hafeneinfahrt des großen Naturhafens von Sydney. Imposant ragten die beiden Klippen von North Head und South Head in den Morgenhimmel. Die Dämmerung hatte schon leicht eingesetzt, so dass sich leichte Umrisse der Küste erkennen ließen. Der Himmel war klar und an Deck sammelten sich mehr und mehr Passagiere, die sich das Einlaufen in eine der schönsten Hafenstädte der Welt nicht entgehen lassen wollten.

Und in der Tat ist es ein ganz besonderes Erlebnis in diesen Hafen einzulaufen, denn selbst von Deck 16 aus der CELEBRITY SOLSTICE kann man nur die obersten Spitzen der imposanten Skyline von Sydney erahnen. Die Stadt versteckt sich keck hinter den Hügeln von Breadleys Head und man muss sich schon ein bedeutendes Stück nähern, bis nach und nach die komplette Skyline erkennbar wird. Wie ein Theatervorhang der sich öffnet geben die Klippen bei weiterer Fahrt zunächst den Blick auf den Botanischen Garten von Sydney frei und wenn sich der Bug des Schiffes um Bradleys Head herumgeschoben hat, dann neigt man dazu, mit offenem Mund an Deck zu stehen. Man hörte zunächst unter den Passagieren immer wieder ein „Ohhh“ und „Ahhh“ oder ein „great“ oder „wonderful“, bevor komplette Ruhe einkehrte. Den Anblick der morgentlichen Skyline samt dem Opera House und vorgelagertem Fort Denison muss man im Prinzip live erlebt haben um diese Eindrücke verstehen zu können. Aber wir würden den Anlauf sogar insgesamt sogar als beeindruckender bezeichnen wie jener in New York. Die Begründung ist einfach, denn New York offenbart zu schnell den Blick auf die imposante Hochhausskyline – Sydney „versteckt“ sich bis zuletzt hinter diversen Hügeln und hat dadurch einen erheblich größeren „Wow-Effekt“!

In unmittelbarer Nähe der Oper nahm uns dann ein Feuerlöschboot in Empfang und sprühte Wasserfontänen in den Morgenhimmel – immerhin ist es ja der erste Anlauf der CELEBRITY SOLSTICE im Hafen von Sydney.

Kurz darauf gesellten sich einige Hubschrauber am Himmel dazu, die laufend ihre Kreise um das Schiff zogen. Vom Ufer kommend gingen Pfiffe, Schreie und freudige Rufe über das Deck der CELEBRITY SOLSTICE. Die Stimmung kam sehr nah an jene im Hamburger Hafen ran, wenn  dort morgens die Kreuzfahrtschiffe ihren Erstanlauf haben. Offen gesagt beeindruckt die Kulisse von Sydney aber deutlich mehr.

Kurz vor der Harbour Bridge stoppte die CELEBRITY SOLSTICE dann für ganze 10 Minuten und blieb zwischen Oper und dem vorgesehenen Liegeplatz am Overseas Passenger Terminal bewegungslos liegen. Die Durchfahrt war solange für jegliche Schiffe durch Polizeiboote gesperrt. Erst danach begann das Wendemanöver und die CELEBRITY SOLSTICE drehte mit dem Heck voran in Richtung Overseas Passenger Terminal. In diesen Minuten ging auch die Sonne auf – spektakulärer Weise unmittelbar hinter dem Opernhaus.

Schon gegen 05:45 waren die Taue fest und unser Zielhafen Sydney endgültig erreicht.

Nach dem Frühstück begann die Ausschiffung und auch wir haben die CELEBRITY SOLSTICE gegen 08:00 Uhr verlassen. Der Tag begann mit viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Die Ausschiffung verlief extrem schnell und bestens organisiert. Selbst die Häfen in den USA sollten sich ein Beispiel daran nehmen. Je nach Farbe und Nummer der Kofferanhänger verlässt man das Schiff über unterschiedliche Ausgänge, was die Menschenmengen erheblich reduziert und das Auffinden der Koffer deutlich vereinfacht. Keine 10 Minuten dauert es, bis man unmittelbar vor dem Overseas Passenger Terminal steht.

Besonders bemerkenswert finden wir den Service für Touristen, den die Stadt hier anbietet. Eine große Anzahl an Guides verteilt kostenfreies Informationsmaterial, Broschüren, Stadtpläne und auch Fahrpläne für öffentliche Verkehrsmittel. Damit aber nicht genug, denn es gibt auch fundierte Informationen und Tipps – das alles ist kostenfrei! Da sollten sich wirklich andere Städte ein Beispiel dran nehmen.

