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Die Multi-Millionen-Pfund Renovierung der Black Watch bei Blohm+Voss in Hamburg!

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 29.11.2016

Gebaut wurde der wunderschöne Kreuzfahrtklassiker, der seit mehr als 20 Jahren unter der Flagge der norwegisch-britischen Traditionsreederei Fred. Olsen Cruise Lines in Dienst ist, im Jahr 1972 für die Reederei Royal Viking Line. Die damalige Royal Viking Star gehörte zu den luxuriösesten Kreuzfahrtschiffen ihrer Zeit und beeindruckt gerade heute, im Zeitalter der neuen Superliner, mit ihren klassisch eleganten Linien. Man sieht der Black Watch ihr Alter von knapp 45 Jahren zwar hier und da an, aber der schmucke Kreuzfahrtklassiker strebt auch gar nicht nach der Krone an Superlativen wie Wasserrutschen, Autoscootern und schwebenden Jahrmarktgondeln. Die Black Watch wird von Fred. Olsen Cruise Lines für weltweite Kreuzfahrten eingesetzt und genau das ist ihr Pluspunkt, sie kann aufgrund ihrer geringen Größe nahezu alle Häfen weltweit anlaufen. Mit einer Vermessung von 28.613 BRZ und einer Länge von 205m belegt sie im internationalen Ranking der Schiffsgrößen die unteren Plätze. Maximal reisen an Bord 804 Passagiere in 423 Kabinen und Suiten.   

Wir haben uns am 28. November 2016 auf der Blohm+Voss Werft in Hamburg an Bord der Black Watch Großbaustelle umgesehen, insgesamt wird das schmucke Kreuzfahrtschiff 26 Tage lang von den Spezialisten der Hamburger Traditionswerft quasi auf den Kopf gestellt.

Black Watch auf der Blohm+Voss Werft in Hamburg 28.11.2016

Foto: Black Watch auf der Blohm+Voss Werft in Hamburg 28.11.2016

Die Black Watch von Fred. Olsen Cruise Lines ist auf der Blohm+Voss Werft kein unbekannter Gast, denn in den vergangenen Jahren schickte die Reederei ihr, bei den meist britischen Reisegästen äußerst beliebtes Kreuzfahrtschiff, immer wieder zu Renovierungsarbeiten nach Hamburg. So wurde im Jahr 2005 zum Beispiel die komplette Maschinenanlage gegen eine neue ausgewechselt. Schiffsklassiker brauchen eine besondere Pflege, denn irgendwann muss auch die hochwertigste Technik und die haltbarste Rohrleitung einmal erneuert werden. Nach fast 45 Dienstjahren gewiss keine Schande.

Der aktuelle Werftaufenthalt richtet sich in erster Linie an eine Renovierung und Modernisierung der Innenbereiche >>wir berichteten<< sowie an eine Erneuerung einiger Generatoren aus dem Hilfsmaschinenraum, Luftschächten, Wasserleitungen und Rohrsystemen. Neben üblichen Klassearbeiten ist die Liste an „offiziell“ zu erledigenden Arbeiten ohnehin schon sehr lang, während eines Werftaufenthaltes kommen dann aber meist erheblich mehr „Kleinigkeiten“ ans Tageslicht, die ebenfalls innerhalb des Zeitrahmens abgearbeitet werden müssen. Hinter jeder entfernten Verkleidung können sich unerwartete Überraschungen verstecken.

Black Watch neuer Generator für den Hilfsmaschinenraum 28.11.2016

Foto: Black Watch neuer Generator für den Hilfsmaschinenraum 28.11.2016

Unser nachfolgender Rundgang verschafft einen kleinen Überblick über das Geschehen an Bord der Black Watch.

Während Arbeiter gerade dabei sind, Unmengen an Muscheln aus den Seekästen zu entfernen und anschließend neue Zinkanoden zu befestigen, werden einige Meter weiter die Stabilisatoren neu justiert und komplett überholt. Die Motoren für die beiden Bugstrahlruder sind ebenso ausgebaut wie die großen Ruderblätter, die Schiffspropeller samt Propellerwellen und auch die mehr als 300m lange Ankerkette liegt ordentlich aufgereiht auf dem Dockboden.   

