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Schiffsbewertung und Eindrücke von Bord der Ocean Majesty

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 10.06.2013

Unsere Schiffsbewertung und Eindrücke von Bord der Ocean Majesty von Hansa Touristik am 08. Juni 2013

Ocean Majesty NOK

Die Ocean Majesty wurde im Jahr 1966 in Dienst gestellt. Und zwar nicht als Kreuzfahrtschiff sondern als Ro-Ro Fähre Juan March. Die Ocean Majesty ist 135 m lang und 10.417 BRZ groß. Die Schiffsnamen wechselten relativ häufig und im Jahr 1989 wurde die Fähre dann zum reinen Kreuzfahrtschiff umgebaut. Zu dieser Zeit stand erstmals ihr heutiger Name Ocean Majesty am Bug. Allerdings blieb dies nicht lückenlos so, denn zwischenzeitlich trug sie auch die Namen Olympic und Homeric. Im Jahr 1995 erhielt sie ihren heutigen Namen zurück und wird seither an diverse Kreuzfahrtveranstalter verchartert. Besitzer der Ocean Majesty ist Majesty International Cruises, Hansa Touristik der aktuelle Charterer.

Foto: die Außenkabinen ab Deck 4 verfügen über ein Fenster

Die Ocean Majesty verfügt über 274 Kabinen, davon 177 Außenkabinen und 8 Balkonkabinen. Alle Kabinen wurden beim letzten Werftaufenthalt im Winter 2012/2013 komplett renoviert und zeitgemäß ausgestattet. So bieten sie jetzt Flat-TV, Safe und regulierbare Klimaanlage. Die Außenkabinen verfügen je nach Lage über Bullaugen oder Fenster. Letztere sind in den Kabinen ab Deck 4 zu finden.

Foto: Kabinenbeispiel - Außenkabine mit Bullaugen

Ab Deck 6 ist die Minibar Standard. Zwei behindertengerechte Kabinen stehen auf der Ocean Majesty auch zur Verfügung; allerdings fragen wir uns, wie man sich auf dem Schiff mit einem Rollstuhl frei bewegen kann. Kaum ein Durchgang oder eine Tür ist ohne Schwelle zu überwinden. Aus unserer Sicht ist das Schiff für Rollstuhlfahrer absolut ungeeignet, jedoch auch nie dafür konzipiert gewesen.

Foto: Kabinenbeispiel - Innenkabine

Beginnen wir unseren Rundgang über die Ocean Majesty auf dem Sapphire Deck (Deck 8). Wie bei vielen klassischen Kreuzfahrtschiffen ist das Heck terrassenförmig angelegt. Vom Sapphire Deck aus blickt man auf einen, für ein Kreuzfahrtschiff dieser Größe, einladenden Pool mit daneben angeordnetem Whirlpool. Der Deckbelag besteht aus Echtholz, das Mobiliar harmoniert mit dunklen Stühlen in Korboptik und hellen Tischen.

Foto: Deckmobilar auf dem Achterdeck der Ocean Majesty

Sonnenliegen sind derzeit in unmittelbarer Nähe zum Pool keine zu finden, vielmehr dient dieser Bereich dazu, als Außenbereich für das Lido Buffet genutzt zu werden. Auf dem Sapphire Deck sind weitere Sitzmöglichkeiten in Form von 4er Tischen zu finden, bevor in Schornsteinnähe das eigentliche Sonnendeck beginnt und weit über 100 Personen Platz bietet.

Foto: viel Platz für gesellige Stunden an Deck der Ocean Majesty

Ein weiteres Sonnendeck befindet sich noch darüber und bietet Platz für weitere 40 - 50 Liegen. Da es sich bei der Ocean Majesty ja bereits um eine Dame in den besten Jahren handelt, wundert das wellige und unebene Deck keinesfalls und verleihen dem Schiff einen gewissen Charme. Auf dem Sapphire Deck befindet sich auch der Kabinengang zu den Suiten mit Balkon sowie auch eine Poolbar. Besonders pfiffig ist das Design des Schornsteines, der sich quasi unten teilt und somit eine Art Bogendurchgang bzw. Tunnel schafft. In diesem Tunnel findet man ein Shuffleboard-Feld.

Foto: Sonnendeckbereich mit der Glaskuppel vom Lido Garten

Im Bugbereich hat man vom Sapphire Deck aus freien Blick in Fahrtrichtung, das gefällt. Das separate, darüber gelegene Sonnendeck hinter dem Signalmast ist über eine relativ steile Treppe erreichbar und bietet ebenfalls optimale Aussichtsmöglichkeiten.