Nach einer kurzen Wartezeit begann die deutschsprachige Stadtrundfahrt für unsere Gäste sowie auch noch für ein weiteres Ehepaar, welches wir auf dem Schiff kennen gelernt haben.

Leider meinte es das Wetter heute auch nicht gut mit uns, denn das Tiefdruckgebiet welches uns nun schon seit Brisbane ärgert, hat auch Sydney erreicht und innerhalb von einer Stunde zog ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten der Stärke 8-9 auf. Immerhin regnete es aber nicht. Die Stadtrundfahrt führte uns durch das historische Stadtviertel „The Rocks“, in dem auch unser Hotel liegt, durch die Stadtteile Darling Harbour, Surry Hills, Darlinghourst, vorbei am Botanischen Garten mit Fotostopp, durch das aufstrebende Woolloomooloo bis nach Rose Bay. Nach einem kurzen Stopp bekamen wir einen kurzen Eindruck von der reizvollen Gegend um Watsons Bay, die Klippen von South Head mit imposanter Aussicht auf das vom Sturm aufgepeitschte Meer und die Küste. Dover Heights ist eine der teuersten Wohngegenden außerhalb von Sydney. Dover Heights genießt eine einzigartige Lage auf den Klippen und bietet von vielen Positionen aus (auch von den Gärten der Häuser!) einen Blick auf den Ozean zur einen Seite und einen Blick auf die gesamte Bucht und den Hafen von Sydney zur anderen Seite. Dieser einmalige Blick schlägt sich selbstverständlich auf die Kaufpreise der Häuser nieder. Unter 1,5 Mio. Australische Dollar ist dort kein Objekt zu erstehen.

Unseren Aufenthalt am weltbekannten Bondi Beach kürzten wir aufgrund des heftigen Sturms stark ab und begaben uns auf kurzem Wege auf den Rückweg. Bondi Beach liegt in einer relativ geschützten Bucht und bietet neben einem feinsandigen, flach abfallenden Strand auch Einkaufsmöglichkeiten und Hotels.

Wieder zurück in der Stadt, endete die Rundfahrt am frühen Nachmittag direkt vor dem Hotel Harbour Rocks. Da das Wetter nach wie vor nicht einladend war, fiel der geplante Stadtbummel für den Nachmittag relativ kurz aus. Wir verschafften uns lediglich einen kurzen Eindruck von der Altstadt „The Rocks“, kehrten in einem Italienischen Restaurant ein und versorgten uns in einem nahegelegenen Supermarkt.

Abgerundet wurde der Tag am Abend noch durch das Auslaufen der CELEBRITY SOLSTICE. Der Stadtteil „The Rocks“ bietet schöne Aussichtspunkte auf den Hafen und die Oper.

Die zurückgelegte Distanz beträgt von Singapur bis Sydney 4.609 Seemeilen oder 8.536 km. Insgesamt haben wir bis Sydney nun 19.036 km seit Abfahrt vor unserer Haustür zurückgelegt.

Sydney Tag 2

Da auch heute das Wetter eher bescheiden war, entschlossen wir uns zu einem Bummel durch die Innenstadt sowie die bekanntesten Einkaufszentren (Malls/Arcaden). Schnell merkt man, dass Sydney eine relativ hektische und lebhafte Stadt ist, denn in der City ist nichts zu erkennen von der Ruhe und Gelassenheit all der anderen besuchten Städte. Selbst in Singapur ging es nicht so hektisch und betriebsam zu wie in Sydney. Und das, obwohl Sydney mit knapp unter 5 Mio. auch noch weniger Einwohner hat wie Singapur. Wir wollen dies nicht bemängeln aber als auffälligen Punkt vermerken. Was auch auffällt, dass Sydney nicht ganz so klinisch rein und sauber ist wie die anderen Städte über die wir bereits berichtet haben. Hier und da findet man mal Abfall auf den Straßen, es gibt vereinzelt minderbemittelte Menschen mit entsprechenden Tafeln zu beobachten und unserer Meinung nach auch relativ wenig Mülleimer. Darin liegt sicherlich auch  der Grund für den vereinzelten Dreck, den man findet. Bei diesen kleinen Auffälligkeiten soll es dann aber auch bleiben.

