Kreuzfahrten & mehr

Kreuzfahrt-News, Kreuzfahrt-Reportagen, An-Bord-Berichte:

MS Hamburg: Kreuzfahrten von Oktober 2017 bis Mai 2019, das Kreuzfahrtschiff für Weltentdecker und Genießer

Autor: Team Kreuzfahrten und mehr am 18.02.2017

Der neue Katalog: Kreuzfahrten von Oktober 2017 bis Mai 2019 mit der MS Hamburg

In 2017 kreuzt die MS Hamburg bereits im fünften Jahr für das Bremer Unternehmen Plantours Kreuzfahrten über die Weltmeere und sticht dabei insbesondere durch ausgefallene und entlegene Kreuzfahrtrouten aus der Masse hervor. Die MS Hamburg ist ein familiäres Kreuzfahrtschiff, bietet Kreuzfahrten mit Expeditionscharakter, abseits vom Massentourismus und punktet darüber hinaus mit einem persönlichen und aufmerksamen Service an Bord.

An Bord der MS Hamburg sind die Gäste stets bestens informiert und mit den sechs bordeigenen Zodiacs natürlich immer ganz nah dran an der Natur. Auf vielen Kreuzfahrten sind erfahrene Lektoren an Bord, die interessante Vorträge zu den Landausflügen und Reisezielen halten.

 

MS Hamburg Katalog 2018-2019 Titel

Foto: MS Hamburg Katalog 2018-2019 Titel

Das Titelfoto – made by Oceanliner Pictures

Auf dem aktuellen Titel kreuzt die MS Hamburg übrigens vor dem bekannten Kap Renard in der Antarktis zwischen kleineren Eisbergen. Aufgenommen wurde das Foto im Rahmen unserer Antarktis-Kreuzfahrt vor wenigen Wochen von unserem Teamkollegen Oliver Asmussen (www.oceanliner-pictures.com).

MS Hamburg – eine Weltentdeckerin

Die MS Hamburg bringt ihre Passagiere dorthin, wo andere Kreuzfahrtschiffe nicht hinkommen. Zu den Highlights im neuen Katalog zählen zum Beispiel folgende Kreuzfahrten:

  • Reise-Nr. HAM 24/-2017: Jubiläums-Kreuzfahrt „5 Jahre MS Hamburg“ Gen Süden von Kanada nach Kuba 16 Tage vom 18.10.-02.11.2017 in der TOP Zwei-Bett Innenkabine ab 2.299,- EUR pro Person inkl. Flugan-/ Abreise.

 

  • Reise-Nr. HAM 25/26/28-2017: Sonne, Strand und Havannas – Kuba intensiv – jeweils 11 Tage zu unterschiedlichen Terminen. 01.11.-11.11. / 10.11.-20.11. / 29.11.-09.12. in der TOP Zwei-Bett Innenkabine ab 2.499,- EUR pro Person inkl. Flugan-/Abreise.

 

  • Reise-Nr. HAM 02/2018: Amazonas – Fluss  der Superlative (Belém - Iquitos) 18 Tage vom 02.01.-19.01.2018 in der TOP Zwei-Bett Innenkabine ab 4.199,- EUR pro Person inkl. Flugan-/Abreise.

 

  • Reise-Nr. HAM 03/2018: Amazonas – Fluss der Superlative (Iquitos – Belém) 17 Tage vom 17.01.-02.02. in der TOP Zwei-Bett Innenkabine ab 4.099,- EUR pro Person inkl. Flugan-/Abreise.

 

  • Reise-Nr. HAM 10/2018A: Frühjahrskombination (Teneriffa – Hamburg) 21 Tage vom 09.04.-29.04. in der TOP Zwei-Bett Innenkabine ab 2.699,- EUR pro Person inkl. Flugan-/Abreise. Eine Besonderheit ist hier die Fahrt auf dem Guadalquivir bis Sevilla.

 

  • Reise-Nr. HAM 13/2018: HEIMATHÄFEN-Kreuzfahrt ab/bis Hamburg 5 Tage vom 09.05.-13.05. in der TOP Zwei-Bett Innenkabine ab 749,- EUR pro Person. Stargäste an Bord: Schauspieler Till Demtrøder und der bekannte, singende Wattführer von Borkum - Albertus Akkermann.

 

  • Reise-Nr. HAM 20/2018: Ankerherz-Kreuzfahrt „Very British – das Beste der Britischen Inseln“ 13 Tage vom 01.08.-13.08. in der TOP Zwei-Bett Innenkabine ab 2.199,- EUR pro Person. Es können fakultativ Whisky Tastings sowie Sonderausflüge gebucht werden.

 

  • Reise-Nr. HAM 22/2018: Sommer in Grönland 11 Tage vom 27.08.-06.09. in der TOP Zwei-Bett Innenkabine ab 2.899,- EUR pro Person inkl. Flugan-/Abreise.

 

  • Reise-Nr. HAM 24/2018: Indian Summer – Im Rausch der Farben – die Großen Seen in Kanada und Amerika 18 Tage vom 20.09.-07.10. in der TOP Zwei-Bett Innenkabine ab 4.299,- EUR pro Person inkl. Flugan-/Abreise. Eine ähnliche Reise (HAM 25/2018) findet im Anschluss vom 06.10.-23.10. statt. Die MS Hamburg ist das einzige deutschsprachige Kreuzfahrtschiff, welches die Großen Seen befahren kann!

 

  • Reise-Nr. HAM 27/2018: Kuba Intensiv 11 Tage vom 05.11.-15.11. in der TOP Zwei-Bett Innenkabine ab 2.599,- EUR pro Person inkl. Flugan-/Abreise.

 

  • Reise-Nr. HAM 02/2019: Antarktis – Sommer in der weißen Welt 14 Tage vom 02.01.-15.01. in der TOP Zwei-Bett Innenkabine ab 4.499,- EUR pro Person inkl. Flugan-/Abreise.

 

  • Reise-Nr. HAM 06/2019: Kuba Intensiv 11 Tage vom 26.02.-08.03. in der TOP Zwei-Bett Innenkabine ab 2.599,- EUR pro Person inkl. Flugan- /Abreise.

Bei all diesen Kreuzfahrten gilt: „Wer zuerst kommt…“, denn diese ausgefallenen Routen erfreuen  sich einer großen Beliebtheit und sind meist schnell ausgebucht.

Zu diesen und weiteren Kreuzfahrten sind interessante Vor- und Nachprogramme buchbar!

Kaieteur-Falls in Guyana mit Regenbogen

Foto: Kaieteur-Falls in Guyana mit Regenbogen

Auf die Leistungen kommt es an

Ein besonderes Augenmerk sollte auf die vielen Inklusiv-Leistungen gelegt werden, die bei einer Kreuzfahrt mit der MS Hamburg bereits im Reisepreis enthalten sind.  Auf entlegenen Reiserouten werden außerdem oftmals Flüge im Vollcharter, also Sonderflüge nur für Passagiere der MS Hamburg, angeboten. Das verkürzt die Reisezeit erheblich und senkt letztendlich auch den Reisepreis, der gerade bei weit entfernten Destinationen nicht selten unter denen der Mitbewerber liegt.  

Pünktlich zur ITB, der internationalen Leitmesse der Reiseindustrie, welche vom 08.-12. März 2017 in Berlin ihre Tore öffnet, erscheint der neue Kreuzfahrt Katalog der MS Hamburg. 

Hinweis: Die detaillierten Leistungen, weiteren Ermäßigungen und Information zu den Reisepreisen entnehmen Sie bitte dem Katalog MS Hamburg Kreuzfahrten von Oktober 2017 bis Mai 2019. Änderungen und Irrtümer vorbehalten! Es gelten die Reisebedingungen von Plantours Kreuzfahrten.

  • Viele weitere Fotos, Reiseberichte und Informationen zur MS Hamburg finden Sie hier <<Link>>

 

MS Hamburg Zodiac Rundfahrt in der Antarktis

Foto: MS Hamburg Zodiac Rundfahrt in der Antarktis

Die Multi-Millionen-Pfund Renovierung der Black Watch bei Blohm+Voss in Hamburg!

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 29.11.2016

Gebaut wurde der wunderschöne Kreuzfahrtklassiker, der seit mehr als 20 Jahren unter der Flagge der norwegisch-britischen Traditionsreederei Fred. Olsen Cruise Lines in Dienst ist, im Jahr 1972 für die Reederei Royal Viking Line. Die damalige Royal Viking Star gehörte zu den luxuriösesten Kreuzfahrtschiffen ihrer Zeit und beeindruckt gerade heute, im Zeitalter der neuen Superliner, mit ihren klassisch eleganten Linien. Man sieht der Black Watch ihr Alter von knapp 45 Jahren zwar hier und da an, aber der schmucke Kreuzfahrtklassiker strebt auch gar nicht nach der Krone an Superlativen wie Wasserrutschen, Autoscootern und schwebenden Jahrmarktgondeln. Die Black Watch wird von Fred. Olsen Cruise Lines für weltweite Kreuzfahrten eingesetzt und genau das ist ihr Pluspunkt, sie kann aufgrund ihrer geringen Größe nahezu alle Häfen weltweit anlaufen. Mit einer Vermessung von 28.613 BRZ und einer Länge von 205m belegt sie im internationalen Ranking der Schiffsgrößen die unteren Plätze. Maximal reisen an Bord 804 Passagiere in 423 Kabinen und Suiten.   

Wir haben uns am 28. November 2016 auf der Blohm+Voss Werft in Hamburg an Bord der Black Watch Großbaustelle umgesehen, insgesamt wird das schmucke Kreuzfahrtschiff 26 Tage lang von den Spezialisten der Hamburger Traditionswerft quasi auf den Kopf gestellt.

Black Watch auf der Blohm+Voss Werft in Hamburg 28.11.2016

Foto: Black Watch auf der Blohm+Voss Werft in Hamburg 28.11.2016

Die Black Watch von Fred. Olsen Cruise Lines ist auf der Blohm+Voss Werft kein unbekannter Gast, denn in den vergangenen Jahren schickte die Reederei ihr, bei den meist britischen Reisegästen äußerst beliebtes Kreuzfahrtschiff, immer wieder zu Renovierungsarbeiten nach Hamburg. So wurde im Jahr 2005 zum Beispiel die komplette Maschinenanlage gegen eine neue ausgewechselt. Schiffsklassiker brauchen eine besondere Pflege, denn irgendwann muss auch die hochwertigste Technik und die haltbarste Rohrleitung einmal erneuert werden. Nach fast 45 Dienstjahren gewiss keine Schande.

Der aktuelle Werftaufenthalt richtet sich in erster Linie an eine Renovierung und Modernisierung der Innenbereiche >>wir berichteten<< sowie an eine Erneuerung einiger Generatoren aus dem Hilfsmaschinenraum, Luftschächten, Wasserleitungen und Rohrsystemen. Neben üblichen Klassearbeiten ist die Liste an „offiziell“ zu erledigenden Arbeiten ohnehin schon sehr lang, während eines Werftaufenthaltes kommen dann aber meist erheblich mehr „Kleinigkeiten“ ans Tageslicht, die ebenfalls innerhalb des Zeitrahmens abgearbeitet werden müssen. Hinter jeder entfernten Verkleidung können sich unerwartete Überraschungen verstecken.

Black Watch neuer Generator für den Hilfsmaschinenraum 28.11.2016

Foto: Black Watch neuer Generator für den Hilfsmaschinenraum 28.11.2016

Unser nachfolgender Rundgang verschafft einen kleinen Überblick über das Geschehen an Bord der Black Watch.

Während Arbeiter gerade dabei sind, Unmengen an Muscheln aus den Seekästen zu entfernen und anschließend neue Zinkanoden zu befestigen, werden einige Meter weiter die Stabilisatoren neu justiert und komplett überholt. Die Motoren für die beiden Bugstrahlruder sind ebenso ausgebaut wie die großen Ruderblätter, die Schiffspropeller samt Propellerwellen und auch die mehr als 300m lange Ankerkette liegt ordentlich aufgereiht auf dem Dockboden.   