Black Watch mit gezogener Welle und abmontierten Ruderblättern 28.11.2016

Foto: Black Watch mit gezogener Welle und abmontierten Ruderblättern 28.11.2016

Der alte Anstrich am Schiffsrumpf wird in diesem Fall nicht komplett entfernt, die Rostschutzfarbe ist in den meisten Bereichen bereits aufgetragen und überall dröhnt und hämmert es aus dem Schiffsbauch, der im Moment mehr Löcher hat als ein Schweizer Käse. Um schwer zugängliche Stellen im Schiffsinnern zu erreichen ist es effektiver, „Arbeitslöcher“ in den Rumpf zu schneiden und diese danach relativ schnell wieder zu verschließen als sich einen umständlichen Weg durch das Schiffsinnere zu bahnen.

Die Seekästen werden nach  dem konservieren und lackieren ebenfalls wieder verschlossen, allerdings nicht wasserdicht, denn die Seekästen sind kleine, kastenartige Räume im Unterwasserschiff, von dem aus die Seewasserleitungen ins Schiffsinnere führen. Dazu zählen die Leitungen für Ballast-, Kühl-, Feuerlösch, und Brauchwasser.

Black Watch Arbeiter montiert 35 neue Zinkanoden in Seewasserkästen 28.11.2016

Foto: Black Watch Arbeiter montiert 35 neue Zinkanoden in Seewasserkästen 28.11.2016

An Bord der Black Watch geht es nicht weniger turbulent zu als in den Bereichen die sonst unter der Wasseroberfläche liegen. Dort wo sonst leckere Cocktails serviert werden und die Passagiere über schmucken Teakholzboden laufen, stehen nun Müllcontainer, Schleifmaschinen, Generatoren und anderes Arbeitsmaterial auf dem Lounge Deck. Rund um den Poolbereich sind die neuen Fliesen bereits verlegt, eine große Plane schützt im Moment vor Wettereinflüssen.

Black Watch Swimming Pool und Sonnendeck 28.11.2016

Foto: Black Watch Swimming Pool und Sonnendeck 28.11.2016

Wie auch auf den beiden Schwesterschiffen der Black Watch (Boudicca – ebenfalls Fred. Olsen Cruise Lines und Albatros – Phoenix Reisen), führt eine schöne Teakholzpromenade um das Schiff herum, welche im späteren Renovierungsverlauf noch versiegelt und abgeschliffen wird. Im Vergleich zum Schwesterschiff Albatros ist die Promenade auf der Black Watch in einigen Bereichen schmaler, da hier bei vorangegangenen Werftaufenthalten ehemalige Außenkabinen zu Balkonkabinen umgebaut wurden.

Black Watch offene Promenade 28.11.2016

Foto: Black Watch offene Promenade 28.11.2016

Dort wo in Kürze das neue Restaurant Brigadoon entsteht, befindet sich derzeit noch die ursprüngliche Einrichtung des Garden Cafés. Mit dem neuen Restaurant wird den Gästen ein besonderes Speiseerlebnis geboten, welches sich an der britischen und internationalen Küche orientiert. Insgesamt werden hier später 54 Gäste gleichzeitig in intimer Atmosphäre speisen können.

Black Watch Garden Café 28.11.2016

Foto: Black Watch Garden Cafe 28.11.2016

Eine ebenso große Veränderung erfährt der ehemalige Courtyard-Bereich der Black Watch, welcher bereits komplett entfernt wurde. Hier entsteht das neue Spezialitätenrestaurant The Black Watch Room, in welchem nach Eröffnung bis zu 46 Gäste in den Genuss kommen, hervorragende Spezialitäten und köstliche Steaks serviert zu bekommen.

das neue Black Watch Room Restaurant ehemals Courtyard 28.11.2016

Foto: das neue Black Watch Room Restaurant ehemals Courtyard 28.11.2016

Im Hauptrestaurant Glentanar erinnert im Moment noch nichts daran, dass der komplette Bereich nach dem Ende der Werftzeit in einem neuen Design und Erscheinungsbild erstrahlen  soll. Derzeit steht das Restaurant den Werftarbeitern als Speisesaal zur Verfügung.

Black Watch the Glentanar restaurant 28.11.2016

Foto: Black Watch the Glentanar Restaurant 28.11.2016

Die Lido Lounge wird nicht nur mit einem neuen Mobiliar sondern auch mit neuen Dekorationsmerkmalen, Teppichen und Stoffen ausgestattet. Highlight stellt dann eine riesige Schiebetür bzw. mehrere Schiebetürelemente dar, welche sich über die komplette Breite der Lounge zum Außenbereich hin öffnen lassen.

