Kreuzfahrten & mehr

Kreuzfahrt-News, Kreuzfahrt-Reportagen, An-Bord-Berichte:

Erste Besichtigung der Quantum of the Seas von Royal Caribbean International

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 30.08.2014

Erste Besichtigung der Quantum of the Seas von Royal Caribbean International

Schon die äußerlichen Dimensionen des derzeit drittgrößten Kreuzfahrtschiffes der Welt sind mehr als beeindruckend. Der 348 m lange, hellblaue Rumpf der Quantum of the Seas leuchtet in der Morgensonne des 27. August 2014 mit dem Himmel über Papenburg um die Wette.

Quantum of the Seas an der Meyer Werft

Foto: Quantum of the Seas an der Meyer Werft

Zwar haben wir schon andere Kreuzfahrtschiffe in der Bauphase erleben dürfen aber auf die Quantum of the Seas waren wir extrem gespannt. Lange Zeit wurden diverse Details zu diesem 167.800 BRZ großen Kreuzfahrtschiff geheim gehalten, bis in den letzten Tagen ein ganzes Katzenrudel aus dem Sack gelassen wurde. Da die technischen Raffinessen bereits häufig kommuniziert wurden (Link Schiffsjournal), wagen wir eine erste und ganz persönliche Beschreibung in Form eines Rundganges über die vielen Bereiche an Bord der Quantum of the Seas.

Eigentlich könnte man meinen, das schmucke Kreuzfahrtschiff legt schon heute mit maximal 4.188 Passagieren zu einer Kreuzfahrt ab. Rein äußerlich ist nur an einem Arbeitsaufzug an der Außenseite und der Schutzfolie an den Scheiben zu erkennen, dass hier offensichtlich noch emsig gearbeitet wird. Etwas seltsam schauen allerdings auch die Passagiere aus, die in einer langen Ameisenstraße mit Schutzkleidung und Arbeitshelmen versehen im Bauch dieses Kreuzfahrtriesen verschwinden.    

Quantum of the Seas Ausruestungspier Meyer Werft

Foto: Quantum of the Seas Ausrüstungspier Meyer Werft

Die schöne Urlaubsgedankenblase zerplatzt allerdings gleich nach dem Betreten der Quantum of the Seas. Keine Musik, kein Lächeln der Crew, kein Champagner, kein dicker Teppich und kein gedämpftes Licht empfangen uns. Von der Decke hängen Kabel, die Wände sind verklebt, auf dem Boden liegen Holzplatten und es riecht nach Staub und Großbaustelle. Der Baufortschritt ist jedoch schon soweit fortgeschritten, dass wir uns mit wenig Phantasie vorstellen können wie das Kreuzfahrtschiff nach der Fertigstellung in etwa 2 Monaten aussehen wird. Der künftige, seit Juni auf der Baustelle anwesende Kapitän Strecko Ban führt uns persönlich über sein neues „Baby“ und ist wie der ebenfalls anwesende Richard Fain (Chairman and Chief Executive Officer von Royal Caribbean Cruises Ltd.) sichtlich stolz auf das, was die Papenburger da fertig stellen. 

Stolz sind die beiden auch darauf, dass alles nach Plan verläuft und die Meyer Werft das Schiff wie vereinbart, pünktlich abliefern wird. Bernhard Meyer betonte, dass alle Arbeiten im Zeitplan liegen. 

Im Bereich der Fahrstühle sind die Wandverkleidungen, die Decken und auch die Teppiche bereits installiert und verlegt. Der Zugang zu den Fahrstühlen erfolgt allerdings nicht in diesem Bereich sondern rückseitig des brückenartigen Durchgangs auf Deck 3. Eine ähnliche Aufteilung kennen wir bereits von der Voyager Class und nachfolgenden Schiffen.

Bereich Fahrstuehle Deck 3 Quantum of the Seas

Foto: Bereich Fahrstühle Deck 3 Quantum of the Seas

Im American Icon Grill sind die Werftarbeiter bereits dabei Feinarbeiten zu erledigen und den Hochglanzsäulen den letzten Schliff zu verpassen.