Black Watch mit gezogener Welle und abmontierten Ruderblättern 28.11.2016

Foto: Black Watch mit gezogener Welle und abmontierten Ruderblättern 28.11.2016

Der alte Anstrich am Schiffsrumpf wird in diesem Fall nicht komplett entfernt, die Rostschutzfarbe ist in den meisten Bereichen bereits aufgetragen und überall dröhnt und hämmert es aus dem Schiffsbauch, der im Moment mehr Löcher hat als ein Schweizer Käse. Um schwer zugängliche Stellen im Schiffsinnern zu erreichen ist es effektiver, „Arbeitslöcher“ in den Rumpf zu schneiden und diese danach relativ schnell wieder zu verschließen als sich einen umständlichen Weg durch das Schiffsinnere zu bahnen.

Die Seekästen werden nach  dem konservieren und lackieren ebenfalls wieder verschlossen, allerdings nicht wasserdicht, denn die Seekästen sind kleine, kastenartige Räume im Unterwasserschiff, von dem aus die Seewasserleitungen ins Schiffsinnere führen. Dazu zählen die Leitungen für Ballast-, Kühl-, Feuerlösch, und Brauchwasser.

Black Watch Arbeiter montiert 35 neue Zinkanoden in Seewasserkästen 28.11.2016

Foto: Black Watch Arbeiter montiert 35 neue Zinkanoden in Seewasserkästen 28.11.2016

An Bord der Black Watch geht es nicht weniger turbulent zu als in den Bereichen die sonst unter der Wasseroberfläche liegen. Dort wo sonst leckere Cocktails serviert werden und die Passagiere über schmucken Teakholzboden laufen, stehen nun Müllcontainer, Schleifmaschinen, Generatoren und anderes Arbeitsmaterial auf dem Lounge Deck. Rund um den Poolbereich sind die neuen Fliesen bereits verlegt, eine große Plane schützt im Moment vor Wettereinflüssen.

Black Watch Swimming Pool und Sonnendeck 28.11.2016

Foto: Black Watch Swimming Pool und Sonnendeck 28.11.2016

Wie auch auf den beiden Schwesterschiffen der Black Watch (Boudicca – ebenfalls Fred. Olsen Cruise Lines und Albatros – Phoenix Reisen), führt eine schöne Teakholzpromenade um das Schiff herum, welche im späteren Renovierungsverlauf noch versiegelt und abgeschliffen wird. Im Vergleich zum Schwesterschiff Albatros ist die Promenade auf der Black Watch in einigen Bereichen schmaler, da hier bei vorangegangenen Werftaufenthalten ehemalige Außenkabinen zu Balkonkabinen umgebaut wurden.

Black Watch offene Promenade 28.11.2016

Foto: Black Watch offene Promenade 28.11.2016

Dort wo in Kürze das neue Restaurant Brigadoon entsteht, befindet sich derzeit noch die ursprüngliche Einrichtung des Garden Cafés. Mit dem neuen Restaurant wird den Gästen ein besonderes Speiseerlebnis geboten, welches sich an der britischen und internationalen Küche orientiert. Insgesamt werden hier später 54 Gäste gleichzeitig in intimer Atmosphäre speisen können.

Black Watch Garden Café 28.11.2016

Foto: Black Watch Garden Cafe 28.11.2016

Eine ebenso große Veränderung erfährt der ehemalige Courtyard-Bereich der Black Watch, welcher bereits komplett entfernt wurde. Hier entsteht das neue Spezialitätenrestaurant The Black Watch Room, in welchem nach Eröffnung bis zu 46 Gäste in den Genuss kommen, hervorragende Spezialitäten und köstliche Steaks serviert zu bekommen.

das neue Black Watch Room Restaurant ehemals Courtyard 28.11.2016

Foto: das neue Black Watch Room Restaurant ehemals Courtyard 28.11.2016

Im Hauptrestaurant Glentanar erinnert im Moment noch nichts daran, dass der komplette Bereich nach dem Ende der Werftzeit in einem neuen Design und Erscheinungsbild erstrahlen  soll. Derzeit steht das Restaurant den Werftarbeitern als Speisesaal zur Verfügung.

Black Watch the Glentanar restaurant 28.11.2016

Foto: Black Watch the Glentanar Restaurant 28.11.2016

Die Lido Lounge wird nicht nur mit einem neuen Mobiliar sondern auch mit neuen Dekorationsmerkmalen, Teppichen und Stoffen ausgestattet. Highlight stellt dann eine riesige Schiebetür bzw. mehrere Schiebetürelemente dar, welche sich über die komplette Breite der Lounge zum Außenbereich hin öffnen lassen.

Black Watch Lido Lounge 28.11.2016

Foto: Black Watch Lido Lounge 28.11.2016

Der Morning Light Pub, in den Deckplänen auch noch als Pipers Bar zu finden, zieht an die Stelle der bisherigen Braemar Lounge um. Der bisherige Morning Light Pub erhält nach einer Umgestaltung den neuen Namen Neptune Bar.

Black Watch ehemalige Braemar Lounge wird Morning Light Pub 28.11.2016

Foto: Black Watch ehemalige Braemar Lounge wird Morning Light Pub 28.11.2016

In den nächsten Tagen erfährt der Bereich um die Rezeption eine Umgestaltung und begrüßt die Gäste dann noch ansprechender und kundenfreundlicher.

Black Watch guest services 28.11.2016

Foto: Black Watch guest services 28.11.2016

Die komplette Bildergalerie unseres Schiffsrundgangs an Bord der „Black Watch“ auf der Blohm+Voss Werft sehen Sie hier >>Link<<. Alle Fotos sind entsprechend beschriftet.

In den meisten übrigen Bereichen finden ebenfalls Renovierungs- und Reparaturarbeiten statt. Es würde allerdings den Rahmen sprengen über all diese Arbeiten im Detail zu berichten. Rund zwei Wochen dauert es nun noch, bis die ersten Gäste an Bord über die neuen, dicken Teppiche laufen können, aus den Decklautsprechern wieder klassische Musik ertönt und leckere Cocktails serviert werden. In den Restaurants ist spätestens Mitte Dezember das letzte Staubkorn verschwunden und einladender Essensgeruch ersetzt die derzeitigen Dämpfe der Schweißarbeiten.

Am 13. Dezember soll die Black Watch die Blohm+Voss Werft in Richtung Tilbury wieder verlassen. Am 15. Dezember beginnt dort dann die erste 7-Nächte Kreuzfahrt mit britischen Gästen. 

An Bord: Norwegian Jade, das Norwegian Cruise Line Kreuzfahrtschiff für Hamburg

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 02.10.2016

Das Kreuzfahrtschiff Norwegian Jade wurde im Jahr 2006 auf der Meyer Werft in Papenburg gebaut. Ursprünglich war das mit 93.558 BRZ vermessene und 294m lange Kreuzfahrtschiff für Kreuzfahrten zwischen den Hawaii-Inseln konzipiert und in Dienst gestellt worden. Entsprechend farbenfroh und bunt ist, trotz einer kleinen Umgestaltung im Jahr 2008, auch heute noch das Interieur. Nach nur zwei Jahren wurde die Pride of Hawaii von den Hawaii-Inseln abgezogen und in die Flotte von Norwegian Cruise Line integriert, seither heißt das Kreuzfahrtschiff Norwegian Jade und unternimmt in erster Linie Kreuzfahrten im Mittelmeer. Im Sommer 2017 wird die Norwegian Jade erstmals Flagge für Norwegian Cruise Line in Hamburg zeigen. Die letzte Renovierung fand im Jahr 2011 statt, bevor die Norwegian Jade aber in 2017 die Hansestadt Hamburg anlaufen wird, steht eine umfassende Grundrenovierung auf dem Programm.

Norwegian Jade im September 2016 in VenedigFoto: Norwegian Jade im September 2016 in Venedig

Wir haben uns vor dem Umbau noch einmal an Bord umgesehen und unsere Eindrücke in einem Schiffsportrait zusammengefasst.

Die Norwegian Jade bietet insgesamt 17 verschiedene Dining Optionen, 15 Bars & Lounges, 2 große Pools, einen Kinderpool, 6 Whirlpools und befördert bei Doppelbelegung 2.402 Passagiere. Die derzeitigen Fahrtgebiete sind das Mittelmeer, Transatlantik und die Karibik, im Sommer 2017 auch Nordeuropa. Alle Kreuzfahrtschiffe von Norwegian Cruise Line bieten den Reisegästen an Bord das bekannte Freestyle Cruising-Konzept – Kleiderzwänge und festgelegte Tischzeiten gibt es also auch an Bord der Norwegian Jade nicht.

Norwegian Jade Deck 06

Wir beginnen mit unserem Rundgang in den öffentlichen Bereichen auf Deck 6. Im Vorschiff der Norwegian Jade liegt das große Stardust Theater, welches sich über Deck 5 und 6 erstreckt, insgesamt 1.006 Plätze bietet und in dem NCL ein einzigartiges Showprogramm - bestehend aus Comedy- und Bühnenshows, Theateraufführungen sowie Musicalproduktionen - präsentiert. Das Abendprogramm bei Norwegian Cruise Line verspricht grundsätzlich auf jedem Kreuzfahrtschiff eine spannende Unterhaltung. Das Design des Theaters ist auf der Norwegian Jade schlicht und unspektakulär, erinnert an einen großen Kinosaal an Land – mit dem Unterschied, dass es auf dem Schiff an den Sitzen keine Abstellflächen für Getränke gibt.

Stardust Theater Norwegian Jade

Foto: Stardust Theater Norwegian Jade

Durch das vordere Treppenhaus getrennt, schließt sich auf Deck 6 das Star Club Casino mit seinen 327 Plätzen samt integrierter Bar dem Stardust Theater an.

Direkt dahinter wird es sehr kulinarisch und sowohl Wein als auch Bier und Cocktailliebhaber werden sich wohl öfter auf diesem Deck einfinden. In der Magnum´s Champagne & Wine Bar trifft man sich auf ein Glas Champagner oder lässt sich vom Angebot der Weinkarte inspirieren. Die Gestaltung der Magnum´s Champagne & Wine Bar ist eine Jugendstil-Interpretation an Designelementen und Farben von Charles Rennie Mackintosh, ein 1928 verstorbener, schottischer Architekt und Künstler. 

In der Mixers Martini & Cocktail Bar hört man nicht selten die Frage „Geschüttelt oder gerührt“? Vom Martini bis zum ausgefallenen Cocktail erhält der Kreuzfahrtgast seine Getränke in einem farbenfrohen Art déco Ambiente.

Mixers Martini and Cocktail Bar Norwegian Jade

Foto: Mixers Martini and Cocktail Bar Norwegian Jade

Das Design in der Tankards Beer & Whiskey Bar orientiert sich am Brauprozess des Bieres, die üppig gefüllte Getränkekarte mit Bieren und Whiskeys aus unterschiedlichen Teilen der Welt, bestätigt diesen optischen Eindruck. Die Angebotspalette in allen Bars ist sehr vielfältig und beinhaltet Getränke aller Preisklassen.

Wir durchqueren das mittlere Treppenhaus der Norwegian Jade und stoßen auf eines der Hauptrestaurants, den Alizar Main Dining Room mit seinen 258 Plätzen. Im Alizar Restaurant werden sowohl klassische Gerichte als auch völlig neue Kreationen aus der Küche serviert. Ein besonderes Highlight sind die Signature Dishes des Chefkochs, welche mit besonders ausgewählten, frischen und köstlichen Zutaten zubereitet werden. Das Ambiente ist zeitlos modern und schnörkellos.

Alizar Main Dining Room Norwegian Jade

Foto: Alizar Main Dining Room Norwegian Jade

Ebenfalls auf Deck 6 befindet auch das zweite Hauptrestaurant, der Grand Pacific Dining Room. Dieser ist allerdings nur über den hinteren Treppenzugang zu erreichen und nicht direkt von Deck 6 aus.