Black Watch Lido Lounge 28.11.2016

Foto: Black Watch Lido Lounge 28.11.2016

Der Morning Light Pub, in den Deckplänen auch noch als Pipers Bar zu finden, zieht an die Stelle der bisherigen Braemar Lounge um. Der bisherige Morning Light Pub erhält nach einer Umgestaltung den neuen Namen Neptune Bar.

Black Watch ehemalige Braemar Lounge wird Morning Light Pub 28.11.2016

Foto: Black Watch ehemalige Braemar Lounge wird Morning Light Pub 28.11.2016

In den nächsten Tagen erfährt der Bereich um die Rezeption eine Umgestaltung und begrüßt die Gäste dann noch ansprechender und kundenfreundlicher.

Black Watch guest services 28.11.2016

Foto: Black Watch guest services 28.11.2016

Die komplette Bildergalerie unseres Schiffsrundgangs an Bord der „Black Watch“ auf der Blohm+Voss Werft sehen Sie hier >>Link<<. Alle Fotos sind entsprechend beschriftet.

In den meisten übrigen Bereichen finden ebenfalls Renovierungs- und Reparaturarbeiten statt. Es würde allerdings den Rahmen sprengen über all diese Arbeiten im Detail zu berichten. Rund zwei Wochen dauert es nun noch, bis die ersten Gäste an Bord über die neuen, dicken Teppiche laufen können, aus den Decklautsprechern wieder klassische Musik ertönt und leckere Cocktails serviert werden. In den Restaurants ist spätestens Mitte Dezember das letzte Staubkorn verschwunden und einladender Essensgeruch ersetzt die derzeitigen Dämpfe der Schweißarbeiten.

Am 13. Dezember soll die Black Watch die Blohm+Voss Werft in Richtung Tilbury wieder verlassen. Am 15. Dezember beginnt dort dann die erste 7-Nächte Kreuzfahrt mit britischen Gästen. 

Schönheitskur und Renovierung für die „Albatros“ auf Blohm+Voss Werft in Hamburg!

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 16.12.2015

Werftbesuch auf der Blohm+Voss Werft am 15. Dezember 2015 in Hamburg, kurz vor dem Ausdocken der „Albatros“.

Planmäßig ist die „Albatros“, sie wird liebevoll auch „Weiße Lady“ genannt, am 04. Dezember 2015, nach Beendigung einer Kreuzfahrt zu den Kanarischen Inseln, bei der Traditionswerft Blohm+Voss in Hamburg zur Schönheitskur und für einige Renovierungsarbeiten eingetroffen. Wenngleich die Liste der zu erledigenden Arbeiten diesmal längst nicht so lang ist wie im Jahr 2013, so ist die „Albatros“ dennoch wieder eine Großbaustelle.

Gebaut wurde die „Weiße Lady“ im Jahr 1973 als „Royal Viking Sea“ für die damalige Royal Viking Line und führte zusammen mit ihren beiden Schwesterschiffen viele Jahre lang die Liste der weltbesten und luxuriösesten Kreuzfahrtschiffe an. Zwar sieht man ihr das Alter von über 40 Jahren hier und da inzwischen an, aber der schmucke Liner erhebt auch gar nicht den Anspruch, mit den Superlativen der modernen Neubauten aus den vergangenen Jahren mitzuhalten. Es gibt keine Wasserrutschen, keine Autoscooter und auch keinen Surfsimulator an Bord. Aber genau diese Attribute sind die großen Pluspunkte der „Albatros“ und lassen sie zu einem ganz besonderen Kreuzfahrtschiff werden. Ihre Größe von 28.000 BRZ und die Länge von 205m machen sie zu einem attraktiven Kreuzfahrtschiff kleinerer Dimension, welches auch abgelegene Destinationen und ganz besondere Häfen anlaufen kann. Maximal reisen 830 Passagiere an Bord, was ein angenehmes Reiseerlebnis verspricht.

Heckansicht MS Albatros Dock 10 Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Foto: Heckansicht MS Albatros Dock 10 Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Phoenix Reisen hegt und pflegt die „Albatros“ in regelmäßigen Abständen und hat in den vergangenen Jahren erhebliche Summen investiert, um den Reisegästen ein qualitativ angemessenes und bestens gepflegtes Kreuzfahrtschiff zu präsentieren. Im Laufe des Schiffslebens nagen natürlich der reguläre Verschleiß sowie auch die Elemente an den Aufbauten, der Einrichtung und dem Schiffsrumpf. Um einen Schiffsklassiker in einem so wunderbaren Zustand zu erhalten, bedarf es einer besonderen Pflege.