Feinschliff im American Icon Grill Quantum of the Seas

Foto: Feinschliff im American Icon Grill Quantum of the Seas

In 40 einzelne Elemente unterteilte Raumteiler zeigen beeindruckende Fotomotive amerikanischer Landschaften und sind zugleich Lichtquelle im farblich sehr unaufdringlich gestalteten American Icon Grill. Der American Icon Grill ist Teil des neuen Dynamic Dining Concepts von Royal Caribbean International. Im American Icon Grill entdecken die Gäste schon bald die Speisekarte Amerikas. Diese sieht entsprechend vielseitig aus und beinhaltet zum Beispiel: Spicy Pasta, Blue Cheese, Chicken, Celery, New England Clam Chowder, Michigan Cherry Preserve and Toasted Walnuts, Root Beer Buffalo Sauce and Cauliflower-Ranch Dip, Toasted Baguette with Creole Mustard, Classic SURF N’ TURF, Southwestern Fettuccini, Smoked Sausage, Chicken and Poblano Cream Sauce, Gulf Coast Shellfish and Andouille Sausage… um nur einige der unzähligen Leckereien zu nennen.

Raumteiler American Icon Grill Quantum of the Seas

Foto: Raumteiler American Icon Grill Quantum of the Seas

Zwischen dem American Icon Grill und dem Silk Restaurant liegt ein kleines Treppenhaus und lässt den künftigen Farbstil an Bord ebenfalls schon gut erkennen. Auffallend sind die hellen Farben und klaren Linien.

kleines Atrium zwischen American Icon Grill und Silk

Foto: kleines Atrium zwischen American Icon Grill und Silk Restaurant

Auch das Silk Restaurant ist Teil des Dynamic Dining Concepts und wird demnächst vielfältige Spezialitäten aus Fernost für die anspruchsvollen Gaumen bereithalten. Das hört sich dann ungefähr so an: Kurkuma, Kreuzkümmel und roten Chili mit langsam gekochtem Lamm Curry, Ingwer und Sesamkruste auf Thunfisch, Lachs und Teriyaki-Steak. Die Küche ist inspiriert von chinesischen, japanischen, thailändischen, vietnamesischen und indischen Einflüssen.

Auf der Quantum of the Seas und auch auf der Anthem of the Seas wird es kein großes, spektakuläres Hauptrestaurant über mehrere Decks mehr geben. Vielmehr hat man nun die Möglichkeit in fünf einzelnen Restaurants zu speisen. Diese fünf Restaurants sind im Reisepreis enthalten: American Icon Grill, Chic, Silk, The Grande und das Coastal Kitchen. Letzteres ist allerdings den Gästen der Suiten vorbehalten und bietet mediterrane Spezialitäten mit kalifornischen Einflüssen, was interessant klingt. 

Silk Restaurant Quantum of the Seas

Foto: Silk Restaurant Quantum of the Seas

Die Quantum of the Seas bietet ein noch nie dagewesenes Angebot an Restaurants. Uns wird schon nach wenigen Minuten auf dem Schiff klar, warum es bei Royal Caribbean International heißt „This changes everything“. Neben den genannten Restaurants wird es folgende, zum Teil aufpreispflichtige Alternativen geben: Chops Grille, Jamie´s Italian, Michael´s Genuine Pub, Solarium Bistro, Izumi Japanese Cuisine, Wonderland, Chef´s Table, Sorrento´s, Windjammer Marketplace, Johnny Rockets, Seaplex Dog House, The Café @ Two70 und das Café Promenade. 

Das Grande Restaurant ist quasi das ursprüngliche Hauptrestaurant an Bord der Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffe, hat sich wie bereits gesagt in der Gestaltung aber komplett gewandelt. Unter der Schutzfolie verbirgt sich ein schöner fliederfarbener Teppich mit weißem Wellenmuster. Die Wandverkleidung ist hellbraun und an der Decke thront bereits ein prunkvoller Kronleuchter. 

