Routenänderung auf A-ROSA Donaukreuzfahrt

annetteka
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Routenänderung auf A-ROSA Donaukreuzfahrt

Beitrag von annetteka » 22 Okt 2018, 17:06

Ich komme gerade ziemlich enttäuscht von einer A-ROSA Flusskreuzfahrt (14.10. bis 21.10.18) zurück.

Nach der ursprünglichen Planung sollte die Kreuzfahrt von Engelhartszell nach Wien (2 Tage) gehen. Anschließend weiter nach Ungarn mit einem 2,5 stündigen Aufenthalt in Esztergom am nächsten Vormittag und anschließender Weiterfahrt nach Budapest (2 Tage). Danach ein eintägiger Aufenthalt in Bratislava. Am vorletzten Tag sollte am Vormittag die Passage durch die Wachau erfolgen und zwischen 12:00 und 16:00 ein Aufenthalt in Melk mit der Möglichkeit Stift Melk zu besichtigen.

Am 2. Tag in Wien sollten um 17:30 alle Mann an Bord sein. Wir haben uns daher in Wien ziemlich beeilt, um unser selbst organisiertes Ausflugsprogramm zu absolvieren. Als wir um 17:45 auf dem Außendeck saßen, mit der Erwartung, dass wir nun bald ablegen, kam eine Ansage des Cruise Managers, mit der Bitte, dass sich um 18:00 alle Passagiere in der Lounge einfinden sollten, da es Informationen zur weiteren Reise gebe. Dort wurde uns dann eröffnet, dass eine Weiterfahrt wegen Niedrigwasser der Donau nicht möglich sei. Man werde daher noch bis zum Folgetag um 16:00 in Wien bleiben und einen kostenlosen Bustransfer nach Bratislava anbieten. Anschließend werde man wieder Richtung Passau fahren und am folgenden Tag von 6:00 bis bis 22:00 in Spitz sein. Am Folgetag von 4:00 bis 20:00 Aufenthalt in Melk und am vorletzten Tag von 6:00 bis 19:00 in Linz.

Spitz ist ein Dorf in der Wachau, in der es nichts zu besichtigen gibt. Einziger Programmpunkt war ein am Nachmittag angebotener ca. 3-stündiger Ausflug nach Dürnstein. Dass dieser Ausflug wenigstens kostenlos angeboten wurde, vermochte uns angesichts der sich ausbreitenden Langeweile nicht zu trösten. Für die zwischen Spitz und Melk liegenden 19 km in der Nacht sechs Stunden zu benötigen, war dann sicherlich nicht so einfach. Wir haben jedenfalls kaum gemerkt, dass sich das Schiff fortbewegt. In Melk gab es außer der Besichtigung des Stifts (der geführte Rundgang dauert ca. 50 Minuten) nichts zu tun. Obwohl Linz touristisch auch nicht sehr viel zu bieten hat, haben wir am folgenden Tage auf den von der Reederei angebotenen kostenlosen Ausflug nach Salzburg verzichtet, da wir pro Strecke gut 2 Stunden im Bus gesessen hätten. Das war uns einfach zu viel.

Wie wir dann erfahren haben, konnten bereits in der Vorwoche sämtliche A-ROSA Schiffe wegen Niedrigwasser nur bis Wien fahren. Es waren auch keinerlei Niederschläge angekündigt, die geeignet gewesen wären, die Schifffahrtssituation auf der Donau zu verbessern. Gleichwohl hat uns A-ROSA nicht vor Reiseantritt über die Routenänderung informiert, sondern hiermit buchstäblich bis zur letzten Minute gewartet, offensichtlich um Stornierungen zu verhindern. Das ist ein ganz übles Geschäftsgebaren. Ich bin jedenfalls stinksauer und restlos bedient.