Der aktuelle Werftaufenthalt richtet sich in erster Linie an eine komplette Erneuerung von Harry´s Bar, den Wintergarten, die Casablanca Bar sowie den Rezeptions- und Spa-Bereich. Darüber hinaus werden Erneuerungen in den Außenbereichen und Kabinengängen durchgeführt.

Das sind natürlich nur die „offiziell“ zu erledigenden Arbeiten. Bei einem Schiffsklassiker wie der „Albatros“ kommen während eines Werftaufenthaltes doch erheblich mehr „Kleinigkeiten“ ans Tageslicht, die ebenfalls abgearbeitet werden müssen. So entdecken wir im Rahmen unseres Rundgangs am 15. Dezember 2015 durch Dock 10 der Blohm+Voss Werft diverse kleinere Erneuerungen. Die nachfolgenden Fotos verschaffen einen Überblick von der Großbaustelle, die bereits in 3 Tagen komplett von Staub, Dreck und allem Arbeitsmaterial befreit sein wird.

Bugansicht MS Albatros in Dock 10 Blohm und Voss 15.12.2015

Foto: Bugansicht MS Albatros in Dock 10 Blohm und Voss 15.12.2015

Der neue Anstrich ist fast komplett angebracht, hier und da zeigen sich noch kleine Lücken – dort wo Löcher in den Schiffsrumpf geschweißt wurden um schwer zugängliche Stellen zu erreichen. Die Seekästen werden in Kürze verschlossen, sind neu konserviert und lackiert. Die Seekästen sind kleine, kastenartige Räume im Unterwasserschiff, von dem aus die Seewasserleitungen ins Schiffsinnere führen. Dazu zählen die Leitungen für Ballast-, Kühl-, Feuerlösch, und Brauchwasser.

Seekasten MS Albatros Werft 2015

Foto: Seekasten MS Albatros Werft 2015

Im Dock liegen einige Bordkräne, die ausgebaut und gegen neue ersetzt wurden. Ebenso hat die Albatros neue Parabolantennen erhalten. Eine Antennenkuppel samt Sat-Schüssel steht noch im Dock und fällt direkt ins Auge. Diese Antennenkuppeln werden auch Radom genannt – eine Ableitung der beiden Worte Radar und Dome. Diese „weißen Kugeln“ sind inzwischen in größerer Anzahl auf allen Kreuzfahrtschiffen installiert und schützen die darunter liegenden Satellitenschüsseln vor den korrosiven Einflüssen von Seewasser sowie Sturm.

altes Radom und MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Foto: altes Radom und MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Die Ankerketten und Ankerkästen wurden komplett überholt, konserviert und lackiert bzw. erneuert. Ebenso überholt wurden die beiden Stabilisatoren, die Bugstrahlruder, die Wellenanlagen, die Ruder und die beiden Schiffspropeller.

Propeller und Ruderanlage MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Foto: Propeller und Ruderanlage MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

In wenigen Stunden schon wird das erste Elbwasser den Schiffsrumpf umfließen, bevor das Schwimmdock im Laufe des 16. Dezember 2015 komplett geflutet wird. Am 17. Dezember wird die „Albatros“ dann die Blohm+Voss Werft verlassen und am Cruise Terminal in der Hafencity festmachen.

Schleifarbeiten Teakdeck Kopernikus Bar MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Foto: Schleifarbeiten Teakdeck Kopernikus Bar MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Auf dem Sonnendeck wird das Teakholz abgeschliffen und neu versiegelt, ebenso vor der Kopernikus Bar und auf der Rundum-Promenade. An Bord der „Albatros“ ist das Teakholz, wie auch auf den anderen Kreuzfahrtschiffen von Phoenix Reisen, noch auf traditionelle Weise verschraubt und nicht verklebt. Das garantiert eine deutlich längere Haltbarkeit und Verarbeitungsqualität.

Die Pflanzendekoration wird gereinigt, zum Teil ersetzt und anschließend neu installiert. Dort, wo kein Teakholz verlegt ist, liegt Kunstrasen im typischen Phoenix-Türkis. Auch wenn wir grundsätzlich kein Fan von Kunstrasen sind, so schaut er in Türkis erheblich ansprechender aus als im „80er Jahre Balkon-Grün“. 