Grande Restaurant Quantum of the Seas

Foto: Grande Restaurant Quantum of the Seas

Die Musik Hall auf Deck 3 wird es erstmals an Bord der Quantum of the Seas geben. Die zwei Stockwerke sind vom Geist des Rock and Roll inspiriert und bieten tagsüber diverse Aktivitäten wie Tanzunterricht, Shows und Veranstaltungen. Abends zeigt sich dann die andere Seite als klassische Music Hall mit wechselndem Programm. Abgerundet wird das Konzept durch zwei integrierte Bars und Billardtische.

Kurz darauf stehen wir in der Royal Esplanade der Quantum of the Seas. Ja, richtig, in der Royal Esplanade. Die bisher bekannte Royal Promenade hat nicht nur einen neuen Namen sondern auch ein neues Gesicht erhalten. Die künftige Eleganz lässt sich in vielen Bereichen bereits deutlich erkennen.

Royal Esplanade Quantum of the Seas

Foto: Royal Esplanade Quantum of the Seas

Die Royal Esplanade wird eine ganze Reihe von Shops, die Rezeption und auch den Schalter für das Bordreisebüro beherbergen. Die Pizzeria Sorrento´s, das Café Promenade, ein Kartenspielzimmer den Michael´s Genuine Pub sowie auch der Diamnond Club wird sich diesem Areal anschließen. Im Diamond Club haben künftig die Clubmember der Stufen Diamond, Diamond Plus und Pinaccle des Treueprogramms Crown & Anchor Zutritt.

Die Royal Esplanade ist nicht mehr so pompös wie man sie von anderen Schiffen der Royal Caribbean Flotte her kennt, hat aber an Großzügigkeit dennoch nichts verloren. Das Design ist deutlich zurückhaltender und die verwendeten Materialien lassen den Schluss zu, dass man auch bei der Farbwahl künftig offenbar neue Wege geht. Spätestens beim Betrachten der Royal Esplanade darf man den Gedanken laut aussprechen, dass dieser Neubau auch in die Flotte von Celebrity Cruises passen würde. Zumindest was die inneren Werte betrifft erinnern viele Bereiche an die Solstice Class!

Kunstskulptur im Bereich der Shops der Quantum of the Seas

Foto: Kunstskulptur im Bereich der Shops der Quantum of the Seas

Im unmittelbaren Bereich der Shops wird gerade eine filigrane und sehr komplexe Kunst- bzw. Lichtskulptur angebracht. Dafür müssen mehrere tausend Glaselemente von einer Schutzfolie befreit und von Hand gereinigt werden. Es ist kaum vorstellbar, was gerade solche Feinarbeiten für einen immensen Zeitaufwand bedeuten.

Ein Blick von der oberen der beiden Etagen (Deck 5) der Royal Esplanade verdeutlicht recht gut die Dimensionen. Links und rechts werden dann die Shops untergebracht sein. An der Decke ziert eine auffällige Skulptur den freien Raum. Genauer gesagt ist es ein Lichtband mit dem offenbar unterschiedliche Beleuchtungen, Farben und Designs erzeugt werden können. Ein Eyecatcher ist es jetzt schon.

Royal Esplanade Skulptur

Foto: Royal Esplanade Skulptur

Weiter wird es auf Deck 5 das Restaurant Jamie´s Italian, das Izumi Japanese Restaurant, den Chef´s Table und das Wonderland Restaurant geben. Letzteres wird offenbar in der Tat ein kulinarisches Wunderland werden und eine phantasievolle Küche mit vielen neuen Kreationen bieten. Vielfalt und Qualität sollen dabei auf höchstem Niveau angesiedelt sein.

Am Heck der Quantum of the Seas stößt man auf Deck 5 und 6 auf eines der größten Neuheiten an Bord eines Royal Caribbean Schiffes, die Mehrzwecklounge Two70°.  In der neuartigen Two70° Lounge treffen viele innovative Ideen aufeinander. Einerseits ist es eine klassische Lounge mit Bar und Tanzfläche, andererseits beherbergt dieser Raum eine unzählige Anzahl spektakulärer Neuerungen. Wie der Name schon sagt, kann man tagsüber einen 270° Blick auf das Meer genießen und abends verwandelt sich die Fensterfront in eine gigantische Projektionsfläche und wird Teil eines komplett neuen Showprogramms. Überall verstecken sich in der Decke und im Boden Öffnungen und lassen der Phantasie freien Lauf, welch Überraschungen die Gäste in den  Shows wohl erwarten mögen.