Roter Specht
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Re: Routenänderung auf A-ROSA Donaukreuzfahrt

Beitrag von Roter Specht » 23 Okt 2018, 12:14

Hallo annetteka,

schade, dass Deine Donaukreuzfahrt wegen Niedrigwassers nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. Das kann bei Flussreisen immer mal vorkommen, wobei die Dürre dieses Jahr sicher auch extrem war bzw. noch ist.

Besonders ärgerlich ist, dass Du nicht vorher informiert wurdest. Meine Eltern hatten vor ein paar Jahren mal den südlichen Rhein mit A-ROSA bereisen wollen. Aufgrund Niedrigwassers wurde kurzfristig auf den nördlichen Rhein umgeroutet, wobei die Passagiere aber zwei Tage vor Abfahrt informiert wurden, so dass sie noch vor der Reise entscheiden konnten, ob sie die geänderte Route fahren wollen oder nicht. Ich habe Deinen Beitrag so verstanden, dass Dich die kurzfristige Information über die Routenänderung (erst während der Reise) am meisten geärgert hat, richtig? Haben die Mitarbeiter von A-ROSA sich dazu geäußert, warum erst so spät informiert wurde? Hättest Du die Reise storniert, wenn Du von der Routenänderung gewusst hättest? Bekommst Du eine Entschädigung für die Routenänderung?

Die Wachau kenne ich nicht nur von Donaukreuzfahrten, sondern auch von einer Radreise (dabei haben wir u.a. zwei Nächte in Mitterarnsdorf, schräg gegenüber von Spitz übernachtet). Die Gegend hatte mir damals ausgesprochen gut gefallen, schade, dass Ihr dort nur nachts gefahren seid. Gab es in Spitz und Melk keine Möglichkeit, die A-ROSA Fahrräder auszuleihen (das ist eine tolle Gegend für Radtouren)? Man kann auch gut eine Strecke radeln und z.B. zurück mit dem Linienschiff fahren. In Melk haben wir nicht nur die geführte Besichtigung des Stifts mitgemacht, sondern uns im Anschluss noch einmal (ohne Führung, die uns zu schnell ablief) in Ruhe umgeschaut, die Gärten besichtigt und sind durch den netten Ort gebummelt, das war locker ein Programm für mehrere Stunden. Linz finde ich touristisch auch nicht so schlecht, man kann mit der Bahn auf den Pöstlingsberg fahren, sich Museen anschauen (Lentos Kunstmuseum, ars electronica etc.), durch den Ort bummeln, radfahren etc. Hattet Ihr wenigstens gutes Wetter? Ich glaube, mit der Routenänderung hätte ich mich sogar arrangieren können, die späte Information hätte mich aber auch extrem geärgert. Ich würde Dir raten, Dich (ggf. über Dein Reisebüro) an A-ROSA zu wenden, Deinen Ärger über die verspätete Information zu schildern und ggf. wegen einer Entschädigung anzufragen. Ich hoffe, dieses Erlebnis hält Dich nicht von weiteren Flusskreuzfahrten ab.

Viele Grüße
Stefanie
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Tale
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Re: Routenänderung auf A-ROSA Donaukreuzfahrt

Beitrag von Tale » 23 Okt 2018, 13:19

Das tut mir auch sehr leid, dass es so gelaufen ist. Ich kenne die Donau bislang nicht und weiß nicht, wo es da was zu sehen und zu erleben gibt oder nicht. Und klar kann so was immer passieren, auf See wie auf Flüssen, dass aufgrund von Wetterlagen umgeroutet wird oder nicht gefahren werden kann. Aber die Kommunikation von A-rosa ist hier echt Mist, das finde ich auch, und deckt sich mit meinen und unseren Erfahrungen. Das scheint nicht gerade große Stärke des Anbieters zu sein. Und gerade was die Niedrigwasser-Situation angeht, hab ich in letzter Zeit häufiger solche Berichte gehört und mich gefragt, warum man das nicht besser organisieren und kommunizieren kann.