Der Spa-Bereich erhält einen neuen Look und wird insgesamt renoviert.

Auffrischung Spa-Bereich MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Foto: Auffrischung Spa-Bereich MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

In der Atlantik-Show-Lounge werden die Polster ebenso gereinigt wie in allen anderen öffentlichen Bereichen. Korridor- und Kabinenteppiche wurden teilweise ersetzt, diverse Leuchtmittel gewechselt und defekte Wandverkleidungen erneuert.

Der Wintergarten wird komplett renoviert und möbliert, was auch die komplette Erneuerung der Fensterfront samt Rahmen beinhaltet.

komplette Renovierung Wintergarten MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Foto: komplette Renovierung Wintergarten MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Gleich nebenan befinden sich Harry´s Bar sowie die Casablanca Bar, welche ebenfalls komplett renoviert und neu gestaltet werden. Die neuen Stühle konnten wir zu Beginn des Rundgangs bereits im Möwe Restaurant bewundern.  

Renovierung Harry´s Bar MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Foto: Renovierung Harry´s Bar MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Die komplette Bildergalerie unseres Schiffsrundgangs an Bord der „Albatros“ auf der Blohm+Voss Werft sehen Sie hier >>Link<<. Alle Fotos sind entsprechend beschriftet.

Die übrigen öffentlichen Bereiche bleiben diesmal weitgehend unberührt, überall finden aber kleine Ausbesserungs- und Auffrischungsarbeiten statt.

Beim Verlassen der „Albatros“ werfen wir noch einen Blick auf die Zinkanoden, die in großer Anzahl am Schiffsrumpf angebracht sind. Diese Zinkanoden erfüllen nur einen Zweck – sie sollen korrodieren. Unter Wasser entsteht durch Elektrolyse, die bei verschiedenen Metallen das jeweils „unedelste“, weichste Metall abbaut bzw. korrodieren lässt. Man zieht bei der Montage von Zinkanoden also die Elektrolyse auf das Zink, das weiche Metall und verhindert so die Korrosion an Propeller, Welle oder Ruderblättern bzw. am Schiffsrumpf.

Propeller und Ruderanlage, Zinkanoden MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Foto: Propeller und Ruderanlage, Zinkanoden MS Albatros Blohm und Voss Werft 15.12.2015

Wie immer bei einem Werftbesuch benötigt man auch wenige Stunden vor der Fertigstellung aller Renovierungsarbeiten viel Phantasie und Vorstellungskraft, dass alle Arbeiten pünktlich erledigt sein werden und sich in Kürze die ersten Gäste durch die neu gestalteten Räumlichkeiten bewegen können. Spätestens in drei Tagen sind Staub, Rauch sowie der Geruch von Lack und Farbe verschwunden und aus den Decklautsprechern ertönt stimmungsvolle Musik, welche die Kreuzfahrtpassagiere in Kombination mit einem leckeren Cocktail an der neu gestalteten Harry´s Bar in beste Urlaubslaune versetzt.

Zusammenfassend halten wir fest, dass mit einem Werftaufenthalt in dieser Größenordnung weit mehr in Zusammenhang steht als es der Kreuzfahrtgast annimmt. Manche Wände können eben nicht einfach versetzt, manche Bodenwelle nicht so einfach ausgeglichen und Altersfalten bei einem Schiffsalter von über 40 Jahren nicht komplett beseitigt werden. Aber seien wir doch mal ehrlich, gerade die kleinen Altersfalten machen doch den Reiz dieses Kreuzfahrtklassikers aus. Und wir wagen uns gar nicht vorzustellen, wie all die modernen Megaliner im Alter von 40 Jahren und mehr aussehen mögen. Ob deren verbautes Material genau so beständig ist und die Technik so langlebig? Wir haben unsere Zweifel.

  • Am 18. Dezember läuft die „Albatros“ um 23:00 Uhr zu einer vorweihnachtlichen Adventsreise zu nordischen Weihnachtsmärkten aus Hamburg aus. 
  • Am 23. Dezember heißt es dann „Leinen los“ zur 128-tägigen Weltreise, welche zumindest auf Teilstrecken noch buchbar ist. Am 29. April 2016 wird die „Albatros“ in Bremerhaven zurück erwartet.