Two70 Lounge Quantum of the Seas

Foto: Two70 Lounge Quantum of the Seas

Richard Fain ließ es sich nicht nehmen, eine der absenkbaren Bühnen selbst zu testen. Von der Decke lässt sich eine weitere Bühne absenken auf der sechs große Robotterarme stehen, die mit Flatscreens bestückt sind. Die Robotter können die Flatscreens entweder synchron oder aber völlig unabhängig voneinander bewegen und zaubern in den abendlichen Shows ganz eigene Choreographien für das erwartungsvolle Publikum.

Absenkbare Buehne Two70 Lounge

Foto: absenkbare Bühne Two70 Lounge

Die Decks 7-12 sind reine Kabinendecks wobei im vorderen Bereich von Deck 11 und 12 der 2-stöckige Kinderbereich Adventure Ocean untergebracht sein wird. Am Heck von Deck 12 liegt außerdem der Concierge Club. Dieser steht den Gästen der Grand Suiten sowie der Clubstufen Diamond Plus und Pinnacle des Crown & Anchor Treueprogramms zur Verfügung.

Bisher nicht in den Deckplänen zu finden ist die Weinbar auf Deck 5 vor dem Two70°.

Weinbar Quantum of the Seas

Foto: Weinbar Quantum of the Seas

Eine völlige Neuheit ist das Schließsystem der Kabinentüren. Vorbei sind die Zeiten, in denen man eine Plastikkarte in den Schlitz stecken musste. Wie oft hat man diese Karte entweder verloren oder den Magnetstreifen mit dem Handy „gelöscht“. Radio-Frequenz-Identifizierung heißt das neue Zauberwort der Zukunft. Mit den neuen, blauen WOW-Armbändern verschafft man sich nun Zutritt zu seiner Kabine oder tätigt auch Einkäufe an Bord. Die bei Sammlern begehrten Plastikkarten soll es vorerst aber wohl für das Boarding weiterhin geben. 

Schließsystem Kabinentueren Quantum of the Seas

Foto: Schließsystem Kabinentüren Quantum of the Seas

Und so sehen die blauen WOW-Armbänder aus, die sich übrigens jederzeit auch abnehmen lassen. Es ist also nicht wie in vielen AI-Hotelanlagen in denen man ein unlösbares Band um das Handgelenk befestigt bekommt. Diese WOW-Armbänder sind leicht und dünn, so dass sie sich völlig unbemerkt auch unter Hemden tragen lassen.

WOW Armband Quantum of the Seas

Foto: WOW Armband Quantum of the Seas

In diesem Zusammenhang kommen wir gleich zum nächsten Highlight an Bord der Quantum of the Seas, den Innenkabinen mit virtuellem Balkon. 82 Zoll Bildschirme zeigen in Echtzeit die reale Umgebung draußen, so als würde man eine „echte“ Balkonkabine bewohnen. So wie in unserer fertig gestellten Musterkabine lassen sich natürlich auch diverse Landschaftsbilder auf die Bildschirme zaubern. Fest steht, dass diese Kabinen durchaus eine Alternative zu einer bisherigen Außenkabine sind. Liebhaber echter Balkonkabinen erfreuen sich dagegen in dieser virtuellen Welt wohl weniger, denn bisher weht noch kein Simulator die echte Seeluft in die Kabine und kein Lautsprechersystem trägt das Meeresrauschen von draußen herein. Mit 16 m² sind  die Kabinen recht großzügig bemessen. Es gibt allerdings auch kleinere Studios mit einer Größe von gerade einmal 9m², die in erster Linie aber für Familien mit Kindern konzipiert wurden. So liegen direkt nebeneinander angeordnet beispielsweise eine Suite und auch eine normale Balkonkabine die alle miteinander verbunden werden können. Ein tolles und durchdachtes Konzept wie wir finden.

virtuelle Innenkabine Quantum of the Seas

Foto: virtuelle Innenkabine Quantum of the Seas

Verschwunden sind die Plastikvorhänge in den Bädern. Diese sind Duschen mit Glastüren gewichen. Das Design in den Bädern wurde in diesem Zusammenhang auch erneuert und erinnert ebenfalls sehr an die Solstice Class von Celebrity Cruises.