Besonders hervorheben kann man im Bezug auf Einkaufsmöglichkeiten das historische Queen Victoria Building und die Strand Arcade. Das Queen Victoria Building im Stil eines byzantinischen Palastes aus dem Jahre 1890 wird gekrönt von einer 60 m hohen Kuppel. Auf 3 oberen Etagen laden über 200 Geschäfte, Restaurants und Cafés zum ausgiebigen Bummel ein. Wer in eines der Cafés auf einen Kaffee einkehren möchte, der sollte einige Minuten Wartezeit einplanen und die Lokalitäten auswählen, die gut besucht und voll sind. Die leeren Lokale haben offenbar alle ihre „Macken“. So wollte uns eine Dame in einem Café mit mindestens 20 freien Tischen eisern darum bitten uns nicht an einen Tisch mit 4 Stühlen zu setzen (3 Erwachsene + 1 Kind!?) sondern an einen mit nur 3 Stühlen. Auf Nachfrage hin was denn der Hintergrund sei antwortete die gute Dame „Es könnten ja 4 Erwachsene an den Tisch wollen und wir belegen ihn dann unnötiger Weise mit 3 ½ Personen!“ Wohl bemerkt, es waren alle anderen Tische mit 4 Stühlen noch frei! Wir verzichteten daraufhin „freundlich“.

In unmittelbarer Nähe befindet sich die Strand Arcade im Stil der 1890er Jahre. Diese kleine Arcade beherbergt immerhin 90 Shops und hervorragende Cafés, die erstaunlich preiswert sind. Unsere bisherigen Erfahrungen mit den Preisen in Sydney liegen nämlich eher deutlich über dem Durchschnitt anderer Großstädte. Eine Pizza normaler Größe liegt zum Beispiel bei 25 Dollar, das Glas Cola bei 5 Dollar. Bier und andere alkoholische Getränke schlagen locker mit 8 Dollar zu Buche. Ein großer Cappuccino in der Strand Arcade erscheint da mit einem Preis von 3,50 Dollar erstaunlich preiswert und schmeckt auch noch hervorragend. Das tolle Ambiente vergangener Zeiten scheint sich hier nicht im Preis nieder zu schlagen.

Die gesamte George Street sowie die benachbarte Pitt Street laden ebenfalls zu einem ausgedehnten Bummel ein. Allerdings ist uns noch eine Kleinigkeit negativ aufgefallen. Insbesondere die großen Malls wie auch das Queen Victoria Building verfügen auch über diverse Lover Level (untere Etagen), die sehr unübersichtlich sind und ineinander übergehen. Da helfen auch die ausgehängten Pläne nicht wirklich. Wer bestimmte Geschäfte sucht, der muss viel Zeit aufwenden. Das kennen wir aus unserem Shoppingparadies in Florida ganz anders. Wir haben auch die „Standort“ Punkte auf allen Plänen vermisst. Offenbar verfügen die Touristen in Sydney alle über einen hervorragenden Orientierungssinn? Unser Fazit fällt relativ klar aus. Einkaufen kann man in Sydney zwar gut, die Preise sind jedoch auch nicht niedriger wie bei uns und wirklich Spaß macht der Bummel durch das chaotisch anmutende Wirrwarr auch nicht.

Sydney Tag 3

Auch heute waren die Aussichten auf etwas Sonnenschein mit 0 % nicht wirklich beachtlich. Eine Hafenrundfahrt muss man sich dann bei diesem Wetter nicht antun, ebenso wenig einen Besuch auf dem Sydney Tower. Aber Sydney bietet ja durchaus gute Alternativen für solch ein durchwachsenes Wetter. So entschlossen wir uns heute zu einer Fahrt in der Monorail. Die Sydney Monorail pendelt jeden Tag in einer Höhe von durchschnittlich 5,5 m über der Straße auf einer gut 4 km langen Rundschlaufe um das Gebiet des Darling Harbour und China Town. Die einfache Fahrt kostet für Erwachsene 5 Dollar, egal wohin man fährt. Es empfiehlt sich daher zunächst eine komplette Runde mit der Bahn zu drehen und auf der zweiten Runde erst an der gewünschten Station auszusteigen. So erhält man einen schönen Überblick über die Gegend.

Darling Harbour ist in jedem Fall einen Besuch wert. Neben historischen Museumsschiffen finden sich dort auch maritime Einkaufs- und Vergnügungsviertel sowie schöne Parkanlagen. Darling Harbour bestand einst aus verkommenen Industriedocks und Lagerhäusern und wurde erst vor ungefähr 25 Jahren wiederbelebt. Heute ist Darling Harbour ein weltweites Vorbild für die Revitalisierung einstiger Hafenflächen. In kürzester Zeit wurden die Shoppingmeile Harbourside, ein achtstöckiges IMAX-Kino und unzählige Terrassenlokale mit fantastischen Ausblicken angelegt. Das Hafenbecken wird durch die 1902 erbaute Pyrmont Bridge verbunden, die nur Fußgängern und der Monorail vorbehalten ist. Bei der Pyrmont Bridge handelt es sich um die erste elektrisch betriebene Drehbrücke der Welt!