Foto: das obere Sonnendeck bietet zusätzlichen Platz für Liegen und eine tolle Aussicht

Beim Rundgang ist allerdings Vorsicht geboten, denn es befinden sich zum Teil Rohre und Leitungen auf dem Boden, die überstiegen werden müssen. Dies sehen wir keineswegs als Gefahr sondern eher als ein weiteres Zeugnis damaliger Schiffsbaumöglichkeiten. Auf heutigen Neubauten ist ein derart maritimer Charakter nirgends mehr zu finden, das ist schade.

Besonders gelungen ist die Observation Lounge sowie die dazugehörige Bar oberhalb der Brücke, von der aus man einen recht guten Blick auf das Meer hat. Live Musik sorgt abends für eine entsprechende Stimmung dort. Gekrönt wird alles von einer großen Glaskuppel.

Foto: die Dank einer Glaskuppel von Licht durchflutete Observation Lounge

Über das vordere Treppenhaus begeben wir uns nun auf das Aquamarine Deck. Insgesamt verfügt die Ocean Majesty über drei Aufzüge und zwei Treppenhäuser. Auf dem Aquamarine Deck befinden sich die Brücke sowie auch die Funkstation der MS Ocean Majesty.

Foto: die Brücke der Ocean Majesty

Beim Besuch auf der Brücke waren wir sehr überrascht über die moderne Technik. Kaum etwas erinnert an die Technik vergangener Tage. Moderne Computer und Bildschirme regieren das Bild. Der Kapitän ließ uns wissen, dass man aus Platzgründen keine „Erinnerungsstücke“ vergangener Tage erhalten hat und im Laufe der Jahre alle elektronischen Geräte komplett ausgetauscht wurden. Zuletzt beim Werftaufenthalt im Winter 2012/2013. Lediglich die offene Brückennock versprüht noch etwas den Charme vergangener Tage.

Foto: Lido Garten

In der Mitte des Aquamarine Decks stößt man auf den Lido Garten. Wie auch die Observation Lounge ist der Lido Garten in hellen und freundlichen Farben eingerichtet. Eine weitere Gemeinsamkeit vereint die beiden, denn auch im Lido Garten findet sich eine große Glaskuppel und schafft ein tolles Raumgefühl und viel Helligkeit.

Den nur durch das zweite Treppenhaus getrennten, angrenzenden Poolbereich mit Lido Buffet und Pools hatten wir bereits beschrieben.

Foto: vorderes Treppenhaus der Ocean Majesty

Wir begeben uns hinunter durch das helle und ansprechende Treppenhaus auf das Diamond Deck (Deck 6). Dieses Deck beherbergt in erster Linie Kabinen sowie eine Bibliothek mit Internet Café.

Foto: hinteres Treppenhaus der Ocean Majesty

Das in die Bibliothek integrierte Internet Café besteht allerdings aus lediglich zwei Terminals am hinteren Ende, was aufgrund der Zielgruppe der Ocean Majesty jedoch ausreichend sein dürfte. Wir verlassen Deck 6 und nutzen wieder das hintere Treppenhaus für den Abstieg auf das Emerald Deck (Deck 5). Hier spielt sich im Grunde das Schiffsleben ab.

Foto: Bibliothek und Internet Café

Im Heck ist die Hansa Show Lounge untergebracht. Im Gegensatz zu den meisten Lounges dieser Art sitzt man hier nicht an einzelnen Tischen sondern wie im Theater hintereinander in zusammenhängenden Reihen. Abstellmöglichkeiten für Getränke gibt es natürlich dennoch – und zwar steht jedem Gast ein kleines Tischchen am Sitzplatz zur Verfügung. Uns hat diese Aufteilung der Lounge sehr zugesagt.

Die in unmittelbarer Nähe zur Lounge gelegene Boutique hat an Hafentagen natürlich geschlossen, machte aber beim Blick durch die Glasscheiben einen recht gut sortierten Eindruck.

Foto: Hansa Show Lounge

Klein aber ganz fein kommt die direkt gegenüber liegende Bellini Bar daher und überrascht mit einer ganz originellen Idee. Es gibt einen Durchguck zur Hansa Show Lounge. So kann man auch von der Bellini Bar aus zumindest zum Teil den Darbietungen der Lounge folgen. Haupttreffpunkt der Ocean Majesty ist die Majestic Lounge direkt mittschiffs gelegen. Der freundliche und helle Stil sowie die warmen Farbtöne finden sich auch hier wieder. Durch den geschickten Einsatz von Spiegeln, Glas und optischen Auflockerungen wird dem Passagier letztendlich mehr Platz offeriert wie eigentlich vorhanden ist. Das ist wirklich gut gelungen.