Bad mit Glastür zur Dusche Quantum of the Seas

Foto: Bad mit Glastür zur Dusche Quantum of the Seas

In den Kabinengängen sind erstmalig Bewegungsmelder angebracht, die dort das Licht ausschalten wenn sich niemand darin bewegt. Ausgedient haben auf dem gesamten Schiff auch herkömmliche Leuchtmittel wie Halogenbirnen oder Leuchtstoffröhren. Alle Leuchtmittel sind nun energiesparende LED-Lampen.

Einzelreisende finden erstmals Balkon-Einzelkabinen (Kategorie SB) mit einer Größe von 11m². Der Balkon ist zusätzlich 5m² groß.

Balkon-Einzelkabine Quantum of the Seas

Foto: Balkon-Einzelkabine Quantum of the Seas

Deutlich luxuriöser wird es dann in den SPA Junior Suiten mit Balkon (Kategorie SJ). Hier stehen dem Kreuzfahrtgast dann 25m² Platz in der Kabine zur Verfügung. Der Balkon hat zusätzlich eine Größe von ca. 8m².

SPA Junior Suite mit Balkon Quantum of the Seas

Foto: SPA Junior Suite mit Balkon Quantum of the Seas

Interessant ist die „To-do-Liste“ an jeder Kabinentür, die für die Werftarbeiter vorgesehen ist. Jeder einzelne Arbeitsschritt wird dort nach Erledigung abgehakt. Solche Listen finden sich übrigens auf dem gesamten Schiff wieder. Jede angeschraubte Leiste, alle Schrauben und Verkleidungen werden nach Anbringung dokumentiert, jede überstehende Teppichfaser vermerkt. Eine weitere Person überprüft alle Arbeitsschritte und letztendlich werden alle kontrollierten Bereiche nochmals kontrolliert und am Ende erst abgenommen. Auf dem ganzen Schiff herrscht eine perfekte und durchorganisierte Ordnung. Nirgendwo stehen grundlos Dinge herum oder liegen Gegenstände ungenutzt auf dem Boden. Für jeden Schlauch, jede Stange und jeden Handfeger gibt es Sammelstellen an denen die Gegenstände aufzubewahren sind. Gründlichkeit in allen Bereichen die wirklich begeistert und die Qualität am Endprodukt dokumentiert.

to-do-liste Quantum of the Seas

Foto: To-do-Liste Quantum of the Seas

Für den Feuerschutz sind auf dem gesamten Schiff Feuermeldestellen eingerichtet. Zwar sind Rauchmelder und Sprinkler bereits funktionsfähig aber einzeln mit Gummipfropfen vorerst noch stillgelegt. Sicherlich würden sie bei den noch zu verrichtenden Arbeiten laufend reagieren.

Feuermeldestellen Quantum of the Seas

Foto: Feuermeldestelle Quantum of the Seas

Wir setzen unseren Rundgang fort und fahren hinauf auf Deck 14. Wie auch schon auf den anderen Schiffen von Royal Caribbean wird es weiterhin ein Solarium mit auffahrbarem  Glasdach geben. Für den kleinen Hunger zwischendurch erhält der Kreuzfahrtgast im Solarium Bistro frische Salate und Sandwiches. Auf der Quantum of the Seas erstreckt sich das Solarium jetzt über 2 Decks im vorderen Schiffsbereich. Weiterhin ist dieses schöne Erholungsareal den Erwachsenen vorbehalten und kostet auch künftig keinen Aufpreis.

Der Poolbereich zeigt sich erwartungsgemäß großzügig und weitläufig. Die Deckfläche ist insgesamt auf  verschiedene Ebenen verteilt. Eine H2O Zone mit Wasserkanonen, Sprinklern und Lichtinstallationen ist ebenso vorhanden wie vier große Whirlpools, zwei Hauptpools und eine Filmleinwand.