Ein besonderes Dankeschön gilt im Zusammenhang mit dem Werftbesuch Phoenix Reisen in Bonn sowie die Werft Blohm+Voss in Hamburg.

Independence of the Seas verläßt die Werft Blohm+Voss in Hamburg

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 01.05.2013

Gestern am späten abend des 30. April 2013 hat das derzeit drittgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt – die Independence of the Seas der Reederei Royal Caribbean International – die Werft Blohm+Voss in Hamburg planmäßig wieder verlassen. Seit dem 22. April lag das 339 m lange und 154.407 BRZ große Kreuzfahrtschiff zu Wartungs- und Umbauarbeiten in der Werft.

Independence of the Seas Ausdocken in Hamburg

An Land verfolgten viele Schiffsfans und Shipspotter das spektakuläre Ausdockmanöver der Independence of the Seas in der Abendsonne von den Landungsbrücken aus. Spektakulär war es deshalb, weil das Kreuzfahrtschiff ohne jegliche Schlepperhilfe das Dock rückwärts verlassen hat. An beiden Seiten blieben nur wenige Meter Platz zwischen Dock und Schiffswand. Auch wir sind natürlich live vor Ort gewesen und haben uns das seltene Schauspiel angesehen. Derzeit steht nicht fest, wann wieder ein Kreuzfahrtschiff dieser Größenordnung nach Hamburg kommen wird.

Pünktlich um 19:30 wurde das Docktor von Dock Elbe 17 bei Blohm+Voss von drei Schleppern entfernt und kurz vor 20:00 löste man die Taue und letzte Verbindungstrossen zwischen Dock und Schiff. Das Ausdocken dauerte insgesamt nur ungefähr 30 Minuten, was in Betracht der beeindruckenden Schiffsgröße durchaus faszinierend war.

Independence of the Seas Ausdocken in Hamburg

Während des Werftaufenthaltes bei Blohm+Voss wurden diverse Umbauten an Bord vorgenommen. Das Schiff wurde einer Revitalisierung unterzogen. Neu ist nun auch ein Kindergarten mit Fisher-Price Spielgeräten für Kinder von 6-36 Monaten, das italienische Restaurant „Giovanni´s Table“, die Bäckerei Cupcake Cupboard im Stil der 40er Jahre, eine Filmleinwand auf dem Pooldeck, W-Lan auf allen Kabinen und in allen öffentlichen Bereichen sowie eine modernisierte H2O-Zone für Kinder. Auf den Außendecks wurde an vielen Stellen der Bodenbelag abgeschliffen und erneuert bzw. im Innenbereich diverse Teppiche und Polster erneuert. Auch im technischen Bereich standen diverse Arbeiten auf der . So hat man die Bugstrahlruder, die Azipod-Antriebe  und die Stabilisatoren den üblichen Wartungsarbeiten unterzogen. Ein neuer Anstrich rundete die Arbeiten ab.

Jetzt findet man, wie auf allen bereits modernisierten Schiffen, viele Elemente der Oasis Klasse auch auf der Independence of the Seas.

Independence of the Seas Ausdocken in Hamburg

Wir hatten vor einigen Tagen während des Werftaufenthaltes die Möglichkeit, uns an Bord umzusehen. Die Bildergalerie finden Sie HIER.

Die Independence of the Seas wird am 02. Mai die nächste Kreuzfahrt ab Southampton starten – eine Kurzreise nach Le Havre. Im Anschluß daran wird die Independence of the Seas zu einer 14-Nächte Kreuzfahrt zu den Kanarischen Inseln aufbrechen. Bis zum 02. November 2013 ist die Independence of the Seas in Southampton stationiert und startet von dort zu verschiedenen Kreuzfahrten nach Norwegen sowie zu den Kanarischen Inseln. Am 02. November 2013 heißt  es dann Abschied nehmen von Europa - es beginnt die Transatlantik-Kreuzfahrt von Southampton nach Fort Lauderdale.

Independence of the Seas Ausdocken in Hamburg

  • Die gesamte Bildergalerie vom Ausdocken der Independence of the Seas finden Sie hier bei Oceanliner Pictures.
  • HIER können Sie Kreuzfahrten mit der Independence of the Seas buchen!

An Bord der Independence of the Seas bei Blohm+Voss im Trockendock

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 25.04.2013

Ab jetzt ist jedes Schiff das beste!

So lautet der Slogan von Royal Caribbean International in Bezug auf die gesamte Flotte der Kreuzfahrtschiffe aller Schiffsklassen.