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Re: Routenänderung auf A-ROSA Donaukreuzfahrt

Beitrag von annetteka » 23 Okt 2018, 13:54

Hallo Stefanie,

vielen Dank für deine ausführliche Nachricht. Es ist tatsächlich so, dass ich mich über die Informationspolitik von A-ROSA so extrem ärgere und nicht über das Niedrigwasser, für das A-ROSA ja nichts kann. Auf meine Nachfrage warum wir so spät informiert worden sind, wurde mir gesagt, dass die Entscheidung zur Routenänderung erst so spät gefallen sei. In meinen Augen ist das jedoch eine Ausrede. Es waren keinerlei Niederschläge vorausgesagt, die den Pegelstand der Donau hätten erhöhen können. Wie konnte man denn bei A-ROSA realistischerweise davon ausgehen, dass man im Gegensatz zur Vorwoche bis Budapest fahren kann? Ich glaube ganz einfach, dass man erst so spät informiert hat, um Stornierung zu vermeiden. In der Tat hätten wir auch storniert, wenn wir früher Bescheid gewusst hätten, denn es kam uns in erster Linie darauf an, nach Budapest zu kommen, da wir dort noch nie waren.

Ich wollte die Wachau jetzt auch überhaupt nicht allgemein schlecht machen. Es tut mir leid, wenn das in meiner Verärgerung so rüber gekommen ist. Man kann dort sicher super Radtouren machen. Allerdings war es in unserem Fall, nicht die Art von Urlaub, die wir machen wollten und wir waren auch überhaupt nicht darauf eingestellt.Fahrräder bei A-ROSA auszuleihen ging übrigens nicht, da Fahrräder nur auf dem Schwesterschiff A-ROSA Donna waren, das jedoch nicht in Spitz sondern in einem anderen Ort in der Wachau angelegt hat. Es hätte uns auch nicht weitergeholfen, da unsere beiden Kids noch Kinderräder brauchen und die hat A-ROSA ja nicht. Ein Trost war wenigstens, das wir wirklich gutes Wetter hatten...

Habe heute A-ROSA schriftlich aufgefordert, mir eine Entschädigung/Reisepreisminderung zu zahlen. Mal sehen was dabei rum kommt...

Viele Grüße
Annette

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Re: Routenänderung auf A-ROSA Donaukreuzfahrt

Beitrag von annetteka » 23 Okt 2018, 13:58

Hallo Tale,

hast du denn mit mangelhafter Kommunikation von A-ROSA konkrete Erfahrungen gemacht?

Viele Grüße
Annette

Roter Specht
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Re: Routenänderung auf A-ROSA Donaukreuzfahrt

Beitrag von Roter Specht » 23 Okt 2018, 15:39

Hallo Annette,

da kam ja wirklich alles Pech (bzw. schlechte Organisation) zusammen, wenn noch nicht mal Fahrräder an Bord waren. Wenn Ihr mehr auf Städtereise mit Budapest eingestellt wart, dann ist die Wachau - so schön die Natur und die kleinen Örtchen dort sind - natürlich etwas ganz anderes. Ich hoffe, dass Du Dich mit A-ROSA verständigen kannst und Ihr zu einer Einigung kommt.

Selbst hatte ich mit A-ROSA bei bisher 6 Flusskreuzfahrten noch keine so massive Routenänderung (einmal wurde Mannheim statt Worms angelaufen, dafür gab es einen kostenlosen Bustransfer nach Worms; einmal wurde die Liegezeit in Bratislava aufgrund Wartezeiten an der Schleuse etwas verkürzt; umgekehrt haben wir Wien zweimal und Linz einmal deutlich eher erreicht als im Programm vorgesehen), so dass ich keine eigenen negativen Erfahrungen mit der Informationspolitik habe. Meine Eltern wurden vor einigen Jahren vor Reiseantritt über die Routenänderung informiert. Mich würde es sehr interessieren, wie A-ROSA begründet, dass erst am zweiten Tag in Wien informiert wurde. Der Verdacht, dass Stornierungen vermieden werden sollten, drängt sich da wirklich auf. Ob A-ROSA sich mit Gästen, die sich zu Recht über solch verspätete Informationen ärgern, langfristig einen Gefallen tut, glaube ich nicht.