Poolbereich Quantum of the Seas

Foto: Poolbereich Quantum of the Seas

Neben dem Windjammer Marketplace Buffetrestaurant gibt es auch wieder das bereits bekannte und beliebte Hamburger-Restaurant Johnny Rockets sowie das den Suitengästen vorbehaltene Coastal Kitchen. Das Windjammer Restaurant wurde um einen Bereich ergänzt, an dem nun rund um die Uhr ohne Unterbrechung kleine Snacks und Getränke angeboten werden.

Auf Deck 15 stoßen wir gleich auf mehrere Highlights der Quantum of the Seas. Dass die Rock Climbing Wall ein neues Design erhält und ein „kleines“ Maskottchen zur Seite gestellt bekommt, wird dabei schon zur Nebensache. Die Kletterwand weist nun keine Rundungen mehr auf sondern ist in eckige Elemente unterteilt. Das Prinzip für den Kletterfan dürfte wohl das Gleiche sein. Direkt neben der Kletterwand steht das künftig wohl meist fotografierte Objekt der Quantum of the Seas. Ein überdimensional großer, pinkfarbener Bär. Dieser 9m hohe und acht Tonnen schwere Bär zählt zu einem  der insgesamt knapp 3.000 Kunstobjekte, die auf der Quantum of the Seas Einzug erhalten haben und trägt den Titel „From Afar“ (deutsch: von weitem). Er besteht aus 1.340 Edelstahldreiecken und soll künftig nicht nur betrachtet sondern auch angefasst werden.  

Eisbaer Quantum of the Seas

Foto: Eisbär Quantum of the Seas

In unmittelbarer Nähe zur Kletterwand liegt der neue SeaPlex Sportbereich. Dabei handelt es sich um einen Indoor-Sportbereich der multifunktional einsetzbar sein wird. Entweder der Sportplatz wird als vollwertiger Basketballplatz genutzt oder aber auch zum Rollschuhlaufen, für Ballspiele oder Sportevents. Neu sein wird die Verwendung als erste Zirkusschule auf See und als krönender Höhepunkt die Nutzung als Autoscooter „Rennstrecke“. Wir hatten die Gelegenheit, eines dieser Bumper Cars bereits selbst zu testen und kamen zu dem Ergebnis „es macht unglaublich Spaß!“ Schon nach wenigen Minuten wird man quasi vom Virus dieser kleinen, bunten Knutschkugel infiziert, die recht flott von einem Akku betrieben über den Boden rauscht. 

Seaplex Sportbereich Quantum of the Seas

Foto: SeaPlex Sportbereich Quantum of the Seas

Als weitere Bereiche sind die Fuel Teen Disco und die Gaming Area für die Jugendlichen zu nennen. Wer zwischendurch Hunger verspürt, kehrt im Dog House ein und kreiert sich seinen eigenen Hot Dog.

Im vorderen Bereich von Deck 15 entsteht der North Star. Bis zu 14 Gäste können sich in einer Glaskugel, die an einem schwenkbaren Arm befestigt ist, bis in eine Höhe von maximal 93m befördern lassen. In dieser Höhe schaut man der Freiheitsstatue in New York direkt in die Augen bzw. auf die Fackel, was Kapitän Ban mehrfach betont. New York wird zunächst auch der Basishafen dieses schwimmenden und innovativen Wunderwerks der Technik sein. Da der North Star kostenfrei angeboten werden soll darf man wohl gespannt sein, wer das Privileg erhält bei Hafenanläufen den Blick aus einer Höhe von über 90 m auf das Schiff und die Landschaft genießen zu dürfen. Ergänzt wird der North Star zur Poolseite hin durch die North Star Bar. Installiert wird der Arm des North Star übrigens erst nach der Emspassage sowie nach der Probefahrt nach Norwegen, wenn die Quantum of the Seas wieder in Bremerhaven liegt.