Das Sydney Aquarium befindet sich ebenfalls innerhalb dieses Komplexes und ist einen Besuch ebenso wert. Im Great Barrier Reef Ozeanarium wandern die Besucher durch lange Glastunnel und entdecken die schillernde Unterwasserwelt Australiens.

Für Marinebegeisterte dürfte die HMAS Vampire das Ziel der Begierde sein, denn es ist der letzte Zerstörer der australischen Marine. Direkt daneben liegt das U-Boot Onslow. Beide können besichtigt werden. Wenn man sich das gesamte Areal betrachtet, dann fragt man sich warum andere Hafenstädte nicht auch solche attraktiven Möglichkeiten schaffen?!

Dem südlichen Teil Darling Harbours schließen sich noch Paddy´s Markets an. Wir gingen hier von einem „echten“ Markt bzw. Markthallen aus, was aber ein Irrtum war. Bei Paddy´s Market handelt es sich lediglich um ein weiteres Einkaufszentrum. Wir haben uns einen kurzen Überblick verschafft und sind zu dem Entschluss gekommen, dass es wichtigere Dinge in Sydney zu entdecken gibt bzw. auch sehenswertere Einkaufskomplexe.

Da am frühen Nachmittag Nieselregen einsetzte, entschieden wir uns für eine Rückkehr in unser Hotel. Abends bekam die Wolkendecke dann endlich einige Lücken und ließ Hoffnung aufkommen für die letzten verbleibenden Tage.

Wir haben uns entschlossen, den Bericht über Sydney in zwei Teile aufzuteilen, so dass wir unsere letzten Eindrücke von Sydney nach unserer Rückkehr in Deutschland im letzten Teil unseres Reisetagebuchs veröffentlichen werden. Wir hoffen an dieser Stelle auf die korrekte Wettervorhersage, die tatsächlich noch Hoffnung aufkommen lässt auf Sonnenschein und andere Eindrücke als jene aus der Shoppingwelt Sydneys.

 

Kreuzfahrt Celebrity Solstice Singapur-Sydney Teil 4 Cairns

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 17.12.2012

Kreuzfahrt mit der Celebrity Solstice von Singapur nach Sydney / Teil 4

Hinter uns lagen nun drei sonnige und entspannte Seetage an Bord der CELEBRITY SOLSTICE, die zum Teil durch ein interessantes Seegebiet führten. So haben wir beispielsweise die Torres Strait am nordöstlichen Ende von Australien durchquert.

Vom Indischen Ozean kommend fährt man zunächst durch die Timor Sea, weiter durch die Arafura Sea und erreicht dann das Nadelöhr zum Pazifischen Ozean – die Torres Strait. Die Passage führt durch das Korallenriff und bietet den Schiffen nur wenige hundert Meter für eine entsprechende Passage. Direkt nach der Durchquerung führt die Wasserstraße südlich an der Ostküste von Australien (Queensland) mitten durch das Great Barrier Reef. Auch auf diesem Streckenabschnitt durchfahren die Schiffe spektakuläre Engpässe zwischen der felsigen Küste und den Korallenriffen. Die erste große Stadt von Norden kommend ist schließlich Cairns. Da die CELEBRITY SOLSTICE für den Hafen allerdings zu groß ist, wurde wenige Kilometer nördlich der Stadt in Yorkey´s Knob geankert. Eine Stunde früher als geplant hatte die CELEBRITY SOLSTICE die Ankerposition eingenommen und 45 Minuten früher als geplant (07:15 statt 08:00) wurde das Schiff von den örtlichen Behörden freigegeben.

Nach den eher durchwachsenen Erlebnissen in Darwin waren unsere Erwartungen an Cairns und Umgebung nun eher verhalten. Allerdings haben wir uns kurzfristig mit zwei unserer Stammkunden zusammen einen Minivan gemietet. Unsere Bewegungsfreiheit war so erheblich größer und wir konnten ein Programm kombinieren, welches so auf dem Schiff nicht angeboten wurde.

Um möglichst viel Zeit an Land verbringen zu können, nutzten wir das erste Tenderboot für die Fahrt nach Yorkey´s Knob. Das Tendern wurde wieder mit Katamaranen durchgeführt, die allerdings deutlich kleiner waren wir jener aus Benoa/Bali. Der gesamte Tendervorgang verlief reibungslos und im Eiltempo. Die aus Cairns kommenden Katamarane brachten es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 40 Knoten und erreichten das Festland in nur 15 Minuten.