Die Revitalisierung der Kreuzfahrtschiffe wird in diesem Jahr kontinuierlich fortgesetzt. Nach der Modernisierungsphase werden viele Elemente der Oasis Klasse auch auf allen anderen Schiffen zu finden sein.

Derzeit liegt die Independence of the Seas in der Werft von Blohm+Voss in Hamburg und wird der Auffrischungs- und Modernisierungskur unterzogen. Die Kreuzfahrt endete am 20. April 2013 in Southampton. Dort haben alle Passagiere das Schiff nach einer Transatlantikreise verlassen. Noch am gleichen Tag hat das Schiff Kurs auf die Blohm+Voss Werft in Hamburg genommen und traf dort in der Nacht auf den 22. April 2013 ein.

Independence of the Seas dockt bei Blohm+Voss in Hamburg ein

Viele Schiffsfans verfolgten das spektakuläre Eindockmanöver dieses 339 m langen und 154.407 BRZ großen Kreuzfahrtriesen. Auf der Elbe blieb nur wenig Platz und auch das Dock ist mit 351m Länge nicht viel länger als das Schiff.

Im Trockendock wirkt die Independence of the Seas nochmals imposanter als auf der Elbe! Vor wenigen Tagen lag an gleicher Stelle noch die Ventura von P&O, die dagegen mit ihren 290 m fast schon zierlich wirkte.

Wie auch auf allen anderen Schiffen der Flotte, wird es nach dem Werftaufenthalt neue Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten geben. Neu wird künftig auch der Kindergarten auf der Independence of the Seas sein, der mit Fisher-Price Spielgeräten ausgestattet sein wird. Eine professionelle Betreuung durch geschultes Personal gehört natürlich zum Angebot. Kinder von 6-36 Monaten werden schon in wenigen Tagen auch ohne die Eltern viel Spass an Bord der Independence of the Seas haben.

Independence of the Seas - Trockendock Hamburg, 25.04.2013

Umgestaltet und aufgewertet werden zum Teil auch die Restaurants sowie einige Geschäfte auf der Royal Promenade. Neu wird künftig das Cupcake Cupboard sein – eine Bäckerei im Stil der 40er Jahre in der es jeden Tag frisch gebackene Kuchen und andere Leckereien zu finden gibt. Das Besondere an dieser Bäckerei sind die Geschmacksrichtungen der Gebäckstücke die von Kaugummi bis Erdbeere und Waltmeister reichen.

Independence of the Seas - Trockendock Hamburg, 25.04.2013

Auf Deck 11 wird künftig das Giovanni´s Table erstrahlen und die Kreuzfahrtgäste mit italienischen, rustikalen Gerichten wie Pasta und Fleischspezialitäten verwöhnen.

Independence of the Seas - Trockendock Hamburg, 25.04.2013

Alle Kabinen erhalten nun einen WiFi Zugang und sind somit dann auf dem neuesten Stand der Technik. Neben diesen technischen Neuerungen werden einige Kabinen umgestaltet und die Belegungsvarianten verändert.

Auf dem Pooldeck werden alle Pools und Whirlpools komplett gewartet und mit neuen Versiegelungen versehen. Der rutschfeste Bodenbelag wird abgeschliffen und erneuert, eine Filmleinwand installiert und in der H2O-Zone einige Spielgeräte für die Kinder ausgewechselt.

Independence of the Seas - Trockendock Hamburg, 25.04.2013

Notwendige Rostschutz- und Lackierarbeiten wollen wir nicht unerwähnt lassen. Seit  der Jungfernfahrt im Jahr 2008 haben sich die ersten Polster abgenutzt, die ebenfalls aufgearbeitet werden.

Independence of the Seas - Trockendock Hamburg, 25.04.2013

Für die Gäste nicht sichtbar sein wird ein neuer Unterwasseranstrich, die Überholung der Stabilisatoren und Bugstrahlruder sowie reguläre Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten im technischen Bereich des Schiffes.

Die Arbeiten im Dock werden übrigens nicht nur von Werftarbeitern durchgeführt sondern auch zum Teil von Fremdfirmen und ausgebildetem Schiffspersonal. Rostschutzarbeiten zum Beispiel werden zum Teil vom bordeigenen Personal abgearbeitet.

