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Kreuzfahrt Celebrity Solstice Singapur-Sydney Zusammenfassung

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 17.12.2012

Celebrity Solstice – Zusammenfassung einer Asien/Australien Kreuzfahrt

Heute ist nun unser letzter Seetag unserer langen Kreuzfahrt von Singapur nach Sydney und wieder einmal fragt man sich, wo die Zeit geblieben ist. Zwar liegen noch einige Tage in Sydney vor uns, aber wenn wir nach 23 Tagen wieder in der Heimat landen, dann haben wir nach Zahlen gerechnet die längste Reise am Stück hinter uns und auf jeden Fall auch die Reise mit den meisten Sonnenstunden und außergewöhnlichsten Eindrücken.

Die Idee unseres Reisetagebuchs wurde spontan geboren und ist einigen, besonderen Menschen gewidmet. Allerdings haben wir uns entschlossen auch die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen und hoffen, die Eindrücke haben gefallen. Die Schwierigkeit bestand sicherlich darin, den Menschen die uns nicht begleitet haben, unsere Erlebnisse so authentisch wie möglich zu übermitteln. Das haben wir auf unsere persönliche Weise versucht.

Einige Bilder sind in unseren Berichten bereits veröffentlicht worden, eine komplette Bildergalerie wird nach der Reise noch folgen.

Zu den angelaufenen Häfen:

Klar, am Ende hat man immer seine Favoriten und die Städte, die einem weniger gefallen haben. Im Prinzip sind alle Anlaufhäfen der CELEBRITY SOLSTICE attraktiv gewesen. Singapur als Ausgangshafen steht hoch oben auf unserer „Hitliste“ und Darwin ganz weit unten. In Cairns und Brisbane wäre ein „Overnight“ sicherlich das i-Tüpfelchen gewesen aber letztendlich steht fest, dass alles beeindruckend war, Australien derart viel zu bieten hat, dass man mehrere Wochen bleiben muss. Benoa ist zweifelsfrei der exotischste Hafen gewesen und Bali eine Insel für Individualisten. Über Sydney können wir noch nicht urteilen, der Hafen liegt als Endziel und Ausschiffungshafen noch vor uns. Da Sydney offiziell eine der schönsten Hafenstädte der Welt sein soll, sind wir natürlich gespannt auf das, was uns dort erwarten wird. Über Sydney wird dann der letzte Teil unserer Reisetagebuch-Serie folgen.

Die Liegezeiten sind durchweg sehr lang gewesen – von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang wurde die Zeit voll ausgenutzt.

Es hat uns in jedem Fall Freude gemacht, die CELEBRITY SOLSTICE auf ihrer ersten Reise zu all diesen Häfen zu begleiten. All die bekannten „Rennstrecken“ in der Karibik, dem Mittelmeer und anderswo sind immer wieder eine Reise wert aber neue Routen machen schon mehr Freude.

Die Sauberkeit in Singapur und Australien ist auch unter unseren Kunden immer wieder ein Gesprächsthema gewesen. Wir haben es ebenfalls bereits öfter gesagt, dass wir fasziniert sind von einer solchen Disziplin, Ordnung und Konsequenz unter den Einheimischen ihre Städte sauber zu halten. Europäische Städte sind dagegen vergleichsweise dreckig und verkommen und über das in einigen Ländern so hoch gelobte Deutschland möchten wir uns gar nicht erst äußern… apropos… eine weitere Frage die während dieser Reise immer wieder aufgeworfen wurde (wie auf vielen anderen Reisen in andere Länder auch schon): Warum ist es in Deutschland nicht möglich, eine Schuluniform einzuführen? Da wird sich über steigende Kriminalität an Schulen, Neid und verschiedene „Schichten“ beklagt und die Lösung wäre so einfach. In einer Schuluniform sieht jedes Kind gleich aus. Überall funktioniert das bestens, nur im ach so vorbildlichen Deutschland offenbar nicht!?

Und wo wir gerade beim Thema Sauberkeit sind, möchten wir die CELEBRITY SOLSTICE noch einmal abschließend in diesem Punkt bewerten. Auch aus Sicht unserer Reisegruppe gab es zu keinem Zeitpunkt Kritik oder erkennbare Schwachstellen in dieser Richtung. Und als lästig empfinden das regelmäßige Hände desinfizieren vor  den Restaurants sicherlich auch nur diejenigen, die sich  die Hände nicht waschen wenn Sie von der Toilette kommen. Alle anderen haben für diese konsequente Maßnahme Verständnis.

Der Service auf der CELEBRITY SOLSTICE weist am Ende keine nennenswerten Schwachstellen mehr auf. Die kleinen Aufmerksamkeits-Patzer im Grand Épernay Dining Room (Hauptrestaurant) der ersten Tage wurden behoben und auch die Schwachstellen im Ocean View Cafe wurden beseitigt. Das gebrauchte Geschirr steht nun keine 30 Minuten mehr in rekordverdächtig hohen Türmen auf den Tischen. Selbst in Stoßzeiten sind die Teller nach durchschnittlich 10 Sekunden abgeräumt worden! So kennen wir es. :-)

Nach Rücksprache mit unseren Kunden können wir auch mit ruhigem Gewissen mitteilen, dass Frühstücksbestellungen auf die Kabine tadellos funktionieren und alles so geliefert wurde wie bestellt. Wir haben diesen Service persönlich nicht genutzt, da wir es vorgezogen haben selbst vom leckeren Buffet zu wählen.