Yorkey´s Knob liegt an der Half Moon Bay und begrüßte uns als mondäner, nobler Vorort von Cairns mit einem Yachtclub und sehr idyllischem Hafen in dem ausschließlich Yachten vor Anker lagen. Nach einer nicht nennenswerten Wartezeit wurde uns der Mietwagen direkt zum Hafen gebracht. Auf ging es nun zum kleinen Örtchen Caravonica in dem wir nach einer kurzen Orientierungsfahrt durch das wunderschöne, grüne und blühende Hinterland von Cairns kurz darauf ankamen. Gleich nach Beginn unserer Fahrt durchquerten wir zunächst jedoch die Wohngegend von Yorkey´s Knob, die uns mit peinlich sauberen Straßen und eleganten Häusern beeindruckte und vom Baustil her stark an manchen Ort in Florida erinnerte. Vielleicht sollten wir noch erwähnen, dass in Australien links gefahren wird, was aber durch diverse Besuche in England für uns eher ein Routineerlebnis war.

In Caravonica holten wir an der Skyrail-Station unsere vorab reservierten Karten ab und traten die ca. 8 km lange Fahrt über das Dach des Australischen Dschungels an. Nun kann man sich sicherlich schwer vorstellen, um was für eine Seilbahn es sich bei dieser „Skyrail Rainforest Cableway“ handelt. Die Bahn verbindet die beiden Orte Caravonica und Kuranda. Kuranda ist ein altes Bergdorf aus Zeiten der Aboriginal-Kultur welches heute doch eher touristisch angehaucht ist und von der uralten Kultur nichts mehr erkennen lässt. Ursprünglich hatten wir geplant, mit einer historischen Eisenbahn von Cairns aus nach Kuranda zu fahren und die Seilbahn für die Abfahrt zu nutzen. Da die Eisenbahn aber heute nicht in Betrieb war, entstand unser Alternativplan mit dem Mietwagen und der Auf- und Abfahrt mit der Skyrail.

Die Skyrail ist fast 8 km lang, und wurde nach einjähriger Bauzeit 1995 eröffnet. Die 33 Türme weisen alle eine unterschiedliche Höhe auf – der höchste ragt 40,5 m über das Dach des Regenwaldes. Insgesamt hat die Bahn 114 Gondeln in denen maximal 6 Personen Platz finden. Die Fenster in den Gondeln lassen sich öffnen.

Nun kannten wir Regenwälder auch schon aus Mittelamerika und anderen Teilen der Welt aber der tropische Regenwald Australiens ist mit mehr als 120 Millionen Jahren einer der ältesten ständig überlebenden Regenwäldern der Welt.  Durch diesen Wald streiften einst noch die Dinosaurier und hier öffneten einige der ersten Blühpflanzenarten der Welt ihre Blüten. Der tropische Regenwald Australiens beheimatet über 2.800 Gefäßpflanzenarten. 380 davon gelten als selten oder vom Aussterben bedroht. 700 davon sind sogar nirgendwo sonst auf der Welt zu finden – also endemisch. Diese Regenwälder stehen seit 1988 auf der Liste des internationalen Weltnaturerbes, so wie auch das Great Barrier Reef.

Die Fahrt in der Skyrail wird nach 3 km an der Red Peak Station kurz unterbrochen – dort muß man die Gondeln wechseln für die Weiterfahrt nach Kuranda. Auf dem zweiten Abschnitt bieten sich dann atemberaubende Ausblicke auf die Barron Schlucht, Barron River und die Barron Falls, die  sich normalerweise mit ohrenbetäubender Lautstärke in eine 260 m tiefe Schlucht stürzen. Etwa auf der Hälfte der Strecke hat man die Möglichkeit, an der Barron Falls Station einen weiteren Stop einzulegen – hier jedoch ohne Gondelwechsel. Wir entschieden uns allerdings zunächst für die zügige Auffahrt nach Kuranda. Die Fahrt insgesamt dauert gut 45 Minuten in eine Richtung.

Wie gesagt ist vom Ursprung des Bergdörfchens Kuranda nicht mehr viel geblieben – und dennoch war unser Eindruck durchweg positiv. Immerhin hat man versucht, einen Teil des ursprünglichen Charakters beizubehalten. Eine absolute Sehenswürdigkeit ist die Kuranda Railway Station! Dieser Bahnhof ist wohl der älteste und urigste, den wir bis dahin gesehen haben. Er soll wohl in der Tat auch schon über 100 Jahre alt sein. Begonnen wurde mit dem Bau der 34 km langen Strecke 1888. 15 Tunnel und 40 Brücken werden während  der schwindelerregenden Fahrt überquert. Wie erwähnt fuhr die Bahn am heutigen Tag leider nicht.