Der Grand Pacific Dining Room empfängt die Gäste in luxuriösem Erscheinungsbild eines Ocean Liners der 60er Jahre. Die Speisekarte im Restaurant wechselt täglich und garantiert auch anspruchsvollen Feinschmeckern ein wunderbares Gaumenerlebnis. Schaut man sich im Restaurant um, dann kommt in der Tat ein Hauch von eleganter Liner-Atmosphäre auf, wenngleich das Restaurant einem direkten Vergleich mit dem eines alten Ocean Liners natürlich nicht standhält. 

Grand Pacific Dining Room Norwegian Jade

Foto: Grand Pacific Dining Room Norwegian Jade

Norwegian Jade Deck 07

Am Heck kann in den Shops und Boutiquen nach Herzenslust eingekauft werden, sofern man sie denn findet. Die Lage ist aus unserer Sicht ungünstig, denn man läuft nicht automatisch – wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen – beim Schlendern durch das Schiff an ihnen vorbei sondern muss sie gezielt aufsuchen.

In der Photo Gallery schaut man an klassischen Klappwänden nach seinen Urlaubsfotos, die der Bordfotograf angefertigt hat und in der Art Gallery ersteht man idealer Weise gleich auch noch ein seltenes Kunstobjekt für die eigenen vier Wände – so würde es zumindest die Reederei gerne sehen. Wer kein Smartphone oder Laptops besitzt, kann an einem der insgesamt 8 Terminals im Internet Café Kontakt zu Daheimgebliebenen aufnehmen oder auch gleich das eine oder andere Urlaubsfoto auf den sozialen Netzwerken teilen.

Die Rezeption ist rund um die Uhr besetzt, das Atrium bildet einen zentralen Treffpunkt und das integrierte Atrium Café lädt zum längeren Verweilen ein. Bunte, große Glasblumen und viele weitere Designdetails erinnern an die frühere Zeit der Hawaii-Kreuzfahrten. Über der Bar steht immer noch in großen Lettern „Aloha“ und irgendwie fühlt man sich hier auch sofort willkommen. Die aufmerksame Crew erkundigt sich sofort nach den individuellen Wünschen der Gäste und hilft Neuankömmlingen auch gerne mal bei der Orientierung.

Aloha Atrium Café and Bar Norwegian Jade

Foto: Aloha Atrium Cafe and Bar Norwegian Jade

An dieser Stelle sei die relative große Außenpromenade der Norwegian Jade erwähnt, welche tatsächlich noch als solche bezeichnet werden kann! Eine weitere, kleinere Promenade führt innen im Schiff entlang, große Panoramafenster geben die Sicht auf das Meer frei, was uns sehr gut gefällt.

Unsere nächste Station ist ein kleines Atrium, welches Deck 6 und 7 verbindet. Auf Deck 6 ist in diesem Bereich die beschriebene Ansammlung an unterschiedlichen Bars untergebracht und auf Deck 7 geht es kulinarisch zu. Diese Kombination ist also durchaus gelungen, wenn auch nicht einzigartig auf der Norwegian Jade sondern eher typisch für diese Schiffsklasse. Das kleine Atrium schafft Raum und sorgt für einen großzügigen Charakter.

kleines Atrium vor Jasmine Restaurant, Sushi Bar und Sake Bar Norwegian Jade

Foto: kleines Atrium vor Jasmine Restaurant, Sushi Bar und Sake Bar Norwegian Jade

Wie der Name schon sagt, bietet die Sushi Bar alle erdenklichen Kreationen fernöstlicher Sushi und Sashimi Spezialitäten, die vor Ort frisch zubereitet werden. Schon beim Zusehen läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Die Sushi Bar hat Platz für 10 Personen, der Aufpreis ist à la carte.

Eingang zum Jasmine Garden Restaurant, Sake Bar und Sushi Bar Norwegian Jade

Foto: Eingang zum Jasmine Garden Restaurant, Sake Bar und Sushi Bar Norwegian Jade

Direkt angeschlossen an die Sushi Bar sind die Sake Bar (8 Plätze) und das Jasmine Garden Asian Restaurant. Im Jasmine Garden Asian Restaurant sind alle Freunde der asiatischen Küche genau an der richtigen Adresse. In einem leider etwas sterilen und dekorationslosen Ambiente bietet die Küche hier chinesische, thailändische und japanische Köstlichkeiten. Maximal finden 78 Personen im Jasmine Garden Asian Restaurant Platz.

Jasmine Garden Restaurant und Sushi Bar Norwegian Jade

Foto: Jasmine Garden Restaurant und Sushi Bar Norwegian Jade

In einem abgetrennten Raum an das Jasmine Garden Asian Restaurant grenzt das Teppanyaki Restaurant. Im Teppanyaki wird ein köstliches Dinner gepaart mit einigen Showeinlagen serviert. Hibachi-Köche bereiten alle Gerichte wie Steaks, Meeresfrüchte, Hühnchen und Gemüse direkt vor den Tischen der Gäste zu. Der Aufpreis liegt derzeit bei US $ 29,95 pro Person. Das Restaurant ist klein aber fein und macht einen gemütlichen Eindruck.

Farbenfroh und stimmungsvoll geht es in der benachbarten Medusa Lounge & Nightclub zu. Tagsüber wird hier gerne Bingo gespielt und ab den Abendstunden das Tanzbein bis in die Morgenstunden geschwungen. In der Medusa Lounge finden maximal 87 Personen einen Sitzplatz, das Ambiente ist noch an das ursprüngliche Fahrtgebiet auf Hawaii angelehnt und erinnert an ein tropisches Wasserbecken mit Meerestieren – insgesamt erscheint uns das Konzept der Lounge inzwischen überholt und die Lage zwischen Theater und Restaurants nicht ganz ideal. Die angrenzenden Karaoke Rooms sind verschlossen und offenbar ist das auch schon länger so, wie uns ein freundlicher Mitarbeiter an Bord wissen lässt – sie werden kaum genutzt.

Medusa Lounge und Night Club Norwegian Jade

Foto: Medusa Lounge und Night Club Norwegian Jade

Im Schiffsbug befindet sich die obere Etage vom Stardust Theater.

Norwegian Jade Deck 08

Deck 8 ist zum Großteil ein Kabinendeck, in der Schiffsmitte liegen im Bereich vom Atrium jedoch noch zwei weitere Restaurants.

Im Churrascaria genießt der Gast ein Diningerlebnis, welches köstlich und unterhaltsam gleichermaßen ist. Nicht nur die Geschmacksnerven sondern auch die Lachmuskeln kommen auf ihre Kosten. Die Speisekarte bietet eine umfangreiche Auswahl an verschiedenen Fleischsorten, die direkt am Tisch vom Spieß mit einer kleinen Showeinlage serviert werden. Neben einer großen Auswahl an Fleisch, bietet das Moderno Churrascaria auch eine vielseitige Salatbar. Der Aufpreis beträgt derzeit US $ 24,95 pro Person. Die Kapazität liegt bei 192 Personen. 

Moderno Churrascaria Restaurant Norwegian Jade

Foto: Moderno Churrascaria Restaurant Norwegian Jade

Das Blue Lagoon Restaurant ist ideal für den kleinen Hunger zwischendurch, und das rund um die Uhr! Das Angebot reicht von kleinen Snacks über Pizza bis zu Hamburgern, Chicken Wings, Pommes und Sandwiches. Dieses Restaurant kostet keinen Aufpreis und bietet bis zu 94 Personen Platz.

Blue Lagoon Restaurant Norwegian Jade

Foto: Blue Lagoon Restaurant Norwegian Jade

Das Ambiente beider Restaurants ist freundlich und einladend. Helle Farben sowie bunte, beleuchtete Glasornamente an der Decke schaffen eine gemütliche und erfrischende Atmosphäre. Von einigen Plätzen aus hat man zusätzlich einen interessanten Blick in das Atrium. Im direkten Vergleich zu den anderen, fast baugleichen Schiffen von Norwegian Cruise Line, haben sich die Innenarchitekten an Bord der Norwegian Jade bei der Verwendung auffälliger Farben etwas mehr „ins Zeug gelegt“, dabei aber auf viele Schnörkel und Dekoration verzichtet. Grundsätzlich ist das schon nicht verkehrt, denn eine Reizüberflutung der Sinne gibt es auf anderen Kreuzfahrtschiffen bereits genug, doch insbesondere das Fehlen von Dekorationsdetails lässt so manchen Raum für unseren Geschmack schlicht und kühl erscheinen.

Norwegian Jade Deck 12

Weiter geht es mit unserem Rundgang, nun schauen wir uns den Mandara SPA-Bereich im vorderen Schiffsteil, hoch über dem Meer sowie das auf selbigem Deck gelegene Fitness Center an. Im Mandara SPA-Bereich kann sich der Kreuzfahrer so richtig erholen und aus einem umfangreichen Angebot an SPA Behandlungen und Massagen wählen. Die eigentlichen Highlights innerhalb des SPA-Bereiches sind zweifelsfrei der Thalasso TherapyPool sowie zwei größere Whirlpools.

Wer genug von den vielen Wasserbecken hat, entspannt im angrenzenden Ruheraum und schaut dabei direkt auf das Meer. Der SPA-Bereich der Norwegian Jade wird eher wenig kommuniziert und herausgestellt, muss sich aber hinter den SPA-Einrichtungen brandneuer Kreuzfahrtschiffe gewiss nicht verstecken. Sauna, Pools und Ruheräume können kostenfrei genutzt werden. Mitbewerber kassieren ja für den Besuch in Wellness Oasen bereits relativ hohe Gebühren. Allerdings sollte man auf der Norwegian Jade keine Wasserfälle, Plastikpalmen, Vogelgezwitscher vom Band, künstliche Felsen oder überdimensionale Entspannungsliegen erwarten. Bei Indienststellung des Schiffes gehörte all das auch noch nicht zum Standard. Kühl und schlicht ist auch in diesem Schiffsbereich die Devise.

Thalasso TherapyPool und Entspannungsbereich Norwegian Jade

Foto: Thalasso TherapyPool und Entspannungsbereich Norwegian Jade

Das Fitness Center hat von 06:00 - 23:00 Uhr geöffnet und bietet zeitgemäße Trainingsgeräte sowie tägliche Gymnastik- Aerobic- und Fitnesskurse.

Etwas ungewöhnlich ist die Lage der Bücherei (22 Plätze), direkt neben dem Frisör und dem Kartenraum (28 Plätze) sowie dem Photo Studio, welche wiederum alle in direkter Nähe zum Mandara Spa angeordnet sind.

Der gesamte Deckbereich um die beiden Hauptpools herum ist großzügig und einladend konzipiert und hält sowohl Sonnen- als auch Schattenplätze bereit. Für den kleinen Hunger zwischendurch bieten sich die frisch zubereiteten Spezialitäten am Pool Grill an, die Topsiders Bar daneben lockt mit einer üppigen Auswahl an Getränken. Das im Reisepreis inkludierte Angebot am Pool Grill umfasst leckere Burger, Pizzen und Grillspezialitäten. Der Grillbereich hält 242 Plätze bereit, es können aber angrenzende Tische und Sitzgelegenheiten am Pool mit genutzt werden.

Die knallgelbe Wasserrutsche ist natürlich nichts für Adrenalinjunkies und geht in ihrer Höhe kaum über die Oberkante von Deck 13 hinaus, bietet aber dennoch eine Menge Spaß für die Familie. Neben zwei großen Hauptpools gibt es insgesamt vier Whirlpools und einen Kids Pool.

Ein weiteres Wasserbecken, welches noch in den Deckplänen zu finden ist, wurde offenbar durch eine kleine Musikbühne ersetzt.

Sonnendecks, Swimmingpools, Whirlpools Norwegian Jade

Foto: Sonnendecks, Swimmingpools, Whirlpools Norwegian Jade

Im gesamten Poolbereich lassen sich kaum Abnutzungsspuren erkennen, lediglich der Deckbelag hat seine maximale Lebensdauer an vielen Stellen inzwischen offenbar erreicht. Der Gesamteindruck ist aber sehr positiv.

Wir bleiben auf Deck 12, auf dem auch das Splash Academy Youth Center, der Entourage Teen Club, ein Spielbereich für Kleinkinder sowie die Video- und Game-Arcade für Jugendliche zu finden sind.

