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AMSTERDAM - die Kreuzfahrt-Destination mit top Kreuzfahrt-Terminal (PTA)

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 22.08.2012

Die Nordeuropa-Kreuzfahrtsaison 2012 ist noch nicht ganz vorbei und es liegen bereits unzählige Schiffsanmeldungen für die kommende Saison in 2013 vor.

Wir haben uns zusammen mit dem Schiffsjournal einmal genauer umgesehen und möchten heute nicht auf einen der klassischen deutschen Kreuzfahrthäfen wie Hamburg, Kiel, Bremerhaven oder Warnemünde hinweisen, sondern den Hafen von Amsterdam einmal näher unter die Lupe nehmen.



Bild: das Passenger Terminal Amsterdam (Aussenbereich)

Viele Reedereien wie Costa Kreuzfahrten, Celebrity Cruises, Holland America Line oder Royal Caribbean International haben Amsterdam unlängst als Basishafen für den Sommer, oder zumindest für einige Kreuzfahrten, ausgewählt. Hinzu kommen unzählige Besuche von Schiffen, die sich auf einer Westeuropa-Kreuzfahrt befinden oder Kurzreisen ab/bis England nach Amsterdam anbieten. So z.B. die britische Reederei P&O Cruises oder auch die ebenfalls britische Cunard Line – beide starten ab/bis Southampton einige Male im Jahr zu solchen Schnupperkreuzfahrten in die niederländische Metropole.

Die Stadt Amsterdam bietet unzählige Sehenswürdigkeiten. Zu den Hauptattraktionen gehören wohl der zentral gelegene Königspalast, der von Menschenhand angelegte Vondelpark, der angesagte Albert-Cuip-Markt, die 165 Grachten, das historische Anne Frank Haus und auch das umfangreiche Reichsmuseum. Die meisten lassen sich gut und teilweise auch zu Fuß vom Hafen aus erreichen und bieten für wenig Geld viel für das Auge.

Kreuzfahrtschiffsliebhaber können sich freuen, denn im Hafen von Amsterdam liegen bereits jetzt für die Saison 2013 mehr als 140 Anmeldungen vor. Viele werden nächstes Jahr sicherlich nicht mehr hinzu kommen, da die Liegeplätze in den Häfen bereits einige Jahre im Voraus reserviert werden und kaum eine Reederei die Hafenbesuche kurzfristig plant.

Bild: Kreuzfahrtschiffe am Passenger Terminal Amsterdam

Passenger Terminal Amsterdam startet man eine Kreuzfahrt ab Amsterdam, so beginnt diese meist vom Passenger Terminal Amsterdam aus, welcher sehr zentral in Stadtnähe liegt. Der Hauptbahnhof (Amsterdam Centraal) ist in wenigen Minuten erreicht (ca. 1km). Der Bahnhof ist von beinahe allen deutschen Bahnhöfen sehr gut erreichbar, wodurch sich eine Kreuzfahrt ab/bis Amsterdam als sehr attraktiv erweist. Flugreisende haben die Möglichkeit, eine der regelmäßigen Zugverbindungen von Amsterdam Schiphol aus zu nutzen. Die Fahrtzeit in die City beträgt etwa 20 Minuten.

Das PTA wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert und ausgebaut. Bis zu 250.000 Passagiere werden im Jahr dort abgefertigt. Das moderne Terminalgebäude wird zusätzlich für diverse Events genutzt. Die derzeitige, nutzbare Pierlänge beträgt 600 Meter, womit ein Kreuzfahrtschiff von 300 Meter Länge sowie ein zusätzliches, kleineres dort zeitgleich Platz finden. Es gibt im Jahr verteilt einige Termine, zu denen mehr als 2 Kreuzfahrtschiffe in Amsterdam gastieren. Für diesen Fall stehen weitere Liegeplätze im Industriehafen zur Verfügung. Das Segel-Kreuzfahrtschiff „Wind Surf“ hat dieses Jahr sogar unweit des Terminals den Anker geworfen.

Bild: das großzügige Passenger Terminal Amsterdam

Das Gewässer die offene See erreicht man über den Nordseekanal, der die Stadt Amsterdam mit der Hafenstadt Ijmuiden verbindet. Die Strecke zwischen der Stadt Amsterdam und der offenen See beträgt 14 nautical miles oder rund 25 Kilometer. Das IJsselmeer in den Niederlanden, wird über die Nordsee und dem Nordseekanal verbunden. Aus westlicher Sicht verbindet der Nordseekanal Amsterdam Höhe IJmuiden mit der Nordsee. Aus östlicher Sicht mit dem IJsselmeer. Der zwischen 1817 und 1822 gebaute Groot Hollandsch Kanaal wurde vom Nordseekanal ersetzt. Wenn man von Amsterdam aus in die Nordsee fährt, müssen insgesamt vier Schleusensysteme passiert werden, diese den Kanal von der Nordsee trennen. Zum Bau des Nordseekanals wurde ein 17 Kilometer langer Deich angelegt. Zur  Absicherung der Entwässerung wurden unter anderem neun Seitenkanäle hinzugefügt, diese auch der Schifffahrt in Spaarne, Zaan, Nauerschen und Vaart dienen. Elf Jahre (1865-1876) hat es gedauert, bis die Ausschachtungsarbeiten des Kanals zwischen Velsen und Nordsee, als auch vom Polder bei Buitenhuizen fertig gestellt wurden. Beauftragt wurde dafür ein britisches Unternehmen, da sich kein niederländisches gefunden hatte.


Bei IJmuiden findet man zwei Schleusen, die 1876 erbaute Südschleuse und die von 1896 erbaute Mittelschleuse. Damals war der Kanal 25 Kilometer lang, bis zu 100 Meter breit und maximal 8 Meter tief. Die 1929 errichtete Nordschleuse, zu ihrer Zeit die größte Europas, ist 400 Meter lang, 50 Meter breit und ganze 15 Meter tief.Der ursprünglich aus Hand gegrabene und am 1. Novemeber 1876 durch König Wilhelm den dritten eröffnete Kanal ist im Vergleich aktuell 27 Kilometer lang, 300 Meter breit und darf laut Vorgabe nicht tiefer als 13,72 Meter sein.

Den derzeitigen Größenrekord für ein Kreuzfahrtschiff, welches jemals den Hafen von Amsterdam angelaufen hat bzw. am PTA lag, hält die Voyager of the Seas, die im Jahr 2006 die Hafenstadt besuchte. Dieser Rekord bleibt größenmäßig auch weiterhin bestehen. Allerdings läuft am 12. Oktober die Celebrity Reflection erstmals in die Nordschleuse ein und stellt damit einen neuen Längenrekord für Passagierschiffe auf, die Amsterdam besuchen. Mit 317 Meter Länge übertrifft die Celebrity Reflection die Voyager of the Seas um ganze 6 Meter. Die Voyager of the Seas bleibt jedoch mit etwas über 138.000 BRZ gegenüber der Celebrity Reflection mit 126.000 BRZ noch rund 12.000 BRZ größer.

Bild: die große Halle des Passenger Terminal Amsterdam