Von Kuranda aus besteht die Möglichkeit in den RainForeStation Nature Park zu fahren. Die fahrt mit dem Bus dauert ca. 10 Minuten bis zum Eingang dieses großen Naturparks. Natürlich ist dieser Naturpark für Touristen hergerichtet worden und so finden sich auch Souvenirläden und Restaurants am Eingang des Geländes. Der Park selbst allerdings  kommt relativ ursprünglich daher und ist inmitten des Urwaldes angelegt. So ist es keine Seltenheit, innerhalb des Parkgeländes auf Kängurus zu treffen, die sich auch mit vorher gekauftem Futter füttern lassen. Für unseren 3-jährigen Sohn das Highlight des Tages. Er sprach bis abends nur noch davon, dass er Kängurus gefüttert hat. Wir kannten diese liebenswerten Tiere allerdings bis dahin auch nur aus dem Zoo in Deutschland aus weiter Entfernung hinter Gittern. Man kam sich irgendwie vor wie in einem Wildpark in unseren Gefilden nur ohne Hirsche und Rehe sondern eben mit Kängurus. Und diese lagen nicht etwa nur faul herum sondern zeigten aus allernächster Nähe auch freiwillig und ohne Zwang etwas von ihren Sprungkünsten. Nicht nur für Kinder ein seltenes Erlebnis, das müssen wir zugeben.

Das bekannteste Tier neben dem Känguru ist sicherlich der Koala – übrigens kein „Bär“ sondern ein Beuteltier. Er verschläft allerdings 80% des Tages in den Wipfeln der Eukalyptusbäume. Sobald die Sonne untergeht, beginnt er für wenige Stunden zu fressen. Bis zu 2 Kilo Eukalyptuslaub kann er dabei in sich hineinstopfen. Der Grund für seine Trägheit liegt darin begründet, dass die Eukalyptusblätter kaum Proteine und somit keine Energie liefern um besonders aktiv zu sein.

In abgezäunten Gehegen hat dieser Naturpark auch noch Süßwasserkrokodile, den größten flugunfähigen Vogel Australiens – den Helmkausuar, Warane, andere Urzeitechsen, Schmetterlinge und Vögel beherbergt. Das wohl schaurigste Wesen des Parks stellte jedoch ein 8 m langes Salzwasserkrokodil dar. Nun kennen wir sie auch aus Florida aber dieses Tier hatte eine erschreckende Bilanz an Todesopfern zu bieten. Als es noch in freier Wildbahn lebte, tötete es regelmäßig Farmer und deren Tiere. So kam es in Gefangenschaft wo es im Laufe der 12 Jahre andere Krokodile tötete und sich auch in den Zoos durch größte Aggressivität unbeliebt machte. Nun lebt es in diesem Wildpark in einem Einzelgehege wie ein Schwerverbrecher in einem Hochsicherheitsgebäude. Offen gesagt zwar ein imposanter Anblick dieses Tier aber derart abgesichert von hohen Zäunen haben wir bislang noch kein Krokodil in Gefangenschaft gesehen. Deutlich spannender war es da schon, einem gut gewachsenen Waran dabei zu zuschauen, wie er gerade sein Mittagsmahl in Form eines halben Huhns komplett verschlungen hat. Insbesondere weil diese imposanten Echsen auch nicht überall zu sehen sind.

Nach unserem Rundgang durch das Naturparkgelände haben wir noch an einer Fahrt mit den „Army Ducks“ teilgenommen. Bei dieser Fahrt wird einem der Australische Regenwald nochmals etwas näher gebracht. Man muß eine solche Fahrt selbst erlebt haben, um all die Eindrücke schildern und die Erklärungen wiedergeben zu können. Die „nackten“ Zahlen würden nicht genug Aussagekraft besitzen als zu beeindrucken wenn man nicht direkt in diesem Naturwunder steht oder wenigstens einmal dort gewesen ist. Die „Army Ducks“ sind übrigens Fahrzeuge aus dem 2. Weltkrieg die mit einem Sechsrad-Antrieb für den Betrieb im Gelände und im Wasser ausgelegt sind. Das Fahrzeug verfügt über 10 Vorwärts- und zwei Rückwärtsgänge, bringt es auf eine Geschwindigkeit von 85 km/h an Land und 16 km/h im Wasser. Aus Umweltschutzgründen wurden die Fahrzeuge komplett auf LPG-Betrieb umgestellt.