Der Entourage Teen Club ist ein angesagter Treffpunkt bei den 13

- 17-jährigen Kreuzfahrtgästen mit DVDs, Jukebox, Tischfußball und Tanzbühne. Wahlweise können die Kids auf einem der gemütlichen Sessel auch einfach nur Chillen. Abends verwandelt sich der Teen Club dann in eine waschechte Disco für Teenager. Maximal haben 60 Jugendliche Platz im Club.

Entourage Teen Club Norwegian Jade

Foto: Entourage Teen Club Norwegian Jade

In der Videospielarkade haben die Jugendlichen an 37 Geräten die Möglichkeit Autorennen zu gewinnen, Flipper zu spielen oder haarsträubende Flugmanöver als Pilot zu fliegen. Das Angebot ist recht vielfältig und dürfte auch die Jugend von heute zufrieden stellen.

Auf  der Steuerbordseite ist der Eingang zum Garden Café, welches sich bis zur Schiffsmitte hin ausdehnt und dort auch auf der Backbordseite viele Sitzmöglichkeiten bietet. Das Garden Café hält ein reichhaltiges Buffetangebot bereit und bietet für die kleinen Gäste sogar ein eigenes Kid´s Café. Alle Speisen im Garden Café sind im Reisepreis inklusive. Die Platzkapazität liegt bei 418.  

Aktuell versprüht das Restaurant ohne nennenswerte Dekoration und Wohlfühlelemente eher Kantinenatmosphäre als die eines gemütlichen Garden Cafés. Einzig der Teppich bringt etwas Farbe in das Areal. Auch die Anordnung der Buffetbereiche ist längst überholt und unterstreicht den sterilen Charakter zum heutigen Zeitpunkt.

Änderungen und Umbauten sind allerdings trotz der Bereitstellung großer Investitionssummen nicht immer möglich, denn aufgrund internationaler Standards müssen alle Leitungen und Anschlüsse extrem hohe Vorgaben und Sicherheitskriterien erfüllen, die sich nicht immer in bereits vorhandene Schiffsstrukturen einfügen lassen. So lassen sich zum Beispiel Buffetbereiche nicht einfach von A nach B verschieben und komplett neu aufteilen, ohne dabei den gesamten Fußboden mit entfernen und ersetzen zu müssen. Hinzu kommen die Anordnung der Eingänge und der Verlauf von Kabeln und Rohren, die ebenfalls strengen Vorgaben unterliegen. Vielleicht können wir mit dieser kleinen Erläuterung die häufig gestellte Frage beantworten „warum bauen die das nicht einfach um?!“

Liebhaber der italienischen Küche werden im italienischen Restaurant La Cucina voll auf ihre Kosten kommen. Die Atmosphäre ist klassisch gediegen, insgesamt gibt es 128 Plätze. Der Aufpreis für dieses Restaurant wird à la carte berechnet. Dafür ist die Angebotspalette sehr vielfältig und reicht von traditionellen Pastagerichten über große Salatteller, Pizzen, Wein- und Kaffeespezialitäten.

Sehr schön ist der Außenbereich vom Garden Café am Heck der Norwegian Jade. Insgesamt 198 Personen kommen gleichzeitig in den Genuss unter einem großen Sonnensegel zu speisen und gleichzeitig einen hervorragenden Meerblick zu genießen.

Aussenbereich Garden Café Norwegian Jade

Foto: Außenbereich Garden Café Norwegian Jade

Norwegian Jade Deck 13

Ganz am Heck der Norwegian Jade befindet sich ein großes Mehrzweck-Spielfeld (Sports Court), welches sich gleichermaßen für Basketball, Volleyball, Tennis oder andere Ballspiele eignet. Von einer kleinen Tribüne aus können andere Gäste zusehen.

Auf selbigem Deck finden sich mehrere Golfabschlagplätze, klassische Shuffleboard-Spielflächen und eine Joggingstrecke.

Traumhafte Filets vom Black Angus Rind erhält man im Cagney´s Steakhouse. Die Speisekarte bietet darüber hinaus auch Hummer, Huhn und einige Salate. Die Speisen in diesem Spezialitätenrestaurant werden à la carte berechnet, die Platzkapazität liegt bei 166 Sitzplätzen.

Cagney´s Steakhouse Norwegian Jade

Foto: Cagney´s Steakhouse Norwegian Jade

Die benachbarte Star Bar ist der ideale Treffpunkt vor einem Besuch im Cagney´s Steakhouse oder für einen gemütlichen Abend in entspannter Atmosphäre. Das Interieur ist zwar nicht mehr ganz zeitgemäß und durch die dunklen Grundfarben insgesamt etwas schwer, erinnert aber eindeutig an klassische Kreuzfahrtschiffe. Liebhaber dieser Kreuzfahrt-Klassiker werden die Star Bar daher bevorzugt besuchen, denn hier lässt sich der Abend bei einem Glas Wein in ruhiger Atmosphäre besonders gut ausklingen.  

Star Bar Norwegian Jade

Foto: Star Bar Norwegian Jade

Gut besucht ist die Bali Hai Bar & Grill, wo leckere Barbecue-Spezialitäten wie Burger, Grillhähnchen und andere Leckereien zu bekommen sind.  

Eine der letzten Stationen während unseres Rundgangs über die Decks der Norwegian Jade ist die Spinnaker Lounge, über der Kommandobrücke hoch über dem Meer gelegen. Ungewöhnlich ist neben dem ausgefallenen Design auch die Anordnung der Bühne bzw. der großen Tanzfläche. Das Ambiente ist ähnlich dem in der Medusa Lounge und hat sicher perfekt zum damaligen Fahrtgebiet im Pazifischen Ozean gepasst. Die Bühne sowie auch die Tanzfläche sind in Fahrtrichtung platziert und nehmen somit einen Großteil der sonst vorhandenen Fensterfront ein. Aussichtsmöglichkeiten gibt es natürlich immer noch genug aber im Vergleich zu anderen Kreuzfahrtschiffen aus der Flotte von Norwegian Cruise Line fehlt uns hier der typisch maritime Charakter in Form kleiner Accessoires und liebevollen Details. Dennoch ist die Spinnaker Lounge eine tolle Location, welche hoffentlich – gerne in abgewandelter Form – auch nach dem Refit in der Werft noch vorhanden sein wird.

Spinnaker Lounge Norwegian Jade

Foto: Spinnaker Lounge Norwegian Jade

Norwegian Jade Deck 14

Auf Deck 14 liegen Bereiche des Suitenkomplexes The Heaven Courtyard und weitere, für alle Gäste zugängliche Sonnendeckbereiche. Diese sind auf der Norwegian Jade recht großzügig dimensioniert und sowohl um den Schornstein als auch um den Signalmast herum zu finden. Auf anderen Schiffen in der Flotte befindet sich hier oben noch ein Whirlpool, der ist auf der Norwegian Jade nicht vorhanden – schade. Insgesamt erscheint uns die verfügbare Deckfläche deutlich größer als auf Kreuzfahrtschiffen vergleichbarer Größe. Von fast allen Außendecks aus hat man einen unverbauten Meerblick, was das „echte“ Kreuzfahrtgefühl deutlich unterstreicht. Außerdem versperren keine Glasscheiben die Sicht.

Sonnendecks und Freiflächen Norwegian Jade

Foto: Sonnendecks und Freiflächen Norwegian Jade

Wer das umfangreiche Restaurantangebot der Norwegian Jade ausschöpfen möchte, dem empfiehlt sich eines der unterschiedlichen Restaurantpakete aus dem Angebot von Norwegian Cruise Line vorab oder auch noch an Bord zu buchen. Der Preis liegt aktuell für eine 7 Nächte Kreuzfahrt bei US $ 129,- pro Person (7 Mahlzeiten). Bei einer 10 Nächte Kreuzfahrt liegt der Preis bei US $ 159,- pro Person (10 Mahlzeiten) und bei einer 14 Nächte Kreuzfahrt bei US $ 199,- pro Person (14 Mahlzeiten). Damit eröffnet sich dem Reisegast die Möglichkeit, jeden Abend in einem anderen Spezialitätenrestaurant zu speisen. Wer vorab bucht, spart gegenüber dem Normalpreis US $ 10,-, auf alle Preise addiert sich aber ein obligatorisches Trinkgeld von 18 %! Natürlich ist es auch an Bord noch möglich, sich für eines der vielen Restaurants zu entscheiden. Sofern Plätze verfügbar sind, ist eine Reservierung jederzeit realisierbar. Wie die Belegung der Restaurants im Detail ausschaut, kann man auf großen Flachbildschirmen überall im Schiff prüfen.

Neben diesen Restaurantpaketen lassen sich auch Getränkepakete, ganze Kuchen, Fruchtkörbe, eine große Auswahl internationaler Käsesorten, Blumenarrangements, SPA-Pakete, Party-Pakete, Romantik-Pakete und sogar Windeln und Pflegetücher für Kinder  vorab buchen bzw. bestellen.

Unser Fazit- ein tolles Kreuzfahrtschiff mit kleinen Schwachstellen

Die Norwegian Jade bietet aus unserer Sicht alle aktuellen Vorzüge des Freestyle Cruising von Norwegian Cruise Line, weist aber auch eine Menge klassischer Elemente auf die man bei NCL vielleicht nicht unbedingt vermuten mag. Das Schiff hat viele Vorzüge gegenüber vergleichbaren Schiffen, allerdings aus unserer Sicht zumindest auch (noch!) kleinere Schwachstellen. Die Atmosphäre in der Star Bar ist zumindest tagsüber ungemütlich und hat Fährcharakter, das Garden Café gleicht einer großen Firmenkantine und hat wenig Stil. Das geht heute besser – NCL macht es auf anderen Schiffen selbst vor! Der Deckbelag ist an vielen Stellen abgenutzt und in den öffentlichen Bereichen sehen hier und da die Sessel auch schon erkennbar verschlissen aus. Aber, und das ist wiederum bemerkenswert, der Gesamtzustand ist überraschend gut! Es ist erfreulich, dass ein umfassender Werftaufenthalt bevor steht, dringend nötig hat ihn die Norwegian Jade aber noch nicht! Roststellen muss man lange suchen, die Sonnenliegen haben vielleicht gerade den mittleren Lebenszyklus erreicht und auch auf dem Pooldeck lassen nur wenige Dinge darauf schließen, dass die Norwegian Jade bereits 10 Jahre alt ist. Dieses Schiff wird zweifelsfrei sehr gut gepflegt.

Die Lage der Shops auf der Norwegian Jade ist aus unserer Sicht ungünstig, denn man muss sie im Heck des Schiffes gezielt aufsuchen und durchläuft sie beim Bummel über die Decks nicht automatisch.

Komplett betrachtet ist die Norwegian Jade von uns eine Empfehlung und aufgrund ihrer Routenvielfalt sicherlich eine Alternative zu den Kreuzfahrtschiffen anderer Anbieter. Mit ihrer Größe von 93.558 BRZ gehört sie aus heutiger Sicht nicht zu den Megalinern und rund 2.400 Passagiere sind im Vergleich zum „Fassungsvermögen“ der Tonnage mancher Mitbewerber auch noch überschaubar.

Man darf nun gespannt sein, was der bevorstehende Werftaufenthalt für Veränderungen mit sich bringen wird.

Weitere Details, Kabineninformationen und Empfehlungen zu den Reiserouten erhalten Sie gerne  in einem persönlichen Gespräch unter der Rufnummer 04893-4288535 oder per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de

  • komplette Bildergalerie von Bord der Norwegian Jade <<Link>>

An Bord: MS Nordstjernen - der im Jahr 1956 bei Blohm & Voss in Hamburg gebaute Passagierschiff-Klassiker

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 20.09.2016

Es ist noch früh am Morgen, als sich die MS Nordstjernen am 16. September 2016 ihren Weg auf der Elbe entlang in Richtung Hamburg bahnt. Der schnittige, dunkle Bug gleitet dabei lautlos an Willkommhöft und Blankenese vorbei, immer wieder lugt die Sonne durch die Wolkendecke hindurch. Die Nordstjernen war bis zu ihrer Außerdienststellung im Jahr 2012 das dienstälteste Linienschiff der Hurtigruten und ist beinahe ohne Unterbrechungen, fast 60 Jahre lang, im Liniendienst an der Küste Norwegens unterwegs gewesen.