Independence of the Seas - Trockendock Hamburg, 25.04.2013

Wie bei allen Renovierungs- und Umbauarbeiten auf Schiffen herrscht auch auf der Independence of the Seas kein Chaos sondern eine geordnete und ruhige Perfektion vor. Damit keine Arbeiten vergessen werden, greift man auf den einzelnen Arbeitsstationen zu einer simplen wie übersichtlichen Methode – man hängt Zettel an eine Art Pinnwand, auf der die bereits erledigten Arbeiten in Form von farbigen Haftzetteln für alle Arbeiter der verschiedenen Schichten klar erkennbar sind.

Independence of the Seas - Trockendock Hamburg, 25.04.2013

Noch bis zum Monatsende wird die Independence of the Seas in der Werft liegen und dann in neuem Glanz zurück zur Flotte stoßen. Die nächste Kreuzfahrt findet am 02. Mai ab Southampton statt.

Die komplette Bildergalerie von Bord der Independence of the Seas finden sie hier bei: Oceanliner Pictures

Independence of the Seas dockt bei Blohm+Voss in Hamburg ein

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 22.04.2013

Letzte Nacht (22. April 2013) traf das derzeit drittgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt – die Independence of the Seas der Reederei Royal Caribbean International - zu ihrem planmäßigen Werftaufenthalt auf der Schiffswerft Blohm+Voss in Hamburg ein. Kurz nach Mitternacht zeigte sich der hell erleuchtete Kreuzfahrtgigant in Övelgönne und passierte wenig später die Landungsbrücken. Die Crew feierte die Ankunft in Hamburg an Deck offenbar mit einer kleinen Poolparty und stimmungsvoller Musik.

Independence of the Seas dockt bei Blohm+Voss in Hamburg ein

An Land verfolgten einige Schiffsfans die späte Ankunft des 339 m langen Ozeanriesen. Am Abend konnte man die Independence of the Seas bereits in Cuxhaven und kurz darauf auch in Brunsbüttel bestaunen. Dort trafen sich diverse Schiffs- und Kreuzfahrtfans. Immerhin ist es der erste Besuch dieses 154.407 BRZ großen Kreuzfahrtschiffes in Hamburg. Zuletzt sah man ein Schiff dieser Größe im Jahr 2007 in der Hansestadt. Damals zeigte das Schwesterschiff Freedom of the Seas im Rahmen einer Vorstellungsfahrt in Hamburg Flagge. 

Die Independence of the Seas absolvierte zuvor ihre Transatlantikreise aus der Karibik bzw. Florida kommend in Richtung Southampton, wo die Reise für die Passagiere am 20. April 2013 endete. Mittags nahm das Schiff dann Kurs auf die Hansestadt Hamburg. Auf der Werft von Blohm+Voss werden turnusmäßige Arbeiten durchgeführt und der Anstrich erneuert.

Independence of the Seas dockt bei Blohm+Voss in Hamburg ein

Nachdem die Independence of the Seas in der letzten Nacht die Landungsbrücken sowie das Museumsschiff Cap San Diego passierte, wurde gegenüber des Hamburg Cruise Centers gedreht und langsam mit dem Bug voraus Kurs auf das Dock Elbe 17 von Blohm+Voss genommen. Damit das Schiff eindocken konnte, musste es quer zur Elbe drehen und versperrte komplett den von Booten der Wasserschutzpolizei gesperrten Strom. Ein wirklich imposanter Anblick, der sich dort geboten hat.

Relativ schnell manövrierte die Independence of the Seas mit Schlepperhilfe in dieser fast windstillen Frühlingsnacht in das Dock. Routiniert wurde  das Schiff dann von den Werftmitarbeitern ausgerichtet und das Docktor wieder verschlossen.

Der Werftaufenthalt der Independence of the Seas bei Blohm+Voss dauert voraussichtlich bis Ende des Monats, die nächste Kreuzfahrt ab Southampton beginnt am 02. Mai 2013. Während der Sommersaison 2013 unternimmt die Independence of the Seas diverse Kreuzfahrten in Richtung Spanien und nach Norwegen, bevor es am 02. November 2013 wieder über den Atlantik nach Florida geht.

Independence of the Seas dockt bei Blohm+Voss in Hamburg ein

Die komplette Bildergalerie mit Eindrücken vom Eindocken der Independence of the Seas bei Blohm+Voss finden Sie wie immer bei Oceanliner-Pictures.com hier => Bildergalerie.

Alle Kreuzfahrten mit der Independence of  the Seas finden Sie HIER!