Eine Besonderheit wollen wir aber noch erwähnen – den „Stinging Tree“ – ein Baum dessen lange Lianen mit gefährlichen Stacheln besetzt sind. Die Stiche sind extrem schmerzhaft und heilen nicht unter 6 Monaten! Von solchen Urzeitgewächsen gibt es durchaus noch weitere im Unterholz des Urwaldes. Wir haben uns daher mit einer Fahrt in den Army Ducks begnügt und hatten durchaus Respekt vor dem  scheinbar so harmlos erscheinenden „Grünzeug“ in unmittelbarer Umgebung.

Im Prinzip könnte man erheblich mehr Eindrücke schildern, die wir heute mit zurück auf die CELEBRITY SOLSTICE genommen haben aber wir belassen es an dieser Stelle zumindest bei den Beschreibungen aus dem „RainForeStation Nature Park“.

Zurück im Städtchen Kuranda traten wir die Rückfahrt im Skyrail an und unterbrachen die Fahrt diesmal an der Barron Falls Station. Wie gesagt stürzen sich diese Wasserfälle während der Regenzeit mit ungeheurer Kraft in gigantischen Kaskaden 260 m tief in die Schlucht. Uns zeigten sie sich jedoch als kleine Rinnsale kurz vor der Austrocknung. Man konnte anhand der Wasserspuren in den Felsen nur erahnen wie spektakulär dieses Naturschauspiel sein kann. Aber man kann eben nicht alles haben.

Wieder in  der Talstation von Caravonica angekommen blieb noch ausreichend Zeit, eine Fahrt in die City von Cairns zu unternehmen. Ursprünglich spielten wir mit dem Gedanken, zum Schiff zurück zu kehren, denn zu nüchtern waren noch die Eindrücke von Darwin in unseren Köpfen. Allerdings haben uns schon die Vororte von Cairns und das Hinterland relativ stark beeindruckt, so dass wir die rund 30-minütige Fahrt doch noch antraten.

Je näher wir nun der Stadt mit ihren 165.000 Einwohnern kamen um so neugieriger wurden wir. Der Stadtrand vermittelte zunächst auch  den Eindruck man würde sich einer US-Stadt nähern. Pubs, Truck-Stops, Supermärkte und Fastfood-Ketten reihten sich sauber aneinander. In unmittelbarer Nähe des Reef Casinos fanden wir einen Parkplatz, der zu unserem Erstaunen abends sogar kostenfrei war. Wir schauten uns die Marlin Marina an, von der aus die Ausflugsboote zum Great Barrier Reef abfahren, die Trinity Wharf, in der zahlreiche Yachten vor Anker lagen sowie den Fogarty Park. Und um es direkt zu sagen – wir waren einfach nur begeistert von dem was wir gesehen haben.

Cairns hat das Great Barrier Reef vor der Haustür, den tropischen Regenwald im Hinterland und dazu ein hervorragendes Südseeklima. Das schachbrettartig angelegte Stadtzentrum um den City Place ist ein Einkaufsparadies mit Souvenirshops, Modeboutiquen, Kunstgalerien und Outback-Ausrüstern. Das Nachtleben von Cairns sowie  die Diskotheken und Clubs sind bekannt und beliebt. Natürlich war unsere Zeit inzwischen stark begrenzt aber für einen Bummel entlang der Uferpromenade „The Esplanade“  in der Abenddämmerung reichte sie noch.  Was wir dort zu sehen bekamen, ließ uns nochmals erstaunen. Da Cairns keinen natürlichen Strandzugang besitzt, wurde 2003 eine 4.800 m² große Salzwasserlagune zum Baden und Sonnen angelegt, während sich der Nachwuchs im Wasserpark „Muddy´s Playground“ austobt. Spaziergänger und Jogger treffen sich auf dem 3 km langen Esplanade Walking Trail. Die einmalige Stimmung in dieser Lagune bzw. auf den darum herum liegenden Wiesen kann man kaum in Worte fassen. Jedenfalls haben wir eine vergleichbare Anlage noch nirgends gesehen und die Atmosphäre machte eigentlich Lust auf „mehr Cairns“! Im Fogarty-Park hieß es am Abend „Let´s Dance Zumba“. Man mag sich nun mehrere hundert Begeisterte vorstellen, die auf einer großen Wiese stehen und zu unterschiedlichen Melodien „Zumba“ tanzen. Insbesondere wenn aus den Lautsprechern auch noch Weihnachtslieder erklingen, das Thermometer immer noch 30 Grad anzeigt, der Himmel den ganzen Tag lang azurblau war und alle Menschen in Sommerbekleidung daherkommen wird einem schnell klar, dass man den Aufenthalt hier gerne um einige Tage verlängert hätte! Alleine der mitreißenden Stimmung wegen. Auf dem Gelände der Lagune befinden sich Grill- bzw. Kochstationen an denen man nach Belieben seine eigenen Gerichte zubereiten kann. Es ist zu bewundern, dass das gesamte Gelände, wie auch die Stadt selbst makellos sauber waren. Ebenso  die öffentlichen Toiletten und Duschen die an die Lagune angrenzten.