Gebaut wurde dieser traumhaft schöne Passagierschiff-Klassiker 1956 auf der Blohm & Voss Werft in Hamburg. Pünktlich zum 60. Geburtstag stattete die Nordstjernen ihrer alten Heimatstadt nun einen Besuch ab – zuletzt war sie im Jahr 2006 in Hamburg zu Gast.

Nach der Außerdienststellung bei den Hurtigruten wurde die Nordstjernen auf einer Werft in Danzig grundlegend überholt, unter Denkmalschutz gestellt und ist seither beinahe im Originalzustand auf Charter- und kleinen Expeditionsreisen rund um Spitzbergen im Einsatz.

Überall stehen bei ihrem erneuten Besuch Schaulustige und trauen ihren Augen kaum, als die Nordstjernen auf der Elbe an ihnen vorbei rauscht. Zwar wurde ihre Ankunft in den Medien angekündigt, so richtig glauben können es einige „alte Seebären“ aber dennoch nicht. So lässt uns Manfred aus Finkenwerder wissen, dass er damals mit gebaut hat am Hurtigruten-Neubauprogramm zwischen 1954 und 1956 auf der Blohm & Voss Werft. Mehrmals muss er schlucken, als er „sein“ Schiff nach 60 Jahren in einem offenbar tadellosen Zustand wiedersehen darf. Er verrät uns, dass er die Kurzreise von Hamburg durch den Nord-Ostsee-Kanal in Richtung Kiel am 18. September gebucht hat.

MS Nordstjernen am 16. September 2016 auf  der Elbe in Richtung Hamburg

Foto: MS Nordstjernen am 16. September 2016 auf der Elbe in Richtung Hamburg

Vom Museumshafen Övelgönne hallen Grüße aus der Dampfpfeife vom Dampf-Eisbrecher Stettin zur Nordstjernen hinüber, die ihrerseits mehrfach das Typhon erklingen lässt. Kurz darauf stößt das Oldtimer-Feuerlöschboot „Feuerwehr IV“ aus dem Jahr 1930 zur Nordstjernen und begleitet sie zur Überseebrücke. Dort wird für die nächsten 46 Stunden festgemacht.

Die Nordstjernen ist 80,7m lang und 12,6m breit, ist maximal 16 Knoten schnell, hat eine Vermessung von 2.194 BRZ und verfügt über 74 Passagierkabinen mit insgesamt 150 Betten.

Doppelpoller, Gangspill, Echtholz und ganz viel Seefahrtromantik

Wir nutzen die Gelegenheit und schauen uns ausführlich an Bord der Nordstjernen um, die bereits von Außen durch ihren genieteten Rumpf und die perfekt proportionierten Aufbauten begeistert.

Kaum betreten wir die Nordstjernen im Bereich der Rezeption auf dem A-Deck, verlassen wir das Jahr 2016 und beginnen eine Zeitreise zurück in die Welt der klassischen Passagierschiffe. Wir stehen auf massiven, tadellos gepflegten Holzplanken, schauen auf dicke Echtholztüren, unverkleidete Kabelleitungen an der Decke, die Eingangstür zum kleinen Hospital und lange, offene Promenaden an der Backbord- und Steuerbordseite.

MS Nordstjernen Rezeption, Hospital und offene Promenade

Foto: MS Nordstjernen Rezeption, Hospital und offene Promenade

Entgegen unserer sonst üblichen Vorgehensweise, die Schiffe vom obersten zum untersten Deck (oder umgekehrt) zu durchlaufen, beginnen wir auf der Nordstjernen gleich auf dem mittleren A-Deck – zu sehr fasziniert uns die beidseitig der Nordstjernen verlaufende, endlos erscheinende Außenpromenade.

MS Nordstjernen A-Deck mittschiffs Promenade backbord

Foto: MS Nordstjernen A-Deck mittschiffs Promenade Backbord

Zum Heck hin führt die Promenade zu einem offenen Deckbereich an dessen Ende sich ein riesiges Gangspill zum einholen der dicken Trossen befindet. Diese liegen ordentlich auf dem mit Holz getäfelten Achterdeck. Auf den meisten Passagier- und Kreuzfahrtschiffen ist der Bereich für die Passagiere nicht mehr öffentlich zugänglich, auf der Nordstjernen entsteht hier echte Seefahrtromantik, welche durch Original Doppelpoller auf der Promenade und dem Achterdeck weiter verstärkt wird. Eine massive Holztreppe führt hinauf auf das Promenadendeck. Wir umrunden zunächst das Achterschiff der Nordstjernen und stehen kurz darauf wieder an der Rezeption.

MS Nordstjernen A-Deck achtern mit Treppe zum Promenadendeck, Gangspill und Doppelpoller

Foto: MS Nordstjernen A-Deck achtern mit Treppe zum Promenadendeck, Gangspill und Doppelpoller

Von dort aus führen beidseitig des Schiffes kleine Außenpromenaden zu einer steilen Treppe, die oberhalb von einer Luke verschlossen ist. Nach dem Öffnen befinden wir uns direkt auf dem langen Vorschiff der Nordstjernen. Viele Teile, wie Ankerwinden, Doppelpoller und Ladegeschirr sind noch Original erhalten, nur einige Rollen zur Führung der Trossen wurden durch neue ersetzt. Das Vorschiff ist im Normalbetrieb des Schiffes für die Passagiere nicht öffentlich zugänglich. Auffallend ist auch auf dem Vorschiff der massive Holzbelag auf dem Boden, welcher immerhin 2/3 dieses Bereiches ziert – lediglich um die Ankerwinden herum ist dicker Stahl verbaut. Zwei kleinere Kräne verfügen über eine Tragfähigkeit von jeweils einer Tonne, der Hauptkran kann ein maximales Gewicht von zwei Tonnen heben. Derzeit befinden sich noch drei Zodiac Boote auf dem Vorschiff, die bei Exkursionen rund um Spitzbergen genutzt werden. Bis in die 1990er Jahre wurde mittels der Bordkrane sogar bis zu drei PKW in den Ladeluken verstaut. 

MS Nordstjernen Vorschiff

Foto: MS Nordstjernen Vorschiff

Damals ein Zweiklassen-Schiff

Wir bleiben auf dem Promenadendeck und schauen uns die große Lounge (früher 1. Klasse Panoramasalon) im vorderen Schiffsbereich an, welche uns mit ihrem schlichten Charme der frühen 60er Jahre sofort begeistert. Lampen und Accessoires sind Original erhalten, das Mobiliar hat natürlich im Laufe der Zeit immer wieder eine Auffrischung bekommen – zuletzt im Jahr 2013. Das Treppenhaus im Vorschiff ist ebenso unverändert geblieben wie das angrenzende Restaurant.

MS Nordstjernen Treppenhaus Vorschiff Promenadendeck

Foto: MS Nordstjernen Treppenhaus Vorschiff Promenadendeck

Festzuhalten ist in diesem Zusammenhang, dass die Nordstjernen seinerzeit – wie alle Hurtigrutenschiffe – als Zweiklassen-Schiff konzipiert und ausgelegt wurde. Sie verfügte damals über 62 Betten in der 1. Klasse und 130 Betten in den Kabinen der 2. Klasse. Maximal waren bei direkten Küstenfahrten bis zu 600 Passagiere zugelassen, die zum Großteil während der kurzen Fahrten zwischen den Häfen an Deck verweilten. Entsprechend der Unterteilung in zwei Klassen, gab es zu Beginn auch zwei Restaurants und zwei Salons sowie auch ein Postkontor. Im Jahr 1983 erfolgte der große Umbau zum Einklassen-Schiff, bei dem die öffentlichen Bereiche den neuen Anforderungen angepasst wurden. Aus diesem Grunde stammt nicht das gesamte Mobiliar aus den 50er oder 60er Jahren, sondern ist gerade im Bereich des hinteren Salons deutlich jünger. Die letzte Renovierung liegt gerade einmal 3 Jahre zurück, bei der die Nordstjernen auch ihr damaliges Farbkleid zurück erhalten hat. Solche Renovierungen sind zwar umfassend, betreffen in erster Linie aber die technischen Bereiche, weshalb die Nordstjernen auch heute noch weitgehend im traditionellen Stil erhalten geblieben ist.

MS Nordstjernen Restaurant

Foto: MS Nordstjernen Restaurant

Dem Restaurant schließt sich eine gemütliche Cafeteria nebst Theke und abgetrennter Bar an (früher 2. Klasse-Bereich). An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass die Nordstjernen natürlich überhaupt nicht für gehbehinderte Reisegäste geeignet ist. Zwischen allen Räumlichkeiten befinden sich höhere Schwellen, die Treppen sind zum Teil steil und die Kabinengänge schmal.

MS Nordstjernen Cafeteria

Foto: MS Nordstjernen Cafeteria

Nach dem Durchqueren der Cafeteria befinden wir uns achtern im Salon der Nordstjernen, welcher mit seinen Korbstühlen noch den jüngsten Eindruck aller öffentlichen Bereiche an Bord macht. Auch dieser Salon war früher ein Bereich für die Passagiere der 2. Klasse.

MS Nordstjernen Salon achtern

Foto: MS Nordstjernen Salon achtern

Glänzender Lack und penible Sauberkeit sind eine Augenweide

Ein echtes Highlight an Bord der Nordstjernen ist zweifelsfrei das weitläufige, mit dicken Holzplanken ausgelegte Achterdeck – maritimer kann ein Schiff kaum noch sein, mag man meinen. Die Nordstjernen hält allerdings noch so einige Überraschungen für den Liebhaber historischer Passagierschiffe bereit. Bemerkenswert ist nicht nur der hervorragende Zustand der Hardware sondern auch die Sauberkeit an Bord. Die Lackierungen auf den edlen Hölzern glänzen trotz fehlender Sonneneinstrahlung, die Böden sind frei von Dreck und Rostflecke finden sich wirklich nur nach akribischer Suche an besonders kritischen Stellen. Die Nordstjernen ist bisher eine reine Augenweide.

MS Nordstjernen offenes Teak-Achterdeck

Foto: MS Nordstjernen offenes Teak-Achterdeck

Wir bleiben zunächst auf dem Promenadendeck und nutzen das achtern gelegene Treppenhaus für einen Besuch der unteren Decks. Im Treppenhaus wartet sogleich die nächste Überraschung auf den Besucher – eine historische Bildergalerie vom Bau, dem Stapellauf und der Indienststellung der Nordstjernen. Die Bildergalerie erstreckt sich über das Treppenhaus zwischen Promenadendeck, A-Deck und B-Deck.

MS Nordstjernen Treppenhaus achtern mit Bildergalerie vom Bau bei Blohm und Voss

Foto: MS Nordstjernen Treppenhaus achtern mit Bildergalerie vom Bau bei Blohm und Voss

Eine Toilette als Notausgang

Die unteren Kabinendecks, A-Deck, B-Deck und C-Deck sind relativ übersichtlich konzipiert, eine Orientierung fällt nicht schwer. Klassischer Charme dominiert auch auf den unteren Decks, die hohen Schwellen der wasserdichten Schotten und Feuerschutztüren sind Zeitzeugen vergangener Tage und nicht weniger Interessant ist eine Toilette, die zugleich auch als Notausgang konzipiert wurde. 

MS Nordstjernen Toilette und Notausgang C-Deck

Foto: MS Nordstjernen Toilette und Notausgang C-Deck

Entwürfe aus den 1930er Jahren mit Titanic-Flair auf dem Bootsdeck

Wir verlassen nun die unteren Decks und begeben uns über das achtern gelegene Treppenhaus wieder auf das große Promenadendeck. Von dort aus führt eine große Treppe hinauf auf das Bootsdeck. Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir durchaus der Meinung, die größten Highlights an Bord der Nordstjernen bereits gesehen zu haben, doch das Bootsdeck setzt dem maritimen Charakter des Schiffes noch die Krone auf. Die genieteten, schneeweißen Rettungsboote befinden sich seit der Indienststellung an Bord und hängen noch an den Original Davits bzw. stehen ordentlich aufgereiht auf dem penibel polierten Bootsdeck. Natürlich ist der Vergleich weit hergeholt aber irgendwie hat das alles etwas „Titanic-Flair“. Das mag auch daran liegen, dass die Entwürfe für die Nordstjernen in vielen Bereichen aus den 1930er Jahren stammen und das Schiff optisch noch nostalgischer erscheinen lassen.