Foto: die Bellini Bar

Wer nun der Meinung ist, damit ist der Rundgang abgeschlossen, der irrt. Das Jade Deck ist ausschließlich Kabinen vorbehalten aber darunter liegen das Principal Deck (Deck 3) und das Topaz Deck (Deck 2) und hier stößt man noch auf den einen oder anderen „Wow-Effekt“.

Erstmal öffnet sich vom Jade Deck kommend das schicke Foyer mit Zahlmeisterbüro, Rezeption und Hansa Touristik Büro und zudem gelangt man über diesen Bereich auch in das Hauptrestaurant der Ocean Majesty. Wie ein roter Faden bleibt das Schiff seinem Stil treu und so dominieren helle Holztöne und freundliche Farben den Restaurantbereich, der nicht über Fenster verfügt und somit keinen Meerblick bietet. Ausreichend Licht sorgt dennoch dafür, dass eine behagliche Stimmung aufkommt.

Foto: das helle und ansprechende Foyer mit Zahlmeisterbüro und Rezeption

Das Foyer glänzt im wahrsten Sinne des Wortes mit einem hellen Granitboden (o.ä.), einer kleinen Sitzgruppe, großen Pflanzenschalen und zierenden Hafenplaketten an den Wänden in denen das Schiff bereits gewesen ist. Insgesamt ergibt sich ein rundum ansprechendes Bild mit hohem Wohlfühlfaktor. Über einige Stufen gelangt man schließlich zum Beauty, Spa und Wellness-Bereich sowie zum Friseur.

Foto: Wellness, Beauty und Erholung - kein Problem auf der Ocean Majesty

Wer nun einen komplexen Spa-Bereich modernster Generation oder einen monströsen Wellnesstempel erwartet, der wird ganz klar enttäuscht. Mit derartigen Erwartungen ist es ratsam ein anderes Schiff zu wählen. Vielmehr überzeugt die Ocean Majesty damit, diese Erholungsmöglichkeiten überhaupt anbieten zu können. Es wurden dafür Kabinen entfernt und der so gewonnene Platz für einen Friseur/Nagelstudio und Beauty Bereich genutzt bzw. für einen Massageraum auf der gegenüber liegenden Seite. Auch hier gilt das Motto „klein aber fein“. Sollte der Bordarzt benötigt werden, auch dieser befindet sich hier, direkt im Bugbereich.

Foto: Frisör und Nagelstudio

Bevor wir den Rundgang an Bord der Ocean Majesty nun beenden, findet sich auf dem Topaz Deck (Deck 2) noch ein kleines i-Tüpfelchen. Ganz unten im Schiffsbauch versteckt sich eine Disco bzw. ein Kino.

Letztendlich steht fest, dass die Ocean Majesty eine ältere Dame ist und man ihr die Altersfalten eben ansieht. Es ist aber hervorragend gelungen die modernen Stilelemente heutiger Zeit mit denen vergangener Tage zu erhalten und zu kombinieren.

Vakuumtoiletten sind übrigens Standard auf der Ocean Majesty, im Gegensatz zu Schlüsselkarten für die Kabinentüren. Jeder erhält einen klassischen Kabinenschlüssel an Bord.

Foto: Schliessystem mit klassischen Schlüsseln

Tischtennis-Liebhaber kommen übrigens an Bord der Ocean Majesty auch nicht zu kurz, denn im Außenbereich auf Deck 6 gibt es eine Tischtennis-Platte. Damit der engagierte Spieler keine Bälle ins Meer spielt, wurde mit einem Netz zur Seeseite hin der Bereich geschützt.

Foto: Majestic Lounge

Das Bordleben ist sicherlich nur auf einer längeren Kreuzfahrt beschreibbar und selbst dann wandelt es sich mit dem Publikum aber die grundlegenden Fakten zum Schiff sind natürlich direkt bei einem Rundgang deutlich erkennbar. Natürlich spielt wie immer der persönliche Geschmack eine wesentliche Rolle.

In diesem Sinne, Ihr Team von Kreuzfahrten-mehr.de    

 

Reisevorschlag:

Inselwelten der griechischen Götter, Mythen und Helden an Bord der MS Ocean Majesty vom 29.08. - 07.09.2013 von Genua nach Istanbul inkl. Durchfahrt durch den Kanal von Korinth!!!

Route: Genua - Olbia - Messina - Zakynthos - Ithea - Kanal von Korinth - Naxos - Kusadasi - Patmos - Dikili - overnight Istanbul

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