Auch in Cairns hat man inzwischen große Weihnachtsbäume aufgestellt und die Straßen mit weihnachtlicher Beleuchtung geschmückt. Eine entsprechende Weihnachtsstimmung mag bei uns jedoch irgendwie in dieser Atmosphäre nicht aufkommen. Wir wünschten uns eher, der Winter in Deutschland sei schon vorbei.

Apropos – wir haben das Wetter heute noch nicht auf den Punkt gebracht. Wolkenlos bei 33 Grad! Allerdings wird nun deutlich, dass man die tropischen Gebiete eindeutig verlassen hat, denn die Luftfeuchtigkeit ist extrem gesunken und nachts kühlt es merklich ab. Eigentlich ein Klima für einen Langzeiturlaub. Kurzum – Cairns Atmosphäre ist magnetisierend, faszinierend und unbeschreiblich zugleich! Das Stadtbild ist hervorragend und einladend – unser Eindruck: absolut top! Und nicht im Ansatz ein Vergleich zu Darwin!

Da sich langsam aber sicher mal wieder die Zeit des letzten Tenderbootes näherte, brachen wir rechtzeitig die Rückfahrt an und konnten die CELEBRITY SOLSTICE nun auf dem Rückweg mit dem Katamaran noch, unter voller Beleuchtung in der Half Moon Bay liegend, bewundern.

Auch wenn wir unser Reisetagebuch noch deutlich umfangreicher hätten füllen können, schließen wir es an dieser Stelle nun zumindest für Cairns und Umgebung. Natürlich sind all diese Beschreibungen und Ausführungen nur ein kleiner Teil von dem, was man im Hinterland von Cairns bzw. in der Stadt selbst sehen und erleben kann.

 

Die zurückgelegte Distanz beträgt von Singapur bis Cairns 3.255 Seemeilen und die vor uns liegende von Cairns nach Brisbane 876 Seemeilen, die wir in 2 Seetagen zurücklegen werden.

Über Cairns:

 

Die Stadt Cairns liegt im Norden von Queensland und diente bei ihrer Gründung 1876 ursprünglich als Exporthafen für Gold und andere Bodenschätze. Später wurde Zuckerrohr zum Hauptexportprodukt.

 

Aufgrund der Nähe zu vielen Attraktionen ist Cairns ein beliebtes Reiseziel für ausländische Touristen geworden und gilt bei vielen Reisenden als das Hauptreiseziel in Australien.

 

Die Region um Cairns schlägt mit Highlights geradezu um sich. So erreicht man mit dem Schnellboot das weltbekannte Great Barrier Reef in nur 1,5 Stunden. Für einen Ausflug mit der Yacht empfehlen sich Green Island und der Fitzroy-Island-Nationalpark. Das Erlebnis eines tropischen Regenwaldes bietet der Daintree-Nationalpark im Norden. Im Westen befinden sich das Hochplateau Atherton Tablelands, auf dem das Klima im Vergleich zur tropischen Hitze an der Küste geradezu kühl erscheint. In der unmittelbaren Nähe von Cairns befinden sich natürlich auch spezielle Touristenattraktionen wie zum Beispiel der Tjapukai Aboriginal Cultural Park, die Skyrail, eine 7,5 km lange Seilbahn nach Kuranda (25km nordwestlich von Cairns) oder das AJ Hackett Bungee Center im Regenwald.

Die Stadt Cairns liegt zwar direkt am Meer, bietet aber keinen direkten Zugang zum Strand! An die Strandpromenade, die mit viel Aufwand modernisiert wurde, grenzt bei Niedrigwasser eine hunderte Meter lange Schlammebene, auf der kleine Mangroven wachsen. Wenige Kilometer weiter nördlich jedoch findet man einige der schönsten Strände Queenslands – so zum Beispiel den Trinity Beach. Der botanische Garten “The Flecker Botanical Gardens” liegt 4 km entfernt vom Zentrum. In diesem tropischen Garten befinden sich seltene Pflanzen und Blumen, so auch der  Titanwurz (blüht nur einmal in ihrem Pflanzenleben mit der größten Blüte im Pflanzenreich), Orchideen und Kannenpflanzen.