Die Rettungsboote entsprechen übrigens nicht mehr den heutigen SOLAS Bestimmungen (z.B. keine Doppelkammer), wenngleich sie natürlich noch voll funktionsfähig sind. Sie dürfen aber aufgrund der Erfüllung immenser Sonderauflagen weiterhin an Bord stehen. Die Rettung der Passagiere kann im Notfall mit diesen Booten immer noch gewährleistet werden, die Auflagen fordern aber weitere Rettungsmittel – hier kommen dann die nachträglich installierten Rettungsinseln zum Einsatz. Letztendlich verfügt die Nordstjernen also über weit mehr Plätze in Rettungsbooten und Rettungsinseln als sich Menschen an Bord befinden.

MS Nordstjernen Bootsdeck mit Rettungsbooten

Foto: MS Nordstjernen Bootsdeck mit Rettungsbooten

Ein Besuch auf der historisch modernen Kommandobrücke

Beidseitig vom Bootsdeck verlaufen zwei kleine Außenpromenaden in Richtung Kommandobrücke, die im Außenbereich jeweils über eine kleine Treppe zugänglich ist. Die Kommandobrücke lässt die Herzen von Nostalgiefans noch einmal richtig hoch schlagen, denn die meisten, alten Navigationsgeräte befinden sich immer noch an Bord. Der historische Charakter wird durch nachträglich installierte Flachbildschirme und einige Computer optisch getrübt, wenngleich diese moderne Technik auch Beweis dafür ist, dass die Nordstjernen noch lange nicht in den Ruhestand geschickt werden darf. Die Kommandobrücke ist quasi historisch modern.

MS Nordstjernen Kommandobrücke

Foto: MS Nordstjernen Kommandobrücke

Mit dem Besuch auf der Brücke endet nun auch unser Rundgang über dieses wunderschöne Passagierschiff, welches im Jahr 1956 auf der Blohm & Voss Werft in Hamburg das Licht der Welt erblickte. Alte Doppelpoller, Nieten, rekordverdächtig viel Echtholz und ganz viel Seefahrtromantik - gepaart mit dem Charme der frühen 60er Jahre - erwarten die Gäste an Bord der Nordstjernen. Das Personal an Bord ist überaus freundlich, serviceorientiert und mindestens so begeistert von diesem Schiff wie die meisten Passagiere, welche sich für eine Seereise an Bord der Nordstjernen entscheiden.

Unser Fazit:

Liebhaber der klassischen Seefahrt bzw. all jene Individualisten, die kein Interesse an einer regulären Kreuzfahrt bekunden und eine Vorliebe für außergewöhnliche Küstenreisen in Norwegen, Spitzbergen und dem übrigen Nordeuropa - im Stile der klassischen Postdampfer früherer Zeiten - bekunden, ist die Nordstjernen das perfekte Passagierschiff.

  • Komplette Bildergalerie mit allen Innenfotos der Nordstjernen >>Link<<

Benannt wurde die Nordstjernen übrigens nach dem bekanntesten Stern am Himmel, dem Nordstern – oder auch Polarstern genannt.

Reisen mit der Nordstjernen: Auch im Jahr 2017 sind wieder unterschiedliche Reisen mit der Nordstjernen geplant. Gerne informieren wir Sie über weitere Einzelheiten. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.

Die AIDAprima, das neue Familienschiff und Ganzjahresschiff für Hamburg von AIDA Cruises

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 29.04.2016

Erstanlauf der AIDAprima in Hamburg und Schiffsportrait Teil 1 von Deck 18 bis 14

Wir haben uns gleich nach dem Erstanlauf der AIDAprima in Hamburg an Bord umgesehen und das neuen Familienschiff auf einer Einführungsfahrt genau unter die Lupe genommen. Die AIDAprima wird das erste Ganzjahresschiff ab Hamburg. Wo liegen die Stärken und welche Schwächen zeigen sich bei näherer Betrachtung?

Der Erstanlauf in Hamburg

Die AIDAprima ist das neueste Kreuzfahrtschiff und zugleich auch das Flaggschiff der nun aus elf Kreuzfahrtschiffen bestehenden Flotte von AIDA Cruises. Die AIDAprima ist nicht nur das neueste sondern auch das größte Kreuzfahrtschiff, dass bisher für AIDA Cruises gebaut wurde. Das lange Warten auf diesen besonderen Moment, als ich der senkrechte Bug mit dem markanten Kussmund erstmals am Morgen des 21. April 2016 die Elbe hinauf in den Hamburger Hafen schiebt, hat sich gelohnt.

AIDAprima Erstanlauf im Hamburg am 21. April 2016

Foto: AIDAprima Erstanlauf in Hamburg am 21. April 2016

Mit einem exklusiv für AIDA-Fans gecharterten Begleitschiff fahren wir der neuen AIDAprima bei Hamburger Kaiserwetter, mit frischem Kaffee und einem gedeckten Frühstückstisch entgegen. Der Neuankömmling hat es offenbar eilig und ist etwas früher als erwartet in Sicht. Der große Moment naht, es ist 06:19 Uhr – die erste Begegnung! Pfiffe hallen durch die Luft, Flaggen werden geschwenkt, ein Hubschrauber umkreist die AIDAprima – was für ein Morgen im Hamburger Hafen. Was für ein Antrittsbesuch, voller Emotionen und Begeisterung. Wir begleiten das Kreuzfahrtschiff bei seinem Erstanlauf, zusammen mit zwei Schleppern und einem anderen Fahrgastschiff in den Hamburger Hafen.  

Das Feuerlöschboot „Branddirektor Krüger“ steht auch schon parat und komplettiert das morgendliche Begrüßungskommando. Ein durch die Wasserfontänen erzeugter, bunter Regenbogen leuchtet mit der Bemalung der AIDAprima um die Wette. Das ist wirklich prima!

AIDAprima mit Feuerlöschboot im Hamburger Hafen beim Erstanlauf

Foto: AIDAprima mit Feuerlöschboot im Hamburger Hafen beim Erstanlauf

Bildergalerie mit allen Bildern zum Erstanlauf der AIDAprima in Hamburg >>hier<<

Schiffsportrait der AIDAprima 

Unser erster Eindruck beim Betreten der AIDAprima, einem Kreuzfahrtschiff der neuen Generation - wie AIDA Cruises es ankündigt - ist sehr vertraut. Die AIDAprima gehört in die Flotte von AIDA Cruises, das ist nicht zu leugnen. Das bewährte und bekannte Farbkonzept hat man offenbar beibehalten.  

  • Unsere Kabine im Detail

Sesam öffne dich mit RFID-Technologie

Wir bewohnen eine Verandakabine Komfort (Kat. VE) auf Deck 11. Sofort fällt die Großzügigkeit ins Auge, überall ist ausreichend Platz, auch der Gang zwischen dem Bett und der Kabinenwand lässt die Begegnung zweier Reisegäste durchaus zu. Mit einer Größe von ca. 30m² wird die Lücke zwischen den bisherigen Balkonkabinen (ca. 20m²) und den Junior-Suiten (ca. 37m²) auf den AIDA Schiffen der Sphinx-Klasse geschlossen. Je nach Lage und Kategorie sind die Veranda-Komfortkabinen in ihrer Ausstattung leicht variabel. So verfügen zum Beispiel die Veranda-Komfort Kabinen der Kategorien VE und VB über einen begehbaren Kleiderschrank und bei den Veranda-Komfort Kabinen der Kategorien VD und VA sind Toilette und Dusche getrennt untergebracht. Die Größe der Veranda (Balkon) variiert zwischen 4-16m², je nach Lage der Kabine. 

Verandakabine Komfort Kat. VE, VB

Foto: Verandakabine Komfort Kat VE, VB

Neben dieser unterschiedlichen Aufteilung variiert auch das die Farbgestaltung von Deck zu Deck. Zu öffnen sind alle Kabinen nicht mehr mit dem herkömmlichen „Kabinenkarte-Einsteck-System“ sondern quasi berührungsfrei mit der so genannten RFID-Technik, bei der ein Chip (Transponder) in der Karte ein individuelles Signal zum Lesegerät an der Tür sendet und den Mechanismus zur Öffnung auslöst. Diese Technik selbst ist nicht neu und kam bereits am Ende des zweiten Weltkriegs zum Einsatz. Auf Kreuzfahrtschiffen dagegen wird sie erst seit wenigen Jahren eingesetzt. Komplettiert werden soll das System mit entsprechenden Armbändern, die wir bereits von einer großen US-Reederei kennen.

Fehlinformation oder verschobener Start

Hier auf der AIDAprima haben wir diese Armbänder allerdings ebenso wenig vorgefunden wie auch die damit verbundene Möglichkeit, an den Bars ohne die Kabinenkarte zahlen zu können. Auf Nachfrage hin hat es diese Armbänder bisher an Bord auch nicht gegeben. Man will offenbar erstmal alle anderen Dinge in den Griff bekommen und sich dann mit der Einführung dieses Systems befassen. Wie auch immer, was nicht da ist, kann man auch nicht näher betrachten.  

Flüstertüren statt Klapperfrust

Neu sind die Badtüren, die hochwertig anmuten und nicht mehr aus Pressholz sondern aus Milchglas gefertigt sind. Sie krachen bei Seegang nun auch nicht mehr zu oder schlagen ungewollt auf, sondern werden von einem Schließsystem gebremst. Ein weiterer, daraus resultierender Vorteil ist, dass sie bei Seegang klapperfrei im Schloss liegen und bei den Kabinenbewohnern, insbesondere nachts, keinen „Klapperfrust“ mehr auslösen. Die eleganten Milchglastüren lassen nun – im Vergleich zu bisherigen Türen – Licht in die Kabine scheinen. Ob und wie sich das störend auswirkt, muss abgewartet werden. Wir hatten damit keine Probleme. Die Türschlösser und -Griffe sind übrigens nicht mehr aus „billig“ anmutendem Plastik sondern aus hochwertigem Metall gefertigt.

Das stille Örtchen, das keines ist

Im Bad ist alles funktional angebracht, so wie man es von AIDA gewohnt ist. Eine enorme Geräuschkulisse geht, und das erwartet man nicht, von den Vakuumtoiletten aus. Diese wurden vom norwegischen Hersteller Jets Sanitary Systems geliefert und machen ihrem Namen alle Ehre. Neben der ungewohnten „Jet-Geräuschkulisse“ ist auch der Klappmechanismus sehr eigenwillig. Schon beim Öffnen traut man sich nicht, den Deckel mit Druck nach oben zu drücken – es knackt dann hörbar laut. Die Bäder bzw. Toiletten sind definitiv kein „stilles Örtchen“. Die GROHE Badarmaturen sind uns bereits von vielen anderen Kreuzfahrtschiffen bekannt. Ob die selbstschließenden Türen nun überall auf Begeisterung stoßen, wird der reguläre Betrieb zeigen. Will man z.B. „nur mal kurz“ die Hände waschen, so werden für diesen Zeitraum alle Gespräche mit anderen Kabinenbewohnern unmöglich. Sehr gut funktioniert das Lüftungssystem im Bad, denn auch beim heißen Duschen wird das Bad nicht komplett in Nebel gehüllt. Der Luftaustausch findet bereits in der fast komplett geschlossenen Duschkabine statt. Zu öffnen sind die Türen der Duschkabine durch ein im Glas eingestanztes Loch. Je nach Duschverhalten nicht immer eine praktische Lösung.

Die Badspiegel sind indirekt durch eine umlaufende Lichtleiste beleuchtet. Die schauen zwar toll aus, bieten für unseren Geschmack aber nicht genügend Licht. Es ist auch keine weitere Lichtquelle zuschaltbar. Ein Schminkspiegel ist vorhanden, kann aber  in den meisten Kabinenkategorien nicht bewegt werden. Er ist auf den Spiegeln befestigt.