Wie bereits in unserem Schiffsbericht erwähnt, ist das Programm für Kinder sehr umfangreich und durchdacht.

Den Frisör an Bord können wir persönlich empfehlen, auch darüber haben wir bereits geschrieben.

Ach so, der Butler… entsprechend der Kabinenkategorie stand uns auch ein eigener Butlerservice 24 Stunden lang am Tag zur Verfügung. Der gute Mann jedoch war bei uns praktisch arbeitslos. Denn auch wenn wir eine wirklich riesige Kabine/Suite hatten, so hätten wir es für überheblich empfunden, den guten Mann für jeden Kleinkram zu beauftragen. Insbesondere für ältere Gäste, welche die langen Wege auf den Schiffen scheuen oder gehbehinderte Reisende ein hervorragender und aufmerksamer Service. So lange unsere Füße uns jedoch tragen, schaden auch kleine Spaziergänge über das Schiff nicht.

Den Wäschereiservice dagegen haben wir genutzt, denn für eine Reise dieser Länge macht es Sinn, einen Teil an Wäsche daheim zu lassen und die Schmutzwäsche einmal waschen zu lassen. Das Ergebnis war zufriedenstellend und auch größere Flecken aus der Kleidung unseres 3-jährigen Sohnes waren verschwunden.

Falls sich der aufmerksame Leser wundert, dass wir Abstand davon nehmen, Preise zu veröffentlichen – das hat seinen guten Grund. Wir sind keine „Schiffstester“ und wollen dies auch nicht sein. Wir wollen nicht mit Mitbewerbern vergleichen, was ohnehin problematisch ist und informieren potentielle Kreuzfahrer gerne persönlich aus unseren Preislisten, die wir zur Verfügung gestellt bekommen haben und im Büro verwahren.

Unser persönlicher Lieblingsort auf der CELEBRITY SOLSTICE ist zweifelsfrei der Lawn Club gewesen. Hier haben wir viele Stunden auf dem Rasen verbracht und auch unserem Sohn hat es dort hervorragend gefallen.

Was wir aufgrund der faszinierenden Stadt Singapur völlig vergessen haben zu erwähnen – wir haben am ersten Seetag nach dem Auslaufen in Singapur auch den Äquator überquert, was in einer großen Zeremonie an Deck gefeiert wurde. Natürlich haben alle Gäste an Bord ein Zertifikat für die Überquerung des Äquators erhalten.

Die Seestärke ist den gesamten Reiseverlauf über praktisch zu vernachlässigen gewesen. Teilweise ist das Wasser mehrere Tage lang spiegelglatt gewesen. Selbst auf offener See war es größtenteils völlig windstill. Nur heute, am letzten Seetag, gibt es Schaumkronen auf dem Meer.

Wenn die CELEBRITY SOLSTICE morgen in Sydney einläuft, dann liegen 4.609 Seemeilen oder 8.536 km hinter uns seit wir den Hafen von Singapur verlassen haben. Insgesamt haben wir dann eine Reisedistanz von 19.536 km seit Abfahrt vor der Haustür zurückgelegt. Der Rückflug wird die Zahl nochmals deutlich in  die Höhe schrauben.

Das Wetter auf dieser Reise:

Es hätte besser nicht sein können! Durchweg über 30 Grad und von kleinen Wolken abgesehen auch fast täglich die volle Sonnenstundenzahl. Ein neuer Rekord, wenn man auch die Länge der Reise berücksichtigt.

Letztendlich eine komplett gelungene Reise die uns völlig neue Eindrücke bescherte.

Eine Kleinigkeit möchten wir noch erwähnen. Irgendwo haben wir mal die „Reklamation“ gehört, die Kabinentüren sollten gegen „das Abhauen“ von Kindern doch ein zusätzliches Schloss erhalten. Wir können wirklich alle Eltern beruhigen, denn in der Regel verlässt ein Kind nicht mitten in der Nacht oder auch tagsüber einfach so die Kabine. Wir haben uns auch mit anderen Eltern unterhalten und kennen dieses Problem auch überhaupt nicht. Sicherlich kann man Kinder nicht vergleichen aber eine solche Situation ist schon wirklich sonderbar. Die Balkone sind ja auch nicht mit einem Gitter gegen das hinunter springen von Kindern gesichert. Eltern sollten einfach, wie generell im Leben, Sorgfalt walten lassen. Dann steht einer unbeschwerten und sicheren Kreuzfahrt nichts mehr im Wege und alle Familienmitglieder kehren wohlbehalten von der Reise zurück. :-)

Link zur Bildergalerie der Celebrity Solstice bei Oceaenliner Pictures.