Viele Grüße
Stefanie
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Re: Routenänderung auf A-ROSA Donaukreuzfahrt

Beitrag von annetteka » 23 Okt 2018, 16:41

Hallo Stefanie,

wenn ich lese, dass du bereits sechs Reisen mit A-ROSA ohne größere Probleme gemacht hast, dann scheinen wir ja wirklich arges Pech gehabt zu haben, dass unsere erste Reise mit A-ROSA gleich zu solch einem Desaster wird.

Ich denke auch, dass sich A-ROSA mit derartigen Aktionen keinen Gefallen tut. Wäre uns die Routenänderung rechtzeitig mitgeteilt worden, hätten wir zwar storniert, aber auch zugleich für nächstes Jahr erneut die Donaukreuzfahrt gebucht. So sind sie uns als Kunden los und das obwohl A-ROSA bereits auf dem Schiff einen Rabatt von 30% auf eine Reise innerhalb der nächsten zwei Jahre angeboten hat (allerdings mit jede Menge Kleingedruckten: nur PREMIUM, nicht kombinierbar mit anderen Rabatten usw.).

Ich bin mal gespannt, wie man jetzt auf mein Schreiben reagiert...

Viele Grüße
Annette

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Tale
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Re: Routenänderung auf A-ROSA Donaukreuzfahrt

Beitrag von Tale » 23 Okt 2018, 16:54

Annette, wir hatten letztes Jahr auf der Kurzreise Niederlande umfassende Änderungen, da habe ich persönlich die Kommunikation als schlecht und kurzfristig empfunden.
Im April war Hochwasser auf der Saone, auch schon längere Zeit, trotzdem bekamen wir die Routenänderung erst an Bord zu hören. Das war auch sehr schade, weil ich vieles individuell geplant hatte, was ausfallen musste. Und die Zeit in Avignon war mir viel zu knapp, eigentlich hätten es 24 h sein sollen.
Letztlich auch alles keine schlimmen Änderungen, aber mich hat immer die Art und Weise etwas gewurmt, wie einem das mitgeteilt wurde oder eben nicht.
In einer A-rosa Facebook-Gruppe werden übrigens Mitarbeiter abgemahnt, wenn sie antworten, weil Leute fragen, wie es mit dem Niedrigwasser aussieht.... und das ist eine Fangruppe, keine offizielle A-rosa-Gruppe.

Allerdings bin ich nach unserer letzten Reise mit A-rosa sowieso eher enttäuscht und habe denen auch vor einiger Zeit eine mail geschrieben. Daher will ich mich jetzt hier auch nicht so darüber auslassen. Ich kann dir nur auch raten, dich an A-rosa zu wenden und um Kulanz zu bitten.

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Re: Routenänderung auf A-ROSA Donaukreuzfahrt

Beitrag von PiBi » 26 Okt 2018, 11:15

Liebe Annette,

nun habe ich mir alle Beiträge hier genau durchgelesen, ach manno, es tut mir total leid für Euch, dass die lange geplante und erwünschte Reise so unglücklich verlaufen ist.

Ihr hattet mit den Fahrten und den Liegezeiten ja auch wirklich alles Pech, was man nur haben kann. Ganz fest drücke ich die Daumen, dass vielleicht wenigstens ein bisschen was vom Unternehmen zurückkommt.

Du musst aber echt sehr hartnäckig bleiben, das hatte ich schon im Kleinen bei unserem Bordguthaben gemerkt, erst ja, dann plötzlich nur für Vollzahler und erst auf fast ausfällig werden ging es dann plötzlich doch. Notfalls auch per Anwalt?