Leise und funktional geht es in der Kabine und im begehbaren Kleiderschrank (je nach Kategorie) weiter. Alle Türen fallen selbst ins Schloss und klappern nicht. Die umklappbaren Ablagefächer können variabel genutzt werden, was eine sehr pfiffige Idee ist. Stauraum gibt es unserer Ansicht nach genügend.

Bad Verandakabine Komfort Kat VF, VC

Foto: Bad Verandakabine Komfort Kat VF, VC

AIDA kann es besser - dauerhaft Strom auf den Steckdosen

Ideal gelöst ist das von anderen Kreuzfahrtschiffneubauten bekannte, sehr lästige Problem der Stromversorgung nach dem Verlassen der Kabine. Zieht man die Zimmerkarte aus dem Schlitz, so werden auf der AIDAprima die Steckdosen weiterhin mit Strom gespeist. Das Laden von Akkus ist also selbst dann noch möglich, wenn man die Kabine verlässt. Auch nach umfangreicher Suche entdecken wir leider nur zwei Steckdosen und zwei weitere USB-Anschlüsse. Zu wenig für den heutigen Standardgebrauch an elektronischen Geräten mit Akkus. Wir vermissen praktische USB-Stecker neben dem Bett, um z.B. das Handy auch nachts aufladen oder das Tablet /den Laptop bei schwachem Akku am Bett nutzen zu können. Vielleicht steckt auch die Absicht dahinter, eben gerade sein Handy nicht am Bett laden zu können, um die Brandgefahr bei unsachgemäßer Ablage des Handys zu minimieren.

Der Schreibtisch kann an der Frontseite hochgeklappt werden und wird so zum Schminktisch. Je nach Kabinenkategorie ist der Stauraum im Bereich der Schreib- und Schminktische recht mager.

Kabinen mit zwei Bädern

Die Verandakabinen der Kategorien VD und VA halten ein kleines Highlight bereit, denn sie bieten zwei Bäder. In einem davon befinden sich Toilette und Waschbecken, in dem anderen die Dusche sowie ein weiteres Waschbecken. Die Lanaikabinen sind größtenteils ebenfalls mit zwei Bädern ausgestattet.

Bildergalerie mit allen Bildern zu den unterschiedlichen Kabinenkategorien <<hier>>

Schiffsrundgang von Deck 18 nach Deck 03 auf der AIDAprima

Beginnen wir unseren Rundgang über die AIDAprima auf dem oberen Deck und arbeiten uns kontinuierlich in Richtung Deck 3 vor. Dabei legen wir nun bewusst weniger Wert auf Hinweise von verarbeitetem Blattgold und der Benennung von Kunstobjekten sondern vielmehr auf die praktische Sichtweise eines regulären Kreuzfahrtgastes.

  • AIDAprima Deck 18

Auf Deck 18 befindet sich im vorderen Schiffsbereich das FKK-Deck, zu dem man über eine Art Treppenturm mit integrierter Umkleidekabine Zugang von Deck 17 aus erhält. Das FKK Deck ist von keiner Seite aus einsehbar, insgesamt zählen wir hier 130 Sonnenliegen bzw. Stühle. Unter einem Sonnenschutz befindet sich  ein Whirlpool. Einen Regenschutz vermissen wir dagegen.

AIDAprima Whirlpool auf FKK Deck

Foto: AIDAPrima Whirlpool auf FKK Deck

AIDA Racer – die geniale Indoor-Doppel-Wasserrutsche

Ebenfalls auf Deck 18 im hinteren Schiffsbereich liegen die Zugänge zur den Doppel-Wasserrutschen, dem AIDA Racer. Diese beiden, über vier Decks führenden Röhren-Kanäle sind die längsten Indoor-Wasserrutschen auf See. Beide Röhren verlaufen identisch – eine auf der Backbordseite und eine auf der Steuerbordseite des Schiffes, so dass sogar echte Rennen mit Zeitmessung möglich sind. Die Rutschdauer haben wir, je nach Größe und Gewicht der rutschenden Person, mit 15-20 Sekunden gemessen.

Wasserrutschen auf Kreuzfahrtschiffen sind nicht neu, auf der AIDAprima ist aber die Idee neu durchdacht, denn die Rutschen sind ganzjährig nutzbar. Start- und Zielpunkt sind so angeordnet, dass man zu keiner Zeit ins Freie laufen muss. Die zum Teil transparenten Röhren durchlaufen auch die Außenbereiche auf Höhe des Schornsteines, enden aber wieder im Schiffsinneren. Ein gläserner Turm ermöglicht von Deck 14 (im Bereich Kids-Club) aus den Zugang über Deck 15 bis hinauf auf Deck 18. Die Einführung zweier Indoor-Wasserrutschen ist hinsichtlich des geplanten Einsatzgebietes der AIDAprima wunderbar. Wir haben auf anderen Kreuzfahrtschiffen bereits mehrfach frieren müssen, um die Wasserrutschen nutzen zu können.

AIDAprima Start AIDA Racer Wasserrutschen

Foto: AIDAprima Start AIDA Racer Wasserrutschen

Bildergalerie mit allen Bildern von Deck 18 <<hier>>

  • AIDAprima Deck 17

Fernsicht und Sonne genießen

Auf Deck 17 liegen eigentlich keine nennenswerten, öffentlichen Bereiche der AIDAprima. Am Heck durchlaufen die Röhren der Wasserrutschen das Deck und im vorderen Schiffsteil sind Freiflächen für Liegestühle zu finden. Diese sind zum Teil sehr schön hinter Windschutzwänden gelegen, so dass auch an kühleren Tagen die Sonne wunderbar zu genießen ist. Als besonderes Feature sind unterhalb vom Signalmast zwei Aussichtsplattformen zu nennen, von denen aus sich eine einzigartige Fernsicht bietet. Sogar je zwei Ferngläser sind hier installiert.

AIDAprima Aussichtsdeck beim Signalmast

Foto: AIDAprima Aussichtsdeck beim Signalmast

Bildergalerie mit allen Bildern von Deck 17 <<hier>>

  • AIDAprima Deck 16

Im hinteren Schiffsbereich ist das neue Activity-Deck Four Elements untergebracht, welches ein besonderes Urlaubsvergnügen für kleine und große Abenteurer bereithält. Auf Deck 16 befindet sich genauer gesagt der Indoor-Hochseilgarten. Der bisher einzige dieser Art auf See. Schaut man von unten zu, sieht alles ganz einfach aus. Scheinbar völlig leichtfüßig schweben die Kletterer fast jeden Alters über den Köpfen der Gäste hinweg. Schaut man sich die Situation von oben an, wirkt alles bereits deutlich kniffliger. Zunächst besteigt man einen kleinen Heißluftballon, hangelt sich über schwingende Brücken, einen Sternenweg entlang über Wolken und durchkriecht eine Röhre. Im weiteren Verlauf wird eine Rakete balancierend überwunden, ein Fliegender Teppich erklommen und ein schmaler Steg bezwungen. So abenteuerlich diese Kletterpartie auch ist, die Sicherheit aller Gäste steht an oberster Stelle.

AIDAprima Sicht auf Klettergarten im Four Elements

Foto: AIDAprima Sicht auf Klettergarten im Four Elements

Klettergärten gibt es schon, nicht aber solche die vor Wind und Wetter geschützt unter einem teilweise auffahrbaren Hallendach liegen. Der Parcours an sich ist außerdem ebenso neu wie die einzelnen, zu überwindenden Hindernisse. 

Voraussetzungen für den Klettergarten:

Vor dem ersten Klettern muss eine „Klettergartenlizenz“ abgelegt werden, Kinder dürfen erst ab 6 Jahren bzw. einer Körpergröße von 1.30m den Klettergarten besteigen. Das Tragen der ausgehändigten Spezialausrüstung ist Pflicht. Zwischen den einzelnen Parcours gibt es immer wieder die Möglichkeit, sich auszuruhen oder die Kletterpartie ganz abzubrechen.

Sportplatz, Eislaufbahn und Lebkuchen mit Glühwein – der besondere AIDA-Moment

Abgegrenzt vom Four Elements liegt im Außenbereich der AIDAprima der Sportplatz, der sich im Winter in eine 200m² Eisbahn verwandelt. Während im Sommer jede Art von Ballspielen ausgeübt werden kann, sollen die Gäste im Winter die Möglichkeit haben Schlittschuh zu laufen, Eishockey und Curling zu spielen und sich in der Advent- und Vorweihnachtszeit dazu einen echten Glühwein zu genehmigen. Neben diesem coolen Eis-Fun-Erlebnis unter freiem Himmel ist auch ein Weihnachtsmarkt mit kulinarischen Leckerbissen geplant.

Eine Eisbahn auf See ist zwar ebenfalls nicht neu, dieses Konzept hier wurde aber für den deutschsprachigen Markt und das Einsatzgebiet der AIDAprima optimiert und ist insgesamt stimmiger. Eislaufen unter freiem Himmel auf der Nordsee im Winter, dazu ein Glas Glühwein und ein Stück Lebkuchen – so stellt man sich das romantische, moderne Kreuzfahrterlebnis vor. Zwingend benötigen wird man ein solches Erlebnis natürlich nicht, cool ist es dennoch! Eben ein ganz besonderer AIDA-Moment.

AIDAprima Sportaussendeck und Eisbahn im Winter

Foto: AIDAprima Sportaußendeck und Eisbahn im Winter

Ebenfalls auf Deck 16 liegt der obere Bereich des neuen Beach Club, den wir aber auf Deck 15 beschreiben werden.

Das Patiodeck – vom Winde verweht

Als eines der Highlights auf der neuen AIDAprima wird das Patiodeck im vorderen Schiffsbereich, hoch über dem Meer angekündigt. Eine chillige und exklusive Loungeatmosphäre wird angekündigt. Dazu gibt es eine eigene Bar sowie einen Concierge Service. Zutritt haben alle Bewohner der Suiten sowie der auf Deck 16 gelegenen Panorama Kabinen der Kategorie VP. Die bereits von anderen Kreuzfahrtschiffen bekannte „Club-Etage“ für die Luxury-Kundschaft hat nun also auch bei AIDA Cruises Einzug erhalten.

exklusives Patiodeck für Suitenbewohner auf der AIDAprima

Foto: exklusives Patiodeck für Suitenbewohner auf der AIDAprima

Und in der Tat, es wurde nicht zu viel versprochen! Schon beim Betreten wird deutlich, „hier fühle ich mich wohl.“ Gemütliche Lounge Sessel mit dicken Auflagen, großzügige Cabanas, große Relaxliegen und – als Krönung – zwei Infinity-Pools mit atemberaubendem Bugblick. Eine integrierte Bar rundet den positiven Eindruck ab.

Die Sache hat allerdings einen Haken, das Patiodeck hat kein Dach! In der Praxis schaut es nun so aus – und wir sind diverse Male hier oben gewesen – dass dieses Deck im Grunde gar nicht nutzbar ist. Schon im Hafen weht hier oben eine nette Brise, die eine oder andere Liege macht sich selbständig und auf den Sichtschutz bei den Cabanas hat man offenbar gleich verzichtet. Nach dem Ablegen werden schleunigst alle losen Gegenstände gesichert und der komplette Bereich mehr oder weniger evakuiert. Der Gast wird hier vom Winde verweht, sofern draußen nicht mindestens 25 Grad, Sonnenschein und weniger als Windstärke 2 vorherrschen. Blöd auch, wenn mal der eine oder andere Sommerschauer über das Schiff niedergeht, denn dann herrscht hier sofort „Land unter“. Bei Windstärke 6 sind auch mal die Türen komplett geschlossen, wie wir erleben konnten. Dann rauschen ungesicherte Gegenstände und auch die Sonnenliegen ganz gerne flott über die großen Deckflächen. Der Fahrtwind des Schiffes alleine reicht aus, um es hier oben „dauerpustig“ zu machen. Wir würden diese scharfe Kritik gar nicht äußern, wäre da nicht das anvisierte Fahrtgebiet der AIDAprima in unseren nördlichen Gewässern. Die warmen, windstillen Sommertage jenseits der 25 Grad Marke kann man an einer Hand abzählen. Der Architekt sollte schleunigst zum Nachsitzen antreten.