Bereich North Star Quantum of the  Seas

Foto: Bereich North Star Quantum of the  Seas

Die letzte Station auf unserem interessanten und spannenden Rundgang über die neue Quantum of the Seas ist am bereits bekannten FlowRider, dem Surfsimulator. Oberhalb vom Flow Rider, der uns in dieser Bauphase einen interessanten Einblick auf die gigantischen Wasserturbinen ermöglicht hat, befindet sich das RipCord, powered by iFly.

Wasserduesen FlowRider Quantum of the Seas

Foto: Wasserdüsen im FlowRider Quantum of the Seas

Der RipCord ist ein Fallschirmsprung Simulator und lässt das Gefühl entstehen aus einer Höhe von 3.000 m in die Tiefe zu springen. Der RipCord bietet das erste skydiving Erlebnis auf See. Tatsächlich fliegt man in einer Plexiglasröhre etwa 7m über dem Boden durch die Luft.

RipCord by iFly Quantum of the Seas

Foto: RipCord by iFly Quantum of the Seas

Wir sagen definitiv WOW! This changes everything! Die Quantum of the Seas ist ein echtes Smart-Ship. Details dazu lesen Sie hier (Link Schiffsjournal). Aus unserer Sicht stellt die Quantum of the Seas eine Mischung aus bewährten Elementen der Oasis Class und der Radiance Class dar, die durch spektakuläre Neuerungen ergänzt werden. Dennoch ist die Quantum of the Seas ein völlig neu konzipiertes Schiff und wie man es von Royal Caribbean International kennt, mit diversen Raffinessen versehen.

Einzig die Einrichtung weicht in Puncto Farbkonzept und Stil erstmals offenbar völlig von allen anderen Royal Caribbean Schiffen ab. Hätte man uns das Schiff als weiteren Neubau der Solstice Class von Celebrity Cruises vorgestellt, wir hätten es zum heutigen Zeitpunkt geglaubt.

Zum Abschluss zeigen wir noch einen Blick in das Atrium, welches sich von Deck 3-15 über 12 Decks erstreckt und später offenbar eine weitere Besonderheit bereithalten wird. Auf den Deckplänen und auch in den Ankündigungen bisher unerwähnt ist eine Treppe bzw. ein Teil des Treppenhauses im oberen Bereich, der weit in das Atrium hinein ragt und völlig verglast ist. Wenn nicht noch eine Änderung erfolgt und der Blick unter die Abdeckung am Fussboden nicht täuschte, dann hat mindestens die äußere Plattform einen Glasboden! Der Treppenschutz lässt aber die Spekulation zu, dass auch die Stufen einen Glasboden haben. Wenn sich das bewahrheitet, dann bietet der Blick in die Tiefe mindestens so viel Nervenkitzel wie ein Glasbalkon auf den Außendecks manch anderer Kreuzfahrtschiffe.

Atrium Quantum of the Seas

Foto: Atrium Quantum of the Seas  

Natürlich hat die Quantum of the Seas noch diverse weitere Restaurants, Kabinendetails und Bereiche zu bieten. Wir möchten es an dieser Stelle jedoch bei unserem ersten Rundgang belassen und sind sicher, dass der WOW-Effekt auch hier schon eingetreten ist.

Die Quantum of the Seas ist übrigens das erste Kreuzfahrtschiff weltweit, welches das Air Lubrication System zur Treibstoffreduzierung nutzt (Link Schiffsjournal /Meyer statt Mitsubishi).

Nach der Emsüberführung, die für den 21. September geplant und natürlich wetterabhängig ist, wird die Quantum of the Seas eine kurze Einstellungsfahrt sowie einen Stopp in Eemshaven machen. Danach steuert der neue Kreuzfahrtriese erstmals das Columbus Cruise Center in Bremerhaven an und nimmt kurz darauf im Rahmen einer ca. einwöchigen Probefahrt Kurs auf Norwegen. Erst dann wird der Arm des North Star installiert, was eine weitere Testfahrt zur Folge hat. Abweichungen dieser Planungen sind aus unterschiedlichen Gründen natürlich jederzeit möglich.

Weitere Details, Kabineninformationen und Empfehlungen zu den Reiserouten erhalten Sie gerne in einem persönlichen Gespräch unter der Rufnummer 04893-4288535 oder per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de