Eure Enttäuschung ist nur zu verständlich, klar kann A-Rosa nix für den Pegelstand, die Informationspolitik ist aber, da gebe ich Dir und allen Vor-Schreibern absolut recht, unter aller Kanone.

Wir haben auch erst an Bord erfahren, dass wir nicht den Rhein hinunter, sondern hinauf fahren. Uns war es nicht egal, aber wir konnten aus der Reise das Beste machen. Hätten wir storniert, wenn wir es vorher gewusst hätten? Nein, ganz klar nein, die Ziele standen für eine spätere Reise auf der Wunschliste. Allerdings hatten wir ein Schwestern-Paar an Bord, die haben genau unsere Reise dieses Mal das dritte Mal gemacht, jedes Mal Basel gebucht und jedes Mal nach Antwerpen, zum dritten mal in diesem Jahr wohlgemerkt. Also von "Nicht-Wissen" und "Unvorhergesehen" kann man da, glaube ich, nicht mehr sprechen.

Hört sich doof an, aber versuche trotzdem im Kopf ein wenig von dem Schönen, was Ihr hoffentlich auch erlebt habt, zu bewahren und freue Dich auf die nächste Reise.

A-Rosa ist selbst schuld wenn sie sich die Kunden vergraulen. Vielleicht merkt das auch mal jemand aus der Unternehmensführung, dass Kunden nicht mehr so mit sich umgehen lassen. Der Anbietermarkt ist einfach zu groß.

Ganz liebe Grüße
Bine

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Re: Routenänderung auf A-ROSA Donaukreuzfahrt

Beitrag von annetteka » 28 Okt 2018, 00:59

Hallo Bine,

vielen Dank für deine Nachricht. Ich habe gerade auch deinen Reisebericht gelesen. Es freut mich, dass es euch trotz der Routenänderung so gut gefallen hat. Auch uns hat natürlich vieles gut gefallen und bis zum 2. Tag in Wien ist ja auch alles planmäßig verlaufen. Eigentlich hat uns das Konzept einer Flusskreuzfahrt auch gut gefallen, aber da ich immer mehr den Eindruck gewinnen, dass es absolute Glücksache ist, ob man da landet wo man hin will, weiß ich wirklich nicht, ob wir nochmal eine Flusskreuzfahrt buchen. Auch bei einer Hochseekreuzfahrt kann es natürlich immer mal passieren, dass ein Hafen nicht angelaufen wird, aber dass man Norwegen bucht und im Mittelmeer landet kommt dann doch eher selten vor :D .

Langsam glaube ich, dass es bei A-ROSA prinzipiell so gehandhabt wird, dass man die Kunden nicht vor Reiseantritt über Routenänderungen informiert, sondern sie erst mal an Bord kommen lässt. Die wenigsten Gäste haben dann den Nerv das Schiff zu verlassen und die Reise abzubrechen, auch wenn sie die geänderte Route eigentlich gar nicht fahren wollen. Für A-ROSA sieht die Rechnung doch so aus, dass sie bei einer frühzeitigen Information Stornoquoten von sagen wir 20 bis 30 Prozent haben. Da zahlen sie den Gästen im Zweifelsfall lieber eine Entschädigung, das kommt sie insgesamt billiger, da viele auch gar keinen Entschädigungsanspruch geltend machen. Ob sich das angesichts unzufriedener Kunden dann allerdings langfristig rechnet, steht auf einen anderen Blatt.

Ich hatte ja Entschädigungsansprüche geltend gemacht und habe heute eine Nachricht von A-ROSA erhalten, dass die Bearbeitung "mindesten 6 Wochen" dauern werde, da man ein so hohes Postaufkommen habe. Ich lass denen jetzt mal ein bisschen Zeit, aber locker lassen werde ich nicht. Ich will A-ROSA diese Aktion einfach nicht durchgehen lassen. Werdet ihr eigentlich Entschädigungsansprüche geltend machen oder ist die Sache durch das Bordguthaben für euch erledigt?

Liebe Grüße
Annette

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