AIDAprima Infinity-Pool mit Bugblick auf Patiodeck

Foto: AIDAprima Infinity-Pool mit Bugblick auf Patiodeck

Eine Lösung wird kommen

Fairer Weise räumen wir ein, dass es auf anderen Kreuzfahrtschiffen hier oben ebenfalls offene Exklusivbereiche gibt, die aber sind zumindest teilweise überdacht. Die Lösung – und die wird kommen, da sind wir uns sicher – ist ganz simpel. Entweder rüstet man ein Sonnensegel bzw. adäquaten Wind- und Regenschutz nach oder baut auf der AIDAperla ein Dach darauf und tauscht die Schiffe hinsichtlich ihrer Einsatzgebiete aus. Die Einführung eines solchen Exklusivbereiches ist grundsätzlich gut. So oder so bleibt ein Wehrmutstropfen für die „normalen“ Kreuzfahrtgäste, denn ab sofort ist kein freier Bugblick mehr möglich. Die einzige Möglichkeit ist die kleine Aussichtsplattform auf Deck 17.

Bildergalerie mit allen Bildern von Deck 16 <<hier>>

  • AIDAprima Deck 15

Folie statt Glas

Auf Deck 15 liegen gleich mehrere bedeutende Neuheiten an Bord der AIDAprima. Eine davon ist der bereits genannte Beach Club, der auf Deck 16 über eine große Galerie verfügt.  Die ist tagsüber ein perfekter Rückzugsort um es sich auf einer der zahlreichen Entspannungsinseln oder einer bequemen Sonnenliege gemütlich zu machen. Abends verwandelt sich die Galerie in eine chillige Empore, von der aus sich ein toller Blick auf die täglichen Beachpartys bietet.

AIDAprima Beach Club Blick von oberer Ebene

Foto: AIDAprima Beach Club Blick von oberer Ebene

Egal zu welcher Jahreszeit, im Beachclub herrscht an 365 Tagen im Jahr Sommerfeeling. Die Dachkonstruktion besteht erstmalig in der Kreuzfahrtbranche nicht aus den bekannten, wuchtigen Glaselementen sondern aus leichten Verstrebungen zwischen denen eine Spezialfolie angebracht ist. Die spart nicht nur Gewicht sondern sorgt auch für eine herrliche, offene Beach-Atmosphäre inkl. Sonnenbräune. Etwas schade ist allerdings, dass die Folie viel von der Farbintensität des klaren, blauen Himmels schluckt und ihn immer milchig weiß erscheinen lässt.

AIDAprima Beach Club, Pool und Relaxliegen

Foto: AIDAprima Beach Club Pool und Relaxliegen   

Endlich ein richtiger Pool an Bord

Der neue Pool ist der bisher größte auf einem AIDA-Schiff und er weist eine Besonderheit auf, die uns sehr gut gefällt. Über einen offenen Kanal ist er mit dem Außenpool verbunden und gewinnt dadurch nicht nur an Größe sondern ermöglicht auch an kalten Wintertagen die Nutzung des Außenpools ohne dabei das wärmende Wasser verlassen zu müssen. Das Konzept erscheint uns gut durchdacht und perfekt umgesetzt. Die Glaselemente, welche den  Beachclub vom äußeren Poolbereich trennen, sind bei Bedarf vollständig wegdrehbar und lassen ein einmalig schönes und großzügiges Areal entstehen. Die AIDAprima ist das erste AIDA-Schiff auf dem wirklich das Gefühl von Großzügigkeit und Offenheit aufkommt, wenngleich natürlich die Passagierzahl gestiegen ist. Das Schiff wirkt insgesamt deutlich weniger „verbaut“ und luftiger als die Einheiten der Sphinx-Klasse. Und endlich befindet sich ein richtiger Pool an Bord.

Beachpartys vor atemberaubender Kulisse

Jeden Abend steigen im Beach Club dann die Beach Partys, zum Beispiel mit lateinamerikanischen Rhythmen oder zu top aktuellen Diskoklängen vor einer atemberaubenden Kulisse mit Lasershows, Wasserleinwand und illuminiertem Foliendach. Das ist in der Branche bisher einmalig und wirklich großartig. Vorbei die Zeiten, in denen man sich in einer engen Diskothek, die im schlimmsten Fall irgendwo auf einem unliebsamen Deckabschnitt im Dunkeln lag, auf dem letzten freien Quadratmeter vergnügen musste. Sollte es unter dem Foliendach einmal zu heiß werden bzw. die Klimatisierung nicht ausreichen, so öffnet sich an der Decke einfach eine große Luke und die heiße Luft kann ungehindert abziehen. Ideal gelöst ist auch die seitliche Anordnung der Show-Bühne, denn sie ist nicht der Mittelpunkt im Beach Club und fällt tagsüber kaum auf. Sowohl die Tanzfläche davor als auch die Bühne selbst werden außerhalb der Veranstaltungszeiten als Stellfläche für Sonnenliegen genutzt.

AIDAprima Beach Club Party

Foto: AIDAprima Beach Club Party

Die beliebte, sternförmige AIDA Bar ist ebenfalls von den unteren Decks hier oben in den Beach Club umgezogen, was unserer Meinung nach die perfekte Idee ist. Die AIDA Bar war immer schon ein beliebter Treffpunkt, lag für unseren Geschmack allerdings an einem völlig unattraktiven Ort im Schiff. Das hat sich nun geändert, denn eine bessere Atmosphäre als im Beach Club gibt es kaum.

Im Außenbereich öffnen sich dem Passagier viele Freiflächen, an der Pool Bar kann der Durst gestillt werden und je ein traditionelles Shuffleboard und Schachfeld dürfen natürlich nicht fehlen. Begeisterte Golfer nutzen die Driving-Cage-Anlage zum Abschlag oder verabreden sich zu einem Minigolfturnier.

Der stylische Wave Club ist neuer Treffpunkt für Teenager zwischen 12-17 Jahren. Spannende Ausflüge, Multimedia-Workshops oder einfach in der Lounge mit Freunden chillen, im Wave Club steht immer eine große Abwechslung auf dem Programm. Außen umrundet ein Joggingparcours das Deck und etwas abseits vom Geschehen liegt der Zielpunkt der AIDA Racer Wasserrutschen. Insgesamt ist alles sehr gut durchdacht.

Ganz hinten im Schiff heißt es wieder Action und Spaß für alle Generationen, denn hier befindet sich die mittlere Ebene des neuen Activity-Deck Four Elements.

Grenzenlose Freiheit auf dem Skywalk, 45m über dem Meeresspiegel

Das nächste und auf diesem Deck zugleich letzte Highlight wartet schon, der so genannte Skywalk auf beiden Seiten der AIDAprima. Der Skywalk umrundet einmal die gläsernen Aufzugschächte der auffälligen Panoramaaufzüge am Heck der AIDAprima.

Auch diese Idee ist grundsätzlich nicht neu, denn Princess Cruises bietet hier zum Beispiel auf zwei ihrer Schiffe im Poolbereich den Sea Walk, der in einer Höhe von 40m genau 8,5m über die Bordwand hinaus ragt und TUI Cruises lockt mit dem 11m² großen, Blauen Balkon in einer Höhe von 37m über dem Meeresspiegel.

AIDA Cruises hat mit dem Skywalk unserer Meinung nach aber die spektakulärste Variante aller bisherigen Glasbalkone. Er ist zwar nicht länger als der von Princess Cruises, aber dafür komplett verglast und nach oben hin offen. Insgesamt wirkt der Skywalk durch seine Bauart deutlich beeindruckender als die anderen Varianten. Der Blaue Balkon von TUI Cruises ist zudem eher ein Ort zum Sitzen, der Skywalk bei AIDA muss durchlaufen werden.

Skywalk im Abendlicht AIDAprima

Foto: Skywalk im Abendlicht AIDAprima

Bildergalerie mit allen Bildern von Deck 15 <<hier>>

  • AIDAprima Deck 14

Wir nutzen die äußere Hecktreppe und gelangen so auf das darunter liegende Deck 14

Hier liegt direkt die Bar das 5. Element mit einem großzügigen Außenbereich von dem aus sich ein phantastischer Blick auf das gesamte Heck der AIDAprima bietet.

AIDAprima Fahrwasser und Lanai Bar nach Sonnenuntergang

Foto: AIDAprima Fahrwasser und Lanai Bar nach Sonnenuntergang

Spaß und Abwechslung für die ganze Familie

Diese Bar ist integriert in die Hauptebene des neuen Activity-Deck Four Elements. Bei der Namensfindung hat man sich übrigens an den vier Elementen Wasser, Luft, Erde und Feuer orientiert. Egal, ob man sich im bereits genannten  Hochseilgarten vergnügt oder lieber entspannt auf einem Gummireifen den Lazy River entlang treibt, hier ist immer etwas los. Das Four Elements bietet auf einer Fläche von 2.800 Quadratmetern Spaß für die ganze Familie. Zum Public Viewing von Sportveranstaltungen versammelt man sich vor der riesigen LED-Wand, eine kleine Tribüne mit Sitzmöglichkeiten ist auch vorhanden. Auf dem Programm im Four Elements stehen regelmäßig „Familien-Klettern“, „Familien-Rutschen“ und besondere Veranstaltungen speziell für die Kids und Teens. In unmittelbarer Nähe wartet  der neue Kids Club darauf, von den drei bis elfjährigen Abenteurern entdeckt zu werden. Im ganz neuen Mini Club werden gegen einen geringen Aufpreis von 10,- EUR/Stunde nun auch die jüngsten Kreuzfahrtgäste zwischen 6 Monaten und 3 Jahren professionell betreut. Gleichzeitig können die Kinder von 3 bis 11 Jahren ein Piratenschiff unter Palmen unsicher machen oder im abgegrenzten Planschbecken spielen.

Sowohl der Wave Club auf Deck 15 als auch der Kids- und Mini Club schließen an das Activity-Deck an, was gemeinsame Unternehmungen besonders entspannt gestaltet. Die Erwachsenen können sich eine Auszeit nehmen und die Kinder haben die Möglichkeit eigene Wege zu gehen, ohne dabei die Eltern komplett aus den Augen zu verlieren. Ein solches Angebot ist in dieser Form bisher einmalig in der Branche.

Da soviel Bewegung und Aktivität auch hungrig machen, schließt das Familienrestaurant Fuego an das Four Elements an. 

Activity-Deck Four Elements AIDAprima

Foto: Activity-Deck Four Elements AIDAprima

Das Fuego Familienrestaurant liegt nur wenige Schritte vom Kids Club und dem Activity-Deck Four Elements entfernt, die Gerichte und Buffets sind abgestimmt auf den Geschmack der kleinen Kreuzfahrer, aber auch Erwachsene kommen natürlich auf ihre Kosten. Es gibt ein extra Kinderbuffet und auch die Höhe der Theken ist extra für Kinder optimiert worden. An einer Burger- und Pastastation kann man sich zum Beispiel seine eigenen Burgerkreationen selbst zusammenstellen und frisch zubereiten lassen. Eine Art mobiler „Buzzer“ informiert bzw. vibriert bei Fertigstellung des Burgers, den man somit ohne lange Wartezeit vor der Station abholen kann. Das Fuego Familienrestaurant bietet sowohl einen Innen- als auch einen „Außenbereich“ (integriert im Four Elements Innenbereich) und ist eine interessante Alternative zu den bisher bekannten Buffetrestaurants von AIDA. Vor dem Fuego Restaurant können Eltern Babybrei zubereiten oder dem kleinsten Nachwuchs ein Fläschchen aufwärmen. Sogar eine Mikrowelle gibt es hier.

AIDAprima Fuego restaurant Aussenbereich im Four Elements

Foto: AIDAprima Fuego Restaurant Aussenbereich im Four Elements

Bildergalerie mit allen Bildern von Deck 14 <<hier>>

Es bleibt spannend und gibt noch viel zu entdecken…